28. Spieltag

72 VS 73

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WochentagSamstag
Datum17.03.2018
Uhrzeit19:30
OrtInselparkhalle
Hamburg

Vorbericht

SIEG IN HAMBURG SOLL PLAYOFFS ENDGÜLTIG SICHERN

„Wir wollen in die Playoffs. Wir brauchen noch einen Sieg und den wollen wir uns am besten schon in Hamburg holen“, sagt RheinStars-Kapitän Max DiLeo vor dem Kölner Auftritt bei den Towers am kommenden Samstag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA (19.30 Uhr/live auf airtango.live). Mit einem Erfolg bei den Norddeutschen würden die RheinStars zudem am drittletzten Spieltag der Hauptrunde ihre Position festigen und wichtige Punkte für das Heimrecht im Viertelfinale der Playoffs sammeln.

„Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, sagt auch Manager Stephan Baeck. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Zum einen waren in den bisherigen Auseinandersetzungen zwischen den Rheinländern und den Hanseaten immer die Gastgeber siegreich. Zum anderen waren die Hamburger beim 77:74 im Hinspiel am 13. Spieltag Mitte Dezember ein bockstarker und ebenbürtiger Gegner, der in Köln weiterhin allerhöchsten Respekt genießt.

Im Anschluss an die Begegnung in der LANXESS arena lief den Towers die Saison allerdings nahezu komplett aus der Spur. Vielleicht auch bedingt durch die schwere Knie-Verletzung von Justin Raffington (Kreuzband) als Dreh- und Angelpunkt des Teams 14 Tage später in Hagen. Trotz der Verpflichtungen von Center Jannik Freese und des bosnischen Nationalspielers Adin Vrabac baute sich die negative Serie auf  einen Sieg in 13 Spielen aus. Vor wenigen Wochen führte das auch zu einer Änderung der Trainersituation. Mit Hamed Attarbashi verließ im Februar ein Urgestein des Hamburger Basketballprojekts die Mannschaft. Für ihn übernahm als Headcoach der erst 30 Jahre alte ehemalige Spieler und vormalige Co-Trainer Benka Barloschky.

Barloschky gelang es zumindest in den letzten beiden Spielen, den Trend zu drehen. In Ulm und in Nürnberg gewannen die Hamburger. Rein rechnerisch sind auch die Playoffs bei zwei Siegen Rückstand noch möglich. Es geht also auch für die Towers um viel am Samstag. „Warum und wieso das in Hamburg in diesem Jahr nicht so klappt wie gewünscht, ist nicht unser Thema. Ich kann nur sagen, dass ist eine hervorragend und tief besetzte Mannschaft, die für mich auf dem Papier unter die besten vier Teams gehört“, sagt Kölns Cheftrainer Denis Wucherer.

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Wucherer in der Verteidigung. „Unsere vorrangige Aufgabe wird es sein, unserem Gegner die Lust am Spielen zu nehmen. Denn wenn sie erst einmal einen Lauf haben, wird es in dieser tollen Halle in Wilhelmsburg mit dem lautstarken Publikum im Rücken sehr schwer. Aber ich freue mich drauf. Das wird ein guter Test für uns. Danach wissen wir, wo wir in unserer Entwicklung stehen.“ Aktuell sind fast alle RheinStars-Spieler fit. Bene van Laack ist nach seiner Knieverletzung wieder ins Training eingestiegen, allein Thomas Müller-Laschet (Bruch des Schienbeinköpfchens) fehlt weiterhin.

Jubel im Hinspiel Foto: Gero Müller-Laschet

Spielbericht

RHEINSTARS HOLEN SICH DIE PLAYOFFS MIT SIEG IN HAMBURG

Die RheinStars stehen in den Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde gewannen die Kölner erstmals bei den Hamburg Towers mit 73:72 (20:16, 21:25, 13:17, 19:14) und können nun am kommenden Freitag im Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn den nächsten Schritt zum Heimrecht in den Playoffs machen. „Wir haben uns bei einer bärenstark besetzten Mannschaft durchgesetzt. Ich bin unheimlich stolz auf unsere Mannschaft“, sagte Manager Stephan Baeck nach den nervenaufreibenden 40 Minuten vor dem mit 3.400 Zuschauern ausverkauften Haus.

Nach dem 28. Spieltag liegen die RheinStars bis Sonntag weiter auf dem vierten Tabellenplatz mit Tuchfühlung zu Platz drei – aber auch zu Platz sechs. Mögliche Duelle mit den beiden Liga-Dominatoren Rasta Vechta und den Crailsheim Merlins werden dagegen immer unwahrscheinlicher. „Ich habe gesagt, wir wissen nach Hamburg genauer, wo wir stehen. Jetzt haben wir gewonnen und den dritten Sieg in Folge eingefahren. Wir sind in die richtige Richtung unterwegs“, sagte Cheftrainer Denis Wucherer nach dem ersten Sieg im dritten Anlauf in der stimmungsvollen Halle im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg.

In Hamburg sicherten sich die RheinStars mit Kampfgeist und Teamwork den knappen Erfolg, während die Towers ihre letzten minimalen Hoffnungen auf den Einzug unter die besten acht Teams endgültig begraben mussten. Topscorer war dabei wieder einmal Kavin Gilder-Tilbury, der nicht allein 22 Punkte erzielte, sondern mit sieben erfolgreichen Dreipunktewürfen bei zehn Versuchen eine nahezu unheimliche Trefferquote aus der Distanz aufwies. Dazu kamen sieben Rebounds und mit 23 der höchste Effektivitätswert seines Teams.

Und weil auch Neuzugang Ante Gospic nach seinen Rückenproblemen erstmals richtig zählbar ins Geschehen eingriff, dabei sieben Rebounds sicherte – drei davon offensiv wie auch Lukas Wank, holten sich die RheinStars trotz stärkster Konkurrenz der „Türme“ um Center Jannik Freese mit 37:36 sogar das Rebound-Duell an der Elbe. Auch wenn die Partie sicherlich durch die 15 Dreier von außen gewonnen wurde – mit Gilder-Tilbury und Alex Foster mit 4 von 8 erfolgreichen Dreiern. „Letztlich ist es eine Mischung aus allem. Wir haben uns nach neun Punkten Rückstand im dritten Viertel zurückgekämpft und Charakter als Mannschaft gezeigt. Ein Sieg ist immer ein Sieg – aber das heute war ein ganz wichtiger“, beschloss Manager Baeck seine Überlegungen und freute sich bereits auf das Heimspiel gegen Paderborn.

Spielfilm: 12:8 (5.), 20:16 (10.), 32:27 (15.), 41:41 (20.), 43:52 (25.), 54:58 (30.), 65:64 (35.), 73:72 (40.)

Teamstats: Köln 26 von 63 Würfen aus dem Feld (41%), Hamburg 27 von 60 (45%), Dreier Köln 15/34 (44%), Hamburg 3/18 (17%), Assists 14:7, Rebounds 37:36, Steals 9:9, Turnover 16:13, Blocked Shots 5:1.

RheinStars: Kavin Gilder-Tibury (22/7 Dreier), Max DiLeo, Besnik Bekteshi (3/1), Matt Vest (8/2), Dennis Heinzmann (2), Jesse Morgan (5/1 ), Leon Baeck (4), Keith Ramsey (4), Alex Foster (14/4), Lukas Wank (6), Ante Gospic (5).

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Foto: MSSP