RheinStars beim Aufstiegsaspiranten

Wenn die besten Kölner und Gießener Basketballer aufeinandertreffen, wird das nahezu immer von einer besonderen Atmosphäre begleitet. Seit gut fünf Jahrzehnten messen sich die Kontrahenten in der ersten und zweiten Liga. Am kommenden Samstag (19 Uhr) steht die nächste Begegnung auf dem Spielplan. Der fünfte Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA führt die RheinStars und die 46ers in der Gießener Osthalle zusammen – passenderweise in einer der traditionsreichsten Hallen des deutschen Basketballs. Doch in diesem Spiel geht es nicht um die Vergangenheit, sondern um den Blick nach vorne, den nächsten Sieg und die nächsten Punkte.

Beide Teams stehen mit jeweils zwei Siegen und zwei Niederlagen im Mittelfeld der 18er-Liga. Allerdings müssen sie mit Ausfällen und Verletzungen umgehen. Bei den Kölnern fehlte am vergangenen Wochenende Haris Hujic wegen Belastungssteuerung. Bei den Mittelhessen fällt mit Chris Carter wegen einer Knieverletzung ebenfalls eine Säule des Teams auf unbestimmte Zeit aus. Zudem fehlt wahrscheinlich weiterhin Center Kai Müsse aufgrund eines Bänderrisses.

„Gießen hat auch ohne die beiden einen sehr guten Kader, der klar auf das Ziel Aufstieg ausgerichtet wurde“, sagt RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck. „Allerdings sollten wir uns vor allem mit uns selbst beschäftigen und nicht auf die 46ers schauen. Es geht um unsere Form und unsere Leistung. Beides war in der Vorbereitung sehr ansprechend und ging mit einem guten Selbstverständnis jedes Einzelnen sowie des gesamten Teams einher. Dies gilt es nun zurückzuholen.“

46ers Trainer: „Wir wollen Revanche“

Respekt gegenüber dem Gegner kommt auch von den 46ers: „Eine Mannschaft, die ich schon im Sommer auf dem Schirm hatte, die wir auf keinen Fall unterschätzen dürfen, die eine starke Pre-Season mit Siegen gegen belgische und niederländische Erstligisten hingelegt hat, an die wir schlechte Erinnerungen haben, die ein klarer Playoff-Kandidat ist und die uns alles abverlangen wird“, wird Headcoach Branislav „Frenki“ Ignjatovic auf der 46ers-Website zitiert. Im vergangenen Jahr gewannen die Kölner beide Spiele gegen den Favoriten. Ignjatovic: „Das habe ich nicht vergessen. Wir wollen Revanche.“

Die Voraussetzungen für ein spannendes, intensives Duell sind also gegeben.

Gießen 46ers – ausgerichtet auf Saisonziel Aufstieg

Der Kader der Gießen 46ers verfügt über eine Qualität, die dem Saisonziel Aufstieg gerecht wird. Angeführt von Kapitän und Altmeister Robin Benzing bringt das Team enorme Physis und Scoring-Power mit. Vielversprechende Neuzugänge wie die Point Guards Zach Cooks von den Telekom Baskets und Nigel Scantlebury vom slowenischen Erstligisten KK Zlatorog Lasko verstärken das Team. Topscorer sind aktuell Benzing mit durchschnittlich 15,3 Punkten pro Spiel, Viktor Kovacevic mit 12,5 Punkten und Cooks mit 12,3Punkten.

Die Lage der Liga – Bayreuth als einziges Team ohne Sieg

Vor dem fünften Spieltag stehen nach vier Runden die Kirchheim Knights und die HAKRO Merlins Crailsheim mit einer makellosen 4:0-Bilanz ungeschlagen an der Tabellenspitze. Dicht dahinter folgen die MLP Academics Heidelberg, die am vergangenen Wochenende überraschend in eigener Halle den SBB Baskets unterlagen, sowie Koblenz mit jeweils drei Siegen. Das breite Mittelfeld der Liga ist ausgeglichen: Gleich sieben Teams – darunter Gießen und Köln – weisen eine Bilanz von 2:2 Siegen auf.

Ein Traditionsstandort des deutschen Basketballs liegt aktuell am Tabellenende. Am Mittwoch verlor Medikamente per Klick Bayreuth auch das vierte Saisonspiel. In eigener Halle unterlag das Team dem Ulmer Aufsteiger Orange Academy mit 89:100.

Liveticker in Gießen: https://bit.ly/4yLphSF

Livestream in Gießen: https://bit.ly/4B6DjA3

Foto: Gero Müller-Laschet

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