RheinStars erleben schweren Abend

Gemeinsam mit ihren Fans durchlebten die RheinStars am Mittwoch einen ernüchternden Abend in der Motorworld. Vor 1.127 Fans unterlagen die Kölner im vorgezogenen Spiel des 14. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den Nürnberg Falcons mit 87:112 (45:62). „Das war heute nichts. Wir müssen das zügig verdauen und im nächste Spiel wieder besser machen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Zum Glück haben wir dazu in wenigen Tagen bereits die Möglichkeit.“  Am Sonntag gastieren die Kölner bei Aufsteiger Orange Academy in Ulm. Tipoff ist dann um 17 Uhr.

Während die Nürnberger ihr bestes Saisonspiel ablieferten und das entsprechend genossen, standen die RheinStars nach ihrem siebten Saisonspiel konsterniert auf dem Parkett am Butzweiler Hof. Zu deutlich war an diesem Abend der Abstand zwischen den beiden Mannschaften.  „Sie haben eine junge Mannschaft und wir müssen aufpassen, dass sie nicht ins Laufen kommen, denn dann wird es gefährlich“, hatte Headcoach Zoran Kukic schon vor dem Spiel gewarnt. „Das ist uns dann aber passiert, wir haben sie machen lassen und sind überrannt worden. Dann gehen Spiele manchmal so aus wie heute“, kommentierte Kapitän Haris Hujic das 40minütige Geschehen.

Die Kölner schienen von Beginn an alle Warnungen ignorieren zu wollen, machten sich recht sorglos und wenig konzentriert an die Partie, die schnell rekordverdächtige Ausmaße annahm. Allerdings nicht auf der Habenseite. Die RheinStars kassierten Punkte um Punkt gegen immer sicherer auftretende Franken. 20:41 stand es aus Kölner Sicht nach den ersten zehn indiskutablen Minuten. Den Gästen gelang dabei das Husarenstück, bis zur Pause zehn ihrer elf Dreierversuche zu verwandeln. Mit 91 Prozent waren sie bis dahin treffsicherer als von der Freiwurflinie (83%).

Immerhin rappelten sich die RheinStars im zweiten Viertel auf und verkürzten mit einem 13:0-Lauf bis zur 14. Minute auf 33:41. Doch sowohl in dieser Spielphase als auch in zwei weiteren Momenten in der zweiten Halbzeit, in denen das Kölner Spiel durchaus gefiel und es noch einmal hätte enger werden können, behielten die Nürnberger ihre Linie und die Übersicht. Sie wehrten die Kölner Annährungen souverän ab. So geschehen beim Stande von 59:69 (25.) bzw. 75:87 (32.). Irgendwann steckten die Comeback-Könige der vergangenen Wochen frustriert auf, kassierten sogar noch einen 0:16-Lauf zum 75:103. Es wurde die erste Niederlage mit mehr als 100 Punkten des Gegners seit der Rückkehr der Kölner in die zweithöchste deutsche Spielklasse.

„Respekt und Gratulation an das gesamte Nürnberger Team. Auch wenn es für uns frustrierend war, die Falcons haben ein beeindruckendes Spiel gezeigt. Sie waren sehr gut vorbereitet, hatten einen klaren Plan, waren fokussiert, gradlinig und immer physisch. Sie haben sehr kompromisslos und ohne Zweifel gespielt. Genau auf diese Art und Weise musst du auswärts spielen, wenn du die Punkte mit nach Hause nehmen willst“, lobte Stephan Baeck den Auftritt des Gegners. „Unsere Erkenntnis ist, das wir bis jetzt noch nicht vier Viertel mit der Intensität und Fokus spielen können, mit der wir in Viertel zwei und drei gespielt haben. Das zu verbessern, wird unsere Aufgabe in den kommenden Wochen sein.“

Viertel:  20:41, 25:21, 26:22, 16:28

Spielfilm: 10:23 (5.), 20:41 (10.), 35:50 (15.), 45:62 (20.), 59:72 (25.), 71:84 (30.), 77:103 (35.), 87:112 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 36 von 73/49%, Nürnberg (39 von 62, 63%), FW Köln 89% (8/9) zu 72% (18/25), 15:22 Assists, 30 (14 offensiv): 30 (9) Rebounds, 23:16 Fouls, 9:11 Steals, 0:4 Blocks, 17:19 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4i6Uk4b

RheinStars: Cedric Russell (15 Punkte/3 Dreier, 4 Assists, 3 Rebounds), Antonio Williams (9, 8 Ass, 4 Steals), Kris Monroe (14/1, 4 Reb.), Biggie Patterson (12/2, 2 Reb), Jasper Günther (5, 2 Reb.), Konsti Lehmann (2), Maxi Begue (6, 2 Reb, 2 Steals), Haris Hujic (3/1), Karl Bühner (8, 3 Reb), Marko Cuvalo (2 Reb, 1 Steal) Björn Rohwer (13, 4 Reb, 1 Steal).

Foto: Gero Müller-Laschet

 

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