RheinStars kämpfen sich auf Platz vier vor

Es bleibt dabei: Die Heimspiele der RheinStars garantieren aktuell beste Unterhaltung. Teils spektakulärer, mitreißender Sport, wendungsvolle Spiele, Moderatoren, die die Zuschauer mitnehmen, passende musikalische Unterstützung – und anders als beim Heimauftakt, diesmal auch mit dem gewünschte Ergebnis. Am frühen Sonntagabend schlugen die Kölner am sechsten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den ehemaligen Bundesligisten Medikamente per Klick Bayreuth mit 105:98 (59:41). Die RheinStars stehen aktuell mit vier Siegen als Vierter im Tableau. So gut wie noch nie seit ihrer Rückkehr in die zweithöchste deutsche Spielkasse. Bereits am Mittwoch geht es weiter in der Motorworld, dann gastieren die Nürnberg Falcons am Butzweiler Hof. Tipoff ist um 19.30 Uhr. Es gilt eine dringende Besuchsempfehlung.

Sicherlich zogen fast alle der 1.249 Zuschauer am Sonntagabend ebenso glücklich von dannen wie die RheinStars-Verantwortlichen mit ihren Spielern. „Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten und auch über die Art und Weise, wie wir das Spiel in den letzten Minuten wieder in den Griff bekamen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Alle, die Basketball kennen, wissen wie schwer es ist, zurückzukommen, wenn du anfangs ein Spiel dominierst, dann aber das Momentum verlierst und der Gegner wieder anfängt an sich zu glauben. Die Jungs haben das heute geschafft und sich belohnt – deshalb freuen wir uns alle sehr.“ Headcoach Zoran Kukic schlug in die gleiche Kerbe. „So ist das im Basketball. Wir nehmen genau so eine Art von Sieg gerne mit, weil er uns als Mannschaft weiterbringt. Jetzt bleibt uns nicht viel Zeit, um uns auszuruhen und uns auf das Spiel am Mittwoch vorzubereiten.“

Hujic und Patterson & Williams und Rohwer die tragenden Akteure

Bis zur Pause sahen die RheinStars definitiv wie der kommende Sieger aus. Angeführt und getragen von Hars Hujic (16) und Biggie Patterson (18), die bis zur Pause allein für 34 der 59 Kölner Punkte sorgten, dominierten die Kölner das noch sieglose Schlusslicht. Nicht nach Belieben, aber durch klar strukturierte Aktionen. Nach dem Wechsel setzte sich das Spielchen fort: 70:47 führten die Hausherren in der 25. Minute.

Hernach aber bestätigten die Kölner die alte Binsenweisheit, dass es nahezu unmöglich ist, ein Basketballspiel inklusive einer hohen Führung zu verwalten. Zumindest, wenn die eigenen Aktionen sich verändern. Je mehr die RheinStars ihre klare Linie aufweichten, der Druck etwas weniger wurde auf den Korb der Gäste, desto mehr kamen die Bayreuther auf. Immer noch von zahlreichen Verletzungen gebeutelt, aber ergänzt um ihren starken Neuzugang und Debütanten Darell Davis (23 Zähler), verkürzten die nun leidenschaftlich ihre Chance suchenden Mannen von Coach Vincent van Sliedregt Punkt um Punkt.

Ein 9:0-Lauf bis zur 32. Minute hob Bayreuth bis auf sechs Punkte (80:74) an die RheinStars heran. In der 35. Minute waren es sogar nur noch fünf Zähler (89:84). Aber als es richtig eng zu werden drohte, fanden die Hauherren zurück in die Spur. Diesmal waren es vor allem Antonio Williams (23) und Björn Rohwer (14), die den Kölner Aktionen den Stempel aufdrückten. Es waren die wichtigen Punkte von Williams, als das Spiel komplett zu kippen drohte, und vor allem die Art und Weise, wie die beiden vorangingen. Hier der abgezockte Williams, dort der leidenschaftliche Rohwer, der gefühlt jedem Ball hinterher sprang und hechtete. Drei Steals gelangen dem 213 Zentimeter langen Canter auf diese Weise. „Uns fehlt Nat Diallo bei den großen Positionen, da muss halt jeder etwas mehr machen“, kommentierte der mit seinen 31 Jahren erfahrenste RheinStars-Akteur. Auch Karl Bühner und Maxi Begue stellten sich in ihren veränderten Rollen klaglos in den Dienst der Gemeinschaft.

So belohnten sich die Kölner mit einem gemeinsam erkämpften „Arbeitssieg, den wir gerne mitnehmen“ (Haris Hujic). Die Bayreuther nahmen immerhin die Gewissheit mit auf die Heimreise, dass sie mit dem Neuzugang und den hoffentlich bald wieder zurückkehrenden Rekonvaleszenten absolut konkurrenzfähig sind und in Kürze auch wieder Spiele gewinnen sollten.

Viertel:  24:18, 35:23, 21:28, 25:29

Spielfilm: 14:8 (5.), 24:18 (10.), 38:27 (15.), 59:41 (20.), 70:49 (25.), 80:69 (30.), 89:84 (35.), 105:98 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 38 von 65/58%, Bayreuth (35 von 59, 59%), FW Köln 72% (18/25) zu 84% (16/19), 17:19 Assists, 28 (13 offensiv): 26 (8) Rebounds, 22:23 Fouls, 11:4 Steals, 1:0 Blocks, 12:20 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4zMtaak

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds), Antonio Williams (23/2, 6 Ass, 4 Reb, 2 Steals), Kris Monroe (2), Biggie Patterson (21/2, 3 Reb, 1 Block), Jasper Günther, Konstantin Lehmann, Maxi Begue (6, 7 Reb, 2 Ass), Haris Hujic (23/5, 5 Ass, 2 Steals), Karl Bühner (4, 5 Reb), Björn Rohwer (14, 3 Steals).

Foto: Gero Müller-Laschet

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