Spannende Ausgangslage, viele Ungewissheiten

Traditionsreich, herausfordernd – und auch noch erfolgreich? Die abschließende Frage in der Dreierreihe lässt sich erst am Sonntag beantworten. Ab 17 Uhr empfangen die RheinStars ihren Kontrahenten aus Bayreuth, dessen Namensgeber aktuell und in den kommenden Jahren die Online-Apotheke Medikamente per Klick ist. Zum 49. Mal treffen die Rheinländer und Franken aufeinander, bislang konnten die Kölner in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA die beiden bisherigen Partien für sich entscheiden. Diese Serie soll sich am sechsten Spieltag der Saison in der Motorworld fortsetzen.

„In der Liga kann jeder jeden schlagen und Bayreuth kommt auch noch mit der zusätzlichen Motivation eines Neuzugangs“, warnt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Das bislang sieglose Schlusslicht hat sich nach einer Verletzungsmisere sondergleichen, mit bis zu sechs gleichzeitig fehlenden Profis, Anfang der Woche mit dem erfahrenen US-Guard Darrell Davis Jr. verstärkt. „Wir müssen vor allem auf uns schauen. In Gießen haben wir einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Den Weg wollen wir fortsetzen. Aber wir haben selbst mit dem Ausfall von Nat Diallo eine große Baustelle zu verarbeiten.“

„Für uns ist das keine einfache Situation. Bayreuth hat nichts zu verlieren, kommt sicher mit neuem Mut und hat grundsätzlich ein talentiertes Team“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Ich glaube, es wird wieder ein enges Spiel. Diesmal aber mit dem besseren Ende für uns.“ Schließlich soll im zweiten Anlauf der ersten Heimsieg gelingen.

Bayreuth verstärkt sich mit erfahrenem US-Guard

Beim Blick in die aktuellen Statistiken beider Teams fällt auf: die Bayreuther haben zwar noch kein Spiel gewinnen können, verzeichnen aber mehr Punkte und mehr Treffer aus dem Feld als ihre Gastgeber am Sonntag. Allerdings kassieren die Wagnerstädter im Schnitt bei 100 Punkten fast 16 mehr als die Kölner. Und Bayreuth leistet sich die zweitmeisten Ballverluste pro Spiel (18.4, Köln 15.6) – das alles korrespondiert sicherlich auch mit der Verletzungsmisere des BBC. Zuletzt fehlten dem neuen Trainer Vincent van Sliedregt beim 86:97 gegen die Artland Dragons eben jene sechs Profis.

Nun aber kommt Davis dazu: Der 30 Jahre alte Guard spielte zuletzt in Südamerika sowie in Bulgarien und kommt auf aktuell neun Spielzeiten im europäischen Basketball. Er soll nicht allein die Topscorer Glen Abrahms Jr. (13.6 Punkte), der gegen die Dragons fünf seiner sieben Dreier traf, Collin Metcalf (13.6) und Joshua Bonga (12.7) unterstützen. Mit Davis soll die Wende und der Klassenerhalt des einstigen Bundesliga-Dinos gelingen.

Lage der Liga – Bochums Black Topschütze und Vielspieler

Fünf Spieltage sind um und eines kristallisiert sich dabei heraus: Die Vielspieler und Topschützen der Liga sind aktuell im Liga-Mittelfeld zu finden. Bochums JaMonta Black führt die Rangliste aktuell in zwei wichtigen Bereichen an: Er ist der Akteur mit den meisten Minuten pro Spiel (36:11) und den meisten Punkten (22.4). Bei den Zeiten folgt ihm sein SparkassenStars-Teamkollege Niklas Geske (32:34), bei den Punkten der dänische Nationalspieler Jonathan Klussmann (Artland Dragons) mit 21 Zählern pro Partie. Die meisten Assists verteilt der Bremerhavener Garai Zeeb (8.6) vor Martin Bogdanov (SBB Börde Baskets/8) und dem Bayreuther Glen Abraham Jr. (7.4).

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Foto: Gero Müller-Laschet

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