Matt Dodson übernimmt als Headcoach

Matt Dodson übernimmt die RheinStars Köln als Headcoach zunächst bis zum Saisonende. „Wir kennen seine Qualität und haben vollstes Vertrauen in seine Arbeit“, sagt Manager Stephan Baeck über den australischen Trainer, der die Geschicke der RheinStars nun als offizieller Headcoach in der 2. Basketball-Bundesliga ProA lenken wird. Die RheinStars müssen als Tabellenzehnter möglichst alle drei abschließenden Saisonspiele gewinnen, um den Einzug in die Playoffs zu sichern. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) steht der schwere Gang zum Tabellennachbarn Hamburg Towers an.

„Ich sehe mich als Trainer gefordert, traue mir das zu und übernehme die Verantwortung gerne. Wir werden hart arbeiten und als Team zusammenstehen müssen, um unsere Ziele noch erreichen zu können. Das ist aktuell unsere wichtigste Aufgabe, alles andere ist zweitrangig“, sagt der 45 Jahre alte Wahl-Kölner.

Bis zum Saisonende wird Dodson von dem ehemaligen Nationalspieler Johannes Strasser unterstützt, der als Leiter Entwicklung Basketball der RheinStars übergangsweise in die Rolle des Assistenten schlüpfen wird. Bereits in der Saison 2014/2015 betreuten Strasser und Dodson erfolgreich das damalige Regionalliga-Team der RheinStars und feierten zusammen den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Dodsons Basketball-Karriere begann im Alter von 12 Jahren beim Norwood Basketball Club in Australien. 1989 wurde er in die Australische Junioren-Nationalmannschaft berufen, sammelte auch Erfahrungen als Profi-Spieler in der ersten und zweiten Liga. Er besuchte das renommierte Australian Institute of Sports in Canberra, das im australische Spitzensport für die Spieler- und Trainerausbildung zuständig ist. Bevor es ihn 2005 der Liebe wegen nach Köln zog, trainierte er seinen Heimatklub „Norwood Flames“ in der 2. Liga.  Vor den RheinStars betreute er die Damen der DJK Köln-Nord in der 2. Liga, war Assistent beim UBC Münster in der 1. Regionalliga und sorgte von 2008 bis 2013 für viele Erfolge als Trainer und Koordinator im Nachwuchsbereich des damaligen Bundesligisten Artland Dragons. Von 2014 an fungierte Dodson dann als Assistant Coach bei den RheinStars in der Profimannschaft bis zur Freistellung von Arne Woltmann in der Vorwoche sowie als NBBL-Coach bis 2016.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

 

RheinStars erarbeiten gemeinsam Premierensieg

Mit Erfahrung, Kampfgeist und einer Brise Fortuna haben die RheinStars Köln eine neuerliche schwierige Klippe in dieser Saison gemeistert. Wie schon im Hinspiel behielt der Tabellenzehnte gegen das Team Ehingen Urspring am 27. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA mit 70:65 (30:31) knapp die Oberhand. Das alles präsentiert von der RheinEnergie. Dank des Erfolges setzen die RheinStars vor den 892 Zuschauern am Donnerstagabend in der LANXESS arena ihrerseits die vor ihnen liegenden Hanauer und Paderborner unter Druck, die nun am kommenden Wochenende nachziehen müssen.  Für Köln geht es am 18. März in Hamburg mit der Auswärtspartie bei den Towers weiter.

Nach der Freistellung von Headcoach Arne Woltmann lagen natürlich alle Augen auf der Reaktion der Mannschaft und dem neuen Mann an der Seitenlinie, Matt Dodson. Gemeinsam lösten sie die im Sport heikle Aufgabe, in einer unruhigen Gefühlswelt nur Stunden nach einem Wechsel in der Trainerposition, zurechtzukommen. Erst am Vormittag hatte die Mannschaft vom Wechsel erfahren. Freimütig berichtete Dodson nach dem Erfolg von seiner Erleichterung und dem Versprechen der älteren Spieler Richie Williams und Anthony King, ihm den Rücken freizuhalten. Und sie hielten Wort. „Und wir haben nach längerer Zeit einmal wieder das Reboundduell gewonnen, das war entscheidend für uns.“

„Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber in unserer Situation war es vor allem wichtig, dass wir hier und heute als Sieger vom Platz gehen. Die Mannschaft hat gekämpft und sich den Erfolg verdient über Ehingen“, befand Manager Stephan Baeck.  Zu allem Überfluss waren die Gäste aufgrund eines Staus nach dem Heumarer Dreieck erst gut 40 Minuten vor Spielbeginn in der Halle eingetroffen, so dass die Partie mit zehn Minuten Verspätung begann. Auch das trug bestimmt nicht zur nervlichen Beruhigung aller Beteiligten bei.

So war der Abend beileibe kein Abend für Basketball-Feinschmecker, aber für die RheinStars als Sieger von unschätzbarem Wert. Denn die Chancen auf die Playoffs blieben trotz der Situation intakt und lebendig. Köln bestimmte den Beginn bis zum 28:18 (15.), verlor dann aber ein wenig den Faden und handelte sich einen 30:31-Rückstand zur Pause ein. Mehrfach wechselte die Führung bis zum 53:53 (35.), bevor dann die Hausherren-Starting-Five um Williams, King und auch die Dauerläufer Alex Foster und Robin Christen sowie den zuverlässigen Hugh Robertson den Sieg nach Hause arbeiteten.

Viertelergebnisse: 16:11, 14:20, 13:14, 27:20

Besondere Stats: King 12 Rebounds davon sechs in der Offensive. Robertson 20 Punkte, 9 Rebounds, Williams 7 Assists. Rebounds 48:40 für Köln, Assists 13:11, Steals 12:9, Turnover 12:9.

RheinStars: Robin Christen (12 Punkte), Hugh Robertson (20/ 3 Dreier), Richard Williams (17), Alex Foster (13/3), Anthony King (6), Jelani Hewitt (2), Dennis Heinzmann, Chris Eversley, David Downs, Tim van der Velde, Leon Baeck. Ohne Spielzeit: Bene van Laack.

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Matt Dodson – Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars stellen Headcoach Woltmann frei

Die RheinStars Köln haben mit sofortiger Wirkung ihren Headcoach Arne Woltmann von seinen Aufgaben in der 2. Basketball-Bundesliga ProA freigestellt. „Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Arne Woltmann war seit unserem Aufstieg in die ProA ein wichtiger Bestandteil unserer Entwicklung und hat uns mit seiner Kompetenz und seiner Arbeit im gesamten Trainingsbereich auf ein sehr professionelles Niveau gehoben“, erklärte Manager Stephan Baeck.

Für das Spiel gegen Aufsteiger Team Ehingen Urspring am heutigen Abend (19.30 Uhr) in der LANXESS arena wird Assistenztrainer Matt Dodson die Aufgaben an der Seitenlinie übernehmen. Der 45 Jahre alte australische Trainer ist in der dritten Spielzeit Assistent der ersten Mannschaft und war zuvor unter anderem Headcoach des Nachwuchs Bundesliga Teams bis zum Sommer 2016, arbeitete auch bei den Artland Dragons erfolgreich im Nachwuchsbereich.

„Wir glauben nach wie vor an das Potenzial unserer Mannschaft und kämpfen in den noch verbleibenden vier Spielen der Hauptrunde um den Einzug in die Playoffs“, so Stephan Baeck zur aktuellen Situation.
Arne Woltmann (l.) und Matt Dodson. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars brauchen den Weg zurück in die Erfolgsspur

Den Weg zurück in die Erfolgsspur wollen und müssen die RheinStars Köln so schnell wie möglich finden, um ihre Hoffnungen auf die Playoff-Teilnahme aufrecht zu halten. Am morgigen Donnerstag gastiert mit dem Team Ehingen Urspring (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) zum Auftakt des 27. Spieltags, der vom  RheinStars-Partner RheinEnergie präsentiert wird, eine Mannschaft in der LANXESS arena, die schon einmal einen Wendepunkt in der Saison 2016/2017 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA markierte. Aber auch Ehingen braucht als Tabellen-13. die Punkte, um weiter an ihrer Mission Klassenerhalt zu arbeiten.

„Wir haben noch vier Spiele bis zum 30. Spieltag, dann wird abgerechnet. Und wir brauchen vier Siege. Aber vor allem kommt es darauf an, das wir wieder als Team auftreten, dass gemeinsam den Erfolg will und auch die Zuschauer mitnimmt“, sagt Manager Stephan Baeck. Nach der Heimniederlage hatte ihm vor allem die Art und Weise geärgert, wie sich die Mannschaft vor den über 2.000 Zuschauern präsentiert hatte. „Ich erwarte, dass das jetzt gegen Ehingen deutlich anders wird.“

Gegen Ehingen standen die RheinStars schon einmal mit dem Rücken zur Wand. Nach nur einem Sieg aus den ersten sieben Spielen reisten die Kölner zum Team des Internats Urspring in den Alb-Donau-Kreis nach Baden-Württemberg, bestanden dort allerdings die Nervenprobe erfolgreich mit 65:61, wobei sie noch knapp eine Minute vor Schluss 60:61 zurücklagen.

Und dieses Mal? Bei den RheinStars waren im Hinspiel Richie Williams und Anthony King noch nicht unter Vertrag, während bei dem Aufsteiger Rückkehrer Devon Lee Moore debütierte. Der Guard ist seitdem beständig Topscorer seiner Mannschaft (12,7 Punkte/5,4 Assists im Schnitt). Zudem treffen die Kölner unter den Körben auf den 30 Jahre alten Tobias Jahn, der mit 8,8 Rebounds der zweitbeste Rebounder unter den Centern der Liga ist. Ansonsten liegen die Teamstatistiken der Kontrahenten nicht weit auseinander.  Es deutet alles auf ein Spiel hin, in dem die RheinStars viel gut zu machen haben.

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars unterliegen starken Oettinger Rockets

Jetzt wird es richtig eng für mögliche Playoff-Aktivitäten der RheinStars Köln.  Vor 2.118 Zuschauern unterlagen die Hausherren in der LANXESS arena den starken Oettinger Rockets mit 69:78 (31:48) am späten Sonntagnachmittag und sind von dem Sprung unter die besten acht Teams der 2. Basketball-Bundesliga ProA als Zehnter wieder ein Stück weiter davon entfernt als vor dem 26. Spieltag. Nun verbleiben nur noch vier Spiele, um zumindest die theoretische Chance auf die Playoffs zu wahren. Am Donnerstag (19.30 Uhr) geht es gegen das Team Ehingen Urspring mit dem nächsten Heimspiel weiter. Und der nächsten Chance.

Dabei hatte der Sonntagnachmittag in Deutschlands größter Multifunktionshalle vielversprechend und als mögliches Basketballfest begonnen. Mit Miesko Wlodarczyk einen Weltklasse Basketball-Freestyler im Rahmenprogramm, den zweitbeste Besuch in der laufenden Saison in der Halle, mit Unitymedia einen einfallsreichen Partner als Spieltagspräsentator und mit dem Tabellensechsten Oettinger Rockets einen herausfordernden Gegner vor der Brust.

Doch mit Spielbeginn zerstoben die Hoffnungen schnell. „Wir waren nicht bereit für das Spiel. Die Rockets waren gedanklich schneller und intensiver in der Verteidigung. Obwohl der Druck eigentlich komplett beim Gegner lag, haben wir selbst die einfachen Dinge nicht hinbekommen. So haben wir uns das Fest selbst verdorben“, sagte Manager Stephan Baeck. „Glückwunsch an die Gäste, sie waren heute das stärkere und bessere Team“, kommentierte Headcoach Arne Woltmann.

Köln führte ein einziges Mal mit 2:0, dann übernahmen die Gäste das Kommando. Der anschließende Spielfilm wurde für die RheinStars zum Horrorstreifen. Was schief gehen kann ging schief. Was nicht klappen konnte, funktionierte auch nicht. 10:25 stand es nach dem ersten Viertel, nach 13 Minuten 15:34 und 23:41 (16.) kurz vor der Pause. Und immer, wenn die Kölner sich halbwegs wieder zu berappeln schienen, gab es den nächsten Nackenschlag. Beispiel: Richie Williams verkürzt auf 31:45 39 Sekunden vor der Pause, die Rockets verpassen einen Korbleger. Alex Foster holt den Rebound und steht „gefühlt mit einer halben Fußzehe im Aus“. So gibt es 19 Sekunden anstelle Ballbesitz Köln, den für die Gäste. Darrell Mitchell kreiert daraus eine Quasi-Buzzerbeater zum 31:48-Pausenstand.

Nächstes Beispiel? Trotz aller Widrigkeiten wühlt sich Köln irgendwie ins Spiel. Die Rockets treffen nach ihrem 52. Punkt viereinhalb Minuten gar nix mehr. Die RheinStars – hier besonders Robin Christen und Alex Foster – ackern endlich, aber das Momentum will an diesem Tag nicht auf ihre Seite wechseln. Köln ist auf 43:52 heran: Doch der freie Dreier von Christen schaut nur kurz in den Korb, um dann doch nicht hineinzufallen. 30 Sekunden später beendet ein Freiwurf von Robert Oehle die Nullpunkt-Phase der Gäste. Bald steht es 45:60 (18.), die RheinStars verkürzen mit Ende des dritten Durchgangs auf 51:61. Aber die Hypothek aus dem ersten Viertel erweist sich als zu hoch. Die Rockets ziehen wieder auf 57:74 (36.) davon und bringen den Erfolg verdient und letztlich souverän nach Hause.

Viertel: 10:25, 21:23, 20:13, 18:17

Besondere Stats: Robin Christen 12 Punkte /7 Rebounds. Dennis Heinzmann 9 Rebounds, Jelani Hewitt 20 Punkte (3 von 6 Dreiern/50%), Rebounds: Köln 49/Rockets 39; Steals 8:8, Assists 16:13, Turnover 17:12.

RheinStars:  Hugh Robertson (5 Punkte), Alex Foster (7/1 Dreier), Robin Christen (12/2), Richie Williams (6), Anthony King (6), Chris Eversley (3), Jelani  Hewitt (20/3), Dennis Heinzmann (8), Tim van der Velde, David Downs, Leon Baeck (2).

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Jelani Hewitt in Bedrängnis I Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars gegen Oettinger Rockets gefordert

Eindeutiger als für die RheinStars Köln kann eine Konstellation vor dem Heimspiel gegen die Oettinger Rockets am Sonntag (17 Uhr, live auf sportdeutschland.tv) in der LANXESS arena kaum sein. Fünf Spiele stehen noch an in der 2. Basketball-Bundesliga ProA, drei Heimspiele und zwei Auswärtsspiele. Und wenn die Kölner als eines von acht Teams in den Playoff starten wollen, dann zählt ab jetzt jedes Spiel. Also gleich am Sonntag, wenn Unitymedia als Goldpartner den 26. Spieltag präsentiert und gemeinsam mit den Besuchern nicht nur einen Sieg sondern gleich einen Zuschauerrekord für die RheinStars anstrebt. „Was? Das geht?“, lautet der aktuelle Slogan des Kölner Kommunikationsunternehmens. Die Antwort ist „Ja, muss“.

„Unsere Ausgangslage ist eindeutig“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Wir müssen, können und wollen gewinnen.“ Das seine Mannschaft das Talent dazu hat und die Formkurve als Kollektiv trotz der Rückschläge wie in Trier alles in allem ansteigt, ist die eine Sache. Die andere Sache ist die: „Wir müssen die Spiele zu Ende bringen.“ Gegen den Mitteldeutschen BC funktionierte das eindrucksvoll, in Kirchheim, Heidelberg und zuletzt in Trier leider nicht. So stehen die RheinStars aktuell mit dem Rücken zur Wand.

„Den Druck haben wir uns selbst gemacht und den müssen wir aushalten. Do or die – die klassische Situation im Basketball“, sagt Manager Stephan Baeck. Und die Aufgabe gegen die Oettinger Rockets ist sowieso ambitioniert. Im Hinspiel kamen die RheinStars nach einem guten Start gegen den Tabellensiebten im letzten Viertel nach einer 67:64-Führung noch mit 74:91 unter die Räder. Die Rockets haben zudem ihre letzten vier Spiele alle gewonnen.

Statistisch betrachtet liegen beide Mannschaften nicht weit auseinander. Die Rockets treffen hochprozentiger von der Freiwurflinie und aus der Nah- und Mitteldistanz. Ebenso von der Dreierlinie, aber Köln wirft öfters und hat deshalb mehr Punkte in dieser Bilanz gesammelt Assists sprechen für die Gäste, geblockte Schüsse, Steals, geringere Anzahl der Ballverluste und die Rebounds eher für Köln. „Statistik hin oder her. Die haben eine gute Mannschaft und mit Robert Oehle und Dane Watts zwei Jungs unterm Korb, die eine sehr gute Saison spielen“, sagt RheinStars-Trainer Arne Woltmann.  Es wird also spannend am Sonntag in der LANXESS arena.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars unterliegen den Gladiators Trier

Einen Schritt vor, einen zurück. Nach dem umkämpften 54:59 (34:28) bei den Römerstrom Gladiators Trier am Freitagabend kommen die RheinStars Köln in der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf dem Weg Richtung Playoffs nicht entscheidend voran. Nach 25 Spieltagen bleiben die RheinStars aktuell Neunter und müssen hoffen, dass die Konkurrenz ebenfalls patzt am Wochenende. Am Sonntag, 5. März (17 Uhr) kommen dann die Oettinger Rockets zum nächsten direkten Playoff-Duell nach Köln in die LANXESS arena.

„Wir haben vor dem Spiel in der Kabine gesagt, dass heute die Mannschaft am Ende gewinnen wird, die den Sieg mehr gewollt hat. Und so war es auch. Trier hat uns in der entscheidenden Phase vorgemacht, wie man spielen muss, wenn man unbedingt in die Playoffs will“, kritisierte Manager Stephan Baeck die Vorstellung der RheinStars, die eigentlich stark in die Partie gestartet und über lange Zeit das bessere Team waren.

Vor allem die Anfangsphase gehörte dabei den Kölnern. Im ersten Viertel dominierte die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann das Geschehen, offensichtlich gestärkt durch den Erfolg über Tabellenführer Mitteldeutscher BC am vergangenen Montag, vor den 1.991 Zuschauern in der Arena Trier. Druckvoll in der Defensive, einfallsreich und beweglich im Angriff. So ging es bis auf 25:13 (11.). Trier fand keine Mittel, blieb aber in der eigenen Verteidigung konstant giftig. Nach 32:23 (18.) wurden dann bei 34:28 für die RheinStars die Seiten gewechselt.

Trier startete mit einem Dreier zum 34:31, aber Köln konterte auf 38:31 (24.)  – und es begann die wohl das Restgeschehen des Spiels prägende Phase. Die RheinStars blieben zwar selbst in der Verteidigung am Drücker, verloren aber ihre Bewegung im Angriff. Beide Teams blieben gemeinsam über drei Minuten ohne Korberfolg. Doch die Gladiators fingen sich zuerst, kamen auf einen Punkt heran, bis Köln auf 40:37 (28.) nach beinahe fünf Minuten ohne Zählbares erhöhte. Dazwischen lagen zwei missglückte Korbleger und drei verschossene Dreier.

Zu allem Überfluss hatten sich die Trierer mit ihrem nie nachlassenden Kampfgeist das Momentum auf ihre Seite geholt. Erstmals gingen sie in dem intensiven, nervösen Spiel eine Sekunde vor Ende des dritten Viertels in Führung (44:45). Bis auf 44:51 wuchs der Vorsprung an, ehe sich Köln noch einmal auf 51:52 (35.) heranarbeitete. Doch trotz allen Mühens bei den RheinStars hatten die Gladiators das bessere Ende, das nötige Quäntchen mehr an Mut und feierten einen verdienten Sieg. Zum Verdruss der Kölner Mannschaft und der rund 50 mitgereisten lautstarken Fans.

Viertelergebnisse: 23:13, 11:15, 10:17, 10:14

Besondere Stats: Robertson 3 Blocks, 2 Steals, King 9 Rebounds. Rebounds 39 Köln/43 Trier, Blocks, Assists 11:15, Blocks 7:2, Steals 5:7, Turnover 16:14.

RheinStars: Richard Wlliams (15/1 Dreier), Hugh Robertson (11/2), Robin Christen (6), Alex Foster (9/1), Anthony King (5), Jelani Hewitt (5), Leon Baeck, Tim van der Velde, Chris Eversley (4), Dennis Heinzmann (4). Ohne Spielzeit: Andi Wenzl, Antonio Pilipovic.

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Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

RheinStars reisen zu den heimstarken Gladiators

„Einen Schritt nach dem anderen Richtung Playoffs gehen“ lautet das Motto bei den RheinStars Köln aktuell. Oder, um es als Frage zu formulieren: Was konnte Köln aus dem Sieg am Montag über Tabellenführer Mitteldeutscher BC mitnehmen, um auch am Freitag (20 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) bei den heimstarken Römerstrom Gladiators Trier am 25. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA bestehen zu können? „Das ist die nächste ganz schwere Aufgabe, bei der wir hellwach sein müssen, um überhaupt eine Chance zu bekommen“, sagt Headcoach Arne Woltmann.

Binnen fünf Tagen bekommen es die RheinStars nach dem MBC aus Weißenfels als bis dato auswärtsstärkstem Team der Liga nun mit dem heimstärksten nach dem MBC zu schaffen.  Zehn ihrer zwölf Heimauftritte haben die Gladiators erfolgreich gestalten können. Allein der Ligazweite Crailsheim und eben der MBC konnten in der stimmungsvollen Trierer Arena knapp bestehen. Im Hinspiel unterlagen die RheinStars zudem in der LANXESS arena mit 76:83.

Außerdem haben die Gladiators mit ihrem Neuzugang Jermaine Bucknor alle drei bisherigen Auftritte gewonnen. Gegen Chemnitz, in Hamburg und gegen Hanau. Allein beim 70:95 in Weißenfels fehlte der 33 Jahre alte Forward. Mit seiner Erfahrung aus über 100 Erstliga-Spielen für Trier und Würzburg komplettiert der ehemalige kanadische Nationalspieler nicht allein den Kader von Headcoach Marco van Berg, sondern gibt ihm auch eine höhere Qualität und Tiefe.

„Aber auch wir haben uns in den vergangenen Wochen stark verbessert und gehen auf einem ganz anderen Leistungs-Niveau in die Partie als noch zum Saisonauftakt“, sagt Manager Stephan Baeck. So steht für die RheinStars ganz klar eines auf dem Plan. Ein Sieg bei einem direkten Konkurrenten um die unteren Playoff-Plätze wäre in der Endphase der Saison ein weiteres Ausrufezeichen. „Mit einem Sieg in Trier würden wir unseren Erfolg gegen den Mitteldeutschen BC erst richtig wertvoll machen“, sagt Manager Baeck. Ungeachtet vom Karnevalstrubel reist die Mannschaft bereits am Donnerstag nach Trier, um sich in aller Ruhe auf den nächsten schweren Gang vorzubereiten.

ZurÜbertragung auf sportdeutschland.tv geht es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Starke RheinStars besiegen den Tabellenführer

Gut vorbereitet, gut eingestellt, konzentriert – und konstant über die kompletten 40 Spielminuten. Was bei den RheinStars Köln in dieser Saison möglich sein kann, zeigten die Mannen von Headcoach Arne Woltmann am Montagabend in beeindruckender Weise. Mit 85:70 (30:32) schlugen sie überraschend den unumstrittenen Tabellenführer Mitteldeutscher BC und brachten dem Erstliga-Absteiger am 24. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA die erst dritte Saisonniederlage bei.

„Ich freue mich sehr über den Sieg und darüber, wie wir gewonnen haben. Aber wenn wir uns für diesen Abend wirklich belohnen wollen, dann müssen wir am Freitag in Trier nachlegen“, bremste Trainer Woltmann mögliche Euphorie-Anflüge im Umfeld gleich ein. Und in der Tat, der Erfolg sicherte Köln den neunten Platz und den Gleichstand mit dem ersten Playoff-Platz, Rang acht. Nicht mehr und nicht weniger. Hanau hat allerdings den direkten Vergleich mit dem RheinStars gewonnen. Die „Wölfe“ aus Weißenfels übrigens nicht. Nach dem 64:79 im Hinspiel steht es jetzt Unentschieden. Aufgrund der Entfernung beider Teams in der Tabelle eh nur eine Randnotiz, aber was fürs Selbstvertrauen.

Und das die RheinStars immer besser in Tritt kommen sahen die 1.295 Zuschauer in der LANXESS arena von Anfang an. Köln legte los wie die berühmte Feuerwehr, dominierte den Start und führte schnell mit 19:8 (8.). MBC-Coach Igor Jovovic scherzte hinterher mit Blick auf den komplett in kölscher Musik gehaltenen Karnevalsabend, der vom Hause Deiters präsentiert wurde: „Vielleicht hat uns die Musik eingeschläfert.“ Sagte dann aber ernst: „Wir haben am Freitag in Baunach hart für unseren Sieg arbeiten müssen, vielleicht waren wir noch etwas müde. Aber Köln hat auch sehr intensiv gespielt heute.“

Trotzdem der Müdigkeit – und wie erwartet  – kam der MBC zurück und mit einem 12:0-Lauf zur 21:24-Führung (14.). Doch Köln fing sich nach einem wackligen Start ins zweiten Viertel wieder und hielt dann mehr und mehr dagegen. Bei 30:32 ging es in die Pause. Angeführt von Richie Williams, Hugh Robertson und Anthony King kamen die RheinStars mit der Starting-Five um die fleißigen Arbeiter Robin Christen und Alex Foster wieder besser ins Spiel. Und Köln gelangen in einer Auseinandersetzung zweier sehr guter Mannschaften zwei entscheidende Führungen. Erst entwischten die RheinStars zum 58:45 (28.), dann zum 75:63 (37.). Der MBC versuchte alles, aber Köln hatte in diesen Phasen immer wieder das besser Händchen.

Für die Kölner jedenfalls war es das bislang beste Saisonspiel. „Wir haben in den vergangenen Wochen schon zunehmend besser gespielt. Endlich war auch der Wille und die Überzeugung da, das Spiel zu gewinnen und nach Hause zu bringen. So hat sich die Mannschaft endlich belohnen können. Und so muss es weitergehen“, sagte Manager Stephan Baeck. Freitag geht es in Trier weiter im Kampf um die Playoff-Plätze.

Viertel: 21:15, 9:17, 28:16, 27:22

Besondere Stats: Topscorer Hugh Robertson (23 Punkte/ 4 Rebounds), Richard Williams (+/- von +32), Anthony King, Alex Foster (je +27), Robin Christen (17 Punkte/8 Rebounds) Dreier 11/22 (50%), Freiwürfe 16/18 (89%), Rebounds 36:35, Turnover 12:11, Steals 5:7, Assists 17:19.

RheinStars: Robin Christen (17/3 Dreier), Hugh Robertson (23/2), Richard Williams (12/1), Anthony King (16), Alex Foster (6/2), Chris Eversley (5/1), Dennis Heinzmann, Jelani Hewitt (6/2), Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Andi Wenzl, Leon Baeck.

Alle Stats zum Spiel gibt es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Gestatten? Die schwerstmögliche Aufgabe der Liga kommt!

Der Tabellenführer kommt! Köln erwartet zum Monday-Night-Game gegen den Mitteldeutschen BC (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) ein Basketball-Fest in der LANXESS arena. Toller Gegner, viele verkleidete Zuschauer zum Karnevalsspiel, das von Deiters präsentiert wird, und sportlich weit mehr als eine alltägliche Herausforderung für die RheinStars Köln. „Das wird sicherlich ein außerordentlicher Abend, auf solche Spiele freust du dich die ganze Saison“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf den bevorstehenden Vergleich mit dem Bundesliga-Absteiger und Gewinner der FIBA EuroCup Challenge 2004 am 24. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

Die RheinStars stehen am Montag vor der aktuell schwerstmöglichen Aufgabe in der Liga. Denn die „Wölfe“ aus Sachsen-Anhalt liegen in nahezu allen Statistiken der Liga vorne. Die meisten Siege, die meisten erzielten Punkte pro Spiel, die höchste Dreierquote, die meisten Steals, die wenigsten Turnover usw. Erst zweimal musste sich der Spitzenreiter in dieser Saison geschlagen geben und dominiert derzeit das Geschehen. „Alle Spieler wissen was sie zu tun haben und tragen ihren Teil zum Erfolg bei. Der MBC spielt sehr konstant und geduldig“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „Sie haben Spieler, die darauf warten können, das sich ihnen im Laufe des Spiels die Chance bietet, die Partie zu entscheiden. Das zeichnet sie als Mannschaft aus.“

Ein weiterer Blick auf die Statistik unterstreicht zudem die Ausgewogenheit des erfahrensten ProA-Kaders. Sechs Mann punkten im Schnitt um die zehn Punkte, zwei davon liefern 15 Punkte und mehr pro Partie. Topscorer ist Sergio Kerusch mit 17.3 Zählern im Schnitt vor Andrew Warren (16,3). Organisiert wird das Spiel von Marcus Hatten und Achmadschah Zazai, die beide durchschnittlich ihre Kollegen mit fünf Assists und mehr versorgen. Hatten zählt aktuell auch rein statistisch zu den effektivsten Spielern der Liga.

Beim 64:79 im Hinspiel hielten die RheinStars – da noch ohne Richie Williams und Anthony King – die Partie lange Zeit offen; und mussten sich erst im Schlussviertel der Qualität des Gegner geschlagen geben. Auch die oft im Mittelpunkt beider Teams stehende Rebound-Arbeit zeigte sich ausgeglichen, wobei die Kontrahenten auf beiden Seiten Qualität nachverpflichtet haben. Hier Köln mit King, dort der MBC mit dem dänischen Center Kevin Larsen. Am Montagabend wissen alle mehr.

Foto: Gero Müller-Laschet