Derby ist Derby – Vorfreude auf Leverkusen

Die Situation ist aktuell nicht die angenehmste für die RheinStars Köln in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Es fehlt weiterhin das Erfolgserlebnis, wichtige Spieler fallen aus und als nächste Aufgabe steht der Besuch am kommenden Freitag (19.30 Uhr) beim Tabellenführer Bayer Giants Leverkusen auf dem Spielplan. Manager Stephan Baeck sagt trotzdem: „Es ist eigentlich in jeder Situation schön, gegen Leverkusen zu spielen. Für die Fans, für die Mannschaft, eigentlich für alle – Derbys sind das Salz in der Suppe. Das sind immer besondere Spiele. Deshalb setze ich auch darauf, dass uns viele Kölner begleiten werden.“

Wer Favorit ist in dem ersten direkten Vergleich seit dem Abstieg der Bayer Giants im Frühjahr 2016 steht außer Frage. „Die Giants haben eine gute Mannschaft zusammen und sind stark in die Saison gestartet“, sagt Cheftrainer Matt Dodson über die bislang in allen vier Spielen siegreichen Leverkusener. Zudem gibt es in der Ostermann-Arena ein Wiedersehen mit Center Dennis Heinzmann, der nach zwei Jahren bei den RheinStars zurück zu Bayer wechselte und  unter dem neuen Headcoach Hansi Gnad eine stabile Saison zeigt.

Unabhängig vom Gegner arbeiten die RheinStars weiterhin konzentriert und fleißig an ihrer Entwicklung als Mannschaft. Trotz des Ausfalls des nun dritten Leistungsträgers. Nach Tim van der Velde und Leon Baeck verletzte sich  Yasin Kolo am Knie bei der Niederlage am vergangenen Samstag gegen die wiha Panthers Schwenningen kurz vor Spielende. Immerhin, der Center konnte inzwischen die Uniklinik Köln verlassen. Wie lange er fehlen wird, ist ungewiss. „Wir spielen momentan nicht das, was wir wollen und das, was wir können. Das ist momentan mitunter schwer zu ertragen. Für alle. Aber wir nehmen es wie es kommt. Wenn Yasin ausfällt, werden Jonas Gottschalk und Malte Herwig mehr Verantwortung und Spielzeit bekommen“, sagt Manager Baeck. „Wir werden uns da durcharbeiten müssen. Aber ich bin auch sicher, dass wir diese Situation gemeinsam meistern.“

Seinen Optimismus hat Manager Baeck nicht verloren – trotz der vier Niederlagen zum Saisonstart und den schweren, aber auch attraktiven nächsten Aufgaben mit dem Auswärtsspiel in Leverkusen und dem dann folgenden Heimauftritt gegen die Zweitvertretung von Deutschen Meister Bayern München. „Die Spieler entwickeln sich. Siehe jetzt Filip Kukic. Man konnte in den vergangenen beiden Spielen sehen, wie er Schritte nach vorne macht. Auch die anderen werden kommen. Da bin ich mir sicher. Das ist klar auf die Arbeit des Trainerstabs mit der Mannschaft zurückzuführen. Aber natürlich würde ein Erfolgserlebnis sehr helfen. Punktemäßig und emotional.“

Yasin Kolo I Foto Frank Fankhauser

Kukic führt RheinStars fast zum Sieg – Kolo verletzt

Auch im vierten Anlauf hat es nicht sollen sein. Die RheinStars Köln unterlagen den wiha Panthers Schwenningen am Samstagabend mit 65:72 (25:31). Vor 650 Zuschauern gab es am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB in der Südgruppe die vierte Niederlage. Schon am kommenden Freitag (19.30 Uhr) geht es zum ersten Saisonderby zu den Bayer Giants Leverkusen.

Zusätzliches Pech für die RheinStars in der Niederlage: Center Yasin Kolo, der sein drittes Double-Double (10 Punkte, 10 Rebounds) im vierten Saisonspiel markierte, verletzte sich eine Minute vor Schluss schwer am Knie. „Eine genaue Diagnose können wir jetzt noch nicht verkünden“, sagte Kölns Cheftrainer Matt Dodson. Die Untersuchungen in den kommenden Tagen im Krankenhaus werden Aufschluss bringen. Es droht zumindest der dritte längere Ausfall eines Leistungsträgers nach Tim van der Velde und Leon Baeck.

Matt Dodson weiter: „Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Wir haben am Ende gut gekämpft und uns gefunden. Bis auf fünf Punkte waren wir dran, aber dann hat es doch leider nicht gereicht. Das ist sehr schade für uns und auch für die Fans. Aber wir haben unsere Chancen und wir entwickeln uns.“ Schwenningens Coach Alen Velcic schnaufte nach der Partie ebenfalls erst einmal tief durch: „Das Spiel hat total viel Kraft gekostet. Wir haben für unsere harte Defense und unsere kleine Rotation im Schlussviertel kräftemäßig bezahlt. Meine Jungs haben es versäumt, Ende des dritten Viertels den Deckel draufzumachen. Aber am Ende hat sich doch unsere Erfahrung durchgesetzt.“

Bis weit in die zweite Halbzeit schienen die Panthers einem kontrollierten Sieg entgegenzusteuern. Köln kämpfte oft mit sich selbst in Angriff und Verteidigung, haderte mit Wurfpech, während die Gäste über den erfahrenen Pointguard Kosta Karamatskos die Begegnung weitestgehend im Griff hatten. Bis auf 30:48 (28. Minute) summierte sich der Rückstand der RheinStars als Schwenningens Bill Borekambi zwei Freiwürfe verwarf. Ein lässlicher Fehler. Denn als alles schon verloren schien, waren die Kölner plötzlich da, rannten, kämpften, hechteten nach jedem Ball und wühlten sich mit Unterstützung des Publikums wieder an den Gegner heran. Warfen 29 Punkte in den letzten zehn Minuten, fast so viel (36) wie in den ersten 30.

Vor allem Filip Kukic wurde immer stärker. Der 20 Jahre alte Pointguard erarbeitete sich den höchsten Effektivitätswert (17) und war mit 7 in der Plusminus-Statistik neben Bene van Laack (11) auch statistisch der auffälligste Spieler.  Und er schien auch seine Mitspieler zu inspirieren. Nach einem 8:0-Lauf stand es nur noch 58:63, die Wende im Spiel schien möglich in der 36. Minute. Die Halle bebte. Kurzzeitig. Nur dann trafen die gepushten Hausherren doch wieder die ein oder andere „zweitbeste“ Entscheidung im Angriff. Das Momentum entschwand wieder aus dem Kölner Spiel. Die Panthers – im Schnitt sechs Jahre älter als ihre Kontrahenten – brachten ihren vierten Sieg in Serie knapp, aber auch routiniert ins Ziel.

Viertelergebnisse: 13:15, 12:16, 11:20, 29:21

Spielfilm: 4:7 (5.), 13:15 (10.), 19:27 (15.), 25:31 (20.), 30:42 (25.), 42:47, (30.), 53:63 (35.), 65:72 (40.)

Teamstats: Köln 39% zu 52% (2er), 26%/15% (3er), 64%/59% (Freiwürfe), 19:14 Assists, 42:40 Rebounds, 4:9 Steals, 14:12 Turnover. 

RheinStars: Tucker Haymond (19 Punkte/1 Dreier/6 Rebounds/5 Assists), Silvio Mendes Mateus (3/1), Malte Herweg (2), Filip Kukic (14/2/5 Assists, Jonas Gottschalk (2), Thomas Müller-Laschet, Yasin Kolo (10/10 Rebounds), Thomas Michel (8/2), Bene van Laack (7/1/7 Rebounds). Ohne Spielzeit: Sebastian Pritz, Thomas Fankhauser, Julius Wesemann.

Filip Kukic in Würzburg – Foto: Frank Fankhauser

RheinStars vs. Panthers – Das Duell der Topscorer

Die nächste Herausforderung der RheinStars Köln in der Gruppe Süd lautet wiha Panthers Schwenningen. Am morgigen Samstag erwarten die Kölner den bislang ungeschlagenen Aufsteiger am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Tip off ist um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. Die Statistiken versprechen eine spannende Auseinandersetzung:

Erfolgreichste Werfer
Zwei US-Amerikaner führen nicht nur die Statistiken ihrer Teams als Topscorer an. RheinStar Tucker Haymond liegt mit 22,5 Punkten pro Spiel an zweiter Stelle unter allen Süd-Spielern und auf Rang 4 in der ProB. Nur Schwenningens Rasheed Lee Moore (24,7) liegt im Süden vor ihm. Der Power Forward ist auch der Werfer mit den meisten Wurfversuchen (47) in der Gruppe.

Beste Assistenten
Mit seinen acht Assists aus Spiel eins liegt Kölns Tim van der Velde auf Platz eins der ProB. Allerdings hat er bislang nur ein Spiel absolvieren können und fehlt den RheinStars bis Ende November. Sein Panthers-Gegenüber Konstantin Karamatskos ist Zweiter – mit zwei gespielten Partien. Zumindest der Pointguard Schwenningens wird morgen zurück auf dem Feld erwartet, nachdem er vergangene Woche ebenfalls pausieren musste.

Balldiebe
Wie stark die Leistung von Tim van der Valde in Spiel eins war, unterstreicht die Statistik der Steals. Auch hier liegt der verletzte Spielmacher mit sechs Erfolgen vorne in der ProB. Der beste „Balldieb“ der Gäste ist Hannes Osterwalder, Platz elf mit 2,3 Steals im Schnitt.

Mr. Double-Double
RheinStars-Center Yasin Kolo hat in zwei von drei Spielen ein Double-Double mit mindestens zehn Punkten und zehn Rebounds aufgelegt. Bislang ist das in der ProB nur vier weiteren Spielern gelungen. Kolo ist aktuell mit 11 Rebounds im Schnitt auch zweiterfolgreichster Rebounder der Liga.

Dauerbrenner
Verletzungsbedingt spielen die RheinStars aktuell die kleinste Rotation der Liga, das auch noch inklusive Verlängerung – und das spiegelt sich in den Statistiken wider: Unter den ersten sieben Akteuren mit den längsten Spielzeiten im Schnitt befinden sich fünf Kölner. Tim van der Velde (36:52 min), Thomas Michel (35:29), Yasin Kolo (34:56), Silvio Mateus Mendes (34:39) und Tucker Haymond (34:12). Auch die Gäste verteilen ihre Einsatzzeiten auf recht wenige Köpfe. Die meiste Spielzeit hat bislang Topscorer Rasheed Lee Moore mit 33:52 Minuten pro Einsatz. Mit Konstantin Karamatskos haben die Panthers aber einen Akteur, der in Spiel Nummer zwei einfach die vollen 40 Minuten durchspielte.

Tucker Haymond Foto: Frank Fankhauser

Cheftrainer Dodson: „Wir wollen und können gewinnen“

Am Samstag soll es soweit sein. Dann soll für die RheinStars Köln der erste Saisonsieg her. „Es wird Zeit für unseren ersten Erfolg“, sagt Cheftrainer Matt Dodson vor dem Spiel gegen die Wiha Panthers aus Schwenningen am Samstag in der ASV-Sporthalle (18 Uhr). Ausgerechnet gegen einen der beiden Tabellenführer in der Süd-Gruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB soll genau das gelingen, was in den drei Saisonspielen zuvor nicht klappte. Dodson sieht darin kein Problem und sagt selbstbewusst. „Klar wird es schwer. Aber wir wollen und können gewinnen. Das hätten wir auch schon in Würzburg schaffen können.“

Beim Bundesliga-Nachwuchs der S.Oliver Baskets mussten sich die RheinStars erst in der Verlängerung geschlagen geben. „Wir waren nahe dran, wir können das.“ Dodson ficht auch nicht an, dass er verletzungsbedingt mit einer kleinen Rotation auskommen muss, da die jungen Spieler hinter der Startformation noch Zeit brauchen. „Nehmen wir das Beispiel von Filip Kukic. Er hat seine Sache in Würzburg ordentlich gemacht, über 30 Minuten als Pointguard auf dem Feld gestanden. Aber er muss doch erst in die Situation hereinwachsen. Im vergangenen Jahr hat er in der 2. Regionalliga gespielt und ab und zu in der ersten Mannschaft. Das braucht einfach seine Zeit.“

Filip Kukic ist aktuell vielleicht der sechste Mann im Kader und der Rotation, dann kommen Thomas Müller-Laschet und Jonas Gottschalk. Dahinter tauchen schon der 17 Jahre alte Thomas Fankhauser auf oder Sebastian Pritz (19). Gegen Schwenningen wird mit dem 26 Jahre alten Malte Herwig nach seiner Hauptoperation wieder zusätzliche Erfahrung ins Team zurückkehren. Gerade gegen die Panthers sicher von Vorteil. Denn mit den Gästen kommt nicht nur der derzeitige Ligaprimus, sondern auch die erfahrenste Mannschaft der Süd-Gruppe.

Schwenningen setzt als Aufsteiger auf eine robuste Mischung aus Jung und Alt. Mit Blick auf die Auftaktsiege gegen Erfurt, Coburg und Rhöndorf bislang sehr erfolgreich. 27,6 Jahre alt ist der Kader im Schnitt, über sechs Jahre älter als der der RheinStars. Das Spiel lenkt der 32 Jahre alte Grieche Konstantin Karamatskos, der zuletzt allerdings verletzt gegen Rhöndorf passen musste. Die Punkte liefern vornehmlich der 23 Jahre alte US-Amerikaner Rasheed Lee Moore – mit 24,7 Punkten der aktuell erfolgreichste Korbjäger im Süden – sowie die beiden starken Deutschen Bill Borekambi (26) und Leon Friederici (23). Die beiden liegen bei je 15,7 Zählern pro Partie

Matt Dodson I Foto: Frank Fankhauser

 

RheinStars verpassen Sieg in der Verlängerung

Es war knapp, es war möglich, aber trotzdem hat es für die RheinStars noch nicht zum ersten Saisonerfolg gereicht. Die Kölner verloren erst nach Verlängerung bei der TG s. Oliver Würburg am Samstagabend mit 87:93 (37:46, 77:77).  So gab es am dritten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB in der Südgruppe die dritte Niederlage. Am kommenden Samstag geht es ab 18 Uhr mit dem Heimspiel in der ASV-Sporthalle gegen die ungeschlagenen Wiha Panthers Schwennigen weiter. „Vor allem für den Kopf brauchen wir den ersten Erfolg, wir waren ja schon nah dran und hatten es zumindest kurzzeitig in der Hand. Aber durch unsere vielen Ausfälle spielen wir mit einer kleinen Rotation, das kostet Kraft und dann fehlen in diesen entscheidenden Momenten Kleinigkeiten zum Erfolg. Aber wir arbeiten hart im Training und ich wünsche mir, dass sich die Mannschaft dafür dann auch mal belohnen kann“, bilanzierte Manager Stephan Baeck nach der spannenden Auseinandersetzung.

Dabei hatten die Kölner für die mit 1:1-Siegen ausgeglichen gestarteten Würzburger eine Überraschung parat. Um die Kreise des besten Würzburger Spielers einzudämmen, nahmen der Trainerstab um Chefcoach Matt Dodson einen Tausch auf den großen Positionen vor. Die etatmäßigen Center verteidigten im TGW-Sportzentrum Feggrube mit auf der „Vier“ gegen den US-Amerikaner Dexter Sienko. Der Power Forward hatte in den ersten beiden Partien knapp 20 Punkte im Schnitt aufgelegt. Bis in die Verlängerung hinein ging der Plan auf.

Nach einem guten Start machten sich die RheinStars bis zur Halbzeit das Leben allerdings selbst schwer. Vor allem im Ballvortrag und in der Verteidigung unterliefen ihnen leichte Fehler. Bis auf neun Punkte enteilten die Gastgeber (37:46/20.) „Wir hatten 12 Turnover und in der Defense sahen wir nicht gut aus, das haben wir nach der Pause zum Glück abstellen können. Bis Spielende kamen nur noch zwei dazu“, lobte Stephan Baeck. Allerdings blieb die Verteidigung inklusive des Rebound-Verhaltens anfällig. Baeck weiter: „Trotzdem haben wir uns herankämpfen können. Das hat mir gefallen.“

Die RheinStars gingen in der 37. Minute (74:73) in Führung, obwohl Bene van Laack knapp fünf Minuten zuvor mit dem fünften persönlichen Foul aus der Rotation gefallen war. Fünf Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit hatte es dann Filip Kukic, der insgesamt über 30 Minuten auf dem Feld stand, in der Hand, den ersten Saisonerfolg zu ermöglichen. Doch bei 77:77 ging sein Dreierversuch nicht in den Korb. In der Verlängerung erwischten die Hausherren dann den entscheidenden Zwischenspurt durch ihren Topscorer Dexter Sienko und kamen so zum glücklichen Sieg. Köln war geschlagen, trotz der 32 Punkte von Tucker Haymond und des nächsten Double-Doubles von Yasin Kolo (24 Punkte, 12 Rebounds). 

Viertelergebnisse: 14:17, 23:29, 23:22, 17:9, 10:16

Spielfilm: 14:15 (5.), 14:17 (10.), 29:31 (15.), 37:46 (20.), 48:57 (25.), 60:68, (30.), 69:69 (35.), 77:77 (40.).

Teamstats: Köln 44% zu 63% (2er), 41%/22% (3er), 67%/71% (Freiwürfe), 21:26 Assists, 40:44 Rebounds, 3:9 Steals, 14:12 Turnover

RheinStars: Silvio Mendes Mateus (9 Punkte/1 3er), Tucker Haymond (32/4), Thomas Fankhauser, Filip Kukic (7/1/5 Assists), Jonas Gottschalk (1), Thomas Müller-Laschet, Yasin Kolo (24/12 Rebounds), Thomas Michel (9/3), Bene van Laack (5/4 Assists), Christ Theodor.

Alle Stats zum Spiel gibt es hier

Filip Kukic I Foto: Frank Fankhauser

 

Würzburg: Herausfordernder Gegner mit bekanntem Konzept

Die Aufgabe für die RheinStars Köln ist ebenso leicht verständlich wie herausfordernd in der Umsetzung. Am kommenden Samstag steht das dritte Pflichtspiel in der Süd-Gruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bei der nächsten Nachwuchsvertretung eines Erstligisten an. Auf 20 Uhr ist der Beginn bei der TG s.Oliver Würzburg im TGW-Sportzentrum Feggrube terminiert und Cheftrainer Matt Dodson hat vor allem eine Forderung an seinen Kader: „Wir müssen uns als Mannschaft präsentieren.“

Auch Manager Stephan Baeck erwartet eine Reaktion nach den ersten beiden Saisonspielen. „In Elchingen zum Auftakt haben wir über unsere Verhältnisse gespielt, beim ersten Heimspiel gegen Ulm dann sicherlich weit darunter. In Würzburg sollte es dann wieder besser werden.“ Gegen die Süddeutschen wird neben den beiden bekannten Ausfällen von Tim van der Velde und Leon Baeck auch Malte Herwig fehlen, der sich unter der Woche einer Hautoperation unterziehen musste. Auch van der Velde wurde am Daumen operiert. Alles, so heißt es, sei gut gelaufen.

Auch ohne die drei Stammkräfte geht Cheftrainer Dodson die Sache optimistisch an: „Unserer jungen Spieler wie Filip Kukic, Thomas Müller-Laschet oder Thomas Fankhauser bekommen dadurch mehr Verantwortung und haben diese Woche gut trainiert. Auch Tucker Haymond war voll im Training.“ Alles also bessere Voraussetzung als vor dem vergangenen Wochenende, als beinahe die Hälfte des Teams aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten kaum mehr als ein oder zwei Einheiten vor dem Spiel absolvieren konnte. Manager Baeck sondiert derweil weiter den Markt nach einer eventuellen Vertretung für Van der Velde und Baeck. Eine weitere Aushilfe von Tibor Taras, der vergangenen Samstag kurzfristig eingesprungen war, scheint eher unwahrscheinlich.

Interessant wird zudem sein, wie die RheinStars sich taktisch auf ihren kommenden Gegner vorbereiten. Denn der Spielplan der Bundesligareserve ist voll auf die erste Mannschaft zugeschnitten – und damit auf das Konzept von Trainer Dennis Wucherer. Er trainierte in der der vergangenen Saison die RheinStars. Mit Matt Dodson als Assistent. „Die Würzburger sind eine solide Mannschaft und gut organisiert. Sie spielen im Prinzip wie wir letztes Jahr“, sagt Dodson. Und sie haben in dem US-Amerikaner Dexter Sienko ihren Leistungsträger, der als Power Forward bislang 19.5 Punkte im Schnitt beisteuerte. Die Bilanz des Teams, bei dem erst zehn Spieler überhaupt eingesetzt wurden, ist ausgeglichen. Dem 69:56 über den BBC Coburg folgte ein 68:74 bei den Fraport Skyliners.

Zum Liveticker am Samstag geht es hier

Filip Kukic – Foto: Frank Fankhauser

 

RheinStars unterliegen Orange Academy

Köln wollte. Köln mühte sich. Aber Köln konnte gegen die Youngster der Orange Academy, dem talentierten Nachwuchs des Ulmer Erstligisten, nicht den erhofften ersten Sieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB einfahren. Die RheinStars unterlagen am zweiten Spieltag ihren Gästen in der ASV-Sporthalle verdient mit 56:65 (19:31) und fahren nun am kommenden Wochenende zur Zweitvertretung von s.Oliver Würzburg, um dort den nächsten Angriff auf den ersten Saisonerfolg zu starten.

So schwer wie sich der Weg am Samstag durch das dichte Verkehrsgemenge rund um den Erdogan-Besuch zum Heimspiel für die rund 650 Fans gestaltete, so wenig leicht stellte sich auch das Spiel für die RheinStars dar. Trotz eines guten Starts (8:2/4. Minute) gerieten die Aktionen der Mannen von Cheftrainer Matt Dodson immer schwerfälliger. „Wir haben uns und damit auch den Ball zu wenig bewegt. Hinten raus fehlte uns dann die Kraft“, sagte Bene van Laack, der am Ende der Auseinandersetzung mit dem spielstarken Gast noch zu den effektivsten Heimakteuren zählte.

Die Ulmer glichen das erste Viertel alsbald aus und in den zweiten zehn Minuten schafften sie die wohl entscheidende Weichenstellung der Begegnung. Aus einem 15:12 (11.) aus Kölner Sicht wurde ein 15:24 (15.) und schließlich ein 17:31 (18.). Bezeichnend für den Abend, dass es weniger die Besucher als die Hausherren selbst waren, die sich um ihre Chancen brachten. Freie Würfe fielen nicht, einfache Korbleger gingen daneben – und dann hatten die Ulmer gefühlt immer eine Hand mehr am Ball bei den Rebounds. Trotz der 12 Rebounds von Yasin Kolo, der zudem mit 12 Punkten sein erstes Saison-Double-Double markierte.

Nach der Pause wühlten sich die Rheinstars noch zweimal in aussichtsreiche Positionen an die Orange Academy heran. Doch die hatten im entscheidenden Augenblick an diesem Abend immer die passende Antwort. Und zum Schluss, mit steigendem Selbstbewusstsein, die Muße, als offenbar bereits eingespieltes Ensemble zumindest den neutraleren Basketballfreunden in der Halle Spaß mit ihrem Spiel zu bereiten. Davor hoffte das Kölner Publikum in der 24. Minute, als die RheinStars durch Tucker Haymond nach einem 13:4-Lauf auf 32:35 heran waren. Und dann noch einmal in der 29. Minute, als Thomas Müller-Laschet mit einem der beiden erfolgreichen Rheinstars-Dreier (bei 18 Versuchen!) auf 42:47 verkürzte. Doch sichere Academy-Dreier und leichte Korbleger zum Start des vierten Durchgangs zerstreuten alle Kölner Wünsche.

„Wir waren in Summe nicht gut genug heute“, sagte Cheftrainer Matt Dodson. Auch der Einsatz von Tibor Taras als Kompensation der Ausfälle von Tim van der Velde und Leon Baeck brachte nicht die erhoffte Wirkung. „Wir müssen sehen, dass wir in den kommenden Wochen die Last auf mehr Schultern in der Rotation verteilen können.“  Und Manager Stephan Baeck sagte: „Ich habe vor dem Saisonstart gesagt, dass wir unter Umständen durch eine sehr schwere Anfangsphase gehen werden. Zumal wir starke Gegner haben. Heute hat man das gesehen. Wir brauchen Geduld. Mit uns, mit der Mannschaft. Es wird, aber es braucht Zeit.“ Immerhin, der lautstarke Fanclub „Flying Flönz“ befindet sich bereits in guter Form.

Viertelergebnisse: 12:12, 7:19, 23:16, 14:18

Spielfilm: 10:6 (5.), 12:12 (10.), 15:22 (15.), 19:31 (20.), 33:39 (25.), 42:47, (30.), 46:57 (35.)

Teamstats: Köln 45% zu 50% (2er), 11%/24% (3er), 64%/53% (Freiwürfe), 16:22 Assists, 35:46 Rebounds, 6:8 Steals, 16:19 Turnover

RheinStars: Silvio Mendes Mateus (13 Punkte/1 3er/5 Assists), Tucker Haymond (13), Malte Herwig, Tibor Taras , Thomas Fankhauser, Filip Kukic, Jonas Gottschalk (2), Thomas Müller-Laschet (3/1), Yasin Kolo (12/12 Rebounds), Thomas Michel (3/4 Steals), Bene van Laack (10), Sebastian Pritz

Alle Stats zum Spiel gibt es hier

Tucker Haymond I Foto: Frank Fankhauser

 

Tibor Taras hilft für ein Spiel aus

Ein überraschender Ersatz hilft den verletzungsgeplagten RheinStars Köln und lindert zumindest fürs Wochenende die Sorgen von Cheftrainer Matt Dodson nach den Ausfällen von Tim van der Velde und Leon Baeck. Zum zweiten Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wird der gebürtige Kölner Tibor Taras gegen das Ulmer Bundesliga-Farmteam Orange Academy am kommenden Samstag (18 Uhr) in der ASV-Sporthalle in Müngersdorf auflaufen. Für ein Spiel.

Taras, der in der vergangenen Saison zu den besten deutschen Shooting Guards in der ProA zählte, hält sich seit dem Sommer für ein Anschlussengagement nach dem Abschied aus dem Bamberger Farmteam Baunach Young Pikes in Köln fit.  „Ich trainiere seit Wochen mit den RheinStars, kenne die Abläufe und freue mich, dass ich auf diese Weise ein bisschen von der Gastfreundschaft zurückgeben kann, jetzt wo Not am Mann ist“, sagt Taras, der die Kölner im Alter von knapp 16Jahren Richtung Breitengüßbach ins Nachwuchsprogramm von Serienmeister Bamberg verließ und 2015 einen Mehrjahres-Vertrag erhielt.

„Wir sind Tibor sehr dankbar, dass er uns in diesem Moment unterstützt. Er hat praktisch die gesamte Vorbereitung mitgemacht. Ich finde es toll, wenn ein Spieler, der alle unsere Nachwuchsmannschaften durchlaufen hat, uns auf diese Weise hilft und wir damit etwas mehr Luft haben, einen Ersatz für Tim und Leon zu finden“, sagt Manager Stephan Baeck. Gegen die spielstarke Ulmer Talentschmiede wird der heute 21 Jahre alte ehemalige Junioren-Nationalspieler sein Comeback im Kölner Trikot seit seinem Abschied 2013 geben.

Ebenfalls seine Punktspiel-Premiere und Rückehr ins Team wird voraussichtlich Tucker Haymond geben. Nach seiner Wadenverletzung zur Saisoneröffnung gegen Iserlohn trainierte der US-Amerikaner unter der Woche ohne Probleme mit. „Wir waren bis auf Tim und Leon in dieser Woche am Ende komplett im Training. Tibor ist gut integrierte und kann uns Sicherheit und Erfahrung geben. Hat eine Führungsrolle im Training mit den jungen Spielern“, sagt Matt Dodson. „Nach den vielen Auswärtsspielen in der Vorbereitung und zum Saisonstart freuen wir uns sehr auf unseren Auftritt in eigener Halle.“

Die Ulmer stellen zwar aktuell das jüngsten Team der Liga mit einem Altersdurchschnitt von unter 20 Jahren, verfügen allerdings mit dem 39 Jahre alten Nils Mittmann über einen leistungs- und führungsstarken Akteur sowie über eine ProA-erfahrene Startformation.

Tibor Taras
geb. 24. September 1997 in Köln
Größe: 1,97 m, Gewicht: 82 kg

Stationen:
2014 – 2018 Baunach Young Pikes (ProA)
2013 – 2014 TSV Tröster Breitengüßbach (NBBL/1. Regionalliga)
– 2013 Köln 99ers (JBBL/NBBL)

Saison 2017/2018 – ProA
28 Spiele,  26:56 Min pro Spiel, 12.8 Punkte, 43,1% 2er, 38,4% 3er, 2.4 Assists, 2.6 Rebounds

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Verletzungspech sucht RheinStars heim

Die RheinStars Köln müssen in den kommenden Wochen und Monaten nicht nur auf Leon Baeck, sondern auch auf Tim van der Velde verzichten. „Das ist wirklich ein herber Rückschlag“, sagt Cheftrainer Matt Dodson zum Fehlen der beiden ehemaligen Junioren-Nationalspieler. Tim van der Velde hatte sich in der Auftaktpartie bei scanplus Baskets Elchingen am vergangenen Samstag einen Daumen ausgekugelt und dabei auch noch eine Sehne verletzt. Die Prognose der Teamärzte um Oliver Pütz von der Orthopädie am Gürzenich: Mindestens vier, eher sechs Wochen Pause. Zudem war am Freitag bei einer routinemäßigen Nachuntersuchung des Knies von Leon Baeck festgestellt worden, dass sich seine Rückkehr wahrscheinlich bis Weihnachten verzögern wird.

„Ursprünglich wollten wir Leons Fehlen in den ersten Saisonwochen durch das Team kompensieren. Doch nach der Diagnose war klar, dass wir auf der Position des Pointguards zumindest übergangsweise einen Ersatz verpflichten werden. Das wollten wir in Ruhe machen, zumal ja Tim als geplanter Vertreter auf der Position in Elchingen ein herausragendes Spiel gemacht hat. Nun zwingt uns seine Verletzung zu schnellerem Handeln“, sagt Manager Stephan Baeck. Matt Dodson: „Und das ausgerechnet nach so einer Leistung. Für mich hat Tim das beste Spiel gemacht, dass ich von ihm in den letzten Jahren gesehen habe.“

Van der Velde hatte nach seiner Rückkehr aus Essen zum Saisonauftakt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 12 Punkte, acht Assists, sieben Rebounds und sechs Steals aufgelegt und sollte in den kommenden Wochen weiter als Spielmacher agieren. Nun wird sich van der Velde mit Baeck auf dem Weg zu seiner Rückkehr vor allem mit den Therapeuten und Trainern von Physiosport und ago.sport auseinandersetzen müssen, bevor er Ende Oktober, Anfang November wieder ins Geschehen eingreifen wird.

Noch mehr Geduld wird Leon Baeck aktuell abverlangt. Der 21 Jahre alte Aufbauspieler schlägt sich seit drei Jahren mit einer entzündenden Patellasehne herum. Vergangene Saison musste er zwei Monate über den Jahreswechsel pausieren, spielte davor und danach nur unter Schmerzen. Nach der Saison ließ er sich deshalb die Sehne glätten, um endlich wieder gesund angreifen zu können. Der Prozess geht in die richtige Richtung, aber aufgrund der Verletzungshistorie nicht so schnell wie erhofft oder gewünscht. „Mit Leon hätten wir die Aufbauposition mit einem jungen deutschen Spieler gut besetzt für die ProB. So waren jedenfalls unserer Planungen. Jetzt müssen wir uns einen Ersatz suchen und geduldig auf die Rückkehr der beiden warten.“, sagt Cheftrainer Dodson.

Fotos: Gero Müller-Laschet

Couragierte RheinStars überzeugen beim Meister

Gekämpft wie die Löwen, den Bällen nachgegangen, als Team alles ins Spiel geworfen – die RheinStars Köln starteten überzeugend in die Gruppe Süd der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Allein die Punkte konnte die junge Mannschaft beim hochfavorisierten Liga-Meister scanplus Baskets Elchingen beim knappen 76:81 (44:36) am Samstagabend nicht aus der kleinen Gemeinde im Landkreis Neu-Ulm entführen. „Obwohl uns mit Tucker Haymond unser US-Amerikaner als talentiertester Spieler gefehlt hat, haben wir das als Mannschaft sehr gut gemacht. Vor allem in der Offense“, sagte Cheftrainer Matt Dodson nach der spannenden Auseinandersetzung in der Brühlhalle.

Haymond laboriert noch an einer Wadenverletzung, soll aber in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Am kommenden Samstag (18 Uhr) erwarten die RheinStars zur Heimpremiere die Ulmer Talentschmiede Orange Academy in der ASV-Sporthalle. Zudem fehlt Spielmacher Leon Baeck weiterhin. Er wurde aber am Samstag von Tim van der Velde mehr als nur vertreten. Der Rückkehrer lenkte die Kölner Geschicke mit viel Übersicht und glänzte mit zwölf Punkten, acht Assists, sieben Rebounds und sechs Steals. „Das ist für einen Pointguard eine echte Hausnummer“, lobte Dodson den „Umschüler“, der auch in den kommenden Wochen auf dieser Position agieren soll.

Gerade im Angriff hatten die RheinStars den Favoriten mit Spielbeginn überrascht und konnten sich auf 15:2 (6.) absetzen. Elchingen fing sich jedoch, die Kölner aber blieben vorne. Die Hauptlast trugen dabei neben van der Velde, Thomas Michel (16 Punkte),  Silvio Mateus Mendes (18, Benedict van Laack und Yasin Kolo (14 Punkte, 9 Rebounds). „Dafür, dass wir eine nicht ganz leichte Woche zur Vorbereitung hatten, haben wir das wirklich gut gemacht“, sagte Dodson. Kolo war erst kurz vor Samstag wieder ins Training zurückgekehrt, Jonas Gottschalk und Filip Kukic fielen zwei Tage krank aus. So waren die RheinStars am frühen Samstag eher mit wenig Erwartungen gen Süden gereist.

Doch auch Manager Stephan Baeck war hinterher sehr angetan: „Heute bin ich sehr stolz auf unser Team! Die Art und Weise wie wir heute gegen den Meister der letzten Saison gespielt haben, verdient großen Respekt. Jeder Spieler hat alles gegeben und auf dem Feld gelassen. Heute sollte das ganze Team, jeder einzelne Spieler, Selbstvertrauen gesammelt haben und das Bewusstsein haben, dass wir mit jeder Mannschaft spielen können. Am Ende hat die Kraft nicht ganz gereicht…“ Erst in den beiden Schlussminuten kämpften sich die Hausherren an den Kölnern vorbei zum Heimsieg. Den nächsten Anlauf auf die ersten Punkte werden die Rheinstars am kommenden Samstag starten, diesmal mit den Fans im Rücken.

Viertelergebnisse: 28:20, 16:16, 16:23, 16:22

Spielfilm: 15:2 (5.), 28:20 (10.), 34:28 (15.), 44:36 (20.), 54:47 (25.), 60:59, (30.), 68:67 (35.)

Teamstats: Köln 46% zu 59% (2er), 36%/27% (3er), 76%/47% (Freiwürfe), 16:16 Assists, 31:42 Rebounds, 11:12 Steals, 19:21 Turnover

RheinStars: Silvio Mendes Mateus (18 Punkte/2 3er), Malte Herwig (6), Tim van der Velde (12), Thomas Fankhauser (2), Filip Kukic, Jonas Gottschalk, Thomas Müller-Laschet (3/1), Yasin Kolo (14), Thomas Michel (16/2), Julius Wesemann, Bene van Laack (5).

Alle Stats zum Spiel gibt es hier

Tim van der Velde I Foto: Frank Fankhauser