RheinStars kämpfen sich zum Erfolg in Bernau

Einen wichtigen Erfolg auf dem Weg in die Playoffs und zum angepeilten Heimrecht gelang den RheinStars am Samstagabend. Mit 82:79 (38:45) setzten sich die Kölner am 21. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bei Lok Bernau im Nordosten von Berlin durch. Mit dem Erfolg beim Farmteam von Erstligist ALBA Berlin bleibt die Mannschaft von Manager und Trainer Stephan Baeck auf dem zweiten Platz der Gruppe Nord. Am kommenden Samstag (18 Uhr) erwarten die RheinStars in der ASV-Sporthalle die BBG Herford zum nächsten Duell mit einem NRW-Klub.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg hier in Berlin“, freute sich Baeck nach dem erfolgreichen Arbeitstag. Die lange Anfahrt mit rund 600 Kilometern, ein hochtalentierter Gegner und ein Spiel, in dem die RheinStars sich erst in die Partie und dann zum Sieg kämpften. „Wir haben anfangs keine Kontrolle gehabt und auch nicht gut gespielt. Aber nach der Pause wurde es besser und besser. Wir waren wacher, aggressiver und schneller in der Defense. Zum Ende hin haben wir zudem gut gespielt, die Nerven behalten und verdient gewonnen.“ Ein guter Test mit schon einigem Playoff-Charakter.

Noch in der 28. Minute lagen die RheinStars bei der Lok vor den knapp 700 Zuschauern in der Erich-Wünsche-Halle mit 52:62 im Hintertreffen. Sechs Minuten später aber hatten sie die Begegnung gedreht und gelangten durch einem 6:0-Lauf mit 68:67 in Führung. Danach ging es zu wie bei einem ausgeglichenen Armdrücken, mit dem besseren Ende für die Gäste. 50 Sekunden vor Schluss waren es vier Punkte (81:77) Vorsprung und den arbeiteten die Kölner mit lautstarker Unterstützung der mitgereisten Fans der „Flying Flönz“ ins Ziel – und zum achten Auswärtssieg. Ein Sonderlob auf dem Weg zum Erfolg erhielten dabei Robin Straub und Tim Lang („sie haben der Mannschaft sehr geholfen“) und Jannis von Seckendorff. „Jannis war sensationell gegen Elias Rapieque“. Der U20-Nationalspieler zählt zu den größten Talenten der Bernauer und verfügt über einen mehrjährigen Vertrag mit ALBA, der ihn bis 2026 an die Berliner bindet.

Viertel: 21:23, 17:22, 20:19, 24:15

Spielfilm: 13:9 (5.), 21:23 (10.), 29:36 (15.), 38:45 (20.), 47:56 (25.), 58:64 (30.), 70:71 (35.), 82:79 (40.)

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 27 von 63/43%, Bernau (30/69, 43%), FW Köln 76% (22/29) zu 87% (13/15), 15:21 Assists, 36 (7 offensiv): 33 (9) Rebounds, 9:7 Steals, Blocks 2:2, 15:15 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/49BYjQQ

RheinStars:  Andrej Mangold (3 Assists), Kenan Reinhart, Rupert Hennen (22/2 Dreier, 2 Assists, 7 Rebounds), Luca Ladjyn, Felix Greif, Bryan Battle (7, 4 Reb., 5 Ass.), Björn Rohwer (20/1, 9 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (8, 4 Reb., 3 Ass.), Robin Straub (5/1, 2 Steals), Tim Lang (7/1), Duje Dujmovic, Von Seckendorff (13/1, 4 Reb., 3 Steals).

Tim Lang – Foto: Gero Müller-Laschet

 

Hennen führt RheinStars zum Erolg

Eine Menge gut gelaunter Menschen verließen Samstagabend die ASV-Sporthalle so gegen 20 Uhr. Zumindest, wenn sie es in den knapp zwei Stunden zuvor mit den gastgebenden RheinStars gehalten hatten. Die Kölner besiegten vor 916 Zuschauern die kampfstarken Iserlohn Kangaroos im NRW-Derby mit 87:75 (43:29).  Es war in einem intensiven Spiel der 15. Saisonerfolg am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Zudem kehrten die RheinStars auf den zweiten Platz der Nord-Gruppe zurück, da gleichzeitig die EN Baskets Schwelm nach zehn Siegen in Serie beim SC Rist Wedel (54:74) unterlagen. Köln geht also mit einem guten Gefühl in die Spielpause, bevor es Anfang März mit der Auswärtsaufgabe bei Lok Bernau weitergeht.

Es begann alles gegen 18 Uhr mit dem beeindruckenden, stillen Gedenken an den jungen, nach einer Messerattacke verstorbenen Düsseldorfer Basketballer Volodymyr Yermakov, es endete mit dem Kölner Jubel und dazwischen lagen zwei Stunden Basketball mit bester, lautstarker und fairer Unterstützung aus beiden Fanlagern. Und auch wenn die Gäste durch die neuerliche Niederlage auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschten, waren sie den RheinStars wie schon am Wochenende zuvor dem Tabellenführer aus Leverkusen (73:79) ein widerborstiger, kantiger Kontrahent. Nicht einfach zu spielen.

Kölns Manager und Trainer Stephan Baeck zeigte sich vor allem mit der Leistung vor der Pause sehr einverstanden. „Ich habe mich gefreut, wie wir ins Spiel gekommen sind. Wir haben intensiv verteidigt, keine einfachen Würfe zugelassen und aus der Transition gepunktet.“ So erarbeiteten sich die Hausherren auch ohne die fehlenden Steffen Hauffs und Andrej Mangold mit der Zeit ein Übergewicht, das in einem 10:0-Lauf zum Halbzeitstand von 43:29 mündete.

Baeck: „Weniger hat mir dann der Start in die zweite Hälfte gefallen, da waren wir nicht bereit genug. Allerdings haben sich die Jungs dann gefangen und sich zum verdienten Erfolg gekämpft und gespielt.“ Allen voran dabei Kapitän Rupert Hennen. Es war eines der besten Spiele von „Rupi“ im Kölner Trikot, vielleicht sogar das Beste bislang. Der Pointguard diktierte Tempo und Rhythmus seiner Mitspieler, setzte diese gut ein, war ein unangenehmer Verteidiger und hatte die Lage jederzeit im Griff.  Resultat: Effektivitätswert 39. Persönliche Bestleistung ebenso wie die 31 Punkte. Der 26 Jahre alte Sportstudent traf fünf seiner sieben Dreierversuche, spielte sechs Assists, holte sieben Rebounds und drei Steals.

Doch an seinem prickelnden Abend war er nicht allein. Auch wenn der Abstand zwischen den Teams mal enger wurde wie beim 44:40 (24.), 58:55 (31.) oder 71:66 (35.). Nervosität brach weder bei den Kölnern Spielern aus noch bei den Trainern, die auf die erkrankte Assistentin Katharina Arnold verzichten mussten. Konzentriert arbeiteten sich die Kölner gemeinsam zum Sieg. Sei es mit Center Björn Rohwer, den die Kangaroos meist allein durch Fouls einbremsen konnten, und seinem „schrägen“ Double-Double – 18 Punkte, davon zehn vor der Freiwurflinie. Oder mit Grantas Vasiliauskas, Jannis von Seckendorff, Bryan Battle und Tim Lang, die nicht so konstant wie Hennen spielten, aber jeweils wichtige Teile zu einem gelungenen Abend beitrugen.

Viertel: 19:19, 24:10, 15:21, 29:25

Spielfilm: 7:10 (5.), 19:19 (10.), 31:25 (15.), 43:29 (20.), 48:41 (25.), 58:50 (30.), 73:66 (35.), 87:75 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 27 von 57/47%, Iserlohn (28/63, 44%), FW Köln 77% (24/31) zu 73% (11/15), 22:15 Assists, 33 (8 offensiv): 33 (11) Rebounds, 7:6 Steals, Blocks 4:1, 13:18 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/3SNTfC2

RheinStars:  Rupert Hennen (31/5 Dreier, 6 Assists, 7 Rebounds, 3 Steals), Luca Ladjyn, Felix Greif, Bryan Battle (8, 7 Reb., 5 Ass., 3 St.), Björn Rohwer (18), Grantas Vasiliauskas (7, 8 Reb., 3 Ass.), Robin Straub, Lars Danziger, Robin Danes (4/1.), Tim Lang (8/2), Von Seckendorff (11/1, 4 Reb., 3 Ass.).

Foto: Gero Müller-Laschet

Iserlohn eröffnet Serie von NRW-Derbys

Mit den Iserlohn Kangaroos eröffnen die RheinStars am kommenden Samstag eine Reihe von NRW-Derbys in der ASV-Sporthalle (18 Uhr). Denn nach dem 19. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB folgen den Sauerländern dann die BBG Herford und die EN Baskets Schwelm in den Heimspielen. „Wir werden gegen Iserlohn wie im Hinspiel eine sehr gute Leistung brauchen, um uns wieder durchsetzen zu können“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck.

Zwar fügten die RheinStars ihren kommenden Gästen beim 105:86 in Iserlohn die höchste Heimniederlage zu, doch bei den Kangaroos hat sich seit Anfang Dezember einiges getan. So wurde der langjährige Headcoach Dennis Shrivan vor zwei Spieltagen von seinen Aufgaben entbunden. Aktuell lenkt der Assistenztrainer und ehemalige Pointguard Toni Prostran die Geschicke von der Seitenlinie. Der Grund: Nach einem passablen Saisonstart (5:4 Siege) gewannen die Iserlohner nur noch eines ihrer letzten zehn Spiele und stecken überraschend als Drittletzter mitten im Abstiegskampf. Aber: Seit dem Trainerwechsel entwickelt sich die Form wieder in die gewünschte Richtung. Auch wenn es in Wolmirstedt und gegen die Bayer Giants am Ende zwei weitere, wenn auch knappe Niederlagen gab.

„Wir sind auf jeden Fall gewarnt, denn die Kangaroos verfügen über einen mit guten Spielern besetzten Kader. Außerdem geht es für uns nach wie vor darum, unsere eigene Leistung zu entwickeln und zu stabilisieren“, sagt Trainer Baeck. Im Hinspiel beschäftigte vor allem ein Akteur die RheinStars. US-Forward Travis Henson markierte 41 Zähler und traf aus allen Lagen.

Livestream (5 Euro): https://bit.ly/49BMJ88

Liveticker: https://bit.ly/3SNTfC2

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars mit furiosem Start zum Sieg

Die RheinStars sind zurück in der Spur. Mit einem verdienten und klaren Erfolg setzten sich die Kölner am 19. Spieltag der Gruppe Nord in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB im Norden durch. 109:88 (64:41) lautete es am Ende beim Farmteam der Rostock Seawolves vor knapp 300 Zuschauern am Samstagabend in der OSPA Arena. Nächsten Samstag geht es mit dem Heimspiel und dem NRW-Derby gegen die Iserlohn Kangaroos in der ASV-Sporthalle (18 Uhr) weiter.

“Das war ein wichtiger Sieg für uns, weil er uns nochmal gezeigt hat, wie wir unsere Spiele gewinnen. Neben unserer Verteidigung hat mit vor allem auch die Offense wieder viel besser gefallen. Das war phasenweise richtig gut”, sagte Manager und Trainer Stephan Back nach dem Zwei-Tage-Trip.  Ohne ihre Youngster waren die RheinStars bereits am Freitag an die Ostsee gereist. Die Nachwuchsspieler sind alle bei der NBBL dabei, die sich am Sonntag in Göttingen vorzeitig mit einem Sieg für die Playoffs qualifizieren kann. Dafür war in der Hansestadt Teamsenior Andrej Mangold mit von der Partie, der sich mit vier Assists und drei Dreiern in die Statistiken eintrug.

Die RheinStars starteten ausgeschlafen und furios in die Partie. Nach etwas mehr als sieben Minuten führten die Gäste bei der Seawolves Academy mit 30:10. Aus der aggressiv und gemeinsam agierenden Defense erarbeitete sie sich Fastbreaks und freie Abschlüsse in Serie. Der Ball wurde bewegt, die Spieler bewegten sich und die Hausherren waren im ersten Viertel schlichtweg überfordert. Zudem nutzen die Kölner die sich öffnenden Räume zu energischen Attacken Richtung Korb oder im Rücken der Seawolves-Zone, die sich als nicht wirklich störend erwies. Schönster Punkt – das Alley Hoop-Anspiel auf Bryan Battle von Tim Lang,

Angenehm auch zu sehen, dass neben dem sowieso spielfreudigen Kapitän Rupi Hennen auch Bryan Battle seinen Schwung wieder gefunden hatte. Die RheinStars jagten zwischen den Körben hin und her und hatten schon zur Pause beim Stand von 64:41 sieben Zähler mehr erzielt als in der Vorwoche im gesamten Spiel. Sie kontrollierten die Rebounds übers komplette Spiel (am Ende 19:3 Offensiv-Rebounds), verzeichneten zur Pause 9:1-Steals und lagen bei 19:11 Assists (31:20).

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gäste weiter das Geschehen, kontrollierten Gegner und Vorsprung bei wechselnden Besetzungen auf dem Feld. Besungen von den mitgereisten, lautstarken und verkleideten Fans der Flying Flönz ging es mit 23 Zählern Vorsprung ins abschließende Viertel. Allerdings ließen die Hausherren in ihrem Bemühen nicht nach und warfen sich zwischenzeitlich Punkt für Punkt heran. Vor allem auch, weil die RheinStars sich nicht mehr so gut und konzentriert bewegten, auch der Ball mit weniger Tempo gepasst wurde. Sie mussten aber auch nicht wirklich. Eng wurde es zu keiner Zeit. Rechnet man allein die Freiwürfe raus, lagen die RheinStars aus dem Spiel bei 90:60 Punkten.

Viertel: 33:13, 31:28, 23:23, 22:24 

Spielfilm: 18:8 (5.), 33:13 (10.), 48:33 (15.), 64:41 (20.), 75:51 (25.), 87:64 (30.), 98:80 (35.), 109:88 (40.)  

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 38 von 75/51%, Seawolves (25/53, 47%), FW Köln 83% (19/23) zu 82% (28/34), 31:20 Assists, 44 (19 offensiv): 24 (3) Rebounds, 12:8 Steals, Blocks 2:2, 17:20 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/3SHbwC8 

RheinStars:  Andrej Mangold (9 Punkte/3 Dreier, 4 Assists), Rupert Hennen (20/2, 3 Assists, 3 Rebounds), Steffen Haufs (3/1, 9 Assists), Felix Greif, Bryan Battle (22/3, 8 Rebounds), Björn Rohwer (3 Reb.), Grantas Vasiliauskas (22/1, 8 Reb.), Robin Straub (3/1), Robin Danes (4, 5 Reb.), Tim Lang (11/3, 6 Assists), Duje Dujmovic (4 Reb.), Von Seckendorff (15, 3 Reb.)

Foto: Gero Müller-Laschet

Zurück in die Spur auf der längsten Auswärtsfahrt

Eine der längsten Auswärtsreisen bestreiten die RheinStars am kommenden Spielwochenende. Am 19. Spieltag in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geht es für die Kölner erstmals überhaupt in die Hansestadt Rostock zum Ausbildungsteam des Erstligisten. Spielbeginn am Karnevalssamstag ist bei der Seawolves Academy um 18 Uhr. „Wir wollen in Rostock wieder zu unserem Spiel und zu unserem Rhythmus finden, den wir zuletzt etwas verloren haben“, sagt Manager und Headcoach Stephan Baeck vor dem Premierenspiel in der OSPA-Arena.

Ähnliche Gedanken werden auch das Trainerteam der Mecklenburger um Coach Nico. umtreiben, die ebenso wie die RheinStars am vergangenen Wochenende Heimniederlagen kassierten – und das in überraschender Höhe. Denn beide Teams zählen selbst nach dem 72:100 der Seewölfe gegen den SC Rist Wedel bzw. dem 57:77 der Kölner gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf mit nunmehr 7:2-Siegen zu den heimstärksten Teams im Norden. Das Hinspiel gewannen die RheinStars mit 85:67.

Trainer Stephan Baeck: „Vor dem Spiel gegen die 49ers hatten wir wie schon in den Wochen zuvor eine gute Trainingswoche. So kam der Auftritt dann am vergangenen Samstag sehr überraschend. Er war trotzdem ein guter Grund und Anlass, nochmal Veränderungen vorzunehmen. Wir trainieren gut und alle ziehen mit. Natürlich geht es darum, in Rostock zu gewinnen. Wichtiger ist aber, dass wir dabei unsere Entwicklung vorantreiben und alle wieder an Bord bekommen.“ Aufgrund der stauanfälligen 600km langen Strecke Richtung Norden reisen die RheinStars bereits am Freitagmorgen Richtung Ostsee. Am Abend und am Samstagmorgen wird dann vor Ort trainiert.

Zum Spiel werden auch die Flying Flönz anreisen und die Mannschaft unterstützen auf dem Weg, die Top-3-Position in der Tabelle mit einem Sieg zu festigen.

Livestream (ab 17.45 Uhr): https://bit.ly/3Ut2sly

Liveticker: https://bit.ly/3OBV57L

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars mit deutlicher Niederlage

Einen komplett gebrauchten Nachmittag erwischten die RheinStars am Samstag gegen die TKS 49ers. Die Gäste eroberten in der Gruppe Nord am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die ASV-Sporthalle mit einem Start-Ziel-Sieg und hinterließen konsternierte Gastgeber. 57:77 (27:46) unterlagen die Kölner ihrem Brandenburger Kontrahenten, ohne auch nur ein einziges Mal vor den knapp über 600 Zuschauern in Führung zu gelangen. Ungewöhnlich, wie so vieles an diesem späten Nachmittag.

Ungewöhnlich begann der Nachmittag schon im Vorfeld. Das Danceteam weilte bei den NRW-Meisterschaften, die Anfahrt des Hallenmoderators verhinderten Bahnbaustellen und Bauernproteste. Und als es dann wegen des FC-Spiels am Abend gegen Eintracht Frankfurt bereits um 16 Uhr losging, waren die Kölner Akteure auf dem Feld gefühlt ebenfalls nicht anwesend. „Wir haben gespielt, als hätten wir schon irgendwas erreicht. So kannst du in dieser Liga nichts gewinnen“, kommentierte Manager und Trainer Stephan Baeck angefressen. Ohne nennenswerten Widerstand zogen die 49ers in den ersten 100 Sekunden auf 0:10 davon. Auch in der Folgezeit dominierten sie in ihrer gewohnt robusten und unbequemen Art und Weise die Partie. 15:25 und 12:21 gingen die ersten beiden Viertel an die Gäste. Köln blieb bis zur Halbzeit In der Verteidigung anfällig und in der Offense nicht so variabel und einfallsreich wie gewohnt.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Zumindest in der Defense. Unterstützt vom Publikum ging es in der Verteidigung endlich zur Sache. Doch im Angriff blieb alles beim Alten. Bei allem Bemühen – zumindest im dritten Viertel – kam nicht ein einziges Mal der Hauch eines Momentums auf für die RheinStars.  Immer, wenn nach ein oder zwei gelungenen Aktionen in der Defense ein bisschen Hoffnung aufkeimen wollte, trübte der nächste Ballverlust oder die nächste misslungene Offensivaktion die Szenerie. Irgendwann dann kapitulierten die Kölner Spielbeteiligten vor sich selbst und fügten sich mit ihrer schlechtesten Saisonleistung in die Niederlage.

So rekrutierten sich die positiven Aspekte des Abends außerhalb des eigentlichen Spiels. Der gelungene Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe „kölsche Harlequins“ in der Pause, der später folgende Heimsieg des 1. FC Köln in unmittelbarer Nähe und die schon am kommenden Samstag nahende Chance, es als komplettes Team wieder besser zu machen. Dann geht es bei den heimstarken Rostockern der Seawolves Academy zu Sache.

Viertel: 15:25, 12:21, 15:14, 15:17

Spielfilm: 4:10 (5.), 15:25 (10.), 20:35 (15.), 27:46 (20.), 40:55 (25.), 42:60 (30.), 47:66 (35.), 57:77 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 22 von 56/39%, 49ers (30/55, 55%), FW Köln 79% (11/14) zu 56% (5/9), 12:20 Assists, 33 (10 offensiv): 27 (3) Rebounds, 8:12 Steals, Blocks 4:1, 19:17 Turnover.

Boxscore:  https://bit.ly/3SHbwC8

RheinStars:  Kenan Reinhart (2 Punkte), Rupert Hennen (17/1 Dreier, 7 Assists, 5 Rebounds, 3 Steals), Steffen Haufs, Felix Greif, Bryan Battle (4, 7 Reb.), Björn Rohwer (12), Grantas Vasiliauskas (3, 5 Reb.), Robin Straub, Robin Danes (3/1, 5 Reb.), Tim Lang, Duje Dujmovic (2),Von Seckendorff (14, 3 Reb., 3 Blocks)

Foto: Gero Müller-Laschet

Unbequemer Gegner zur ungewohnten Zeit

Einen unbequemen Gegner zu einer ungewohnten Zeit beschert den RheinStars das kommende Wochenende. Am Samstag erwarten die Kölner bereits um 16 Uhr die TKS 49ers in der ASV-Sporthalle. Die Partie am 18. Spieltag in der GruppeNord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wurde um zwei Stunden vorgezogen, um dem Heimspiel des 1. FC Köln in unmittelbarer Nachbarschaft gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) zumindest zeitlich aus dem Weg zu gehen. „Wir wollen mit einem Heimsieg vorlegen und vielleicht sendet das dann positive Energie ins Stadion“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „In erster Linie geht es natürlich um uns und unser Spiel. Wir haben zweimal in Folge gewonnen und wollen den dritten Sieg in Serie.“

Einfach wird das sicher nicht, denn eine der aktuell vier Saisonniederlagen fügten die Gäste den RheinStars bei. Zum Saisonauftakt unterlagen die Kölner in Kleinmachnow vor den Toren Berlins 79:81. Allerdings entwickelte sich die Saison dann für beide Teams positiv. Wenige Tage später starteten die Kölner ihre 11-Siege-Serie mit dem Erfolg in Wedel beim SC Rist. Und auch die 49ers standen am 14. Spieltag mit 8:6-Erfolgen auf dem fünften Platz. Allerdings gab es zuletzt drei Niederlagen in Serie und die robusten Brandenburger rutschten vergangenes Wochenende sogar erstmals aus den Playoff-Plätzen.

Getragen wird das Spiel der Gäste vor allem von Robin Jorch, Yannick Hildebrandt und Ivan Mikhieiev, die im Schnitt alle zweistellig punkten. Zudem kann Trainer Vladimir Pastushenko verlässlich auf seine stärksten Spieler zugreifen, sieben Mann haben bislang alle 17 Saisonspiele bestreiten können. Bei den RheinStars sind das nur drei – Rupert Hennen, Bryan Battle und Björn Rohwer. „Im Verlauf einer Saison ist das schon eher normal, dass immer mal wieder einer ausfällt. Auch in dieser Woche haben wir ein paar angeschlagene Spieler“, sagt Stephan Baeck, „aber wir trainieren weiterhin sehr gut. Deshalb bin ich auch optimistisch für Samstag.

Halbzeit mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe Kölsche Harlequins

In der Halbzeitpause können die RheinStars zusätzlich noch karnevalistische Gäste begrüßen. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe Kölsche Harlequins der Traditionsgesellschaft KG Alt-Köllen von 1883 e.V. zeigt in der ASV-Sporthalle einen ihrer Tänze aus dem aktuellen Programm. Die mittelalterliche Figur des Harlequins gilt als Vorläufer des Lappenclowns, eine Symbolfigur im Kölner Karneval und ist auch in der Historie der KG Alt-Köllen eine zentrale Figur.

Livestream (5 Euro): https://bit.ly/3SFxLYS

Liveticker: https://bit.ly/3SHbwC8

Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

Rheinstars holen nächsten Auswärtssieg

Mit einem knappen, aber letztlich verdienten Erfolg bleiben die RheinStars weiter gleichauf mit der Tabellenspitze in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Während in der Vorwoche bei den Kölnern vor allem gute Laune vorherrschte, war es nach dem 89:87 (44:39) bei den Ademax Ballers in Ibbenbüren vor allem Erleichterung. Zwar hatten die Kölner bei ihrem sechsten Auswärtssieg fast die gesamte Zeit vorne gelegen. Zum Schluss aber hatte das Tabellenschlusslicht noch 17 Sekunden und den Ball, um vor den über 700 Zuschauern in der Sporthalle Ost vielleicht sogar komplett zu kippen. Doch das trat eben nicht ein, die RheinStars verteidigten ihren Korb erfolgreich.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck erleichtert, „Ibbenbüren hat das über weite Strecken sehr gut und mit überragender Moral vor tollen Fans gemacht. Es gab viele Phasen im Spiel, wo ich sehr froh war, den Rückhalt unsere eigenen Fans zu spüren. Mein großer Dank gilt an die mitgereiste Fan-Kolonne!“

Nach einem dominanten Kölner Start (13:2/3.) hatten sich die Hausherren nicht mehr abschütteln lassen. Unterstützt von ihren Fans und dem neuen Coach an der Seitenlinie, Naoufal al Uariachi, kämpften sie sich mit ihrem US-Amerikaner Denzel Livingston (27 Punkte, 7 von 8 Dreier) auch nach der Pause immer wieder heran. So nach dem 52:42 (23.), dem 72:62 (30.) oder dem 89:80 (37.) – immerhin, immer, wenn es ganz eng zu werden drohte, fanden die Kölner um Rupi Hennen, Björn Rohwer und Grantas Vasiliauskas ihrerseits die passenden Antworten.

Zum Spiel sagte Coach Baeck: „In der Offense wurden wir von Rupi, Björn und vor allem Grantas getragen, 89 Punkte sollte uns auch reichen. Großes Lob auch an Lars Danziger, der Rupi in der ersten Halbzeit toll entlastet hat. Dass er in der 2. Halbzeit nicht mehr kam, lag weniger an ihm, sondern an den Spielern um ihn herum, die zu wenig souverän aufgetreten sind und ich ihn da nicht reinwerfen wollte.“

Baecks Schlussstatement: „Unterm Strich bin mit dem Sieg sehr zufrieden, doch insgesamt müssen wir als Team vor allem in der Verteidigung souveräner auftreten, da waren wir schon weiter. Das ist etwas, was wir uns weiter im Training erarbeiten müssen – und ich denke das alle Spieler auch dazu bereit sind.“ Nächsten Samstag, geht es bereits um 16 Uhr gegen die TKS49ers Stahnsdorf in der ASV-Sporthalle mit dem 18. Spieltag weiter.

Viertel: 23:22, 21:17, 28:23, 17:25

Spielfilm: 15:7 (5.), 23:22 (10.), 31:28 (15.), 44:39 (20.), 57:51 (25.), 72:62 (30.), 79:73 (35.), 89:87 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 34 von 64/53%, Ballers (34/59, 58%), FW Köln 90% (9/10) zu 67% (8/12), 15:23 Assists, 25 (10 offensiv): 32 (12) Rebounds, 5:8 Steals, 17:22 Turnover.

Boxscore:  https://bit.ly/3Stn1Nc

RheinStars:  Kenan Reinhart (3 Punkte/1 Dreier), Rupert Hennen (21/3, 7 Assists), Luca Ladjyn, Bryan Battle (9, 3 Assists), Björn Rohwer (20/4, 3 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (24/2, 6 Reb., 3 Assists), Robin Straub, Lars Danziger (2), Robin Danes (6/2, 4 Reb.), Tim Lang, Duje Dujmovic (2), Von Seckendorff (2)

Foto: Gero Müller-Laschet

Mit Selbstvertrauen und Respekt nach Ibbenbüren

Die Rollen vor dem kommenden Auswärtsspiel der RheinStars in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sind klar verteilt. Die RheinStars reisen als Tabellenzweiter der Gruppe Nord nach Ibbenbüren, um dort gegen den Tabellenletzten anzutreten. Köln hat zudem am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Itzehoe seinen Rhythmus wiedergefunden und das mit einem überzeugenden 110:70 Sieg unterstrichen. Die Ademax Ballers dagegen haben in der Vorwoche ihren Trainer gewechselt, um die Kräfte im Kampf um den Klassenerhalt ein letztes Mal zu bündeln. So bietet die Samstags-Partie am 17. Spieltag in der Halle Ost zwischen den Ademax Ballers Ibbenbüren und den RheinStars Köln (19 Uhr) doch einiges an Spannung und Unwägbarkeiten.

„Durch den Trainerwechsel wird das Team vielleicht nochmal neu motiviert sein, weil sich jeder Spieler neu beweisen kann“, sagt RheinStars-Manager und Trainer Stephan Baeck. „Außerdem haben die Ballers tolle Fans. Dass wissen wir aus früheren Treffen. Es wird bestimmt eine intensive Atmosphäre, denn es werden sich auch viele von unseren Fans auf den Weg von Köln nach Ibbenbüren machen.“

Ähnlich schätzt auch der neue Ballers-Coach Naoufal Uariachi die Situation auf der Ballers-Website ein: „Gegen Köln erwarte ich ein hartes Spiel, jeder von uns muss sein Bestes zeigen. Unsere Fans werden dabei eine große Rolle spielen. Aktuell ist es wichtig, dass die Spieler ihr Selbstvertrauen wiedergewinnen“, sagt der 54 Jahre alte ehemalige Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft, der seit Anfang der Woche das Training leitet.

Mit Blick auf sein Team sagt Manager Baeck: „Es wird auch in Ibbenbüren vor allem um uns und unser eigenes Spiel gehen. Wir trainieren seit Jahresbeginn immer besser, sehr intensiv und das konnten wir dann auch in der zweiten Halbzeit gegen Itzehoe am vergangenen Sonntag wieder auf dem Feld zeigen. Wir arbeiten weiter hart unter der Woche daran, dass wir unseren Rhythmus für die zweite Saisonhälfte stabilisieren und unser Spiel verfeinern.“ Außerdem freuen sich Trainer und Mannschaft auf die Unterstützung aus Köln. Der Fanclub Flying Flönz hat einen Bus organisiert, um möglichst vielstimmig und lautstark das Team in der Halle am Nordwestende des Teutoburger Waldes unterstützen zu können.

Livestream: https://bit.ly/3SdYZo1

Liveticker:  https://bit.ly/3Stn1Nc

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Die gute Laune ist zurück

Am Ende hatte alle ihre gute Laune wieder. Die Zuschauer, die Spieler, die Trainer. Kein Wunder, setzten sich die RheinStars doch am Samstagabend vor 887 Zuschauern in der ASV Sporthalle deutlich mit 110:70 (55:42) gegen die Itzehoe Eagles durch. Nach drei teils sehr knappen Niederlagen das gewünschte, aber auch erarbeitete Erfolgserlebnis in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Für einen Abend übernahmen die Kölner damit wieder die Führung in der Gruppe Nord. Am nächsten Samstag geht es für die RheinStars beim Aufsteiger Ademax Ballers Ibbenbüren weiter – begleitet von zahlreichen Fans, die eigens einen Bus gechartert haben für das nächste NRW-Duell.

Ganz so unbeschwert wie das Ergebnis vermuten lässt, war der Anlauf zu diesem gelungenen Abend dann nicht. So waren die Coaches zwar mit dem Start ins Spiel, auf keinen Fall aber mit dem weiteren Verlauf der ersten Halbzeit einverstanden. Eine laxe Einstellung im Gefühl des sich anbahnenden Sieges, eher höflich zurückhaltende Defense und überhaupt war es eher eine uninspirierte Vorstellung in den ersten 20 Minuten. Es schien, als ob sich die Kölner damit begnügen wollten, neben dem unwiderstehlichen Björn Rohwer (88 % Trefferquote am Korb/7 von 8) nun auch Grantas Vasiliauskas (100 %/3 von 3) nach seiner Verletzung wieder im Spiel zu wissen. Was sollte schon passieren, so wie die zwei die Szenerie in Brettnähe beherrschten. So war das 55:42 zwar ok zur Pause, aber wirklich auch nicht mehr.

Das alles änderte sich sehr schnell nach der Pause, wohl auch, weil die Trainer deutlich ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hatten – und ihr Verlangen nach einem Auftritt, der dem Talent des Teams eher entsprechen würde. „Ich kann es kaum ertragen, wenn wir so weit weg von unseren eigenen Möglichkeiten spielen“, erklärte Manager und Trainer Stephan Baeck seinen zwischenzeitlichen Groll.

Die Starting Five jedenfalls räumte im zweiten Anlauf sehr schnell mit eventuellen Zweifeln auf, wer denn hier am Abend gewinnen würde. Harte, aufmerksame Verteidigung, zügige Angriffe und viel Teamspiel. Es wurde jedenfalls so sicher und unterhaltsam, dass alsbald auch die Spieler hinter den Startern ihre Zeiten und Chancen bekamen – und zur Freude vor allem der zuschauenden Starter und Zuschauer im Schlussviertel 31 Zähler beitrugen. „29 Assists und viele Ballgewinne, das ist unser Spiel“, kommentierte Baeck versöhnt. Und ergänzte: „Es ist schön, Grantas wieder dabei zu haben. Mit ihm sind wir eine komplett andere Mannschaft.“

Viertel: (29:21, 26:21, 24:13, 31:15)

Spielfilm: 15:11 (5.), 29:21 (10.), 42:34 (15.), 55:42 (20.), 65:50 (25.), 79:55 (30.), 91:61 (35.), 110:70 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 35 von 54/65%, Eagles (23/52, 44%), FW Köln 65% (28/43) zu 74% (14/19), 29:12 Assists, 33 (12 offensiv): 24 (11) Rebounds, 3:0 Blocks, 17:6 Steals, 15:30 Turnover.

Zum Boxscore: https://bit.ly/3SjsXbz 

RheinStars:  Andrej Mangold (1), Kenan Reinhart (12 Punkte/4 Dreier, 4 Assists), Rupert Hennen (7/6, 3 Assists), Steffen Haufs (7, 4 Steals), Bryan Battle (8/2, 5 Rebounds, 4 Assists), Björn Rohwer (20/1, 7 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals), Grantas Vasiliauskas (14, 3 Assists), Robin Straub (10/2, 100 % Trefferquote, 3 Steals), Robin Danes (8), Tim Lang (4/1), Duje Dujmovic (10), Von Seckendorff (9)

Foto: Gero Müller-Laschet