Unser Campus ist Teil des Olympiatraums

Zwölf DBB-Herren trainieren derzeit unter Bundestrainer Henrik Rödl im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch, darunter mit Philipp Hartwich und Lukas Wank sogar gleich zwei ehemalige RheinStars. Sein versammelter Kader stellt eine echte „Mischung“ dar und reicht von Nationalmannschafts-Kapitän Robin Benzing bis hin zu Neuling Hartwich, der erstmals bei den DBB-Herren mit dabei ist. Von Routine bis Perspektive könnte man also sagen.
Was steht in diesen Tagen für die Spieler auf dem Programm? „Wir haben in der ersten Einheit mit einem Athletik- und Fitnesstest begonnen, um festzustellen, wie wir die Spieler in dieser Woche belasten können. An den Ergebnissen orientieren wir uns jetzt, auch im Hinblick auf die kommende Woche mit dem Supercup“, so Rödl.

Etwas „überrascht“ sei er gewesen, dass die Spieler „eigentlich ganz fit“ angereist sind. „Die Situationen sind völlig unterschiedlich, das ist zum jetzigen Zeitpunkt ja auch ganz normal. Aber die Jungs haben sich persönlich doch recht gut fitgehalten. In bestimmten Trainingssituationen werden die Unterschiede deutlich, da muss man halt auch mal anhalten und jeden Spieler individuell behandeln“, erklärt der Head Coach.

Man bereite auch inhaltliche Dinge vor, physisch und spielerisch. „Jeder Spieler, der hier ist, ist Teil unseres Olympiatraumes“, stellt Rödl klar, „bis wir alle Spieler zusammen haben, die in Split mit dabei sind, wird es dauern. Wir arbeiten intensiv und gut, und daran wird sich auch nichts ändern.“

In Köln sind derzeit dabei: Justus Hollatz (Hamburg Towers), Lukas Wank (Basketball Löwen Braunschweig), Haris Hujic (BG Göttingen), Bjarne Kraushaar (JobStairs GIESSEN 46ers), Jan-Niklas Wimberg (NINERS Chemnitz), Len Adam Schoorman (FRAPORT SKYLINERS), Robin Benzing (Casademont Zaragoza/ESP), Philipp Herkenhoff (RASTA Vechta), Filip Stanic (s.Oliver Würzburg), Leon Kratzer (Telekom Baskets Bonn), Philipp Hartwich (SYNTAINICS MBC), Luc Van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig)

Quelle: DBB/RheinStars

Porcher Jimenez und Elling verabschieden sich

Im Kader der RheinStars für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sind die nächsten personellen Entscheidungen gefallen. Marco Porcher Jimenez wird sich nach nur einer Spielzeit in der kommenden Saison wieder in Richtung Regionalliga orientieren. Der wurfstarke Guard plagte sich am Ende immer wieder mit Verletzungen herum, konnte aber trotzdem 17 von 23 Spiele bestreiten. Er sorgte im Schnitt für 9.3 Punkte bei einer Treffsicherheit von 43.7% von der Dreierlinie. „Marco ist ein wirklich guter Spieler mit einem guten Charakter, ein Teamspieler, der sich immer für die Mannschaft engagiert. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er sich in aller Ruhe auskurieren wird“, sagt Manager Stephan Baeck.

Ebenfalls die RheinStars verlassen wird Assistant Coach Oliver Elling. Der junge A-Trainer verspricht sich im Programm des Bundesligisten s.Oliver Würzburg seinen nächsten Karriereschritt und wird die NBBL-Mannschaft der Süddeutschen übernehmen. „Wir wünschen Oli bei seiner neuen Aufgabe in Würzburg viel Glück und hoffen, dass er seinen Weg findet“, sagt Manager Baeck. Somit suchen die RheinStars ab sofort einen weiteren hauptamtlichen Jugendtrainer.

Fotos: Gero Müller-Laschet

 

Simon Cote kommt als Trainer und Entwickler

Die gute Nachricht zum Sonntag: Simon Cote ist ab sofort neuer Cheftrainer der RheinStars Köln. Vor einigen Tagen bereits hat der bald 50 Jahre alte US-Amerikaner seine Arbeit aufgenommen, um so nach dem Ausscheiden von Johannes Strasser einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Allerdings nicht allein auf dem Posten als Headcoach des Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Denn mit Cote, der einigen vielleicht noch aus den ProA-Duellen mit den Hanau Wild Wings geläufig ist, hat ein ausgewiesener Förderer und Entwickler von Nachwuchsprogrammen bei den Kölnern angeheuert.

„Wir haben nach mehr als nur nach einem Headcoach für unser ProB Team gesucht und dafür ist Simon genau der Mann, den wir nun an unserer Seite brauchen“, sagt Manager Stephan Baeck. Es gehe darum, den ganzen Verein mit seinen knapp 50 Mannschaften mitzunehmen und eine einheitliche Spiel-Idee, eine Philosophie für den kompletten Verein zu entwickeln, die auf die erfolgreichen Jahre mit Johannes Strasser aufsetzt. „Alle Trainer auf eine Linie zu bringen, eine enge Verzahnung der Leistungsmannschaften bis zur JBBL und NBBL und die Weiterentwicklung der eigenen Talente bis hin zum Profiteam zu ermöglichen, ist eine unserer Hauptaufgaben der nächsten Jahre.“

Zwar können die RheinStars noch nicht nach höheren Ligen greifen, aber sie können dafür die Grundlagen schaffen. Mit dem „Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch“ und mit dem anstehenden Ausbau der Müngersdorfer Radrennbahn in ein Bahnradsportzentrum mit einer mindestens ProA-tauglichen Zuschauerausstattung für Basketball, entstehen aktuell Möglichkeiten zur sportlichen Entwicklung auf allen Ebenen, die es so noch nicht gab in Köln. Diese Chancen müssen in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden bzw. vor allem mit einer funktionierenden Organisation, die eine Weiterentwicklung und Perspektive für das Erreichen der langfristigen Ziele erlaubt.

Cotes Visitenkarte in Deutschland ist dabei vor allem seine Erfahrung mit dem Aufbau der Basketball Academy in Frankfurt, die er als Assistant Coach maßgeblich inhaltlich mit entwickelte. Bis heute profitieren die Hessen von zu Beginn der 2000er Jahre entwickelten Grundlagen. „Die Voraussetzungen in Köln sind erstklassig, das Jugendprogramm entwickelt sich und alle hier haben ehrgeizige Ziele, die Organisation besser zu machen“, nennt Cote als Hauptgrund für seine Zusage. „Und ich bin voller Energie, die hier entstandene Dynamik auf- und auszubauen.“

Auf die Idee, Cote nach Köln zu lotsen, kam Assistant Coach Katharina Arnold, die den US-Amerikaner aus gemeinsamen Zeiten im US-amerikanischen Basketball kennt. Beide haben dort bereits zusammengearbeitet. „Eigentlich wollte ich ja Katharina vor Jahren als Assistant Coach nach Hanau holen“, erinnert sich Cote, „nun war es praktisch umgekehrt. Wenn ich darüber nachdenke, sind meine Jobs immer zu mir gekommen – und ich habe dann begeistert zugesagt, weil mich neue Erfahrungen und Situationen faszinieren.“

Wie der Schauspieler Steve Carell stammt Cote aus den knapp 17.000 Einwohner zählenden Ort Concord im US-Bundestaat Massachusetts und wird wie Carell bei Wikipedia unter den bekannten Söhnen und Töchtern der Stadt aufgeführt.  Cotes Aufgeschlossenheit und Neugier zog den späteren International Scout der Denver Nuggets von 2002 bis 2006 aus Dallas zu den Opel Skyliners Frankfurt, weil ihn Europa reizte. 2008 kehrte er als Coach der Gießen 46ers nach zwei Jahren NBA-Nachwuchsscouting an die Seitenlinie zurück. Von 2010 bis 2013 verschlug es ihn dank einer interessanten Offerte nach China zu den Shanghai Sharks und schließlich übernahm er die Hanau White Wings 2015. In vier Jahren ProA führte er Hanau sogar bis in die Playoffs, konnte jedoch den Abstieg 2019 nicht verhindern. Im November schließlich trennten sich dort die Wege, obwohl das Team sich im Mittelfeld der Liga etabliert hatte.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Simon“, sagt Katharina Arnold. „Ich glaube, er ist in der aktuellen Phase der perfekte Coach für uns. Gerade wenn es darum geht, das komplette Programm mit aufzubauen. Er bringt Ideen ein, die in Deutschland noch nicht so verbreitet sind. Was das Recruiting anbelangt, nicht nur für Profi- sondern auch für Jugendspieler. Was das gesamte Programm angeht, auf und abseits des Felds. Das wird eine spannende und gute Saison. Gerade, weil er einen ganzheitlichen Ansatz hat. Davon können alle viel mitnehmen für die Zukunft.“

Headcoach Simon Cote
geb. 17. August 1971 in Concord/Massachusetts

Masterabschluss in Sportadministration und Bachelor-Abschlüsse in Sportpsychologie und Motorischem Verhalten

Stationen als Trainer

2021                RheinStars Köln – Headcoach (ProB)

2015 – 2019    Hanau White Wings – Headcoach (ProA/ProB)

2010 – 2013    Shanghai Sharks – Head Assistant Coach (CBL)

2008- 2009     Gießen 46ers – Headcoach (BBL)

2006 – 2008    Denver Nuggets – International Scout (NBA)

2002 – 2006    Opel Skyliners Frankfurt – Assistant Coach (BBL)

1998 – 2002    Southern Methodist University, Dallas – Assistant Coach (NCAA)

1997 – 1998    University of Tennessee, Knoxville – Video Coordinator (NCAA)

Foto: RheinStars Köln

JJ Strasser – Ein Abschied für einen neuen Anfang

Eigentlich war er im Basketball schon alles – außer vielleicht geneigter Zuschauer oder Fan. Aber nun könnte es was werden, denn Johannes Strasser zieht sich mit dieser Saison erst einmal aus dem Basketball zurück. Nach reiflichen Überlegungen und einer intensiven Saison hat er sich gegen seinen Lieblingssport entschieden – und für seine Familie und den Weg in eine andere berufliche Welt. So wird aus dem ehemaligen Nationalspieler, aktuellen Trainer der RheinStars Köln nun mit fast 39 Lebensjahren der Grundschullehrer Johannes Strasser.

„Es ist eine Entscheidung, die sich lange entwickelt hat. Mit meiner Vergangenheit im Kölner Basketball, Anfang 2000 als Spieler. Und dann, mit dem Start der RheinStars, waren es ja bis heute nochmal acht Jahre. Wir haben in diesem spannenden Projekt viel erlebt, angestoßen und jetzt Grundlagen geschaffen für die kommenden Jahre“, sagt JJ rückblickend. „Aber ich habe jetzt die Chance, den Schritt ins Lehrerdasein zu gehen. Diese Möglichkeit wollte und musste ich auf jeden Fall ergreifen. Die Doppelbelastung in der vergangenen Saison war einfach zu hoch für mich, für alle.“

Vollzeitstelle an der Schule, die mitlaufende pädagogische Ausbildung für den ehemaligen Sport-Studenten. Der Trainingsbetrieb in der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProB, die junge Familie. Am Ende zu viel für zwei Schultern. „Deshalb musste ich mich für eine Sache entscheiden. Ich kenne den Basketballrhythmus, aber jetzt die Abende einfach mal mit meiner Familie verbringen können und die Wochenenden zu Hause zu sein, das wollte ich wahrnehmen. Ich sehne mich nach einem anderen Lebensrhythmus.“

Die RheinStars jedenfalls lassen „JJ“ nur sehr ungern in sein neues Leben ziehen. „JJ ist und bleibt ein Teil von uns. Immer dort, wo er sich intensiv einbringen konnte, hat er sehr erfolgreich gearbeitet. Als Spieler, als Leiter Schul-Entwicklung, als Assistant Coach und zuletzt als Cheftrainer“, sagt Manager Stephan Baeck. Gemeinsam mit seinen Assistant Coaches Katharina Arnold und Oli Elling hat er den RheinStars nach dem Abstieg aus der ProB eine Spielidee zurückgegeben und einen guten Geist. Viele Stunden haben die drei in der Regionalliga-Saison Basketball diskutiert, analysiert und höchst attraktiv spielen lassen.

Doch mit dem Aufstieg in die ProB kam gleichzeitig die Chance auf eine Vollzeitstelle – und die Pandemie zurück. „Wir verstehen uns alle und dir drei haben das mit aller Routine hinbekommen. Aber letztlich kann ich JJ verstehen, wenn er nun die Entscheidung so trifft“, sagt Manager Baeck. Und Strasser fügt noch hinzu: „Schade, dass wir letztes Jahr so viele verletzte Spieler hatten. Wären wir einigermaßen gesund durch die Saison gekommen, so wären wir mit den Jungs und unserer Spielidee unter den ersten vier gelandet”

Bei den RheinStars wissen sie auch, dass sie sich nun zwar erst einmal verabschieden müssen, aber vielleicht ja nicht für immer und ewig. Schon einmal ist JJ nach einer Weltreise zurückgekommen zum Basketball und den RheinStars – und so ganz traut er sich wohl selbst nicht.  „Ob das jetzt für immer ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ich werde jetzt erstmal komplett als Lehrer arbeiten. Dann schauen wir, wohin da die Reise geht. Ich werde den Basketball weiterverfolgen und auch in Kontakt mit allen bleiben. Wir schauen, wie sich das alles entwickelt.“ Und dann muss er lachen: „Unser Sohn Bene wird sicher auch irgendwann Basketball spielen wollen. Deswegen werde ich da nicht so weit weg sein.“

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars drücken Trainingsgästen die Daumen

Große Freude herrscht bei den RheinStars derzeit. Mit dem zweimaligen Euroleague-Champion FC Barcelona hat sich eine der ersten Adressen des europäischen Basketballs bei den Kölnern zusätzliche Trainingseinheiten gesichert. Zur Vorbereitung auf das Final-Four der Turkish Airlines Euroleague trainierten die Spieler des 18maligen spanischen Meisters am Mittwoch und Donnerstag im neuen Basketball Campus Köln. Freitag geht es dann im zweiten Halbfinale (21 Uhr/live und kostenfrei auf magentasport.de) in der LANXESS arena  gege AX Exchange Armani Mailand. Natürlich drücken die Kölner der ehemaligen Mannschaft von Meistertrainer Svetislav Pesic die Daumen. Denn bei einem Sieg schauen die Spanier nochmal im Campus vorbei zur Vorbereitung auf den Sonntag.

Fotocollage: Instagram-Account FC Barcelona I RheinStars Köln

 

Kölner freuen sich auf Tibor Pleiss und das Final-Four

Nicht nur aus rein sportlicher Sicht freuen sich Kölns Basketballer auf das kommende Wochenende und die Spiele im Final-Four der Turkish Airlines Euroleague. Denn mit Tibor Pleiss ist sogar einer aus der eigenen Stadt und der eigenen Jugendarbeit mit von der Partie. Im Trikot von Anadolu Efes istanbul. In Bergisch-Gladbach geboren, in Dellbrück aufgewachsen, die ersten Schritte beim MTV Köln. Dann zu RheinEnergie, dass später seinen Namen in Köln 99ers veränderte und inzwischen in den RheinStars aufgegangen ist. NBBL, Bundesliga-Debüt, erster Titel als Jungspund 2007. Pokalsieg mit knapp 18 Jahren. Schließlich der Wechsel nach Bamberg. Der Weg führte den gut 2,20m langen Center zu zahlreichen Titeln und bis in die NBA und in die Euroleague. Und die Reise ist für den 105maligen Nationalspieler mit nun über 30 Jahren noch nicht zu Ende. „Wir sind alle sehr stolz auf ihn und seine tolle Karriere“, sagt Manager Stephan Baeck. Familie Pleiss unterstützt bis heute die RheinStars-Jugend und verfolgt regelmäßig Spiele der ersten Mannschaft.

Nach seiner ersten Final Four-Teilnahme im Jahr 2019, bekommen Tibor Pleiss und Anadolu Efes Istanbul in dieser Saison nun eine weitere Chance, sich erstmals die Krone im europäischen Vereinsbasketball aufzusetzen. Gegen den russischen Meister CSKA Moskau, mit dem Deutschen Johannes Voigtmann, kommt es im ersten Halbfinale am Freitag, 18 Uhr zur Neuauflage des Finales von 2019. Das zweite Halbfinale spielen der FC Barcelona und AX Armani Exchange Mailand (Freitag, 21 Uhr). Leider findet dieses prestigeträchtige Turnier in der Kölner Lanxess Arena ohne Zuschauer statt, dafür sind alle Spiele live und frei unter magentasport.de zu sehen.

„Natürlich ist es etwas Besonderes so ein Finale in seiner Heimatstadt spielen zu können. Letztes Jahr waren wir schon auf dem Weg dahin und dann wurde die Saison leider abgebrochen. Dieses Jahr haben wir erneut die Chance. Wir werden versuchen den Schwung der letzten Spiele mitzunehmen und ins Finale einzuziehen“, sagt der 31-jährige, der im 5. Spiel im Viertelfinale gegen Real Madrid einen großen Anteil zum entscheidenden Sieg hatte. Fünf Punkte steuerte Pleiss in den letzten zehn Minuten der spannenden Partie bei. Am Ende gewann das Team aus Istanbul 88:83 und qualifizierte sich für das Turnier in der Domstadt.

Anadolu Efes Istanbul hat die Regular Saison auf Platz 3 abgeschlossen, CSKA wurde Zweiter. „Sicherlich ist CSKA eine herausragende Mannschaft, aber wir haben sie bereits besiegen können und müssen uns einfach nur auf unsere Stärken fokussieren. In diesem Jahr gibt es keinen wirklichen Favoriten, alles ist möglich.“

Der Weg nach Köln war für Anadolu Efes Istanbul sehr schwer, denn das Team von Coach Ergin Ataman startete schlecht in die Saison und verlor die Playoffränge schnell aus den Augen. Im Laufe der Saison wurden die Leistungen besser. Eine Siegesserie von Weihnachten bis in den April hinein sorgte für Entspannung und der türkische Meister fand sich im oberen Tabellendrittel der Euroleague wieder.

Tibor Pleiss dazu: „Die Pandemie hat auch bei uns für viel Unruhe gesorgt. Spieler fehlten, waren verletzungsanfälliger und damit war es nicht leicht, unseren Rhythmus zu finden. Gegen Ende der Saison wurde es zum Glück besser und jetzt sind wir in Topform. Ich freue mich riesig auf das Finale zu Hause in Köln und wir werden alles geben, damit wir dieses Jahr den Pokal in die Höhe stemmen können.“

Mehr zu Tibors Karriere findet ihr auf der Euroloeague-Seite hier

Quelle: RheinStars/Tibor Pleiss Office

Tibor Pleiss überragt alle.. Foto: Turkish Airlines Euroleague

Two Two Golson bleibt ein RheinStar

Spielmacher „TwoTwo“ Vincent Golson geht mit den RheinStars auch in die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Ich freue mich sehr, dass TwoTwo mit uns in die dritte Spielzeit gehen wird und weiter unser Spiel prägt. Er hat sich in der letzten Saison nochmals stark entwickelt und war einer der besten, wenn nicht der beste Spieler in unserer Liga“, sagt Manager Stephan Baeck. „Außerdem ist TwoTwo ist bei allen beliebt, beim Team, im Office, bei den Fans. Und unsere jungen Talente, mit denen er bereits jetzt nach der Saison im Campus zusammen trainiert hat, profitieren unheimlich von ihm und seinen Tipps.“

„Es gibt viele Gründe, warum ich gerne hier bin und verlängert habe“, sagt Vincent Golson. „Wobei meine Beziehung zum Verein ziemlich einfach ist: Ich mag mein Team, ich mag meine Leben hier, ich mag die Stadt, die Leute im Club und unsere Fans – und ich mag das alles zusammen.“ Wie wichtig Golson dabei für die Stabilität der Mannschaft war, zeigte sich gerade in der Phase, als er verletzt fehlte. Trotz der langfristigen Ausfälle von Viktor Frankl-Maus und Tibor Taras standen die RheinStars bis zu seinem Ausscheiden noch bei 8:7-Siegen in der vergangenen Saison. Doch beim 94:82-Coup beim späteren Aufsteiger VfL Sparkassen Stars Bochum verletzte sich der Spielmacher am Syndesmoseband und fehlte bis zum Saisonende. Es gelang nur noch ein Sieg in den letzten sieben Spielen, die Kölner rutschten aus den Playoffs.

Mittlerweile ist der 27 Jahre alte US-Amerikaner wieder absolut fit. „Mein Körper ist wieder da, wo ich mitten in der Saison aufgehört habe. Ich hatte einige Trainingseinheiten und fühle meine Verletzung überhaupt nicht mehr. Das ist ein gutes Zeichen. Deshalb gehe ich positiv in den Sommer. Für mich ist das die wichtigste Zeit im Jahr, um an sich zu arbeiten und auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Dabei steht in diesem Sommer vor allem die Entwicklung meines Jump shot und meiner Abschlüsse am Korb im Mittelpunkt.“

Vincent Golson, Point Guard
geb. 12. Februar 1994
Größe: 1,74 m, 83 kg.

Stationen:
seit 2019 – RheinStars Köln
2015 – 2017 Toros Dominguez Hills (CCAA)
2013 – 2015 San Francisco City College
bis 2013 Skyline High School, Oakland

Saison 2020/2021 – RheinStars
15 Spiele, 30.17 Min pro Spiel, 17.5 Punkte, 53.5 % 2er, 34,5% 3er, 85.2 % Freiwürfe, 7.6 Assists, 3.5 Rebound, Eff. 19.3

Foto: Gero Müller-Laschet

Schafft es Tibor Pleiß mit Efes Istanbul ins Kölner Final4 ?

Wer fährt nach Köln? Die Entscheidung um den Einzug ins Final4 der Turkish Airlines EuroLeague. Ende Mai treffen sich die besten vier Teams Europas in der Lanxess Arena. Zwischen Köln und den acht für die Playoffs qualifizierten Klubs steht jetzt noch das Viertelfinale. Die Serie „best of five“ beginnt am kommenden Montag. Anadolu Efes Istanbul trifft mit dem kölschen Center Tibor Pleiß auf Real Madrid, Bayern München auf AX ARMANI EXCHANCE Milan. Die weiteren Partien: FC Barcelona vs. Zenit Petersburg, Titelverteidiger ZSKA Moskau vs. Fenerbahce Beko Istanbul.

Live im Stream verfolgt werden können die Spiele auf Magentasport (mtl. kündbar ab 16,95 Euro) oder auf euroleague.tv (mtl. kündbar ab 14,99 Euro)

Zur Euroleague kommt ihr hier

RheinStars gehen mit Anstand aus der Saison

Alle Spiele gespielt, Klasse souverän gehalten. Saison trotz Corona komplett zu Ende gebracht. Natürlich wäre bei den RheinStars zwischenzeitlich mehr möglich gewesen als Platz neun. Doch als dann am Sonntag gegen 18 Uhr die Saison für den Aufsteiger in der Nord-Gruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB endlich ausgelaufen war, hielt sich das Bedauern in Grenzen. Mit 66:85 (28:41) unterlagen die Kölner beim SC Rist Wedel. In den nun anbrechenden langen Frühling und Sommer können die RheinStars die Hoffnung mitnehmen auf eine Spielzeit 21/22 mit Zuschauern, weniger Verletzungen und mehr Möglichkeiten, die etablierten Teams zu ärgern.

“Eine schwere Saison geht zu Ende”, sagt Headcoach Johannes Strasser. “Heute hatten wir nicht genug Energie und Fokus, um hier in Wedel zu bestehen. Ich habe aber auch die Möglichkeit genutzt, viel zu wechseln und allen genug Spielanteile zu geben.” Nimmt man die beiden Spiele gegen Wedel als Maßstab, dann fand die Spielzeit der RheinStars irgendwo zwischen dem 98:67-Hinspielsieg im November und der 19 Punkte-Niederlage am ersten Frühlingssonntag statt. Beim ersten Aufeinandertreffen waren die Kölner nahezu komplett angetreten. Im Rückspiel fehlte zwar wieder Marco Porcher Jimenez. Diesmal aber mit Vincent Golson, Viktor-Frankl-Maus, Tibor Taras und Andrej Mangold ein Guard-Quartett, das jeden Trainer in der ProB zufrieden stellen würde. Mindestens.

Da die Qualität des Quartetts allerdings seit Wochen bzw. Monaten schon fehlte, war das Verpassen der Playoffs im Rückblick keine wirkliche Überraschung. So bleiben Erinnerungen wie der gewonnene direkte Vergleich gegen den dominanten Tabellenführer VfL SparkassenStars Bochum, der Erfolg über den Zweiten WWU Baskets Münster sowie einige weitere gute Spiele und die Gewissheit, dass man in der ProB mithalten kann. Und obwohl die RheinStars wirklich überhaupt nix mehr erreichen konnten, fuhren sie zum Abschluss vor die Tore Hamburgs und verabschiedeten sich zumindest mit Anstand und einem trotz der Niederlage gewonnenen direkten Vergleich gegen den SC Rist Wedel.

Von Viertel zu Viertel – 1. Viertel 13:19
Die RheinStars starten zum Saisonabschluss mal komplett anders – und zwar mit Joe Koschade, Muhammed Yildiz, Karl Dia, Max Dohmen und Yannik Kneesch. Bei den Hausherren wird mit Jürgen Rich deren bester Spieler in dieser Saison Richtung Kooperationspartner Hamburg Towers und erste Liga verabschiedet. Die RheinStars spielen seriös, allerdings ohne den letzten Punch. Wie das so ist mitunter nach 400 Kilometern Anfahrt am Vormittag und frei von allen sportlichen Zielen. Nach dem ersten Viertel haben alle Kölner Akteure schon mal das Feld betreten – bis auf Roni Sijarina. Die sechs Punkte Rückstand erklären sich mit einer desaströsen Feldwurf-Quote von 20 Prozent.   

2. Viertel – 15:22
Sijarina kommt dann auch recht zügig. Und wenn sich die RheinStars im Angriff nicht eher selbst im Wege stehen würden, könnte es sogar ein siegreicher Abschluss der Saison werden. Die Kölner verteidigen ihre jungen Gegner ordentlich, haben die Sache eigentlich im Griff und liegen trotzdem bald mit 19:30, zur Halbzeit mit 28:41 hinten. Warum? Aus dem Spiel trifft eigentlich nur Max Dohmen (13 Zähler, später mit 15 Topscorer). Insgesamt liegt die Quote aus dem Feld bei 27 Prozent. Zweitbester Punktesammler ist Yannik Kneesch mit 10, davon sechs von der Freiwurflinie. Ansonsten sind die Statistiken nahezu ausgeglichen bei Rebounds, Steals und Ballverlusten. Ausnahme neben der Wurfqoute: die Norddeutschen stehen bei neun Assists, Köln bei vier. 

3. Viertel – 22:27
Die RheinStars kommen verbessert aus der Kabine, bleiben im Grunde aber weiterhin klar unter ihren Möglichkeiten – und damit ein gern gesehener Gast. 21 Prozentpunkte beträgt der Unterschied bei der Feldwurfquote (34% zu 55%). Alles andere bleibt statistisch ähnlich. So ist es kein Wunder, dass der Rückstand zwar erstmal verkürzt wird (42:50/25.), dann aber kontinuierlich wächst auf 18 Punkte nach 30 Minuten.

4. Viertel – 16:17
Nee, heute wird das nix mehr. Die zu Beginn noch recht existente Luft ist raus bei den RheinStars. Die sogenannte Garbage Time bricht an. Während sich Köln dem Saisonende entgegen sehnt, der Headcoach den jungen Spielern das Feld überlässt, nutzen die Hausherren die Gunst der Stunde. Sie verschaffen sich einen erfolgreichen Abschied aus der Saison mit dem Sprung auf den zehnten Tabellenplatz.

Viertel: 13:19, 15:22, 22:27, 16:17

Spielfilm:  7:9 (5.), 13:19 (10.), 22:30 (15.), 28:41 (20.), 42:50 (25.), 50:68 (30.), 58:79 (35.), 66:85 (40.) 

Teamstats: Köln 47% zu Wedel 63% (2er), 25%:33% (3er), 58:50 Würfe aus dem Feld, 17/27 zu 27/40 Freiwürfe, 12:14 Assists, 35:34 Rebounds (14:7 Offense), Ballverluste 21:15, Steals 7:14, Teamfouls 29:23.

RheinStars:  Yannick Kneesch (14, 6 Rebounds), Roni Sijarina, Moritz Knobloch, Thomas Michel (2), Florian Wendeler (3), Muhammed Yildiz (2), Karl Dia (8), Joe Koschade 4 Assists/6 Rebounds), Bruno Albrecht (11/2 Dreier), Bene van Laack (11/3, 4 Assists), Max Dohmen (15/2).

Die komplette Statistik gibt es hier

Topscorer Max Dohmen. Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Wir können die Saison mit einem Sieg abschließen”

Einmal noch, dann ist es vorbei. Dann ist die erste Saison der RheinStars in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach der Rückkehr aus der Regionalliga Geschichte. Vor den Toren Hamburgs endet damit beim SC Rist Wedel am Sonntag (16 Uhr im Livestream) eine höchst ungewöhnliche Spielzeit. Gerne hätten die Kölner ihren Weg in der Playoff-Runde fortgesetzt. Aber die Leistungen zuletzt reichten nicht mehr zur Qualifikation – und so werden die RheinStars die Saison 20/21 auf Platz neun beenden. Egal, wie es ausgeht am Wochenende. So ist es ein Spiel, dass einfach nur gespielt werden muss. Der Vollständigkeit halber.

Aufgrund der pandemischen Lage in Deutschland und der sportlichen Situation in der ProB, dass kein Verein absteigen muss, hätten die Kölner auch gerne auf die Reise in den Norden zum aktuellen Tabellenvorletzten verzichtet. Andererseits sieht Headcoach Johannes Strasser zumindest einen positiven Aspekt. „Wir haben die Chance, unsere Saison mit einem Sieg abzuschließen.“ Aufgrund der vielen Ausfälle ist diese Erfolgs-Möglichkeit sicherlich höher einzustufen als ein ähnliches Unterfangen in den Playoffs. „Wir werden uns jetzt nochmal seriös auf den Gegner vorbereiten und dann versuchen, den Sieg zu holen.“ Damit hätten die RheinStars dann tatsächlich genau doppelt so viele Erfolge eingefahren in der Hauptrunde wie beim Abstieg aus der ProB vor zwei Jahren, nämlich zehn.

Im Hinspiel konnten sich die Kölner in ihrem dritten Saisonauftritt gegen den Kooperationspartner des Erstligisten Hamburg Towers mit 98:67 behaupten. Es fehlte zwar Marco Porcher Jimenez, dafür aber mischten Andrej Mangold (12 Punkte), Vincent Golson (11), Tibor Taras (18) und Viktor Frankl-Maus (12) entscheidend mit. Frankl-Maus verletzte sich in diesem Spiel am 21. November und fehlt seitdem. Alle anderen vorgenannten werden ebenfalls in Wedel nicht dabei sein können.

Aber auch die Gastgeber werden nicht in ihrer besten Saison-Besetzung auflaufen. So hat der ehemalige Kölner Tucker Haymond, den der SC Rist just zum Zeitpunkt des Hinspiels verpflichten, aber noch nicht einsetzen konnte, die Norddeutschen bereits wieder verlassen. Kurz nach dem Beschluss der Nichtabstiegsregelung durch die Liga verabschiedete sich der US-Amerikaner Richtung Tschechiens erste Liga. Herausragender Leistungsträger von Wedel bleibt damit Osaro Jürgen Rich, der regelmäßig auch im Towers-Kader in der easyCredit-Bundesliga auftaucht und dort seine Minuten erhält. Mit Justus Hollatz hat sich eine weiterer ursprüngliche Stammkraft der Hausherren nicht nur in der Erstliga-Mannschaft festgespielt, er hat Anfang Februar sogar sein erstes Länderspiel in der A-Nationalmannschaft bestritten.

Zum Livestream geht es hier

Viktor Frankl-Maus Foto: Gero Müller-Laschet