„Wir werden eine andere Leistung zeigen“

Zwei schwere Begegnungen stehen für die RheinStars am ersten Doppelspieltag der Rückrunde im Saisonplan. Am Freitag gastieren die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten Artland Dragons im niedersächsischen Quakenbrück. Tippoff ist um 19.30 Uhr. Zwei Tage später kommen die Uni Baskets Münster in die Motorworld. Tippoff gegen den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist dann um 17 Uhr.  „Vor uns liegen herausfordernde Aufgaben“, sagt Geschäftsführer Stephan Baeck. „Die Dragons spielen bisher ein starke Saison und sind mit den eigenen Fans im Rücken sehr schwer zu spielen. Münster hat gerade nachverpflichtet und versucht in jedem noch verbleibenden Spiel alles für den Ligaverbleib zu tun, was möglich ist.“

Zwar bereiten sich die RheinStars intensiv auf das kommende Wochenende vor, doch Anfang der Woche gab es bei den Kölnern nach der 88:89-Niederlage gegen die Paderborn Baskets noch einiges aufzuarbeiten. „Wobei die Trainer und mich besonders die Art und Weise der Niederlage ärgert“, sagt Baeck. „Obwohl einige unserer sonst sehr beständig agierenden Spieler nicht gut gespielt haben, wäre es mit ein bisschen mehr Fokus auf die Aufgabe sehr gut möglich gewesen, zu gewinnen. Aber wir haben einfach zu viele Chancen leichtfertig weggeworfen.“ Headcoach Zoran Kukic sagt: „Wir sprechen mit den Spielern, wir arbeiten mit den Spielern und wir werden mit allen zusammen am Wochenende eine andere Leistung zeigen, das sind wir uns, aber vor allem auch unseren Fans und Zuschauern schuldig.“

Gegen die besten Spieler der Liga am Freitag 

Dabei ist die Aufgabe rein sportlich betrachtet am Freitag wahrscheinlich sogar einfacher in der Ausgangslage. Als Saison-Premierengast in der Motorworld setzen sich die Dragons Anfang Oktober 84:72 beim Aufsteiger durch. Dabei führten die RheinStars in der 35. Spielminute noch 70:67, bevor sie einen 0:17-Lauf kassierten. Allein11 Punkte steuerte einer der beiden Dragons-Topscorer Benjamin Burnham bei. Amir Hinton ist der andere.  Die beiden Forwards kommen zusammen im Schnitt auf fast 40 Punkte pro Spiel. Hinton auf 20.1, Burnham auf 19.1. Kein weiterer Spieler im Kader von Trainer Hendrik Gruhn punktet ansonsten zweistellig im Schnitt.

„Burnham und Adam Hinton sind wahrscheinlich die besten Spieler in der ProA in dieser Saison. Die zwei müssen wir stoppen“, sagt Assistant Coach Oliver Elling mit Blick auf den Tabellenfünften, der bei 13:7-Erfolgen steht. „Das wird zwar schwer genug, aber natürlich fahren wir nach Quakenbrück, um dort etwas zu holen.“ Die Dragons selbst unterlagen zuletzt etwas überraschend in Bochum bei den VfL Sparkassenstars 75:90; werden also ähnlich wie die RheinStars auf Wiedergutmachung brennen.

Lage der Liga

Im Kampf um die besten Plätze vor den beiden Abstiegsrängen hat sich das Feld durch die Heimniederlage der Kölner gegen die Paderborn Baskets wieder erweitert. Nach dem 20. Spieltag beginnt die unangenehme Zone bei Platz 11 mit den Karlsruhe Lions. Ebenso wie Paderborn und Köln direkt dahinter weisen sie acht Saisonerfolge aus. Bei sieben Erfolgen stehen die seit sieben Spielen sieglosen Tigers Tübingen sowie der BBC Bayreuth. Auf den Rängen 16, 17 und 18 liegen Münster, die Bayer Giants Leverkusen und die SBB Baskets Wolmirstedt als aktuelles Schlusslicht bei fünf Erfolgen. Weiterhin führen Phoenix Hagen (17:3 Siege), BG Göttingen (16:4) und die Hakro Merlins Crailsheim (15:5) das Tableau an.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars ärgern sich über verpasste Chance

Eine große Siegchance auf dem Weg zum Klassenerhalt haben die RheinStars zu Beginn des Februars liegen gelassen. Mit 88:89 (41:44) unterlagen die Kölner ihrem Mitaufsteiger Paderborn Baskets am frühen Sonntagabend zum 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. In einer jederzeit engen und spannenden Partie vor 1.424 Zuschauern in der Motorworld ärgerten sich die RheinStars allesamt über einen gebrauchten Tag vom Team und ein Ergebnis, das so nicht hätte passieren müssen. „Ich war selbst Spieler und weiß, dass Kritik nach einer schlechten Leistung nicht immer einfach zu verdauen ist, aber unseren Auftritt und unseren Focus und Engagement war der Bedeutung dieses Spieles überhaupt nicht angemessen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Baeck weiter: „Wir hätten einen großen Schritt für das Erreichen unserer Ziele machen können und um diese zu erreichen, brauchen wir immer eine geschlossene Leistung und dann vor allem Siege gegen die Teams, die mit uns um die Liga kämpfen. Wir haben überhaupt keinen Anlass nach oben in der Tabelle zu schauen. In Magdeburg am Freitag vergangener Woche hat uns am Ende des Spiels genau diese Geschlossenheit und Willen ausgezeichnet das Spiel für uns zu entscheiden. Heute haben wird das nicht aufs Parkett bekommen. Sehr ärgerlich für alle.“ Kommenden Freitag geht es bei den Artland Dragons weiter, bevor dann am nächsten Sonntag an gleicher Stelle die Uni Baskets Münster zum nächsten Kellerduell in der Motorworld gastieren.

Dabei war den Kölnern diesmal sogar ein passabler Start in die Partie gelungen, der Weg führte dabei vor allem über den gut aufgelegten Björn Rohwer, der von seinen Mitspielern immer wieder in Szene gesetzt wurde, brachte die Gäste ein ums andere Mal in Verlegenheit. Auch schienen die Hausherren anders als beim 69:87 im Hinspiel diesmal insgesamt das talentiertere Team auf dem Feld sein zu können. Allerdings muss sich das dann auch in Zählbares umsetzen lassen, und genau den Nachweis konnte die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic an diesem Sonntag nicht liefern. Immer wieder blieben Chancen unterm Korb ungenutzt, freie Dreier wurden teilweise fahrlässig verworfen. Die Paderborner hingegen nutzen ihre Möglichkeiten besser. „Wir können nur gewinnen, wenn sich alle einbringen und wir nicht zu viele Ausfälle haben“, sagte Zoran Kukic. „Heute haben wir zu viele Spieler gehabt, die ihre Leistung nicht abrufen konnten. Wir werden das besprechen.“

Neuzugang Kenny Baptiste mit ersten Double-Double 

Und so blieb die Partie immer eng, was den Zuschauern immerhin einen spannenden Abend bescherte. Ende des dritten Viertels gelingt den Gästen ein 7:0-Lauf zum 59:66, den die RheinStars im letzten Viertel mit einem 12:0-Lauf ihrerseits kontern bis zur 33. Minute. Die Partie wogt nun hin und her, wobei Kölner mit einem Dreier von Cedric Russell auf 74:68 (34.) erhöhen und nun drauf und dran sind, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Aber sie lassen in der nächsten anderthalb Minuten sechs Chancen auf weitere Punkte aus in einer Phase, in der die Baskets nur dreimal zum Kölner Korb kommen, daraus aber drei Punkte machen – und mit der vierten Aktion schließlich wieder andocken können bei 74:73 (36.).

Schön und von besonderer Güte ist das Spiel in der Endphase sicher nicht mehr, aber mitreißend spannend. Übers gesamte Spiel hinweg wechselt die Führung 13mal, sieben Mal steht es Remis. 47 Sekunden vor Schluss liegen die Kölner vorne (82:81), doch die Baskets sammeln Punkt um Punkt. Bei 84:87 und sechs Sekunden verbleibender Zeit steht Haris Hujic für drei Freiwürfe an der Linie, verwandelt aber nur zwei davon. 86:87. Köln gelingt ein schnelles Foul, doch Kevin Osawe trifft beide Freiwürfe. 86:89. Auszeit Köln, noch 5 Sekunden. Einwurf RheinStars. Die versuchen, Cedric Russell in Schussposition für einen Dreier zu bringen, doch der Ball kommt zu Mike Miller, der nicht richtig zum Wurf kommt. Letztendlich findet der Ball über Neuzugang Kenny Baptiste (13 Punkte, 13 Rebounds) den Weg durchs Netz. 88:89. Das Spiel ist aus. Jubel im stark besetzten Paderborner Fanblock, lange Gesichter bei den RheinStars und ihren Anhängern. Chance vertan.

Viertel:  28:26, 13:18, 21:22, 26:23

Spielfilm: 14:13 (5.), 28:26 (10.), 35:34 (15.), 41:44 (20.), 52:54 (25.), 62:66 (30.), 74:71 (35.), 88:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 31 von 66/47%, Baskets (30/61, 49%), FW Köln 86% (19/22) zu 89% (24/27), 12:12 Assists, 35 (12 offensiv): 32 (9) Rebounds, 21:19 Fouls, 5:8 Steals, 0:3 Blocks, 13:10 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (24 Punkte/3 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds), Zac Watson, Jasper Günther (2, 2Reb), Maxi Begue (2 Ass.), Haris Hujic (2, 1 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (3), Björn Rohwer (19, 8 Reb), Justin Onyejiaka (7/1), Mike Miller (14/2, 2 Ass, 5 Reb.), Hall B. Elisias (4, 2 Reb.), Kenny Baptiste (13/1, 13 Reb.)

Kenny Baptiste – Foto: Gero Müller-Laschet

Rupi Hennen wechselt innerhalb der RheinStars

Rupert Hennen schließt sich ab sofort der zweiten Mannschaft der RheinStars an und wird mithelfen, den Aufstieg in die erste Regionalliga zu realisieren. Der Sportstudent verlässt das ProA-Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als Kapitän und wird beim aktuellen Tabellenführer der 2. Regionalliga auf viele ehemalige Mitspieler und Freunde treffen. „Wir freuen uns sehr, dass Rupi sich an einer für die Gesamtentwicklung des Vereins wichtigen Stelle weiter einbringen möchte“, führen die Geschäftsführer Stephan Baeck und Tibor Taras aus.  Zuletzt hatte der ProB-MVP der Saison 2023/2024 immer weniger Spielzeit im Team von Headcoach Zoran Kukic erhalten, so dass sich der Wechsel innerhalb der RheinStars als aktuell bestmögliche Situation für alle Beteiligten anbot.

Hennen bestritt in ProB und ProA seit 2022 in nun vier Spielzeiten insgesamt 105 Partien für die RheinStars. Er erzielte 1.592 Punkte und spielte 547 Assists, davon erreichte er in dieser Saison in 15 Spielen 86 Punkte bzw. 28 Assists.

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Foto: Gero Müller-Laschet

Reizvolle Gegner und viele Möglichkeiten

Vor spannenden Wochen voller Möglichkeiten und attraktiver Spiele stehen die RheinStars mit Beginn des Februars. Am kommenden Sonntag erwarten die Kölner die Paderborn Baskets zum ersten NRW-Duell des Monats in der Motorworld. Tippoff am 20. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist um 17 Uhr. Eine Woche darauf gastieren mit den Uni Baskets Münster die nächsten Westfalen am Butzweiler Hof, dazwischen liegt noch die Partie bei Ex-Bundesligist Artland Dragons am Freitag, 6. Februar. Und am Karnevalssonntag spielt mit den Eisbären Bremerhaven ein weiterer ehemaliger Erstligist in Köln vor. „Wir stehen vor spannende Aufgaben im Februar, wobei unsere größte Priorität und Aufmerksamkeit natürlich auf den beiden Partien gegen Paderborn und Münster liegt. Insgesamt werden die Aufgaben, die vor uns liegen, eine gute Standortbestimmung sein und uns Aufschluss darüber geben,  wie weit wir in unserer Entwicklung  gekommen sind“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Mit den Paderborn Baskets kommt dabei ein Kontrahent nach Köln, gegen den sich die RheinStars eine ihrer schwächsten Saison-Vorstellungen beim 69:87 leisteten. Inzwischen aber konnten die RheinStars die Paderborner wieder im Tableau überholen und liegen derzeit mit einem Sieg mehr, zwei Plätze vor den Gästen aus Westfalen. „Wir haben durch unsere Erfolge in den vergangenen Wochen mehr und mehr zu unserem Spiel gefunden“, sagt Kölns Headcoach Zoran Kukic. „So nehmen wir nicht allein die Punkte, sondern auch die positiven Dinge im Spiel aus Wolmirstedt mit auf unserem Weg von Spiel zu Spiel. In der Woche haben wir gut trainiert und ich bin optimistisch, dass wir das auch zeigen können am Sonntag.“

Die Baskets sind derzeit das Team mit den wenigsten Dreierversuchen (403) und den meisten Abschlüssen im Zweier-Bereich (815) und zählen auch zu den Mannschaften mit den meisten Freiwürfen (421). Köln hat die wenigsten Freiwurf-Versuche der Liga (342) und steht bei den Zweiern (686) und Dreiern (543) eher im breiten Mittelfeld.  Topscorer im Kader von Headcoach Milos Stankovic ist der dänische Shooting Guard Jonathan Klussmann, der im Schnitt 7.3 seiner 19.7 Punkte von der Freiwurf-Linie erzielt. Dahinter folgen Forward Efosa Kevin Osawe (16.8), auch der Team-Toprebounder, Pointguard Brandon Maughmer (12.3) und Center Jalen Lee Johnson (11.2). Ihre beiden jüngsten Auswärtsspiele gewannen die Baskets bei BBC Bayreuth (103:92) und den Bayer Giants in Leverkusen (84:73), in eigener Halle wurden zwei Niederlagen verzeichnet, aber zum Jahresausklang auch ein 82:70 über die BG Göttingen.

Lage der Liga

Die vier Spitzenklubs der ProA genießen am kommenden Wochenende Heimrecht. Phoenix Hagen, die BG Göttingen, die Hakro Merlins Crailsheim und die Eisbären Bremerhaven empfangen mit den Teams aus Tübingen, Wolmirstedt, Karlsruhe und Leverkusen jeweils Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Am vergangenen Sonntag konnten die Bayer Giants ihre Serie von zwölf Niederlagen in Folge stoppen und besiegten im Kellerduell die BBC Bayreuth mit 99:65. Nun tragen die Uni Baskets (5) und Tigers Tübingen die aktuell längsten Sieglos-Serien mit sich, die längste Erfolgstrecke genießen aktuell die Merlins mit fünf Siegen.

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Justin Onyeiaka – Foto: Gero Müller-Laschet

Eindrucksvolles Comeback in Magdeburg

Einen wichtigen und eindrucksvollen Comeback-Sieg landeten die RheinStars am Freitagabend in Magdeburg. Beim 93:89-Erfolg bei den SBB Baskets lagen die Kölner noch Mitte des dritten Viertels mit 21 Punkten in Rückstand, bevor sie ihre ganze Energie aufs Spielfeld warfen und den Umschwung erzwangen. Mit ihrem achten Saisonsieg konnten die RheinStars zum Start des 19. Spieltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen weiteren direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt besiegen. Der Abstand auf die letzten drei Plätze der Liga beträgt nun mindestens drei Siege. Weiter geht es für den Aufsteiger am Sonntag, 1. Februar mit dem NRW-Derby gegen die Paderborn Baskets, eine Woche später kommen die Uni Baskets Münster in die Motorworld. Dazwischen liegt am 6. Februar noch der Auswärtsauftritt in Niedersachsen bei den Artland Dragons.

„Nicht allein mit dem Blick auf die Tabelle war es ein sehr wichtiger Erfolg, nichtsdestotrotz müssen wir einen Weg finden mit größerer Bereitschaft und Fokus in die Partien zu starten“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Aber es ist schön zu sehen, dass die hohe Niederlage in Crailsheim keine bleibenden Erschütterungen in der Mannschaft hinterlassen hat.“ Headcoach Zoran Kukic kommentierte: „So können wir in Ruhe weiterarbeiten. Die Jungs haben jetzt zwei Tage frei, damit sie ihre Körper pflegen können, und Montag starten wir dann ausgeruht und konzentriert in die kommende Woche.“

An einem verrückten Freitagabend vor 1.302 Zuschauern in der Magdeburger Wolfgang-Lakenmacher-Halle hatte es dabei lange nicht nach einem Happyend für die RheinStars ausgesehen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der die Kölner so ziemlich alles vermissen ließen, was man für ein erfolgreiches Basketballspiel braucht, lagen die RheinStars mit 41:54 zurück. Die Hausherren waren gedanklich schneller, spielten sicher und hatten in ihrem späteren Topscorer Davian Williamson (30 Punkte) und Nigel Pruitt von der Dreierline zwei nicht zu stoppende Faktoren im Spiel. Allein Kölns Neuzugang Kenny Baptiste (später der effektivste Spieler) deutete schon im ersten Durchgang an, welch positiver Faktor er für sein neues Team sein kann.

In der Pause schienen die Kölner Coaches aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Auch wenn es trotz einer merklichen Steigerung in Sachen Intensität erst einmal weiter in die falsche Richtung ging. 43:64 stand es aus Sicht der Gäste zu Beginn der 24. Spielminute, bevor das Kölner Team zur Aufholjagd ansetzte und der Abend kippte. „Nicht viele Mannschaften kommen nach einem solchen Rückstand noch mal zurück“, stellt SBB-Coach Eiko Potthast später anerkennend fest. Endlich waren die RheinStars auf Augenhöhe im Spiel, stoppten die Baskets öfters und machten es ihren Gegner auch bei den Würfen von außen zunehmend ungemütlicher.

Und wie das im Basketball manchmal so vorkommt, brach die bis dato deutliche Führung der SBB Baskets binnen Minuten wie ein Kartenhaus zusammen. Die Kölner spielten und kämpften sich von 51:67 (27.) binnen drei Minuten auf 68:70 zum Ende des dritten Viertels heran. Mit dem Start des letzten Durchgangs war die Partie durch einen imaginären Reset-Knopf neu gestartet worden. Natürlich hielten die Hausherren dagegen, beide Teams warfen alles in die Begegnung.

Die Baskets hielten ihren Vorsprung bis knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende, bevor Topscorer Mike Miller (18 Punkte) per Dreier zum 86:86 ausglich. Die Helden dieser Phase hießen bei den RheinStars Miller, Jasper Günther, Hall B Elisias und Baptiste sowie Maxi Begue, der dann Haris Hujic Platz machte – kurz vor der ersten Kölner Führung (87:86) durch Günther 133 Sekunden vor Schluss per Freiwurf nach einem Technischen Foul wegen Flopping. Die Baskets versuchten durch schnelle Fouls und schnelle Abschlüsse das Spiel noch einmal zu wenden, doch die RheinStars behielten die Nerven und das Momentum. Nacheinander marschierten Elisias, Günther und zum Abschluss Miller an die Freiwurflinie – alle trafen. Der Rest war pure Freude beim Team und den mitgereisten Fans sowie konsternierte Blicke bei den SBB Baskets, die ihren Zuschauern eigentlich einen starken Abend geboten hatten.

Viertel:  15:30, 26:25, 27:15, 25:19

Spielfilm: 8:16 (5.), 15:30 (10.), 29:39 (15.), 41:55 (20.), 48:64 (25.), 68:70 (30.), 81:86 (35.), 93:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 64/47%, Baskets (33/68, 49%), FW Köln 83% (24/29) zu 67% (12/18), 10:20 Assists, 40 (16 offensiv): 32 (11) Rebounds, 18:23 Fouls, 6:9 Steals, 1:4 Blocks, 15:14 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (8 Punkte/2 Dreier), Zac Watson, Jasper Günther (9, 4 Ass., 3 Reb), Maxi Begue (5/1), Haris Hujic (8/2, 3 Ass., 2 Steals), Timmy Davis, Adam Paige (4 Reb), Björn Rohwer (4, 3 Reb), Justin Onyejiaka (12, 4 Reb), Mike Miller (18/2, 9 Reb., 2 Steals), Hall B. Elisias (13, 4 Reb.), Kenny Baptiste (16/2, 8 Reb.)

Foto: Hartmut Boesener

Knifflige Aufgabe in Magdeburg

Nach Sachsen-Anhalt zieht es die RheinStars am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Freitag treffen die Kölner mit den SBB Baskets einen langjährigen Kontrahenten, allerdings in einer neuen Spielhalle. Tippoff ist um 19.30 Uhr nicht mehr in der „Halle der Freundschaft“ im beschaulichen Wolmirstedt, sondern knapp 20 Kilometer südlich in der Landeshauptstadt Magdeburg. Dort in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle geht es dann um wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib in der ProA. „Mit einem Sieg können sich beide Teams Luft nach unten in der Tabelle verschaffen, deshalb erwarte ich von Beginn an ein intensives Spiel“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Aktuell liegen die SBB Baskets mit fünf Saisonerfolgen einen Sieg vor den beiden Abstiegsrängen und zwei Plätze und zwei Siege hinter den RheinStars. Allerdings haben die Baskets aufgrund ihres Umzugs zwei Heimspiele weniger absolviert als ihre Konkurrenten.  Nicht allein deshalb geht Headcoach Zoran Kukic mit einer gehörigen Portion Respekt in das Spiel. „Die Baskets haben eine Mannschaft, die besser besetzt ist und besser spielt als es der Tabellenplatz vermuten lässt.“ Es wird eine knifflige Aufgabe, die es zu lösen gilt.

Im Hinspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Eiko Potthast mit 80:72 in der Motorworld durch, profitierte dabei vor allem von einem spektakulären Start. Schon nach drei Sekunden schlug der Ball per Dunk von Travis Henson im Kölner Korb ein. Aktuell allerdings ist einer der wohl besten Spieler der Liga seit Wochen verletzt. Dafür ist seit dem ersten Aufeinandertreffen in Köln Mitte November mit dem US-Amerikaner DeVondre Perry ein weiterer Forward hinzugekommen. Mit seinen durchschnittlich 12.7 Punkten pro Spiel zählt er zusammen mit Dalvien Williamson (14.9), Michael Hughes (12.1), Jalen Benjamin (11.2), Nigel Pruitt (11). Und Trey Stewart (10.9) zu den Topscorern seines Teams.

Lage der Liga – Spitzentrio mit Auswärtsaufgaben

In der unteren Zone der Liga steht mit der Partie der Bayer Giants Leverkusen gegen den BBC Bayreuth ein weiteres Kellerduell am kommenden Spieltag auf dem Programm. Am Sonntag will der deutsche Rekordmeister seinen negativen Lauf von 12 sieglosen Spielen endlich stoppen. Und das gegen einen Gegner, der selbst nur zwei Siege mehr aufweist und zuletzt gegen die Paderborn Baskets und die RheinStars jeweils unterlag.  An der Tabellenspitze stehen Phoenix Hagen (in Koblenz), die BG Göttingen (in Tübingen) und die HAKRO Merlins Crailsheim (in Münster) jeweils vor Auswärtsaufgaben.

Boxscore/Liveticker: https://bit.ly/4pLb8zB

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Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars diesmal chancenlos

Einen chancenlosen, aber möglicherweise auch lehrreichen Abend auf ihrem Weg durch die Saison erlebten die RheinStars zum Auftakt der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit 58:99 (31:58) unterlag der Aufsteiger bei den HAKRO Merlins Crailsheim vor 2.294 Zuschauern in der Arena Hohenlohe. Die deutliche Niederlage und ihr Zustandekommen unterstrichen dabei am Samstagabend nachhaltig, wie außergewöhnlich der Kölner Erfolg aus dem Hinspiel vor wenigen Wochen war. „Wir haben heute gegen einen sehr körperlichen, aggressiven und von der ersten bis zur letzten Minute konzentrierten und sehr wachen Gegner verloren, der zurecht zu den Aufstiegsfavoriten in der Liga gezählt wird. Sie haben sofort mit ihrer Intensität den Ton für die gesamte Partie gesetzt und uns mit ihrer Physis überfordert“, sagte Geschäftsführer Stephan Baeck. „Das macht unsere jüngsten Erfolge nicht schlechter, ordnet diese aber auch gut ein.“

Kukic: “Aus solchen Spielen können wir sehr viel lernen”

Baeck führte weiter aus: „Die Merlins sind nicht unser Maßstab. Wir müssen unsere Punkte gegen die Teams holen, die in unserer Tabellenregion stehen.“ In den kommenden Wochen kommen dabei wichtige Aufgaben auf die Kölner zu: Am kommenden Freitag gastieren die RheinStars beim Drittletzten SBB Baskets Wolmirstedt in Magdeburg, bevor zwei Heimspiele gegen die Paderborn Baskets und die Uni Baskets Münster folgen. „Der Abend hat uns heute gezeigt, dass du in dieser Liga nichts geschenkt bekommst. Du musst in jedem Spiel an dein Limit gehen“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Ich habe auch den Jungs nachher gesagt, dass wir alle – ich auch als Trainer – aus solchen Spielen sehr viel lernen können. Wenn wir schlau damit umgehen und die richtigen Schlüsse ziehen.“

Wie schon im Hinspiel in Düsseldorf waren die Merlins schnell, intensiv und besser als ihr Kontrahent in die Partie gestartet. Bei 0:10 und 96 Sekunden baten die RheinStars-Coaches zur ersten Auszeit. Nach etwas mehr als drei Minuten erzielten die Kölner durch Björn Rohwer die ersten Punkte zum 2:15. Während sich aber beim 83:81-Hinspielerfolg der Sturm der Merlins irgendwann im Laufe des Spiels legte, hielt er diesmal bis zum Ende an und schraubte den Abstand zwischen beide Mannschaften auf zwischenzeitlich bis zu 47 Punkte (28./37:84). „Wenn so ein Gegner erst einmal ins Laufen kommt und das Publikum so wie heute auf seine Seite ziehen kann, dann ist es wirklich sehr schwer“, bilanzierte der routinierte Center. Bis zum Ende waren die Hausherren in allen Belangen besser.

Auch weil die Qualität des Gegners an diesem Abend so eindrucksvoll aufs Parkett kam, hielt sich der Frust der Kölner in Grenzen. „Wir wussten schon vorher um die Schwere der Aufgabe. Deshalb ist es für uns wichtig, den Fokus schnell auf die nächsten Spiele zu legen“, sagte Headcoach Kukic. Zumal mit der Rückkehr von Hall B. Elisias nach beinahe zwei Monaten Verletzungspause und der Premiere von Neuzugang Kenny Baptiste die Aufgaben und Rollen im Team neu sortiert und austariert werden müssen. Kukic: „Das braucht alles Zeit und benötigt viel Arbeit.“

Viertel:  10:25, 21:33, 15:26, 12:15

Spielfilm: 2:19 (5.), 10:25 (10.), 21:41 (15.), 31:58 (20.), 33:75 (25.), 46:84 (30.), 50:91 (35.), 58:99 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 21 von 53/40%, Merlins (31/72, 43%), FW Köln 69% (9/13) zu 74% (20/27), 11:24 Assists, 31 (6 offensiv): 42 (16) Rebounds, 26:18 Fouls, 4:14 Steals, 1:2 Blocks, 25:13 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4jK3lAH

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier), Zac Watson (5/1, 4 Reb), Rupert Hennen (2), Jasper Günther (2, 3 Ass., 3 Reb), Maxi Begue (3, 3 Ass.), Haris Hujic (6/2), Adam Paige (10/1, 6 Reb), Björn Rohwer (5), Justin Onyejiaka, Mike Miller (2), Hall B. Elisias (4, 4 Reb.), Kenny Baptiste (7/1, 4 Reb.)

Foto: dieLICHTBUILDER Klamann & Bauer Fotografie

Herkulesaufgabe in Crailsheim

Vor einer Herkulesaufgabe stehen die RheinStars zum Auftakt der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am Samstag müssen sich die Kölner bei den Drittplatzierten HAKRO Merlins in Crailsheim beweisen. „Crailsheim möchte zurück in die Bundesliga und dementsprechend ist der Kader zusammengestellt“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Es wird sehr schwer werden für uns, sie noch einmal so zu überraschen wie in Düsseldorf.“

Im Hinspiel fügten die RheinStars dem Aufstiegsfavoriten am Vorabend des vierten Advents eine überraschende Niederlage zu. Beim 83:81retteten die Kölner dank einer starken Teamleistung einen schmelzenden Vorsprung über die Ziellinie gegen die zu spät aufwachenden und dann stark drängenden Merlins. Beste Werfer vor knapp dreieinhalb Wochen: Mike Miller (16 Punkte), Cedric Russell (14) und Justin Onyejiaka (12), auch Jasper Günther und Zac Watson (je 10) punkteten zweistellig.

Im Anschluss entwickelten sich jedoch beide Teams positiv weiter, so dass am Samstag neben den Eisbären Bremerhaven die ProA-Mannschaften mit den aktuell längsten Siegesserien (3) aufeinandertreffen. Während sich die Merlins derweil mit Xavier Johnson aus Orleans verstärkten, der beim Debüt in Leverkusen (79:71) vor Wochenfrist 10 Punkte und vier Assists auflegte, steht bei den RheinStars Kenny Baptiste vor seiner Premiere. „Beide Mannschaften haben sehr unterschiedliche Ziele in dieser Saison, entsprechend sind sicher nicht wir der Favorit“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Aber unsere Mannschaft hat gut trainiert und entsprechend werden wir uns zur Wehr setzen gegen einen sehr starken und aufgrund des Hinspiels bestimmt sehr motivierten Gegner.“

Lage der Liga

Die Hinrunde der ProA ist absolviert, die Mannschaften haben sich in der Tabelle einsortiert und nun noch bis Mitte Februar Zeit, Veränderungen an ihren Kadern vorzunehmen. Neben Köln und Crailsheim haben u.a. die Uni Baskets Münster als Tabellenletzter den US-Forward Philip Alston aus der NBA G-League nachverpflichtet. Bei den Paderborn Baskets kam der dänische Pointguard Balsa Veljicneu hinzu, schon am vergangenen Sonntag konnten die Fans in Köln den Neu-Bayreuther Willem Brandwijk auf der Centerposition im Duell mit Björn Rohwer beobachten. Ansonsten ist die Liga-Situation ähnlich den Vorwochen: Vorne gehen Phoenix Hagen (14:3 Siege) und die BG Göttingen (13:4) voran, es folgen dichtauf Crailsheim und Bremerhaven (13:5), auf den Abstiegsplätzen liegen Münster und die Bayer Giants Leverkusen (je 4:13), davor SBB Baskets Wolmirstedt (5:12), Paderborn, Bayreuth (6:11) und Köln (7:10)

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Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/4bkbBFF.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Kenny Baptiste- Verstärkung aus Frankreich

Kenny Baptiste stößt aus der französischen ersten Liga bis Saisonende zu den RheinStars. Der bald 26 Jahre alte und 205cm große Forward ist seit der vergangenen Woche im Team-Training und soll am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim seine Premiere im Trikot der Kölner geben. „Die Mannschaft befindet sich in einer sehr guten Entwicklung und hat einen Lauf. Aber wir müssen auch realistisch bleiben und dürfen die Verletzungsprobleme auf den großen Position nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

„Wir mögen an Kenny seine Beweglichkeit und Variabilität, die es ermöglicht, ihn auf den großen Positionen bis runter auf die Small Forward Position einsetzen zu können. Mit ihm vergrößert sich nicht allein unsere Rotation auf den großen Positionen, sondern wir gewinnen auch an Qualität und machen so einen weiteren Schritt, um die weitere Entwicklung und die bisherigen guten Ergebnisse abzusichern“, beschreibt Stephan Baeck die Gedanken zur Verpflichtung von Baptiste, der in den vergangenen Spielzeiten für Limoges CSP Elite, ES Chalon-Sur-Saone und Le Mans Sarthe Basket in der höchsten französischen Liga auflief.

Nicht mehr zum Kader gehört dagegen Laurent Zoccoletti, der in die Schweiz zurückgekehrt ist. „Zocco hat uns wie erwartet geholfen in einer schwierigen Phase, als wir gefühlt nur noch Björn auf den großen Positionen zur Verfügung hatten“, sagt Baeck. „Leider hat er sich dann auch noch verletzt.“ So lief der Vertrag des ehemaligen Schweizer Nationalspielers zum Ende des vergangenen Jahres wie verabredet aus.

Baptiste stammt aus dem französischen Karibik-Department Guadeloupe, wo er im Herbst erstmals Vater wurde. Um vor Ort zu sein, hatte er im September seinen Vertrag mit Limoges nach der Vorbereitung aufgelöst. So kommt er zwar aus einer längeren Spielpause, aber auch mit der Empfehlung eines Starting-Five-Spielers aus Limoges. „Kenny kann in der Offense auf den Positionen drei bis fünf eingesetzt werden und selbst alle Positionen verteidigen. So gewinnen wir an Variabilität“, sagen Headcoach Zoran Kukic und Assistant Coach Oli Elling über ihren Neuzugang und nach den ersten gemeinsamen Einheiten. Zusammen mit Björn Rohwer, Hall B. Elisias, Zac Watson und Adam Paige soll er das Rückgrat der RheinStars auf den großen Positionen weiter stärken. Dazu kommt Marco Cuvalo als Youngster.

Kenny Baptiste, Forward
Geb. 24. Januar 2000 in Les Abymes/Guadeloupe
Größe: 2,05m

Stationen:
2024 – 2025, Limoges CSP Elite (Elite ProA/Fra)
2023 – 2024, ES Chalon-Sur-Saone (Elite ProA/Fra)
2020 – 2023, Le Mans Sarthe Basket (Elite ProA/Fra)
Länderspiele für Frankreichs Jugendauswahl-Teams U19/U18

Saison 2024/2025 (Limoges)
28 Spiele, 25.1 Min pro Spiel, 7.8 Punkte, 4.1 Rebounds, 1.6 Assists

Foto: Jacques Cormarèche/CSP Limoges

RheinStars treffen die großen Würfe

Mit dem vierten Sieg aus den vergangen fünf Spielen haben sich die RheinStars pünktlich zum Abschluss der Hinrunde ein Polster in Sachen Klassenerhalt erspielen können. Am späten Sonntagnachmittag schlugen die Kölner bei ihrer Rückkehr in die Motorworld vor 1.468 begeisterten Zuschauern den BBC Bayreuth mit 90:82 (34:34). Nach 17 Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA stehen die RheinStars nun bei 7 Siegen aus 10 Spielen auf Rang 13 und damit drei Siege und vier Plätze vor den beiden Abstiegsplätzen. Zeit zum Durchschnaufen bleibt allerdings wenig, den schon am kommenden Samstag beginnt die Rückrunde mit der Begegnung bei den HAKRO Merlins Crailsheim.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, anfangs nicht immer schön, aber dann zum Ende mitreißend und mit Allem, was Basketball so spannend und mitfiebernd macht. Am Ende haben viele Spieler große Würfe getroffen und haben für sich selbst und das Team großartige Werbung gemacht!“ freute sich Sportgeschäftsführer Stephan Baeck über die nächsten Kölner Punkte auf der Habenseite.

So wurde die Rückkehr in die Motorworld mit dem klassischen Verlauf eines Basketballspiels belohnt. Von der ersten bis zur letzten Minute spannend, immer knapp und nervenaufreibend mit stetig wechselnden Führungen. Im letzten Viertel vergleichbar einem musikalischen Crescendo immer lauter und mitreißender werdend. Und in den Schlussminuten mündend in einem Finale furioso mit dem besseren Ende für die Hausherren. So gingen die Anhänger der RheinStars zurecht begeistert und beseelt in die kalte Januarnacht. Begleitet von der Botschaft, die RheinStars sind auf einem guten Weg.

Emotional berührt waren sicherlich auch die Trainer, obwohl Sie ob der Wurfquoten über weite Strecken, gerade am Anfang des Spiels, dem Spiel nicht nur positives abgewinnen konnten. „Ich freue mich für die Jungs, dass wir zusammen Lösungen finden, um inzwischen auch solche Spiele gewinnen zu können“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Aber es wird besser sein, sich nicht an allzu viele Szenen aus dem Spiel zu erinnern. Wir schauen lieber nach vorne, um es im nächsten Spiel besser zu machen.“ Und Assistant Coach Oliver Elling freute sich über die wachsende Widerstandsfähigkeit der Mannschaft, trotz permanenter Ausfälle und Leistungsschwankungen auch knappe Spiele auf ihre Seite ziehen zu können. Nach Crailsheim, Leverkusen und Nürnberg war es gegen die Bayreuther der vierte enge Erfolg in den jüngsten fünf Spielen. „Wir finden zurzeit immer einen Weg und gerade gegen Bayreuth war es ein Vier-Punkte-Spiel.“

Beide Mannschaften mussten in der Partie auf Leistungsträger verzichten, die Kölner auf Hall B. Elisias unterm Korb, die Gäste auf ihren Topscorer Moritz Plescher. Dafür waren bei den zuletzt zweimal erfolgreichen Bayreuthern die Center Willem Brandwijk und Artem Kovalov zumindest wieder diensttauglich. Wie schon beschrieben, kam die Begegnung nur mäßig in Fahrt. Im ersten Viertel trafen beiden Seiten kaum etwas – entsprechend ging es bei 13:12 in die zweiten zehn Minuten. Bis zur Pause war das Spiel ausgeglichen und gelangte folgerichtig bei 34:34 zum Seitenwechsel.

In Durchgang drei fluppte es dann offensiv auf beiden Seiten. 54 (27:27) Punkte gönnten die Teams ihren Zuschauern. Bayreuth versuchte es immer wieder mit schnellen Vorstößen, Köln antwortete eher mit gemäßigterem Spiel; verteidigt bekamen beide Teams die gegnerischen Aktionen dabei nicht wirklich. Bei 61:61 wurde das letzten Viertel eröffnet – fünfmal wechselte die Führung. Spannung pur und ein mitgehendes Publikum, angetrieben durch Musik und Moderation bis zur Entscheidung. Und die gelang den Kölnern samt der nötigen Stopps: Eröffnet von Mike Miller per Dreier zum 79:77 (36. Minute), gefolgt von Korblegern durch Björn Rohwer und Jasper Günther zum 81:77 und 83:77. Getoppt wurde das dann von zwei „staubtrocken“ abgeschlossenen Dreiern von Cedric Russell zum 86:80 (37.) und 89:82 (38.) – die Spannung wich dem Jubel der Sieger.

Viertel:  13:12, 21:22, 27:27, 29:21

Spielfilm: 5:6 (5.), 13:12 (10.), 26:19 (15.), 34:34 (20.), 46:50 (25.), 61:61 (30.), 73:74 (35.), 95:92 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 64/47%, Bayreuth (30/71, 42%), FW Köln 81% (13/16) zu 67% (16/24), 11:16 Assists, 38 (9 offensiv): 39 (11) Rebounds, 19:21 Fouls, 5:6 Steals, 1:3 Blocks, 11:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4bq3ozr

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/4 Dreier, 3 Assists, 4 Rebounds), Zac Watson (13/2, 5 Reb), Rupert Hennen, Jasper Günther (15/2, 2 Ass., 3 Reb), Haris Hujic (7/2, 4 Ass.), Timmy Davis, Adam Paige (11/2, 3 Reb), Marko Cuvalo, Björn Rohwer (14, 5 Reb.), Justin Onyejiaka (10, 4 Reb), Mike Miller (8/2, 7 Reb.)

Foto:  Gero Müller-Laschet