RheinStars mit deutlicher Niederlage

Einen komplett gebrauchten Nachmittag erwischten die RheinStars am Samstag gegen die TKS 49ers. Die Gäste eroberten in der Gruppe Nord am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die ASV-Sporthalle mit einem Start-Ziel-Sieg und hinterließen konsternierte Gastgeber. 57:77 (27:46) unterlagen die Kölner ihrem Brandenburger Kontrahenten, ohne auch nur ein einziges Mal vor den knapp über 600 Zuschauern in Führung zu gelangen. Ungewöhnlich, wie so vieles an diesem späten Nachmittag.

Ungewöhnlich begann der Nachmittag schon im Vorfeld. Das Danceteam weilte bei den NRW-Meisterschaften, die Anfahrt des Hallenmoderators verhinderten Bahnbaustellen und Bauernproteste. Und als es dann wegen des FC-Spiels am Abend gegen Eintracht Frankfurt bereits um 16 Uhr losging, waren die Kölner Akteure auf dem Feld gefühlt ebenfalls nicht anwesend. „Wir haben gespielt, als hätten wir schon irgendwas erreicht. So kannst du in dieser Liga nichts gewinnen“, kommentierte Manager und Trainer Stephan Baeck angefressen. Ohne nennenswerten Widerstand zogen die 49ers in den ersten 100 Sekunden auf 0:10 davon. Auch in der Folgezeit dominierten sie in ihrer gewohnt robusten und unbequemen Art und Weise die Partie. 15:25 und 12:21 gingen die ersten beiden Viertel an die Gäste. Köln blieb bis zur Halbzeit In der Verteidigung anfällig und in der Offense nicht so variabel und einfallsreich wie gewohnt.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Zumindest in der Defense. Unterstützt vom Publikum ging es in der Verteidigung endlich zur Sache. Doch im Angriff blieb alles beim Alten. Bei allem Bemühen – zumindest im dritten Viertel – kam nicht ein einziges Mal der Hauch eines Momentums auf für die RheinStars.  Immer, wenn nach ein oder zwei gelungenen Aktionen in der Defense ein bisschen Hoffnung aufkeimen wollte, trübte der nächste Ballverlust oder die nächste misslungene Offensivaktion die Szenerie. Irgendwann dann kapitulierten die Kölner Spielbeteiligten vor sich selbst und fügten sich mit ihrer schlechtesten Saisonleistung in die Niederlage.

So rekrutierten sich die positiven Aspekte des Abends außerhalb des eigentlichen Spiels. Der gelungene Auftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe „kölsche Harlequins“ in der Pause, der später folgende Heimsieg des 1. FC Köln in unmittelbarer Nähe und die schon am kommenden Samstag nahende Chance, es als komplettes Team wieder besser zu machen. Dann geht es bei den heimstarken Rostockern der Seawolves Academy zu Sache.

Viertel: 15:25, 12:21, 15:14, 15:17

Spielfilm: 4:10 (5.), 15:25 (10.), 20:35 (15.), 27:46 (20.), 40:55 (25.), 42:60 (30.), 47:66 (35.), 57:77 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 22 von 56/39%, 49ers (30/55, 55%), FW Köln 79% (11/14) zu 56% (5/9), 12:20 Assists, 33 (10 offensiv): 27 (3) Rebounds, 8:12 Steals, Blocks 4:1, 19:17 Turnover.

Boxscore:  https://bit.ly/3SHbwC8

RheinStars:  Kenan Reinhart (2 Punkte), Rupert Hennen (17/1 Dreier, 7 Assists, 5 Rebounds, 3 Steals), Steffen Haufs, Felix Greif, Bryan Battle (4, 7 Reb.), Björn Rohwer (12), Grantas Vasiliauskas (3, 5 Reb.), Robin Straub, Robin Danes (3/1, 5 Reb.), Tim Lang, Duje Dujmovic (2),Von Seckendorff (14, 3 Reb., 3 Blocks)

Foto: Gero Müller-Laschet

Unbequemer Gegner zur ungewohnten Zeit

Einen unbequemen Gegner zu einer ungewohnten Zeit beschert den RheinStars das kommende Wochenende. Am Samstag erwarten die Kölner bereits um 16 Uhr die TKS 49ers in der ASV-Sporthalle. Die Partie am 18. Spieltag in der GruppeNord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wurde um zwei Stunden vorgezogen, um dem Heimspiel des 1. FC Köln in unmittelbarer Nachbarschaft gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) zumindest zeitlich aus dem Weg zu gehen. „Wir wollen mit einem Heimsieg vorlegen und vielleicht sendet das dann positive Energie ins Stadion“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „In erster Linie geht es natürlich um uns und unser Spiel. Wir haben zweimal in Folge gewonnen und wollen den dritten Sieg in Serie.“

Einfach wird das sicher nicht, denn eine der aktuell vier Saisonniederlagen fügten die Gäste den RheinStars bei. Zum Saisonauftakt unterlagen die Kölner in Kleinmachnow vor den Toren Berlins 79:81. Allerdings entwickelte sich die Saison dann für beide Teams positiv. Wenige Tage später starteten die Kölner ihre 11-Siege-Serie mit dem Erfolg in Wedel beim SC Rist. Und auch die 49ers standen am 14. Spieltag mit 8:6-Erfolgen auf dem fünften Platz. Allerdings gab es zuletzt drei Niederlagen in Serie und die robusten Brandenburger rutschten vergangenes Wochenende sogar erstmals aus den Playoff-Plätzen.

Getragen wird das Spiel der Gäste vor allem von Robin Jorch, Yannick Hildebrandt und Ivan Mikhieiev, die im Schnitt alle zweistellig punkten. Zudem kann Trainer Vladimir Pastushenko verlässlich auf seine stärksten Spieler zugreifen, sieben Mann haben bislang alle 17 Saisonspiele bestreiten können. Bei den RheinStars sind das nur drei – Rupert Hennen, Bryan Battle und Björn Rohwer. „Im Verlauf einer Saison ist das schon eher normal, dass immer mal wieder einer ausfällt. Auch in dieser Woche haben wir ein paar angeschlagene Spieler“, sagt Stephan Baeck, „aber wir trainieren weiterhin sehr gut. Deshalb bin ich auch optimistisch für Samstag.

Halbzeit mit der Kinder- und Jugendtanzgruppe Kölsche Harlequins

In der Halbzeitpause können die RheinStars zusätzlich noch karnevalistische Gäste begrüßen. Die Kinder- und Jugendtanzgruppe Kölsche Harlequins der Traditionsgesellschaft KG Alt-Köllen von 1883 e.V. zeigt in der ASV-Sporthalle einen ihrer Tänze aus dem aktuellen Programm. Die mittelalterliche Figur des Harlequins gilt als Vorläufer des Lappenclowns, eine Symbolfigur im Kölner Karneval und ist auch in der Historie der KG Alt-Köllen eine zentrale Figur.

Livestream (5 Euro): https://bit.ly/3SFxLYS

Liveticker: https://bit.ly/3SHbwC8

Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

Rheinstars holen nächsten Auswärtssieg

Mit einem knappen, aber letztlich verdienten Erfolg bleiben die RheinStars weiter gleichauf mit der Tabellenspitze in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Während in der Vorwoche bei den Kölnern vor allem gute Laune vorherrschte, war es nach dem 89:87 (44:39) bei den Ademax Ballers in Ibbenbüren vor allem Erleichterung. Zwar hatten die Kölner bei ihrem sechsten Auswärtssieg fast die gesamte Zeit vorne gelegen. Zum Schluss aber hatte das Tabellenschlusslicht noch 17 Sekunden und den Ball, um vor den über 700 Zuschauern in der Sporthalle Ost vielleicht sogar komplett zu kippen. Doch das trat eben nicht ein, die RheinStars verteidigten ihren Korb erfolgreich.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck erleichtert, „Ibbenbüren hat das über weite Strecken sehr gut und mit überragender Moral vor tollen Fans gemacht. Es gab viele Phasen im Spiel, wo ich sehr froh war, den Rückhalt unsere eigenen Fans zu spüren. Mein großer Dank gilt an die mitgereiste Fan-Kolonne!“

Nach einem dominanten Kölner Start (13:2/3.) hatten sich die Hausherren nicht mehr abschütteln lassen. Unterstützt von ihren Fans und dem neuen Coach an der Seitenlinie, Naoufal al Uariachi, kämpften sie sich mit ihrem US-Amerikaner Denzel Livingston (27 Punkte, 7 von 8 Dreier) auch nach der Pause immer wieder heran. So nach dem 52:42 (23.), dem 72:62 (30.) oder dem 89:80 (37.) – immerhin, immer, wenn es ganz eng zu werden drohte, fanden die Kölner um Rupi Hennen, Björn Rohwer und Grantas Vasiliauskas ihrerseits die passenden Antworten.

Zum Spiel sagte Coach Baeck: „In der Offense wurden wir von Rupi, Björn und vor allem Grantas getragen, 89 Punkte sollte uns auch reichen. Großes Lob auch an Lars Danziger, der Rupi in der ersten Halbzeit toll entlastet hat. Dass er in der 2. Halbzeit nicht mehr kam, lag weniger an ihm, sondern an den Spielern um ihn herum, die zu wenig souverän aufgetreten sind und ich ihn da nicht reinwerfen wollte.“

Baecks Schlussstatement: „Unterm Strich bin mit dem Sieg sehr zufrieden, doch insgesamt müssen wir als Team vor allem in der Verteidigung souveräner auftreten, da waren wir schon weiter. Das ist etwas, was wir uns weiter im Training erarbeiten müssen – und ich denke das alle Spieler auch dazu bereit sind.“ Nächsten Samstag, geht es bereits um 16 Uhr gegen die TKS49ers Stahnsdorf in der ASV-Sporthalle mit dem 18. Spieltag weiter.

Viertel: 23:22, 21:17, 28:23, 17:25

Spielfilm: 15:7 (5.), 23:22 (10.), 31:28 (15.), 44:39 (20.), 57:51 (25.), 72:62 (30.), 79:73 (35.), 89:87 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 34 von 64/53%, Ballers (34/59, 58%), FW Köln 90% (9/10) zu 67% (8/12), 15:23 Assists, 25 (10 offensiv): 32 (12) Rebounds, 5:8 Steals, 17:22 Turnover.

Boxscore:  https://bit.ly/3Stn1Nc

RheinStars:  Kenan Reinhart (3 Punkte/1 Dreier), Rupert Hennen (21/3, 7 Assists), Luca Ladjyn, Bryan Battle (9, 3 Assists), Björn Rohwer (20/4, 3 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (24/2, 6 Reb., 3 Assists), Robin Straub, Lars Danziger (2), Robin Danes (6/2, 4 Reb.), Tim Lang, Duje Dujmovic (2), Von Seckendorff (2)

Foto: Gero Müller-Laschet

Mit Selbstvertrauen und Respekt nach Ibbenbüren

Die Rollen vor dem kommenden Auswärtsspiel der RheinStars in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sind klar verteilt. Die RheinStars reisen als Tabellenzweiter der Gruppe Nord nach Ibbenbüren, um dort gegen den Tabellenletzten anzutreten. Köln hat zudem am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Itzehoe seinen Rhythmus wiedergefunden und das mit einem überzeugenden 110:70 Sieg unterstrichen. Die Ademax Ballers dagegen haben in der Vorwoche ihren Trainer gewechselt, um die Kräfte im Kampf um den Klassenerhalt ein letztes Mal zu bündeln. So bietet die Samstags-Partie am 17. Spieltag in der Halle Ost zwischen den Ademax Ballers Ibbenbüren und den RheinStars Köln (19 Uhr) doch einiges an Spannung und Unwägbarkeiten.

„Durch den Trainerwechsel wird das Team vielleicht nochmal neu motiviert sein, weil sich jeder Spieler neu beweisen kann“, sagt RheinStars-Manager und Trainer Stephan Baeck. „Außerdem haben die Ballers tolle Fans. Dass wissen wir aus früheren Treffen. Es wird bestimmt eine intensive Atmosphäre, denn es werden sich auch viele von unseren Fans auf den Weg von Köln nach Ibbenbüren machen.“

Ähnlich schätzt auch der neue Ballers-Coach Naoufal Uariachi die Situation auf der Ballers-Website ein: „Gegen Köln erwarte ich ein hartes Spiel, jeder von uns muss sein Bestes zeigen. Unsere Fans werden dabei eine große Rolle spielen. Aktuell ist es wichtig, dass die Spieler ihr Selbstvertrauen wiedergewinnen“, sagt der 54 Jahre alte ehemalige Trainer der marokkanischen Nationalmannschaft, der seit Anfang der Woche das Training leitet.

Mit Blick auf sein Team sagt Manager Baeck: „Es wird auch in Ibbenbüren vor allem um uns und unser eigenes Spiel gehen. Wir trainieren seit Jahresbeginn immer besser, sehr intensiv und das konnten wir dann auch in der zweiten Halbzeit gegen Itzehoe am vergangenen Sonntag wieder auf dem Feld zeigen. Wir arbeiten weiter hart unter der Woche daran, dass wir unseren Rhythmus für die zweite Saisonhälfte stabilisieren und unser Spiel verfeinern.“ Außerdem freuen sich Trainer und Mannschaft auf die Unterstützung aus Köln. Der Fanclub Flying Flönz hat einen Bus organisiert, um möglichst vielstimmig und lautstark das Team in der Halle am Nordwestende des Teutoburger Waldes unterstützen zu können.

Livestream: https://bit.ly/3SdYZo1

Liveticker:  https://bit.ly/3Stn1Nc

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Die gute Laune ist zurück

Am Ende hatte alle ihre gute Laune wieder. Die Zuschauer, die Spieler, die Trainer. Kein Wunder, setzten sich die RheinStars doch am Samstagabend vor 887 Zuschauern in der ASV Sporthalle deutlich mit 110:70 (55:42) gegen die Itzehoe Eagles durch. Nach drei teils sehr knappen Niederlagen das gewünschte, aber auch erarbeitete Erfolgserlebnis in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Für einen Abend übernahmen die Kölner damit wieder die Führung in der Gruppe Nord. Am nächsten Samstag geht es für die RheinStars beim Aufsteiger Ademax Ballers Ibbenbüren weiter – begleitet von zahlreichen Fans, die eigens einen Bus gechartert haben für das nächste NRW-Duell.

Ganz so unbeschwert wie das Ergebnis vermuten lässt, war der Anlauf zu diesem gelungenen Abend dann nicht. So waren die Coaches zwar mit dem Start ins Spiel, auf keinen Fall aber mit dem weiteren Verlauf der ersten Halbzeit einverstanden. Eine laxe Einstellung im Gefühl des sich anbahnenden Sieges, eher höflich zurückhaltende Defense und überhaupt war es eher eine uninspirierte Vorstellung in den ersten 20 Minuten. Es schien, als ob sich die Kölner damit begnügen wollten, neben dem unwiderstehlichen Björn Rohwer (88 % Trefferquote am Korb/7 von 8) nun auch Grantas Vasiliauskas (100 %/3 von 3) nach seiner Verletzung wieder im Spiel zu wissen. Was sollte schon passieren, so wie die zwei die Szenerie in Brettnähe beherrschten. So war das 55:42 zwar ok zur Pause, aber wirklich auch nicht mehr.

Das alles änderte sich sehr schnell nach der Pause, wohl auch, weil die Trainer deutlich ihre Meinung zum Ausdruck gebracht hatten – und ihr Verlangen nach einem Auftritt, der dem Talent des Teams eher entsprechen würde. „Ich kann es kaum ertragen, wenn wir so weit weg von unseren eigenen Möglichkeiten spielen“, erklärte Manager und Trainer Stephan Baeck seinen zwischenzeitlichen Groll.

Die Starting Five jedenfalls räumte im zweiten Anlauf sehr schnell mit eventuellen Zweifeln auf, wer denn hier am Abend gewinnen würde. Harte, aufmerksame Verteidigung, zügige Angriffe und viel Teamspiel. Es wurde jedenfalls so sicher und unterhaltsam, dass alsbald auch die Spieler hinter den Startern ihre Zeiten und Chancen bekamen – und zur Freude vor allem der zuschauenden Starter und Zuschauer im Schlussviertel 31 Zähler beitrugen. „29 Assists und viele Ballgewinne, das ist unser Spiel“, kommentierte Baeck versöhnt. Und ergänzte: „Es ist schön, Grantas wieder dabei zu haben. Mit ihm sind wir eine komplett andere Mannschaft.“

Viertel: (29:21, 26:21, 24:13, 31:15)

Spielfilm: 15:11 (5.), 29:21 (10.), 42:34 (15.), 55:42 (20.), 65:50 (25.), 79:55 (30.), 91:61 (35.), 110:70 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 35 von 54/65%, Eagles (23/52, 44%), FW Köln 65% (28/43) zu 74% (14/19), 29:12 Assists, 33 (12 offensiv): 24 (11) Rebounds, 3:0 Blocks, 17:6 Steals, 15:30 Turnover.

Zum Boxscore: https://bit.ly/3SjsXbz 

RheinStars:  Andrej Mangold (1), Kenan Reinhart (12 Punkte/4 Dreier, 4 Assists), Rupert Hennen (7/6, 3 Assists), Steffen Haufs (7, 4 Steals), Bryan Battle (8/2, 5 Rebounds, 4 Assists), Björn Rohwer (20/1, 7 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals), Grantas Vasiliauskas (14, 3 Assists), Robin Straub (10/2, 100 % Trefferquote, 3 Steals), Robin Danes (8), Tim Lang (4/1), Duje Dujmovic (10), Von Seckendorff (9)

Foto: Gero Müller-Laschet

Mit Optimismus gegen Itzehoe

Mit Optimismus blicken die RheinStars auf ihre kommende Aufgabe in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Samstag erwarten die Kölner den ehemaligen ProA-Ligisten Itzehoe Eagles um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. „Wir haben in den vergangen 14 Tagen sehr gut trainiert“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „Alle ziehen mit und es ist für mich nur eine Frage der Zeit, dass wir wieder unseren Rhythmus finden und uns für unsere harte Arbeit im Training belohnen.“

Das letzte Erfolgserlebnis liegt zwar schon drei Spiele zurück, doch gegen die Norddeutschen wollen die RheinStars ihren siebten Heimsieg im achten Spiel holen. Im Hinspiel setzten sich die Kölner in Itzehoe überraschend deutlich mit 98:77 durch und feierten im vierten Auswärtsspiel der Saison den dritten Sieg in Folge. Dem folgten noch acht weitere bis zum 17. Dezember 2023 beim 86:75 über die BSW Sixers.

Allerdings ist der kommende Gegner schwer einzuschätzen. Die Eagles spielen aktuell eine klassische Roller-Coaster-Saison. Allerdings weiter unten in der Tabelle als in den Vorjahren. Diesmal steht der Kampf um den Klassenerhalt im Fokus. Dabei geht es mal bergauf, mal bergab. Bis auf den letzten Tabellenplatz fielen die Gäste. Aber, aber … So verloren sie bei der BBG Herford mit 26 Punkten am Weihnachtsvorabend, um Anfang des Jahres im direkten Rückspiel mit 31 Zählern zu gewinnen. Auch gegen die Ademax Ballers Ibbenbüren gab es zuerst eine Heimniederlage mit acht Punkten. Knapp vier Wochen später gewannen sie mit sechs Zählern in Ibbenbüren.

Durch die beiden jüngsten Erfolge gegen die direkten Konkurrenten kommen die Adler mit frischem Rückenwind ins Rheinland. Ihren Teil dazu beigetragen haben sicherlich die beiden Neuzugänge. Small Forward Hugo Catani kam aus seinem Heimatland Italien am 3. Januar zum Team von Trainer Timo Völkering, eine Woche später folgte US-Pointguard Mason Vires für den scheidenden Tiante Smith. In Schleswig-Holstein jedenfalls ist der Optimismus zurück. Zumal der ehemalige ProA-Ligist bereits einige starke und erfahrene deutsche Spieler im Kader hat sowie für gutes Teamspiel bekannt ist.

Achtung! Der 1. FC Köln spielt am Samstag um 15.30 Uhr im Sportpark Müngersdorf gegen Borussia Dortmund. Hier durch kommt es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und zu einer eingeschränkten Parksituation bei der Anreise rund um die ASV-Sporthalle.

Tickets: https://bit.ly/36QPirO

Liveticker: https://bit.ly/3SjsXbz

Livestream (5 Euro): https://bit.ly/48FNAo8

Foto: Gero Müller-Laschet

Chance auf Sieg bleibt ungenutzt

Ohne Punkte mussten sich die RheinStars am späten Sonntagnachmittag auf den Heimweg aus der Magdeburger Börde machen. Bei den SBB Baskets Wolmirstedt unterlagen die Kölner nach einer engagierten Vorstellung mit 88:90 (49:42) und mussten die Tabellenführung in der Gruppe Nord am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB vorerst abgegeben. „Es war eine ärgerliche Niederlage insoweit, dass wir wesentlich besser gespielt haben als zuletzt und mit viel mehr Intensität“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck nach dem intensiven Gang in der Wolmirstedter Halle der Freundschaft vor 723 Zuschauern.

Baeck weiter: „Aber wir waren nicht einmal ansatzweise in der Lage, im defensiven Rebounding gegen die Baskets anzukommen. Mit 24 Offensivrebounds gegen uns ist das Spiel schnell erzählt.“ Eigentlich, denn trotzdem, so der Coach weiter, „hätten wir das Spiel gewinnen können. Weil wir deutlich besser agiert und auch flüssiger gespielt haben als Wolmirstedt. Leider haben wir viele individuelle Fehler gemacht, in einfachen Situationen wie Korbleger oder Fastbreaks, die wir schlecht ausgespielt haben“.

Schade war die Niederlage auch deshalb, weil die RheinStars eigentlich deutlich besser agiert hatten als in den beiden Spielen zuvor gegen die Bayer Giants aus Leverkusen.  Zudem erwischten die Kölner ohne den weiterhin fehlenden Grantas Vasiliauskas den besseren Start und holten sich das erste Viertel mit 29:16-Zählern. Doch schon im Laufe des zweiten Viertels konnten die Hausherren das Resultat verkürzen, weil die RheinStars mal hier, mal da den ein oder anderen leichten Punkt liegen ließen und im Gegenzug eben genau solche leichten Zähler kassierten.

Der dritte Abschnitt ging dann komplett an die Baskets, die teilweise den Korb der Kölner gefühlt fast minutenlang „belagern“ konnten, weil sie Rebound um Rebound holten. Wenig verwunderlich kippte das Spiel. Zwei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs lagen die RheinStars mit 59:68 hinten. Es spricht aber klar für die Moral und das Können in dieser Saison, das sich die RheinStars wieder zurück kämpfen konnten. Angeführt von Kapitän Rupert Hennen (26 Zähler, 5 Assists) als effektivstem Spieler auf dem Platz (29) glichen die RheinStars knapp drei Minuten vor Schluss aus (81:81) und holten sich 77 Sekunden vor Ultimo die Führung (86:85) zurück. Über 88:88 und 88:90 hatten die Kölner elf Sekunden auf der Uhr und noch zwei Timeouts, um das Spiel zu gewinnen.  Nach dem ersten bekamen die Kölner den Ball nicht kontrolliert ins Spiel; bekamen aber nochmal den Einwurf bei 1.8 Sekunden auf der Uhr und einem weiteren Timeout.  Doch der dann in Zeitnot geworfene Dreier von Hennen erreichte nicht das gewünschte Ziel.

Baeck: „Es ist sicherlich nicht einfach, das Grantas uns fehlt. So haben wie ein bisschen Schwierigkeiten in der Rotation und sind auch nicht so souverän. Aber das werden wir bald in den Griff kriegen.“ Nächste Samstag (18 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen die Itzehoe Eagles in der ASV-Sporthalle weiter.

Viertel: 29:16, 20:26, 15:26, 24:22 

Spielfilm: 15:8 (5.), 29:16 (10.), 36:27 (15.), 49:42 (20.), 55:58 (25.), 64:68 (30.), 75:78 (35.), 88:90 (40.) 

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 30 von 65/46%,SBB Baskets (35/72, 49%), FW Köln 78% (14/18) zu 57% (13/23), 17:18 Assists, 30 (10 offensiv): 46 (24) Rebounds, 3:3 Blocks, 10:7 Steals, 15:20 Turnover.

Zum Boxscore: https://bit.ly/3vsyaF3 

RheinStars:  Kenan Reinhart (3 Punkte/1 Dreier), Rupert Hennen (26/6, 5 Assists, 7 Rebounds), Konstantin Lehmann, Steffen Haufs (3/1), Felix Greif, Bryan Battle (11/2), Björn Rohwer (15/1, 5 Rebounds), Robin Straub (4), Robin Danes (8/2), Tim Lang (5/1), Duje Dujmovic (4), Von Seckendorff (9)

Foto: Gero Müller-Laschet

SBB Baskets nächster Gradmesser

Am kommenden Sonntag reisen die RheinStars nach Sachsen-Anhalt. Zum 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB trifft der Tabellenführer aus Köln im Norden der Magdeburger Börde ab 15 Uhr auf ein erfahrenes und heimstarkes Team, das in der sehr ausgeglichenen ProB Gruppe Nord aktuell auf Platz acht in der Nordgruppe liegt. „Die Baskets gehören seit Jahren zu den besten Teams der ProB. Sie sind gut besetzt, spielen sehr athletisch und werden auch in diesem Jahr zum Saisonende zu den besten Teams gehören“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck vor dem Gang mit dem letztjährigen Halbfinalisten und Fastaufsteiger in die ProA.

„Nach unseren Spielen gegen die Bayer Giants Leverkusen wird es für uns darum gehen, zurück zu unserem Spiel zu finden“, führt Baeck weiter aus. „Uns wieder hellwach und konzentriert zu zeigen, bereit zu sein, physisch und aggressiv in Verteidigung und Offensive zu spielen. Wolmirstedt wird da ein guter Gradmesser werden.“

Die RheinStars werden am Sonntag auf einen ausgeruhten, motivierten Gegner treffen, dessen Kader sich zudem verändert hat. So gelang den SBB Baskets Wolmirstedt kurz vor Weihnachten in der mit 1.000 Fans ausverkauften Halle der Freundschaft ein überzeugender 92:77-Erfolg über den Tabellenfünften TKS 49ers aus Stahnsdorf. Der schon da mehr in einer Nebenrolle agierende US-Amerikaner Justin Stovall verabschiedete sich nach dem Spiel und wurde zum Jahreswechsel durch Chris Rollins ersetzt. Der 1,98m große US-Power Forward war zuletzt ohne Verein, bringt aber aus der Vorsaison ProA-Erfahrung mit, als er für die ART Giants Düsseldorf auflief. Sein Debüt gibt Rollins am Sonntag gegen die RheinStars. Die in der Vorwoche bei den Berlin Braves angesetzte Partie war wegen technischer Probleme in der Halle kurzfristig abgesagt worden. Wolmirstedt hatte so eine Woche länger Pause als Köln.

Neben Rollins werden mit dem genesenen Bill Borekambi sowie dem Ende Oktober verpflichteten Spanier Diamond Onwuka zwei weitere Spiele im Kader der Baskets stehen, die im Hinspiel nicht dabei waren. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Sonntagsgegner hatten sich die Kölner nach einer starken ersten Hälfte (64:39) mit 96:84 durchgesetzt. „Die Baskets haben eine routinierte, große und athletisch spielende Mannschaft. Deshalb wird es wichtig sein, den Kampf gegen einen physischen Gegner annehmen zu können. Gehen wir fokussiert und mit Elan in die Partie, haben wir eine gute Chance auf die nächsten Punkte.“

Livestream: https://bit.ly/3tFncvz

Liveticker: https://bit.ly/3vsyaF3

Foto: Gero Müller-Laschet

Wieder packendes Derby, wieder zweiter Sieger

Die nächsten Wochen werden für die Akteure der RheinStars wohl ziemlich anstrengend. Nach dem 66:68 (35:41) gegen die Bayer Giants Leverkusen und der zweiten Niederlage in Folge werden die Kölner wohl zügig die aktuell gelebte Komfortzone verlassen. Zwar sind die RheinStars auch nach dem 14. Spieltag der Hauptrunde in der Gruppe Nord weiterhin Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und fahren als solcher am kommenden Sonntag (15 Uhr) zu den SBB Baskets nach Wolmirstedt. Und auch das zweite Derby nach dem 64:72 am Vorweihnachstabend hielt am Samstagabend vor den offiziell 999 Zuschauern in der pickepacke vollen ASV-Sporthalle alles, was ein Derby an Emotionen und Spannung verspricht. Aber: „Klar gewinnen wir lieber“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck, aber das störe ihn eigentlich weniger als die in den zurückliegenden Wochen schleichend zunehmende Selbstverliebtheit seiner Mannschaft.

„Unsere beiden Niederlagen spiegeln die vergangenen Trainingswochen wider. Nach den elf Siegen in Serie war alles ein bisschen zu selbstverliebt, alles sehr schön, sehr nett und vor allem war es immer noch gut genug, die Spiele weiterhin zu gewinnen“, sagt Baeck. So liegt die Hauptherausforderung für die kommenden Monate darauf, der Mannschaft wieder den richtigen Fokus auf die noch in weiterer Zukunft liegenden Playoffs zu geben. „Und dann kommt eine Mannschaft, die uns physisch richtig attackiert“ und die Jungs seien fast erschrocken. In den Playoffs könne genau das ein schnelles Aus provozieren – und deshalb werden die Trainer hier den Hebel ansetzen: An harter körperlicher Arbeit, an der Fähigkeit, auch unter Druck den Überblick zu behalten und am Teamspiel in Defense und Offense.

Mit Blick auf das Leverkusenspiel bemerkte Baeck: „Objektiv haben wir Grantas Vasiliauskas unterm Korb vermisst. Zusätzlich fehlte uns dann da auch noch Duje Dujmovic verletzt, der im ersten Derby ein gutes Spiel gemacht hat.“ Und ergänzt: „Auch Robin Danes und Andrej Mangold kommen gerade erst wieder in die Mannschaft zurück, haben nicht die ganze Saison mit dem Team trainiert und sind noch nicht so in den Abläufen drin. Aber wie gesagt, das sind nicht die Hauptgründe für die beiden Niederlagen, eher Begleiterscheinungen. Wir müssen auch so gut genug sein, um solche Spiele gewinnen zu können.“

Unterm Strich stand in der ASV-Sporthalle, dass die Kölner das erste Viertel komplett vergeigten (17:29), teilweise sogar mit 17 Zählern hinten lagen, um sich dann zu berappeln. Die Defense wurde griffiger. Das blieb auch im weiteren Spielverlauf so. Allerdings wehrten sich die Giants mit Haut und Haaren und gestatteten den Kölnern kaum einfache Körbe. Alles war schwer bei den Hausherren. Bei 55:65 sahen die Gäste 168 Sekunden vor Schluss bereits wie der kommende Sieger aus. Aber nur fast. Denn dann zeigten auch die Giants Nerven. Und hätte sich Jannis von Seckendorff zwei Sekunden vor Schluss am Korb durchsetzen können, dann wäre die Partie sogar in die Verlängerung gegangen.  Konnte er aber nicht.

Viertel: 17:29, 18:12, 13:12, 18:15)

Spielfilm: 6:17 (5.), 17:29 (10.), 22:36 (15.), 35:41 (20.), 40:48 (25.), 48:53 (30.), 54:57 (35.), 66:68 (40.)

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 21 von 58/36%, Giants (25/56, 45%), FW Köln 57% (16/28) zu 48% (10/21), 9:14 Assists, 37 (14 offensiv): 34 (10) Rebounds, 3:5 Blocks, 8:8 Steals, 13:15 Turnover.

Zum Boxscore: https://bit.ly/47mA5bx

RheinStars:  Andrej Mangold (3 Punkte/1 Dreier, 4 Rebounds), Rupert Hennen (26/3, 2 Assists), Konstantin Lehmann, Steffen Haufs (3/1, 4 Assists), Luca Ladjyn, Felix Greif, Bryan Battle (7/1, 6 Rebounds), Björn Rohwer (17/1, 8 Rebounds), Robin Straub (5/1, 4 Rebounds), Robin Danes, Tim Lang, Von Seckendorff (5, 7 Rebounds)

Foto: Gero Müller-Laschet

“Wir wissen, dass wir es viel besser können”

Während ihr jüngster Gegner mit einem guten Gefühl in die kurze Weihnachts- und Neujahrspause gehen konnten, mussten die RheinStars das Päckchen der vorweihnachtlichen Derbyniederlage bei den Bayer Giants mit in ihren Kurzurlaub nehmen. Nun aber richtet sich der Blick der Kölner nach vorne und auf das „Rückspiel“ am kommenden Samstag (18 Uhr). Die ASV-Sporthalle ist zum Auftakt der Rückrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ausverkauft – und wird sicher ähnlich stimmungsvoll wie die Auseinandersetzung in Leverkusen. Vielleicht aus Kölner Sicht sogar besser. „Schade, dass wir beim Hinspiel einen schlechten Tag gehabt haben, aber Leverkusen hat auch viel dafür getan, unseren Rhythmus zu stören“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „Das und ein bisschen zu viel Nervosität und Hektik in unserem Spiel haben am Ende in einem engen Spiel eben zur Niederlage geführt.“

„Aber das Gute ist, wir wissen, dass wir es viel besser können“, führt Baeck aus. „das haben wir in der kompletten Hinrunde bewiesen und mit dem Selbstvertrauen wirklich guten Basketball in Verteidigung und Angriff zu spielen, gehen wir als komplettes Team in das Rückspiel.“ Leverkusens Trainer Hansi Gnad hatte das 72:64 am 23. Dezember so gesehen: „Wir wussten, dass die Qualität im Kader der RheinStars sehr groß ist, wir haben uns aber davon nicht abschrecken lassen und den Kampf von der ersten bis zur letzten Sekunde angenommen.“

Baeck: „Natürlich hat Leverkusen eine tiefe Mannschaft, die sehr intensiv und kampfstark in der Verteidigung agieren kann, aber wenn wir unsere normale Leistung abrufen, bin ich zuversichtlich, deutlich besser auftreten zu können. In unserer Halle mit unseren Fans im Rücken, bin ich überzeugt, dass wir uns mit unserer Spielweise durchsetzen. Auch wenn das gegen die stark besetzten Leverkusener sicherlich nicht einfach wird. Ich freue mich auf Samstagabend.“

Zudem wird der neue Mobilitätspartner der RheinStars, die ASS mit ichbindeinauto.de das Spiel präsentieren!

Livestream: https://bit.ly/3tyuQrw

Liveticker: https://bit.ly/47mA5bx

Foto: Gero Müller-Laschet