Kukic und Elling verlängern um zwei Jahre

Die RheinStars setzen auch in den kommenden beiden Jahren auf das aktuelle Trainergespann Zoran Kukic und Oliver Elling. „Die beiden haben in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet, das Team stabilisiert und mit ihrer positiven Art und Herangehensweise ein gutes Klima geschaffen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Die beiden haben das Team in einer schwierigen Phase Ende Oktober übernommen und tragen entscheidend dazu bei, dass wir unsere selbst gesetzten Ziele auch erreichen werden. Davon bin ich überzeugt. Wir wollen mit beiden auch die zukünftige Entwicklung angehen und uns zusammen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA etablieren.“

„Wir kennen und schätzen beide das Umfeld über Jahre, wir wissen um die Perspektive. Bei den RheinStars herrscht ein gutes, produktives Arbeitsklima, deshalb war es für uns beide nach den ersten Monaten ein logischer Schritt, den Weg gemeinsam weiterzugehen“, sagt Zoran Kukic als Headcoach. Oliver Elling als Assistant Coach fügt hinzu: „Wir haben mit beiden Geschäftsführern sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich einen guten Austausch. Aktuell wollen wir die Liga möglichst schnell rechnerisch sicher haben, planen aber natürlich bereits gemeinsam auch die kommende Saison.“ Tibor Taras als Geschäftsführer Finanzen und Organisation sagt: „Wir haben einen klar definierten Rahmen, in dem sich der Sport bewegen kann. Ich bin optimistisch, dass wir daraus eine attraktive Mannschaft bilden können. Aber noch steht der Klassenerhalt im Vordergrund.“

Stephan Baeck sagt: „Es war immer der Plan, Zoran über kurz oder lang die Rolle des Head Coaches zu übergeben. Er ist mit seinem Werdegang und seinem Gespür für Basketball der richtige Mann an der richtigen Stelle. Und mit Oli hat er einen hervorragenden, analytisch denkenden Assistant Coach an seiner Seite. Sie ergänzen sich prima, sowohl im Training als auch bei der Spielführung. Es ist absolut zielführend mit beiden über Planungen, Trainingsinhalte und Spieler sowie Spielweise zu diskutieren und es macht Spaß die beiden bei ihrer Arbeit zu beobachten.“

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Fotos: Gero Müller-Laschet

RheinStars verlieren deutlich in Tübingen

Die RheinStars und die Tigers Tübingen passen in dieser Saison einfach nicht zueinander. Wie schon beim 59:80 im Hinspiel unterlagen die Kölner dem ehemaligen Bundesligisten auch im Rückspiel klar. Nach einer schwachen Vorstellung stand es am Ende vor 2.080 Zuschauern in der ehrwürdigen Paul-Horn-Arena 67:87 (35:48). Immerhin, durch die Heimniederlage der SBB Baskets Wolmirstedt bestehen nach dem 27. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA weiterhin vier Siege Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Nächster Gegner der RheinStars ist am Montag, 23. März Tabellenführer Phoenix Hagen. Tippoff in der Motorworld ist dann um 19.30 Uhr.

„Um es ganz klar zu sagen: So dürfen wir uns nicht präsentieren. Unser Spiel wirkte uninspiriert, auffällig teilnahms- und ideenlos“, ärgerte sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Im Prinzip sind wir mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden, gerade nach der schweren Zeit zu Anfang der Saison mit vielen Verletzten und Umstellungen. Aber diese Zufriedenheit darf nicht dazu führen, dass wir selbstgefällig und träge werden. Es ist unsere Aufgabe als Organisation mit den Coaches einer solchen Dynamik im Team entgegenzuwirken.“ Headcoach Zoran Kukic sagte: „Wir haben sehr, sehr schlecht gespielt und müssen jetzt schauen, dass wir in den restlichen sieben Spielen die Saison vernünftig zu Ende spielen. Da sind wir vor allem bei unseren Fans in der Pflicht, aber auch uns gegenüber.“

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:21) und klarer Rebound-Überlegenheit der RheinStars (15:6) ließen die Kölner alles vermissen, was normalerweise benötigt wird, um Spiele in der zweithöchsten deutschen Spielklasse zu gewinnen. Keine Intensität und schwaches Umschalten in der Transition-Defense korrespondierten mit einer schlampig und ohne Tempo dahergespielten Offense. Dazu fielen keine Dreier. Einziger Lichtblick: Hall B. Elisias, den die RheinStars im Gestalt von Kapitän Mike Miller zumindest im zweiten Viertel immer wieder für gute Abschlüsse unterm Korb fanden. So gingen zehn der 14 Kölner Punkte im zweiten Durchgang an Elisias. Die aber verhinderten nicht, dass die Hauherren einen 9:0-Lauf hinlegen konnten und mit 48:35 in die Pause gingen.

Auch im dritten Viertel änderte sich lange nichts. Die Tigers profitieren dabei von den Kölner Fehlleistungen, die vor allem von der Dreierlinie weiterhin gefühlt nichts trafen. So wuchs der Vorsprung der Hausherren auf 21 Punkte (41:62/27.). Immerhin, nach einer Auszeit sammelten sich die Rheinstars etwas und verkürzten bis zum Ende des dritten Viertels auf zwölf Zähler (53:65). Anfangs des Schlussdurchgangs kamen die RheinStars nochmal in so etwas wie in Schlagdistanz (61:67/34.). Doch die Kölner wurden ihre schlechten Würfe nicht los, verpassten die Chance, die durchaus wackelnden Tübinger in echte Verlegenheit zu bringen – und verloren an einem sehr gebrauchten Abend aus Sicht des Rheinlands endgültig den Anschluss und das Spiel.

Viertel:  21:21, 14:27, 18:17, 14:22

Spielfilm: 13:13 (5.), 21:21 (10.), 29:34 (15.), 35:48 (20.), 41:59 (25.), 53:65 (30.), 61:73 (35.), 67:87 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 25 von 78/32%, Tigers (28/69, 41%), FW Köln 69% (11/16) zu 70% (23/33), 11:23 Assists, 52 (21 offensiv): 51 (15) Rebounds, 27:18 Fouls, 6:8 Steals, 0:2 Blocks, 12:12 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4sDIr9w

RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 6 Rebounds), Zac Watson (4, 3 Reb.), Jasper Günther (2, 2 Assists), Maxi Begue (10/2, 8 Reb.), Haris Hujic (1, 2 Ass.), Timmy Davis (3/1), Adam Paige, Björn Rohwer (7/1, 6 Reb), Justin Onyejiaka, Mike Miller (5, 4 Ass, 4 Reb), Hall B. Elisias (12, 3 Reb.), Kenny Baptiste (11, 8 Reb).

Foto: Dennis Duddek-Pressefoto

RheinStars vor schwerer Aufgabe im Süden

Ein Vergleich mit einem der ehemaligen Bundesligisten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die RheinStars am 27. Spieltag der Hauptrunde an. Am Samstag (19.30 Uhr) treten die Kölner bei den Tigers Tübingen in der historischen Universitätsstadt an, die seit ihrem Abstieg nun die zweite Saison in der zweithöchsten Spielklasse bestreiten. Und obwohl die RheinStars das Hinspiel in der Motorworld 59:80 verloren, liegt die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic mit elf Siegen aktuell zwei Erfolge vor den Tigers in der Tabelle.

„In der Tabelle ist weiterhin viel Bewegung, daher müssen wir sowohl nach unten als auch nach oben schauen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Unser formuliertes Saisonziel war es, nicht abzusteigen und vielleicht am Ende der Hauptrunde ein Team zu sein, dass um einen Playoff-Platz mitspielen kann. Dahin wollten wir uns entwickeln und ich denke, dafür sind auf einem guten Weg. Nun müssen wir in Tübingen bestehen, um das zu bestätigen.“ Respekt haben die Kölner Trainer dabei nicht allein vor den Spielern selbst. „Die Halle in Tübingen ist für Auswärtsteams schwer zu spielen, sie hat eine besondere Atmosphäre und eine sehr gute Unterstützung für die Heimmannschaft“, sagt Assistant Coach Oliver Elling.

Die angesprochene Paul-Horn-Arena begrüßt regelmäßig gut 2.200 Zuschauer zu den Heimspielen der Tigers, die sich im Februar von ihrem Trainer Henrik Sonko trennten. Unter dem Schweden gewannen die Süddeutschen noch klar bei den RheinStars im ersten Saisondrittel. Doch um den Jahreswechsel herum verloren die Tübinger Spiel um Spiel und ab Mitte Februar übernahm mit Eric Detlev der Sportdirektor, selbst lange als Trainer tätig. Unter ihm verloren die Tigers klar bei den Bayer Giants Leverkusen und gegen die Hakro Merlins Crailsheim. Am vergangenen Wochenende gelang jedoch bei den Nürnberg Falcons mit 86:83 der ersehnte neunte Saisonerfolg und schaffte Luft im Abstiegskampf.

Topscorer bei den Hausherren sind deren neuer Pointguard Jordan Johnson (19.3 Punkte im Schnitt pro Spiel bei 4 Assists), Bernard Pelote (15) sowie Melkisedek Moreaux (11.6). Wohl der bekannteste Name im Kader ist der 34 Jahre alte, Erstliga-erfahrene Tigers-Kapitän Till-Joscha Jönke.

Lage der Liga vor dem 27. Spieltag

Durch den Erfolg am vergangenen Doppelspieltags-Wochenende im Topduell über die BG Göttingen, die darauf prompt auch noch Gießen unterlag, sicherte sich Phoenix Hagen wieder die alleinige Spitze mit 22:4-Siegen. Der nächste Heimspielgegner der RheinStars (Montag, 23. März) trifft am Sonntag auf Nürnberg. Erster Verfolger sind die Hakro Merlins Crailsheim mit 20:6-Erfolgen, die überraschend in eigener Halle am Mittwoch den EPG Baskets Koblenz unterlagen (76:78).  Dahinter folgen nun Göttingen und die Eisbären Bremerhaven mit je 19:7-Siegen. Auf den Abstiegsplätzen konnten zuletzt die SBB Baskets Wolmirstedt punkten und stehen bei 7:19-Siegen einen Platz und einen Erfolg vor den Uni Baskets Münster (6:20). Davor rangieren die Bayer Giants Leverkusen (8:18) sowie Tübingen und die Paderborn Baskets (je 9:17).

Liveticker: https://bit.ly/4sDIr9w

Livestream: https://bit.ly/3NcTmrY

Topscorer im Hinspiel: Jasper Günther  Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars bringen sich selbst um den Lohn

Denkbar knapp scheiterten die RheinStars an einem komplett erfolgreichen Doppelspieltags-Wochenende. Nach dem 113:96-Coup bei den EPG Baskets Koblenz am Freitag, lagen sie bis in die Schlussminute auch gegen die VfL Sparkassen Stars aus Bochum vorne, um dann doch noch 89:93 (47:42) zu unterliegen. So reihen sich die Kölner Aufsteiger nach 26 von 34 Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA im unteren Mittelfeld des Klassements ein. In sicherer Entfernung von den Abstiegsrängen und seit Sonntag leider auch erstmal wieder von den Playoff-Plätzen. Trotzdem erlebten die 1.392 Zuschauer in der Motorworld einen mitreißenden Basketball-Nachmittag zum „koelnistkool“-Spieltag. Für die Kölner geht es am kommenden Samstag bei den Tigers Tübingen weiter, bevor sich dann am Montag, den 23. März mit Phoenix Hagen in Gestalt des Tabellenführers die ultimative Herausforderung am Butzweiler Hof vorstellt.

„Es war das erwartete physische Spiel. Die Jungs haben das nach dem wichtigen Sieg am Freitag eigentlich ordentlich gemacht gegen einen schwer zu spielenden Gegner, sich aber im entscheidenden Moment mit komplett unnötigen Fehlern selbst um den Lohn gebracht“, kommentierte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Wir sehen, dass wir an die oberen Mannschaften der Liga weiter heranrücken. Wir sehen aber auch, was uns noch fehlt auf dem Weg dahin.“

Auf dem letzten möglichen Playoff-Platz acht liegen die Bochumer nun wieder zwei Siege vor den RheinStars, plus den direkten Vergleich. Köln müsste also in der verbleibenden Spielen der Hauptrunde drei Spiele mehr gewinnen als die SparkassenStars. Entsprechend ärgerten sich die RheinStars über die späte Niederlage. „Wenn du eine Minute vor Schluss mit fünf Punkten führst und den Ball hast, dann musst du das Spiel gewinnen“, waren sich alle einig. Egal, ob nun Headcoach Zoran Kukic gefragt wurde, Assistant Coach Oliver Elling, Kapitän Mike Miller, Maxi Begue oder Haris Hujic. Die Antwort war unisono Kopfschütteln über die eigenen Fehler. 5 Ballverluste, mal verdribbelt, mal schlecht gepasst, mal noch schlimmer eingeworfen. Das 89:84 verwandelte sich in ein 89:93. Bochum jubelte ausgelassen mit den mehr als 50 mitgereisten Fans, während die RheinStars konsterniert das Geschehen verfolgten.

Bis zum Finale hatten sich die Kontrahenten einen leidenschaftlichen Kampf geliefert. Waren bis auf wenige Ausnahmen Kopf an Kopf bis in die Schlussminuten marschiert, wobei die Hausherren meist vorne lagen. Köln vielleicht einen Tick spielstärker. Bochum entschlossen, den aktuellen Playoff-Platz zu verteidigen, nie aufgebend, irgendwie typisch Ruhrgebiet. Die höchste Führung des Spiels notierten die Statistiker in der 18. Minute mit 42:32, doch Bochum war kurz nach dem Seitenwechsel bei 47:44 wieder dran. Noch zweimal konnten sich die RheinStars im dritten Viertel auf neun Punkte davon arbeiten (53:44, 56:47). Bochum ließ sich nicht abschütteln und gelangte bei 70:71 in der 33. Minute erstmals selbst in Führung. Aber auch Köln war in der Lage zu kontern, mal von außen, mal von innen über die großen Jungs. Und als Björn Rohwer zwei Freiwürfe sowie Mike Miller einen Dreier zum 87:81 knapp zwei Minuten vor dem Ende verwandelten, waren die Hausherren drauf und dran, den entscheidenden Schritt in Richtung Playoff-Kampf zu vollziehen. Dann brach die Schlussminute an …

Viertel:  22:18, 25:24, 20:21, 22:30

Spielfilm: 8:3 (5.), 22:18 (10.), 31:27 (15.), 47:42 (20.), 59:55 (25.), 67:63 (30.), 78:76 (35.), 89:93 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 33 von 69/48%, Bochum (32/66, 48%), FW Köln 80% (12/15) zu 68% (19/28), 12:13 Assists, 41 (14 offensiv): 31 (11) Rebounds, 22:19 Fouls, 4:12 Steals, 3:2 Blocks, 8:17 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4bcklMb

RheinStars: Cedric Russell (22 Punkte/6 Dreier, 4 Rebounds), Zac Watson (4), Jasper Günther (2, 2 Assists), Maxi Begue (10, 3 Ass, 4 Reb.), Haris Hujic (5/1), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (11/1, 6 Reb, 2 Ass), Justin Onyejiaka (2), Mike Miller (17/3, 2 Ass, 9 Reb, 2 Steals), Hall B. Elisias (4, 2 Reb.), Kenny Baptiste (12, 7 Reb)

Maxi Begue auf dem Weg zum Korb. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars verabschieden sich vom Abstiegskampf

Mit einem spektakulären Auftritt haben die RheinStars am Freitagabend den Doppelspieltag eingeläutet. Die Kölner gewannen 113:96 (59:47) bei den keinesfalls schlechten EPG Baskets Koblenz und verabschiedeten sich endgültig aus dem Kreis möglicher Abstiegskandidaten. Sie verkürzten durch den Erfolg am 25. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga sogar den Rückstand auf den ersten möglichen Playoff-Platz acht auf nur noch einen Sieg – und dort sitzt der morgige Gegner, die VfL Sparkassen Stars aus Bochum. Ab 17 Uhr spielen die RheinStars also um eine realistische Chance in Richtung Playoffs.

Zwei Spiele gewannen die RheinStars in Serie, beide Auswärts. Mit insgesamt mehr als 200 Punkten. Köln ist kool, möchte man sagen – und unter diesem Motto firmiert auch der Spieltag am Sonntag. Sehr passend also bezogen aufs Momentum, wobei sich die Verantwortlichen eher zurückhaltend äußerten. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass bereits zehn Siege zum Klassenerhalt reichen werden, aber mit dem heutigen elften Saisonerfolg ist es umso besser“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Und Assistant Coach Oliver Elling bemerkte: Mit einem Sieg am Sonntag, denke ich, spielen wir bis zum Ende der Hauptrunde um einen Playoff-Platz.“ Aber, im Hinspiel setzte es ein 67:92 im Ruhrgebiet und der Respekt vor den Bochumern ist groß, auch wenn die jüngsten drei Spiele knapp verloren gingen. Am Freitagabend zu Hause mit 70:72 gegen die Bayer Giants aus Leverkusen. Den direkten Vergleich wie die acht Punkte (84:92) gegen die EPG Baskets aufzuholen scheint unwahrscheinlich.

Wie auch immer der Sonntag in der Motorworld ausgehen wird, der Auftritt in der Koblenzer EPG-Arena vor 1.270 Zuschauer gehörte zu den besten der bisherigen Saison. „Den ersten Teil der beiden Prüfungen haben wir bravourös bestanden, jetzt geht es darum, mit Bochum auch gegen die zweite physisch starke Mannschaft zu bestehen“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport und fügte an: „Wir haben uns in den vergangenen Wochen immer mehr zu einer stabilen Mannschaft entwickelt, jeder hat eine Aufgabe und eine Rolle für sich im Team gefunden – und wir hatten am Freitagabend wirklich außergewöhnlich Wurfquoten.“ Allen voran Haris Hujic, der in der ersten Halbzeit 20 Punkte beisteuerte, sechs von sieben Dreierversuchen traf und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Kölner Ende des zweiten Viertels zur zweistelligen Pausenführung davonzogen. „Endlich, endlich“, freute sich Hujic, der nach zwei Jahren Verletzungspause zusehends in Form kommt und am Ende bei 26 Zählern landete, nicht weit weg von seinem ProA-Rekordspiel gegen Münster vor mehr als drei Jahren. Dereinst noch im Leverkusener Trikot.

Aber die Hujic-Gala war nur eine von mehreren Höhepunkten an dem Abend. So lieferte sich Mike Miller spektakuläre Duelle mit seinem bärenstarken US-Konkurrenten Calvin Wishart, dass der Kölner Kapitän wohl für sich entscheiden konnte. Und Miller fand zudem die Zeit, entscheidende Akzente für sein Team zu setzen. Ebenso wie Cedric Russell oft durch Dreier knapp vor Ablauf der Angriffszeit oder aus dem Fastbreak heraus. Zusätzlich holten sich die großen Jungs um den schlau agierenden Kenny Baptiste und den sprunggewaltigen Hall B Elisias diesmal das Duell unter den Körben (39:34), was im Hinspiel noch deutlich an die EPG Baskets ging mit 26:43. Kein Wunder also, dass die RheinStars Ende des dritten Viertels weiter davonziehen konnten und den Abend mit einem Punktrekord für die Saison beendeten – und mit dem Kapitel „Playoff-Chance“ ein neues, hochinteressantes Projekt starten konnten.

Viertel:  28:29, 31:18, 32:22, 22:27

Spielfilm: 12:18 (5.), 28:29 (10.), 40:41 (15.), 59:47 (20.), 73:58 (25.), 91:69 (30.), 100:80 (35.), 113:96 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 40 von 71/56%, Baskets (32/70, 46%), FW Köln 76% (16/21) zu 65% (15/23), 19:20 Assists, 39 (11 offensiv): 34 (12) Rebounds, 23:23 Fouls, 5:6 Steals, 3:4 Blocks, 10:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4rORhRX

RheinStars: Cedric Russell (18 Punkte/4 Dreier, 3 Rebounds), Zac Watson (5/1), Jasper Günther (6, 4 Assists), Maxi Begue (8, 3 Reb.), Haris Hujic (26/7, 2 Ass), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (12/1, 2 Steals), Justin Onyejiaka (3), Mike Miller (19/3, 4 Ass, 11 Reb, 2 Steals), Hall B. Elisias (5, 4 Reb.), Kenny Baptiste (11/1, 5 Reb)

Foto: Gero Müller-Laschet

Zwei Chancen zur Revanche im Blick

Noch zehn Spieltage sind in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zu absolvieren und für die 18 Klubs steht nach der internationalen Spielpause ausnahmslos eine hohe Belastungsprobe an. Denn die Liga startet mit einem Doppelspieltag in die Schlussphase der Hauptrunde.  So reisen die RheinStars am Freitag nach Koblenz zu den EPG Baskets (19.30 Uhr) und erwarten die VfL SparkassenStars Bochum am Sonntag um 17 Uhr in der Motorworld zum „koelnistkool“-Sonderspieltag.

Nach dem zehnten Saisonerfolg vor gut 14 Tagen beim BBC Bayreuth sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport: „Wir haben die Distanz zu den Abstiegsrängen ausbauen können. Das soll uns nicht leichtsinnig machen, aber Ruhe und Selbstvertrauen für die letzte Phase der Saison geben. Zudem wird der anstehende Doppelspieltag zeigen, wie weit wir in unserer Entwicklung vorangekommen sind. Seit Anfang der Saison haben wir uns kontinuierlich weiterentwickelt und erfolgreich gespielt. Nun haben wir mit Koblenz und Bochum zwei Teams vor der Brust, die sehr physisch spielen. Das hat uns zuletzt noch Probleme gemacht. Deshalb bin ich gespannt wie wir das Wochenende gestalten und freue mich auf die Spiele.“ Und mit einem weiteren Sieg könnten sich die Kölner wohl endgültig aus dem engeren Kreis der Abstiegskandidaten verabschieden. Bis dahin aber ist noch viel zu tun. „Gleich mit einem Doppelspieltag zu starten, macht es für Trainer und Teams nicht einfacher“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Zumal das erste Spiel nach einer Pause immer schwierig ist. Aber wir haben gut trainiert mit den Jungs und wollen das auch aufs Parkett bringen.“

Mit Koblenz (11:13 Siege) und Bochum (12:12) stehen zudem zwei Gegner im Spielplan, die den RheinStars auf unterschiedliche Weise in der Hinrunde das Leben schwer gemacht haben. Nun stehen die Revanchen an. Noch in Düsseldorf unterlagen die RheinStars dem Tabellennachbarn Koblenz 84:92 und zogen dabei im Rebound-Verhältnis (26:43) deutlich den Kürzeren. Der Auftaktniederlage im Castello folgten dann allerdings drei Heimsiege über Gießen, Crailsheim und Leverkusen. In Bochum wurden die Kölner am dritten Spieltag beim 67:92 im ersten Viertel überrannt von den körperlich sehr präsenten SparkassenStars. 3:21 stand es nach knapp sechs Minuten; 11:31 nach dem ersten Viertel. Immerhin, das zweite Viertel holten sich die Kölner mit 30:14. Allerdings sind die RheinStars inzwischen deutlich stabiler unterwegs und gerade in eigener Halle jedem Gegner gefährlich.

Lage der Liga
Das Topspiel am kommenden Wochenende steigt bereits am Freitagabend in Hagen, wenn mit Phoenix (20:4 Siege) und der BG Göttingen (19:5) die beiden führenden Teams der Liga aufeinandertreffen. Bei einem Göttinger Erfolg könnten die Hakro Merlins Crailsheim (19:5) zur Spitze aufschließen. Im unteren Tabellendrittel treffen sich am Freitag die Uni Baskets Münster (6:18) und der BBC Bayreuth (9:15) im direkten Duell. Die Bayreuther müssen dann am Sonntag bei den SBB Baskets Wolmirstedt (6:18) erneut auswärts ran.

Liveticker vs Koblenz: https://bit.ly/4rORhRX
Livestream (ab 5.99 Euro): https://bit.ly/4udTWq8

Foto: Gero Müller-Laschet

Sondertrikot zum koelnistkool-Spieltag

Fans und Freunde der RheinStars aufgepasst! Zum Heimspiel am 8. März gegen die VfL SparkassenStars Bochum (Tippoff 17 Uhr) gibt es einen Sonderspieltag in der Motorworld zusammen mit der Instagram-Plattform koelnistkool – inklusive einem Sondertrikot!

Auf dem Trikot zum 26. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA findet ihr nicht allein wie gewohnt den Stadtplan, sondern auch markante Basketball-Courts im Stadtgebiet. Die Trikots sind limitiert auf 111 Stück und werden exklusiv am Spieltag an unserem Merch-Stand verkauft. Sie sind nicht vorbestellbar, können aber im Nachhinein mit Wunschnummer oder Name versehen werden.

Möglich wurde das dankenswerterweise durch die Freigabe der Trikot-Werbeflächen von Flossbach von Storch SE.  Das Statement von Flossbach von Storch: „Es wird ein besonderer Spieltag mit einem sehr gelungenen Trikot, das die RheinStars zusammen mit koelnistkool als Presenter entworfen und entwickelt haben. Deshalb stellen wir den Platz auf dem Trikot der ProA-Mannschaft gerne für diese einmalige Aktion zur Verfügung.”

Schnell ein Ticket sichern für das koelnistkool-Spiel: https://bit.ly/4et7OnJ

Foto: RheinStars Köln

Mit guten Gefühlen und zehntem Saisonsieg in die kurze Pause

Mit einem souveränen Auswärtssieg gehen die RheinStars in die internationale Spielpause am kommenden Wochenende. Am Samstagabend setzten sich die Kölner mit 93:82 (53:44) am 24. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA beim BBC Bayreuth durch und vergrößerten ihren Vorsprung mit nun zehn Saisonerfolgen auf die beiden Abstiegsplätze auf vier Siege. „Das war wieder ein sehr wichtiger Erfolg für uns“, sagte der Geschäftsführer Sport Stephan Baeck. „Wir haben einen direkten Konkurrenten souverän bezwungen und die Distanz zu den Abstiegsrängen ausbauen können. Das soll uns nicht leichtsinnig machen, aber Ruhe und Selbstvertrauen für die letzte Phase der Saison geben.“.

Bis zum kommenden Donnerstag haben die Spieler nun Zeit, um sich zu erholen und mental auf den Schlussspurt in der zweithöchsten deutschen Spielklasse vorzubereiten. Der beginnt dann auch für alle mit einem Doppelspieltag. Die RheinStars spielen am Freitag, 6. März bei den EPG Baskets Koblenz, bevor am Sonntag, den 8. März der „KölnistKool“-Sonderspieltag gegen die VfL SparkassenStars Bochum in der Motorworld steigt.

Auch wenn der Weg zum Klassenerhalt mit dem Erfolg in der Oberfrankenhalle vor 2.435 Zuschauern nicht mehr allzu weit scheint, wollten sich die Kölner nach der Partie noch lange nicht zum erfolgreich absolvierten Abstiegskampf gratulieren lassen. „Wir gehen Schritt für Schritt und von Spiel zu Spiel“, sagte Headcoach Zoran Kukic. „Für uns war das aber trotzdem heute ein wichtiger Schritt, weil wir uns auch als Team in die richtige Richtung entwickeln. Wir waren von Anfang an im Spiel, haben ein sehr starkes zweites Viertel gespielt, gut verteidigt und auch in kritischen Phasen nicht den Kopf verloren. Was bei der lauten Halle mit dem Publikum nicht einfach war. Und die Mannschaft verkraftet es auch, wenn mal einer einen nicht so guten Tag hat. Dafür springen dann andere in die Bresche. Wir gehen mit einem guten Gefühl in die Pause.“

Zum guten Gefühl trugen in Bayreuth auch die großen Jungs mit 47 Punkten und 24 Rebounds bei. Björn Rohwer (15 Punkte mit drei getroffenen Dreiern), Hall B Elisias (14 Punkte und 7 Rebounds in nur 13:35 Minuten), Kenny Baptiste (12 Punkte, 4 Rebounds) und Zach Watson (6 Punkte, 7 Rebounds) kontrollierten ab dem zweiten Viertel erst das eigene Brett und zunehmend dann auch das der Bayreuther. Zeitweise lagen die Abschlussquoten unter dem Korb bei über 70 Prozent. Ein herausragender Wert. Dazu kamen diesmal im Aufbau wie gewohnt Kapitän Mike Miller und Haris Hujic, der sich nach zuletzt ein paar schwächeren Spielen eindrucksvoll zurückmeldete.

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (25:25) hatten sich die Kölner bis zur Pause einen Vorsprung von neun Zählern (53:44) herausarbeiten können. Spielten auch nach dem Seitenwechsel unaufgeregt weiter gegen die Bayreuther, die erstmals mit ihrem US-Neuzugang Kyle Sturdivant (13 Punkte) spielen konnten – aber wohl bis zum Saisonende auf den starken Moritz Plescher verzichten müssen. Bis auf 14 Punkte (59:45/22. Minute) bauten sie die Führung aus, bevor sich der BBC fangen konnte und zurück ins Spiel fand. Fünf Minuten später stand es 63:63. Trotzdem verzichtete Headcoach Kukic auf eine Auszeit. „Ich hatte das Gefühl, das die Jungs das selbst regeln werden. Wir haben auch in der Phase ordentlich gearbeitet, aber nicht getroffen.“ Und Kukic lag richtig. Die RheinStars attackierten weiter den Bayreuther Korb, bewegten den Ball gut und antworteten in den folgenden fünf Minuten mit einem 15:2-Lauf (78:65/32.). Anschließend brachten sie die Begegnung und damit den zehnten Saisonsieg sicher und verdient auf die Habenseite.

Viertel:  25:25, 28:19, 20:21, 20:17

Spielfilm: 13:15 (5.), 25:25 (10.), 37:35 (15.), 53:44 (20.), 59:57 (25.), 73:65 (30.), 78:72 (35.), 93:82 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 35 von 65/54%, BBC (31/66, 47%), FW Köln 79% (11/14) zu 59% (10/17), 16:21 Assists, 37 (11 offensiv): 29 (8) Rebounds, 17:20 Fouls, 6:9 Steals, 0:1 Blocks, 16:15 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier: https://bit.ly/4kKpMX6

RheinStars: Cedric Russell (5 Punkte/1 Dreier, 2 Rebounds, 2 Steals), Zac Watson (6/2, 7 Reb.), Jasper Günther (4, 2 Assists), Maxi Begue (4), Haris Hujic (16/3, 4 Ass), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (15/3, 6 Reb, 2 Ass), Justin Onyejiaka (7, 2 Reb), Mike Miller (10/2, 4 Ass, 6 Reb), Hall B. Elisias (14, 7 Reb.), Kenny Baptiste (12/1, 4 Reb)

Fotos: www.Ochsenfoto.de / Thorsten Ochs

 

Schwere Auswärtsaufgabe beim BBC Bayreuth

Ein schnelles Wiedersehen mit einem traditionsreichen Basketball-Standort steht für die RheinStars am kommenden Samstag an. Zum 24. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga treten die Kölner beim ehemaligen Bundesligisten BBC Bayreuth in der Oberfrankenhalle an (Tippoff 19 Uhr). „Es wird sicher keine einfache Aufgabe, aber trotzdem ist es schön, dass wir an die langjährige Tradition mit vielen spektakulären Spielen aus der Bundesliga aktuell in der ProA anknüpfen können“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Das Hinspiel hatten die RheinStars am 11. Januar überraschend mit 90:82 gewinnen können, wobei den Wagner-Städtern wichtige Spieler fehlten. „Sie haben ein gute Mannschaft“, sagt Headcoach Zoran Kukic vor dem Spiel der punktgleichen Teams (je 9:14 Siege). „Für mich sind sie auch immer noch eher ein Playoff-Kandidat. Leider kannst du es im Sport nicht immer so genau planen und dann läuft die Saison eben auch mal nicht so wie gewünscht. Trotzdem ist es ein Team, das über gute deutsche und ausländische Spieler verfügt.“ So rechnen die RheinStars mit der Rückkehr des starken Moritz Plescher, dem Debüt des US-Amerikaners Kyle Sturdivant und dem Einsatz des jungen ProB-Topscorers (24.5 Punkte pro Spiel) Jonathan Zeisberger, der per Doppellizenz aus Oberhaching von der Tropics kommt.

Wie auch immer es ausgehen wird, BBC-Vereinshistoriker Dr. Peter-Michael Habermann wird der Historie ein weiteres Ergebnis hinzufügen können. Bisher gab es zwischen Bayreuth und Köln 47 Spiele, davon 45 Spiele in der BBL, ein Spiel in der Pro A und ein Pokalspiel. 29 Kölner Siegen stehen 18 Erfolge der Süddeutschen gegenüber.

Lage der Liga – Spitzenspiel im Norden, wegweisende Kellerduelle

An beiden Enden der Tabelle stehen am Wochenende wegweisende Spiele an. Die Eisbären Bremerhaven als Vierter erwarten Ligaprimus Phoenix Hagen zum Spitzenspiel, außerdem empfangen die Hakro Merlins Crailsheim als Dritter die Artland Dragons als Fünften. Richtig rund geht es aber vor allem in der unteren Tabellenhälfte. Die letzten acht Mannschaften treffen in direkten Duelle aufeinander. Köln und Bayreuth (beide 9:14 Siege) wie erwähnt, dann empfangen die Paderborn Baskets (8:15) am Freitag die Uni Baskets Münster (6:17). Am Samstag spielen dann die Bayer Giants Leverkusen (6:17) gegen die Tübingen Tigers (8:15), die nur eines ihrer letzten zehn Spiele gewinnen konnten. Die SBB Baskets Wolmirstedt (6:16) haben gleich zwei schwere Auswärtsaufgaben: Freitag bei den heimstarken PSK Lions Karlsruhe (9:13). Sonntag folgen dann die EPG Baskets Koblenz (10:13).

Liveticker/Boxscore: https://bit.ly/4kKpMX6

Livestream (ab 5.99 Euro):  https://bit.ly/4qLoPz0

Freude nach dem Hinspielsieg – Foto: Gero Müller-Laschet

Gut, aber noch zu fehlerbehaftet

Ein überraschend knappes Spiel an einem ungewöhnlichen Spieltag, jedenfalls für Kölner Verhältnisse. Am Karnevalssonntag unterlagen die RheinStars am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 76:79 (37:39) dem Tabellenvierten Eisbären Bremerhaven – und ärgerten sich nachher zurecht, weil mehr möglich gewesen wäre gegen den Favoriten. „Es war ein gutes Spiel von uns, auf Augenhöhe mit einer cleveren Mannschaft. In dem wir aber in den entscheidenden Momenten beinahe immer einen Fehler gemacht haben. Bremerhaven hat in diesen Phasen smarter und klüger gespielt, das war der kleine, aber feine und ausschlaggebende Unterschied“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport nach einem sehr unterhaltsamen Spätnachmittag vor 1.004 Zuschauern in der Motorworld.

„Wir ärgern uns heute nicht, dass wir das Spiel knapp verloren haben. Wir ärgern uns darüber, dass wir die Partie hätten gewinnen können“, sagte Jasper Günther, der gerade in der Defense zusammen mit Mike Miller immer wieder für die kölschen Chancen im Spiel gesorgt hatte.  Doch in der Offense ließen die RheinStars an diesem stimmungsvollen Karnevalsspieltag zu viele Möglichkeiten aus. Wurden ihrerseits von der Eisbären aber auch gut verteidigt. Die hatten zudem das Pech zu verarbeiten, das ihr Donnerstags-Neuzugang aus der BBL, John Bryant, nicht anreisen konnte, weil sich der Center im ersten Training wohl schwer an der Achillessehne verletzt hatte. Dafür waren die herzlich begrüßten kölschen Jungs Jannis von Seckendorff und Jordan Samare dabei, die in der komplett von kölscher Musik getragenen Partie jedoch eher unauffällig agierten.

Ein Blick in die Statistik verstärkte den Ärger über eine erneut verpasste Chance des Underdogs, der auch das Hinspiel an der Nordsee nur mit zwei Punkten verloren hatte. Köln war statistisch betrachtet effektiver (95:84), holte mehr Rebounds (35:30), hatte mehr Assists (17:15), weniger Ballverluste (9:13), mehr Steals (9:5), warf aus dem Spiel heraus mehr Punkte (65:59). Und lag eigentlich nur in der eigentlich ausschlaggebenden Statistik hinten, den Gesamtpunkten.

Andererseits ist es mittlerweile bemerkenswert, dass die Kölner in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit ihren Coaches den Abstand zu den Topteams weiter verringern können. Wobei die Lücke sichtbar bleibt, denn noch ist das Spiel der RheinStars zu fehlerbehaftet. Das war beim Fünften Artland Dragons ebenso zu beobachten wie am Sonntag gegen die Eisbären als Vierten der Liga. Außerdem fehlt den RheinStars in dieser Saison oft noch das Quäntchen Biss und Entschlossenheit, um wirklich ein Teil des sicheren Mittelfelds werden zu können. So bleibt es aktuell beim Kampf um den Klassenerhalt. Wenn auch mit guten Aussichten auf Erfolg, denn der Abstand nach unten zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt weiterhin drei Siege.

„Wir brauchen alle von Anfang an bis zum Ende wach auf dem Feld, aber das schaffen wir nicht konstant. Das fehlt den Jungs und daran werden wir weiter hart arbeiten“, bemängelte Headcoach Zoran Kukic. Anders als in der Vorwoche gegen die Uni Baskets Münster hatten die Gäste diesmal den besseren Start und holten sich mit 16:21 die ersten zehn Minuten. Die RheinStars aber arbeiteten sich vor allem dank Miller, Günther und des starken Kenny Baptiste zurück ins Spiel und lagen in der 17. Minute 35:30 vorne. Die Eisbären konterten und kamen mit einem Viertel-übergreifenden 9:0-Lauf zum 37:41 (21.). Von diesem Zeitpunkt an lagen die Mannen von Trainer Steven Esterkamp vorne. In ihrer erfolgreichsten Phase mit bis zu elf Punkten (31./55:66).

Köln aber blieb bis in die Schlusssekunden hartnäckig dran, unterstützt vom bunten, gut gelaunten und kostümierten Publikum, angetrieben von den beiden Moderatoren Amiaz und Fabrice Kao. So wurde es ein kleines, überraschend spannendes Basketballfest, dem die RheinStars nicht die Krone aufsetzen konnten. Ob nun bei 63:68 (34.), 72:76 (38.) oder 74:77 (40.) – immer wieder vermasselten die Kölner sich selbst den entscheidenden Schritt zum endgültigen Umschwung. Bremerhaven konnte sich dem Zugriff der RheinStars beständig entziehen und brachte den Auswärtssieg verdient über die Ziellinie.

Viertel:  16:21, 21:18, 18:25, 21:15

Spielfilm: 6:12 (5.), 16:21 (10.), 32:28 (15.), 37:39 (20.), 47:53 (25.), 55:64 (30.), 65:71 (35.), 76:79 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 63/48%, Eisbären (25/57, 44%), FW Köln 79% (11/14) zu 87% (20/23), 17:15 Assists, 35 (11 offensiv): 30 (6) Rebounds, 24:14 Fouls, 9:5 Steals, 3:3 Blocks, 9:13 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier:  https://bit.ly/4romCL5

RheinStars: Cedric Russell (4 Punkte), Zac Watson (3/1, 4 Reb.), Jasper Günther (12/3, 3 Assists), Maxi Begue (6), Haris Hujic (3/1, 3 Ass., 3 Reb), Timmy Davis, Adam Paige, Björn Rohwer (6, 2 Reb), Justin Onyejiaka, Mike Miller (13/1, 6 Ass, 7 Reb), Hall B. Elisias (13, 4 Reb), Kenny Baptiste (16, 2 Ass. 7 Reb., 2 Blocks, 3 Steals)

Foto: Gero Müller-Laschet