RheinStars erwachen zu spät

Nein, der Weg der RheinStars Köln durch die 2. Basketball-Bundesliga ProA ist aktuell kein leichter. Wirklich nicht. Im dritten Heimspiel der Saison 2016/2017 setzte es die zweite Heimniederlage mit 76:81 (31:40) gegen die Niners Chemnitz am Donnerstagabend in der LANXESS arena. Dabei sahen die 1.643 Zuschauer zumindest in der zweiten Halbzeit zwei intensiv ackernde Mannschaften, von denen die Gäste aus Sachsen am Ende das Glück auf ihrer Seite hatten. Verdientermaßen. Köln steht nun bei 2:8 Punkten im Tableau – im Prinzip genau die umgekehrte Welt zum Vorjahr, als der damalige Liganeuling aus dem Rheinland mit vier Siegen und euphorisch in die Serie startete.

„Der Sieg geht in Ordnung. Leider“, befand Kölns Headcoach Arne Woltmann. „Glück muss man sich erarbeiten – und die Niners haben sich das verdient. Wir haben uns am Anfang gleich wieder das Leben schwer gemacht – und am Ende hat es dann halt nicht mehr gelangt. Auch wenn nicht viel gefehlt hat.“ Vielleicht hätte das Spiel etwas länger dauern können, damit die Kölner Bemühungen doch noch belohnt würden.

Letztlich retteten wohl zwei schwierige Dreier von Virgil Matthews in der Schlussphase die Gäste über die Zeit, als die RheinStars drauf und dran waren, samt dem Publikum im Rücken die lange verloren geglaubte Partie doch noch zu drehen. Zu viele leichte Fehler in der Offense, zu viele vergeben Würfe, zu oft hatte der Ball mal in die Reuse geschaut – und war dann doch nicht durchgefallen. So ging es von elf Punkten (63:74/37.) bis auf vier Punkte ran (73:77) zwölf Sekunden vor Schluss – aber das war es dann auch.

Zu hoch war die Hypothek hinten heraus in diesem Spiel, die sich die RheinStars vor der Pause eingefangen hatten. Chemnitz spielte als homogenes Team. Die Kölner hingegen waren zwar in der Verteidigung verbessert gegenüber dem Auftritt in Hanau, trotzdem in den Rebounds total unterlegen – und in der Offense oft zu langsam: der Ball wurde spät gepasst, schlecht bewegt und die Entscheidungen waren entsprechend. Mal wurde zu früh geworfen, mal zu spät, selten dann, wenn es sein sollte. Mitunter zum Haareraufen. Köln lag bis auf das 6:6 zu Beginn immer hinten.

Nach der Pause wurde es besser. Den Willen absprechen mochte man niemandem, aber der Weg blieb schwierig – und am Ende war zu wenig Zeit auf der Uhr. „Wir haben uns immer wieder heran gekämpft, hatten Phasen, wo wir uns das Momentum mit den Fans im Rücken geholt haben. Leider haben wir es aber auch versäumt, mit dem  letzten Schritt das Spiel endgültig auf unsere Seite zu ziehen – und Chemnitz durch eigene Fehler wieder stark gemacht. Uns fehlte das Vertrauen in die eigene Stärke. Am Ende war es der Mut der Verzweiflung, der uns fast noch das Spiel hat gewinnen lassen. Aber eben nur fasst. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, und die gehen wir an“, beschloss Manager Stephan Baeck den Abend in der LANXESS arena.

Viertelergebnisse: 15:21, 16:19, 19:19, 26:22

Besondere Stats: Turnover Köln 15 – Chemnitz 25; Steals Köln 17 – Chemnitz 8; Rebounds Köln 26 – Chemnitz 45

RheinStars: Chris Eversley (12), Hugh Robertson (22), Robin Christen (7), Jelani Hewitt (8), Dennis Heinzmann (5), Alex Foster (13/3 3er), Lennart Steffen (3), David Downs (6), Andi Wenzl, Tim van der Velde. Ohne Einsatz: Antonio Pilipovic, Bene van Laack.

Die Stats des Spiels hier

Foto: Topscorer Hugh Robertson I Gero Müller-Laschet

Tabellenzweiter aus Chemnitz gastiert in Köln

Vor einer weiteren spannenden Herausforderung stehen die RheinStars Köln am Donnerstag gegen die Niners Chemnitz, den aktuellen Tabellenzweiten. Die Sachsen sind mit drei Siegen in die Spielzeit 2016/2107 der 2. Basketball-Bundesliga ProA gestartet und haben dabei unter anderem mit den Oettinger Rockets Gotha einem Favoriten ein Bein stellen können – auswärts. Das soll sich ab 19.30 Uhr in der LANXESS arena (Live auf sportdeutschland.tv) nicht wiederholen, wenn unter den Zuschauern zahlreiche Erstsemester der Uni Köln und der Deutschen Sporthochschule sein werden – sowie die Kinder aus dem Basketballcamp der RheinStars mit ihren Begleitungen.

„Die Niners haben ihr Teamgerüst aus dem Vorjahr behalten und gute Jungs dazubekommen. Sehr viele im Team können auf mindestens zwei Positionen spielen“, beschreibt Kölns Headcoach Arne Woltmann die Vorzüge des kommenden Gegners. Besonders die Power Forwards Joseph Lawson und Michael Fleischmann haben es ihm angetan, aber auch die jüngsten Auftritte von U20-Nationalspieler Daniel Mixich gefallen Woltmann.

Doch Woltmann geht es gar nicht in erster Linie um das Können der Gäste, sondern um die Arbeit der eigenen Mannschaft. „Wir müssen besser verteidigen und unsere Bälle im Angriff gut verteilen, also uns die Würfe richtig rausarbeiten. Die Mannschaft, die ihr eigenes Spiel durchdrücken kann, gewinnt.“

Manager Stephan Baeck: „Wir müssen von der Einstellung wie gegen Hamburg auflaufen und in der Defense füreinander arbeiten. Das haben wir in Kirchhein, aber vor allem auch in Hanau am vergangenen Samstag über weite Strecke überhaupt nicht getan und das will ich auch nicht mehr sehen.“

Immerhin, die RheinStars mussten anders als zu den Spielen zuvor keine weitere Verletzungen oder Erkrankungen hinnehmen, so dass der gleiche Kader wie in Hanau auflaufen kann. Mindestens.

 

Mehr als 70 Kids im RheinStars Basketball-Camp

Mehr als 70 Kinder im Alter von 8 bis 18 Jahren sind aktuell im Basketball-Camp der RheinStars Köln im Joseph-DuMont Berufskolleg an der Escher Straße und verbessern dort ihre Fähigkeiten unter Anleitung der RheinStars-Jugendtrainer. Zudem besuchten in dieser Woche die Profis Chris Eversley, Hugh Robertson, Robin Christen und Thomas Müller-Laschet die Kids, coachten bei deren Spielen, gaben Tipps und standen sowohl für Fragen und Autogramme zur Verfügung.

Foto: Können Alex Foster & Co. ihr Spiel durchsetzen? I Gero Müller-Laschet

 

Erste Halbzeit kostet RheinStars alle Chancen

Es bleibt dabei in der noch jungen Saison 2016/2017 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die RheinStars Köln können auswärts keinen Blumentopf gewinnen. Am Samstag unterlag die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann bei den starken Hebeisen White Wings Hanau mit 66:76 (34:50). „Wir müssen besser und intensiver verteidigen, so kann das nicht weitergehen. In der Defense stehen wir schlecht, helfen uns nicht und schwächen somit unser Selbstvertrauen, dass wir für die Angriffe brauchen würden“, sagt Manager Stephan Baeck nach dem Auftritt in der Main-Kinzig-Halle. „Erste Hälfte wie Kirchheim, immerhin wurde es danach etwas besser.“ Am Donnerstag geht es gegen die Niners Chemnitz in der LANXESS arena (19.30 Uhr) weiter.

Die RheinStars kamen im Angriff selten in Korbnähe und konnten zudem die Hausherren beim Wurf oder beim Zug zum Korb wenig aufhalten. Köln kam in der Defense tatsächlich erst bei 34:50 (18.) leidlich besser mit den White Wings zurecht. Traf in der Offense zum Ende des zweiten Viertels allerdings zwei, drei schlechte Entscheidungen, so dass kein Boden gut gemacht werden konnte bis zum Seitenwechsel. Zur Pause lagen die RheinStars dann folgerichtig deutlich hinten. 16 Punkte betrug der Rückstand nach den ersten beiden Vierteln. „Egal was nach der Pause passiert ist, das Spiel haben wir in der ersten Hälfte verloren“, konstatierte Trainer Woltmann.

Trotzdem, nach dem Seitenwechsel kamen die RheinStars mit mehr Energie ins Spiel, erarbeiteten sich ein Plus bei den Rebounds, suchten anfangs mehr den Weg zum Korb und verteidigten besser. Jedoch blieb es beim deutlichen Rückstand, denn die Kölner konnten ihre Chancen ihrerseits nicht nutzen. Doch nun wollten die Mannen von Coach Woltmann mehr. Christen an seiner alten Wirkungsstätte mit einem Dreier Foster mit Fastbreak, Dreier Steffen – nur noch sieben Zähler Rückstand (58:65/33.). Das Spiel bewegte sich in seine entscheidende Phase – anders als in Kirchheim hielten die RheinStars bis zum Ende mit, gewannen auch das letzte Viertel mit 16:11, doch der entscheidende Sprung heran an die Hanauer gelang nicht mehr.

Viertelergebnisse: 19:24, 15:26, 16:15, 16:11

Besondere Stats: Offensiv Rebounds 11:5 für Köln, Eversley 19 Punkte, 6 Rebounds, 17 Effektivität

RheinStars: Jelani Hewitt (5), Hugh Robertson, (7) Robin Christen (14), Chris Eversley (19), Dennis Heinzmann, Lennart Steffen (8), Andi Wenzl (4), David Downs (3), Alex Foster (5), Tim van der Velde (1). Ohne Einsatz: Antonio Pilipovic, Bene van Laack

Hier geht´s zu den komletten Stats

Foto: Robin Christen I Gero Müller-Laschet

 

Nach Hanau die Intensität aus Hamburg-Spiel mitnehmen

Nun also Hanau. Am Samstag wollen die RheinStars Köln ab 19.00 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) bei den Hebeisen White Wings ihren erkennbaren Aufwärtstrend fortsetzen, der sich bei dem bislang höchsten Sieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Hamburg Towers mehr als andeutete. Indes, die Aufgabe am vierten Spieltag wird keine leichte. „Hanau ist eine gut zusammengestellte Mannschaft, die sehr intensiv spielt und sicher auch uns herausfordern wird. Hanau hat in Hamburg gewonnen und dem Ligafavoriten Mitteldeutscher BC das Leben schwer gemacht. Das spricht für ihre Qualität“, sagt Headcoach Arne Woltmann mit Blick auf die bevorstehenden Reise in der Frankfurter Raum.

Im vergangenen Jahr verlor die Mannschaft von Woltmann zweimal gegen die Hessen. Während der Vorbereitung gelang zwar der erste Sieg, allerdings fehlte bei den Hanauern mit Kruize Pinkins unter anderem der Topscorer. Der US-Amerikaner erzielte zuletzt bei der Niederlage nach Verlängerung gegen den Topfavoriten MBC 30 Punkte bei 11 Rebounds. „Ein starker Mann. Aber wenn wir unser Spiel spielen können, dann haben wir immer eine Chance“, behauptet Chris Eversley, der bei seiner Heimpremiere im Kölner Trikot am Dienstag gegen Hamburg zu den herausragenden Akteuren des Spiels zählte.

Auf den ersten Blick betrachtet, sind beide Mannschaften bei einem Sieg und zwei Niederlagen nicht weit auseinander – wenn nicht die Würfe wären. Die RheinStars führen bei den 2-Punkte-Würfen mit einer Erfolgsquote von 58 % sogar die Ligawertung an, Hanau kommt hier als Vorletzter auf 42,2%. Hanau gehört dagegen zu den zwei besten Dreierteams, Köln zum hinteren Mittelfeld. „Das wird eine spannende Sache, aber der Sieg über Hamburg hat uns Auftrieb gegeben – und wenn wir die Intensität vom Dienstag mitnehmen können, dann haben wir auf jeden Fall eine Möglichkeit“, sagt Coach Arne Woltmann.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Deiters – Kooperation mit den Königen der Kostüme

Die Könige der Kostüme sind neuer Kooperationspartner der RheinStars Köln. Ab sofort gehen der Marktführer für Verkleidungen und Kostüme aller Art und der Zweitligist aus der 2. Basketball-Bundesliga ProA gemeinsame Wege. „Abgesehen davon, dass wir beide kölsche Wurzeln haben, gibt es viele Themen, die uns verbinden und zusammenführen“, sagt Deiters-Geschäftsführer Björn Lindert. „Angefangen vom Oktoberfest über Halloween und Weihnachten, der Karneval natürlich – und nicht zuletzt die größte Multifunktionsarena Deutschlands.“ In die LANXESS arena lädt Deiters am 31. Oktober zu Deutschlands größter Halloweenparty und die RheinStars Köln stellen ihr Heimspiel am 28.Oktober gegen die Crailsheim Merlins ganz ins Zeichen des Spektakels.

Zum Start der Kooperation hatte Deiters die Profis der RheinStars bereits mit Trachten eingekleidet, so dass Manager Stephan Baeck & Co. stilecht die Kölschen Wiesn von Gesellschafter Lukas Podolski besuchen konnten. Selbst für den 2.16m großen Dennis Heinzmann hatte das Größte Karnevalskaufhaus der Welt in Frechen die passende Kleidung parat. „Wir freuen uns dieses traditionsreiche Kölner Familien­unter­nehmen als neuen Kooperationspartner gewonnen zu haben. Die Partnerschaft ermöglicht beiden Seiten viel Spielraum, den wir alle mit viel Phantasie nutzen wollen“, sagt Stephan Baeck.

Am Wochenende geht es los mit der Halloween-Party! Achtet auf unsere Facebook-Seite!

Über Deiters
Deiters wird seit 2003 von Herbert Geiss Junior geführt und steht in der bereits vierten Generation als Kölner Familienunternehmen für Spaß rund um das Thema Verkleidung. Mittlerweile ist Deiters nicht mehr nur im Rheinland vertreten, sondern in ganz Deutschland darunter Städte wie Frankfurt, Stuttgart oder Berlin. Aber auch in anderen Karnevalshochburgen wie beispielsweise Aachen oder Mainz.  Im Bereich Köln bieten die Kultfiliale in der Gürzenichstraße und das im Jahr 2012 neu gebaute größte Karnevalskaufhaus der Welt in Frechen am Kreuz Köln-West ein perfektes Einkaufserlebnis, genau wie natürlich der Online-Shop!

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Foto: ligafoto.de/F.Bucco

 

RheinStars überzeugen gegen Hamburg

Dritter Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Endlich der erste Sieg für die RheinStars Köln. Am Dienstagabend besiegte die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann die Hamburg Towers mit einer überzeugenden Vorstellung 79:60 (39:29). Gestützt auf eine verbesserte Defense und – gerade in der zweiten Hälfte – begleitet von einer Menge erkennbarem Spielwitz. „Wir haben viele Sachen schon besser gemacht als zuletzt“, befand Arne Woltmann, „aber wir brauchen noch unsere Zeit, um alles weiter zusammenzuführen.“ Das Publikum jedenfalls war für den Moment mehr als zufrieden.

Und es war beileibe keine schlechte Gelegenheit zur Kehrtwende im Saisonverlauf, denn unter den 1.020 Zuschauern in der LANXESS arena befanden sich teils illustre Gäste. Gesellschafter Lukas Podolski lieferte sich mit Jung-Designer und DJ Noah Becker, dem basketballbegeisterten Sohn von Boris Becker, sogar ein Duell unter den Körben in der Viertelpause, das der Weltmeister mit einem Dreier knapp gewann. Der ehemalige Nationaltrainer Dirk Bauermann schaute zu – und mit der neuen Players Lounge um den Flamingo Royal Boutique Club holten sich auch die Macher um Dirk Budach mit Frau Janine Kunze ihre ersten Eindrücke. „Das Flamingo verleiht Flügel“, bemerkte Hennok Stauff als Geschäftsführer des Clubs verschmitzt.

Ein gelungener Abend also in der LANXESS arena, bei dem die Mannschaft über weite Teile als Einheit arbeitete – und in Chris Eversley, Hugh Robertson und Alex Foster ihre auffälligsten Akteure hatte, und mit Robin Christen einen weiteren, dem Erfolg sehr dienlichen Malocher. Vor allem Eversley fiel nicht allein durch eine starke Bilanz und seine Schutzmaske auf, sondern durch seinen schnellen Hände und Reaktionen, die viele RheinStars-Aktionen einleiteten oder erfolgreich abschlossen.

Wo die RheinStars nun stehen in ihrer Entwicklung, dass wollte Arne Woltmann noch nicht einschätzen. Zumal die Hamburger im Spiel nur mit einem etatmäßigen Point Guard auskommen mussten. „Das ist noch viel zu früh. Wir haben erst den dritten Spieltag und noch viel Arbeit vor uns. Aber es ist auf jede Fall besser zu gewinnen als zu verlieren.“ Am Samstag geht es bei den bärenstarken Hanauern weiter, die zuletzt in Hamburg gewannen und Bundesliga-Absteiger Mitteldeutscher BC einen heißen Kampf bei einer knappen Niederlage lieferten.

Viertelergebnisse: 18:13, 21:16, 24:15, 16:16

Besondere Stats: Robin Christen (+22), Chris Eversley (Eff. 18), Hugh Robertson (75% aus dem Feld 6/8), David Downs, Chris Eversley (je 5 Assists), Andi Wenzl (7 Rebounds).

Die komplette Statistik gibt es hier

RheinStars: Robin Christen (4), Hugh Robertson (15), Chris Eversley (15), David Downs, Dennis Heinzmann (7), Jelani Hewitt (8), Andi Wenzl (8), Alex Foster (14), Lennart Steffen (3), Tim van der Velde, Bene van Laack (5).

 

 

Harte Arbeit, Zeit und gegen die Towers die nächste Chance

„Startet man eine Saison mit zwei Niederlagen, ist das natürlich nicht schön. Gerade in der Situation, wo wir die Leute begeistern wollen, ihnen die Zuversicht geben möchten, das wir hier in Köln was erreichen können, macht es das natürlich viel schwerer“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf die nächste Aufgabe der RheinStars Köln am kommenden Dienstag gegen die Hamburg Towers in der LANXESS arena. Am gestrigen Samstag gab es nach dem 76:83 zum Auftakt gegen die Gladiators Trier die zweite Niederlage mit 72:88 bei den Kirchheim Knights.

Baeck führt aus: „Wir sehen, dass die Mannschaft noch sehr hart arbeiten muss, um sich zu finden. Aber es ist auch nicht verwunderlich, wenn wir die Vorbereitung sehen, wie viele Schwierigkeiten wir hatten. Wie viele Spieler verletzt waren, wie viele Umjustierungen im Kader wir noch mal kurzfristig vornehmen mussten – da müssen alle ihre Rolle und die Rollenverteilung noch finden. Es fehlt uns einfach Zeit, aber die werden wir uns nehmen und aufholen.“

Zur Vorstellung des RheinStars-Kaders in Kirchheim, bei dem Chris Eversley nach seinem Jochbeinbruch mit einer Schutzmaske spielen konnte, sagt Baeck: „Es fehlt den Jungs noch an Mut, das zu tun, was das richtige ist. Den aber brauchst du, um in der Verteidigung kompakt zu stehen und erfolgreich zu sein. Aber das tun wir nicht. Wir sind auch zu schlecht im Rebound und im Angriff zu wenig kompromisslos. Wir können das definitiv besser, diese Mannschaft hat mehr Qualität.“

„Um diese Qualität aber auch aufs Feld zu bringen, braucht es noch harte Arbeit“, sagt Baeck. „Und zwar so aufs Feld zu bringen, dass es auch jeder sieht. Zum Glück haben wir am Dienstag schon die nächste Gelegenheit. Mit Hamburg kommt in unserer jetzigen Situation ein großer, sehr schwerer Gegner. Wenn alle mitmachen, gemeinsam dranziehen. Die Mannschaft, die Fans – wenn wir ein Team sind, dann können wir das schaffen.“

Foto: Gero Müller-Laschet

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RheinStars unterliegen in Kirchheim

Es bleibt dabei. Die Kirchheim Knights sind für die RheinStars Köln kein gutes Pflaster. Beim letztjährigen Dritten der 2. Basketball-Bundesliga Pro unterlag die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann am Samstag in der Stadthalle Stadtmitte mit 72:88 (36:44). Das dritte Aufeinandertreffen, die dritte Niederlage. Trotz der Rückkehr von Chris Eversley gelang den RheinStars am zweiten Spieltag nicht der ersehnte erste Sieg. Am Dienstag kommen nun die Hamburg Towers nach Köln in die LANXESS arena (19.30 Uhr). „Wir kriegen die Qualität der Mannschaft noch nicht aufs Feld, es fehlt die klare Rollenverteilung. Die müssen wir uns erarbeiten, das braucht Zeit“, sagte Manager Stephan Baeck, „wir müssen besser verteidigen, kompromissloser zur Sache gehen und im Angriff konzentrierter abschließen.“

Die RheinStars begannen die Aufgabe in Baden-Württemberg mit David Downs, Hugh Robertson, Robin Christen, Alex Foster und Dennis Heinzmann. Nach etwas mehr als vier Minuten feierte Chris Eversley sein Saisondebüt. Der US-Amerikaner hatte unter der Woche eine Gesichtsmaske angepasst bekommen, die ihn nach seinem Jochbeinbruch schützen soll in den kommenden Wochen. Er kam im Laufe des Spiels auf 16 Punkte und 6 Rebounds bei einer Effektiviät von 18.

Anders als gegen Trier zum Saisonauftakt lief Köln permanent einem Rückstand hinterher. Gute Phasen wechselten sich dabei mit eher fahrigem Rebound-Verhalten oder Nachlässigkeiten im Angriff ab, die zu vielen leichten Ballverlusten führten. Andererseits konnten sich die Hausherren trotz einer deutlich höheren Zahl von Wurfchancen auch nicht entscheidend absetzen. Die höchsten Rückstände mit 12:24 (11.) und 25:38 (18.) verkürzte vor allem Alex Foster – bis zum Seitenwechsel traf er fünf seiner sieben Dreierversuche. Kurz vor der Pause hatten sich die RheinStars auf 36:40 (20.) herangeworfen, bei 36:44 wurde gewechselt.

Im dritten Viertel wuchsen die Kölner Bemühungen. Langsam kamen sie auf Schlagdistanz (57:58/29.) heran, aber eben nicht vorbei. Im Gegenteil, immer wenn die RheinStars drauf und dran waren, leisteten sie sich weiterhin Unachtsamkeiten bei den Rebounds bzw. in der Verteidigung insgesamt. So ging es mit 59:64 ins Schlussviertel.

Kirchheim erspielte sich einen Vorsprung bis auf 64:76 (34.). Die RheinStars versuchten es, blieben aber letztlich ohne entscheidenden Punch und wirkten mitunter zu wild bei ihren Anstrengungen. So blieb es ein erfolgloser Ausflug in den Süden. Es bleibt noch viel Arbeit, am Dienstag geht es gegen die Hamburg Towers (19.30 Uhr/LANXESS arena) weiter.

Besondere Stats: Alex Foster (23 Punkte/5 3er), Chris Eversley (16/6 Rebounds), David Downs (7 Assists). Turnover 24 Köln/12 Kirchheim. Rebounds 34/38

Die komplette Statistik gibt es hier

RheinStars: David Downs (3), Hugh Robertson (8), Robin Christen (8), Alex Foster (23), Dennis Heinzmann (4), Chris Eversley (16), Jelani Hewitt (4), Tim van der Velde, Lennart Steffen, Andi Wenzl (6). Ohne Einsatzzeit: Bene van Laack

Foto: Alex Foster (im Trierspiel) I Gero Müller-Laschet

 

Topduelle: Erst Kirchheim, dann kommt Hamburg

Die RheinStars Köln stehen vor ihrem ersten Doppelspieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach dem Auftakt gegen den vorjährigen Hauptrundensechsten Trier geht es nun am Samstag zum Tabellendritten der Vorsaison, den VfL Kirchheim Knights (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Und um das schwere Auftaktprogramm komplett zu machen, erwartet die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann am Dienstag dann mit den Hamburg Towers den Fünften der Saison15/16 zum Topduell in der LANXESS arena ab 19.30 Uhr.

„Wir wissen dann gleich, wo wir uns in der Liga einsortieren, was wir schon haben und was wir noch brauchen auf dem Weg in Richtung Playoff-Teilnahme“, sagt Manager Stephan Baeck. Während die Youngster um Leon Baeck definitiv auf sich warten lassen, ist auch der Einsatz von Chris Eversley nach seinem Jochbeinbruch weiter offen. Kommt er ins Team, rotieren dann alle Spieler tatsächlich auf die ihnen zugedachten Positionen. „Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass sich das nach so einer unruhigen Vorbereitungszeit mit Verletzungen und Spielernachverpflichtungen erst findet“, sagt Baeck weiter.

Ähnlich sieht es auch Coach Arne Woltmann mit Blick auf den kommenden Gegner. „Kirchheim hat komplett sein Gesicht verändert – und wird trotzdem eine Herausforderung bleiben.“ Die Knights setzten sich im ersten Saisonspiel beim hochgehandelten Aufsteiger Dresden Titans mit 92:90 durch, wobei sie erst spät zur Führung kamen, das Spiel zum Ende allerdings in der Hand hatten. „Sie haben die Nerven behalten, die wichtigen Würfe getroffen und sie hatten mit dem aus Hamburg gekommenen Jonathon Williams ihren prägenden Spieler“, sagt Woltmann. Williams kam in über 37 Minuten Spielzeit gleich auf vier Positionen zum Einsatz. Ebenfalls mehr als auffällig: Tim Koch traf bei seinen 29 Punkten beeindruckende sieben Dreierwürfe bei einer Wurfquote von fast 60 Prozent. Der letztjährige Hauptrundendritte ist also der nächste große Prüfstein.

Foto: Hugh Robertson I Gero Müller-Laschet

Tickets gegen Hamburg gibt es hier

Tolles Spiel, Comeback von Wenzl, aber kein Auftaktsieg

Es hätte der Abend von Andi Wenzl werden können. Rückkehr in den Profi-Basketball nach fast zwei Jahren Verletzungspause; mit 18 Zählern Topscorer seiner Mannschaft – aber er wurde es nur fast, denn am Ende zählte er zu den unterlegenen RheinStars Köln.  „Für Andi gilt das gleiche wie für alle anderen. Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team. Aber natürlich ist das schon gut zu sehen, wenn  jemand nach so einer langen Pause wieder auf den Feld steht“, sagte Headcoach Arne Woltmann nach dem 76:83 (42:39) zum Auftakt der 2. Basketball-Bundesliga Pro gegen die römerstrom Gladiators Trier. Weiterlesen