ProB startet Mitte Oktober

Meldung der BARMER 2. Basketball Bundesliga/RheinStars Köln

Köln, 06/07. Juli 2020 – Nach der vorzeitigen Beendigung der Saison 2019/20 aufgrund des Coronavirus plant die BARMER 2. Basketball Bundesliga den Start der Saison 2020/21 für den 16. Oktober 2020. Der Empfehlung der Liga, den Start der neuen Saison auf den 16. Oktober zu verschieben, stimmten die Bundesligisten einstimmig in einem digitalen Umlaufbeschluss zu. „Das gibt uns und unseren Spielern Planungssicherheit. Jetzt können die Trainer die Vorbereitungszeit fixieren, Termine für Testspiele vereinbaren und, und, und“, sagt RheinStars-Manager Stephan Baeck. „Und wir können die Terminierungen für die Heimspiele zusammen mit dem ASV Köln und der Liga konkretisieren.“ Offiziell soll die Vorbereitung mit der Mannschaft Anfang September starten.

Seit dem frühzeitigen Ende der Saison 2019/2020 wurden verschiedene Szenarien und Konzepte für einen Start der Saison 2020/2021 mit Zuschauern entwickelt. Geschäftsführer Christian Krings: „Nach der sehr positiven Lizenzierung, in der alle Vereine in dieser schweren und unsicheren Zeit hervorragende Arbeit geleistet haben und wirtschaftlich sehr solide Pläne eingereicht haben, geht es für uns nun darum, in dieser unsicheren Zeit den Start der neuen Saison zu planen. Gemeinsam werden wir alles in unserer Macht stehende unternehmen, um weiterhin unseren Teil zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen, aber auch einen Spielbetrieb mit Zuschauern zu ermöglichen, der für unsere Vereine existenziell wichtig ist. Basketball lebt von den Emotionen in der Halle und die Vereine sind auf die Zuschauereinnahmen angewiesen. Wir sind sehr optimistisch, dass wir mit einem gut entwickelten Hygienekonzept im Herbst wieder Spiele mit Fans ermöglichen können.“

Ein entsprechendes sportartenübergreifendes Hygienekonzept wird derzeit gemeinsam erarbeitet. Ziel ist es, durch das einheitliche Hygienekonzept für Vereine aus unterschiedlichen Ligen einen wirtschaftlich tragbaren Spielbetrieb mit Zuschauern, auch unter Berücksichtigung des neuen Beschlusses der Bundesregierung, zu ermöglichen. Dies soll unter anderem durch Anpassungen der bestehenden Abläufe beim Ticketing, Catering und der Steuerung der Zuschauerströme erreicht werden.

Spielleiterin Svenja Hellmig: „Durch Vereinsvertreter sowohl aus der ProA als auch der ProB haben wir ein breites Meinungsbild unserer Liga erhalten. Mit der frühzeitigen Entscheidung, den Saisonstart um einen Monat nach hinten zu verschieben, erlangen wir sowohl für die Vereine als auch für uns eine bessere Planbarkeit und sportlich eine einheitliche Saisonvorbereitung. Es wurden verschiedenste Szenarien entwickelt, um auch perspektivisch flexibel reagieren zu können.“

Quelle: BARMER 2. Basketball Bundesliga

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RheinStars starten in Nordgruppe der ProB

Jetzt ist es offiziell, die RheinStars Köln gehören in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB an. Der Aufsteiger und Erste der Regionalliga West wird in der kommenden Spielzeit in der Nordgruppe starten. „Wir freuen uns sehr auf die Herausforderung und vor allem auf die zahlreichen Duelle mit den anderen Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen“, sagt Manager Stephan Baeck. „Das wird sicher auch unsere Fans freuen und zu zahlreichen Auswärtsfahrten motivieren.“ Wann die Saison starten wird, ist noch nicht offiziell entschieden worden. Allerdings deuten die Zeichen auf eine Verschiebung des Starts in die zweite Oktoberhälfte hin.

Die RheinStars gehören zu der Mehrzahl der 24 Teams, die die Lizenz unter Bedingungen bzw. Auflagen erhalten haben. „Die Liga fordert anderthalb hauptamtliche Stellen im Nachwuchstrainerbereich“, erklärt Manager Baeck. „Diese Bedingung werden wir zum August mit drei hauptamtlichen Stellen übererfüllen.“ Neben NBBL-Headcoach und Assistant Coach Oliver Elling werden dann zwei weitere hauptamtliche Trainer für die Nachwuchsförderung eingestellt.

Headcoach Johannes Strasser sagt mit Blick auf die erteilte Lizenz: “Ich freue mich sehr, dass wir nach einem Jahr in der Regionalliga den direkten Wiederaufstieg geschafft haben. Besonders freut es mich für die Jungs und meinen Trainerstab mit Katharina Arnold und Oliver Elling, die das ganze Jahr so hervorragende Arbeit geleistet haben. Die RheinStars verdienen es als Organisation eine Herrenmannschaft im Profibereich zu haben.”

Zu den 12 Teams der Nordgruppe zählen neben den RheinStars aus NRW die ART Giants Düsseldorf, die EN Baskets Schwelm, die Iserlohn Kangaroos, die VfL SparkassenStars Bochum und die WWU Baskets Münster. „Jedes Spiel für sich ein attraktives Derby“, führt Baeck aus. Dazu kommen aus dem Großraum Berlin LOK Bernau als Ausbildungsclub von Meister Alba Berlin sowie die TKS 49ers Stahnsdorf und aus der Nähe von Halle die BSW Sixers als Kooperationspartner von Bundesligist Mitteldeutscher BC. Aus dem Raum Hamburg sind der Eimsbütteler TV als weiterer Regionalliga-Aufsteiger und der SC Rist Wedel (Partner der Hamburg Towers) dabei sowie aus Schleswig-Holstein die Itzehoe Eagles als ProB-Nordmeister mit Trainerurgestein Pat Elzie. Der 59 Jahre alte US-Amerikaner, dessen Karriere in Deutschland 1984 beim MTV Gießen als Spieler begann, führte u.a. 2013 den SC RASTA Vechta erstmals in die oberste Spielklasse und wurde in der vergangenen Spielzeit zum Trainer des Jahres in der ProB gewählt.

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Foto: Gero Müller-Laschet

Thomas Michel – der nächste Leistungsträger bleibt

Mit Thomas Michel bleibt der nächste Leistungsträger im Kader der RheinStars Köln. „Es ist einfach so, wie es in der Meldung bei Bene van Laack unter der Woche stand: Es macht Spaß gerade. Mit den Jungs, dem Umfeld, dem Verein, in der Stadt“, sagt der 25 Jahre alte Forward. „Und jetzt kommen mit Viktor Frankl-Maus und Flo Wendeler noch zwei tolle Spieler hinzu. Das kann wieder eine starke Saison werden.“ Und mit der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB habe man ja ohnehin noch eine Rechnung offen aus dem Jahr des Abstiegs.

Den Headcoach jedenfalls freut die Zusage ungemein. „Mit der Weiterverpflichtung von Tommy sind wir mit unseren Planungen des Spielkaders auf den großen Positionen fertig“, sagt Johannes JJ Strasser. „Tommy ist für uns nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon ein immens wichtiger Spieler und hat in der letzten Saison eine super Entwicklung genommen. Am Ende der Saison hat er sein großes Potential konstant abgerufen und so gespielt wie er und wir uns das wünschen”.

Tatsächlich hat der wurf- und sprungstarke Forward mehr und mehr seine Rolle im Team gefunden. „Ich bin nicht der, der unbedingt was in der Kabine sagen muss.“, sagt der gelernte Schreiner und Architekturstudent. „Das können andere besser. Ich bin lieber der, der den Bällen hinterher springt, der an der Helpside beisteht. Auch Statistiken interessieren mich da wenig.“

Dabei hat Michel zahlenmäßig erstaunliches vollbracht, nämlich seine Zahlenwerte gehalten bei gesteigerter Effektivität. Und dass, obwohl er im System der RheinStars mit der sehr ausgeglichenen Verteilung von Spielzeiten nicht mehr rund 31 Minuten ran musste pro Partie wie in der ProB, sondern allein noch rund 20. Manager Stephan Baeck hatte schon vor der vergangenen Saison gesagt. „Du brauchst solche Spieler für ein funktionierendes Mannschaftsgefüge – Thomas ist deshalb nicht nur sportlich für uns ein Gewinn, sondern auch ein wichtiger Faktor, um einen erfolgreichen Geist im Team zu entwickeln.“

Thomas Michel, Forward
15.02.1995 – 2,00 Meter, 97 kg

Stationen:
Seit 2018 _ RheinStars Köln
2015 – 2018, Dragons Rhöndorf
2013 – 2018, Telekom Baskets Bonn
2011 – 2013, Dragons Rhöndorf
2010 – 2011, BSV Roleber

Saison 2019/2020 – Regionalliga
25 Spiele, 19:54 Min pro Spiel, 8.0 Punkte, 66.7% Zweierquote, 30.3% Dreierquote, 76.7% FW, 1.5 Assists, 3.4 Rebounds, 9.4 Eff.

Kader 20/21: Max Dohmen, Viktor Frankl-Maus, Vincent Golson, Yannick Kneesch, Thomas Michel, Tibor Taras, Bene van Laack, Florian Wendeler

Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

“Bene ist ein wichtiges Puzzlestück in unserem Team”

Bene van Laack wird auch in der kommenden Saison das Trikot der RheinStars Köln tragen. „Es macht einfach Spaß gerade. Mit den Jungs, dem Umfeld, dem Verein, in meiner Stadt“, aktuell kann sich der Forward eine andere Situation kaum vorstellen. „Ich war ja in jeder Liga dabei. 2. Regio, 1. Regio, ProA, ProB, wieder Regio, jetzt wieder ProB. Es gibt für mich keinen Grund, an meiner jetzigen sportlichen Situation was zu ändern“, sagt der 22 Jahre alte Student der Deutschen Sporthochschule Köln mit Blick auf die Vorbereitungen zur nächsten Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

„Bene ist im Team und auf dem Feld ein positiver Faktor und mit seiner Ausstrahlung auch bei den Zuschauern höchst beliebt“, sagt Manager Stephan Baeck. „Er steht aber auch für den Weg vom Jugend- zum Stammspieler, den man bei uns in der Mannschaft gehen kann. Ich freue mich, dass er bei uns bleibt.“ So wird van Laack, der im Sommer 2013 aus der Jugend des BBV Nordwest in die NBBL kam, in seine achte Saison gehen.

Gerade in den vergangenen beiden Spielzeiten hat er sich zu einem verlässlichen Pfeiler bei den RheinStars entwickelt. „Bene ist ein weiteres wichtiges Puzzlestück in unserem Team und zeigt, dass wir einen Großteil der letztjährigen Mannschaft behalten wollen“, sagt Headcoach Johannes Strasser. „Er hat eine hervorragende Saison gespielt und liefert die vielen kleinen Dinge, die ein Team erfolgreich machen. Bene hatte letzte Saison selten ein Spiel, in dem er nicht voll überzeugt hat und war eine Konstante auf die wir uns immer verlassen konnten.”

Benedict van Laack
geb. 10. Oktober 1997, Forward
Größe: 1,96 m, Gewicht: 93 kg

Stationen
seit 05.2013 RheinStars Köln (DE)

Saison 2019/2020 – Regio
24 Spiele, pro Partie 23:05min Spielzeit, 58,1% 2er Wurfquote, 33,3 % 3er Wurfquote, 78,6% FW-Quote, 8.5 Punkte, 5.7 Rebounds, 0.8 Assists, 0.9 Steals, 11.3 Eff.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

“Mit Yannick bleibt ein weiterer wichtiger Spieler bei uns”

Sportlich läuft es, im Studium ebenso, die Teamchemie stimmt – und so bleibt auch Yannick Kneesch den RheinStars treu und eine weitere Spielzeit in Köln, die den designierten Aufsteiger zurück in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB führen wird. „Sowohl für die Mannschaft als auch für mich ist die erste Saison gut gelaufen“, sagt Yannick Kneesch mit Blick auf die Meisterschaft in der 1. Regionalliga West, aber auch auf seine persönliche Bilanz der Spielzeit.

Erstmals nach einer längeren Krankheit in 2018 konnte er ausgeruht und fit in die Saison gehen. Das Resultat: Er legte in allen persönlichen Statistiken zu. Allein eine hartnäckige Erkältung verhinderte den Einsatz in allen 25 Punktspielen, ausgerechnet im Rückspiel gegen die ehemaligen Kollegen der Dragons Rhöndorf musste er einmal aussetzen. Jetzt aber geht der Blick ausgeruht nach vorne. Die Bachelorarbeit im Studium der Volkswirtschaftslehre nähert sich ebenso wie nach dem Ende des Lockdowns die kommende Saison. Endlich können sich die Spieler wieder mit Ball in den Hallen treffen.

Auch Headcoach Johannes Strasser freut sich auf die weitere Arbeit mit dem 24 Jahre alten beweglichen und wurfstarken Big Man: „Mit Yannick bleibt ein weiterer wichtiger Spieler aus dem letzten Jahr bei uns, worüber ich sehr glücklich bin. Yannick ist sehr talentiert und passt mit seinem Charakter optimal in unser Team. Ich bin überzeugt, dass er mit seinen Fähigkeiten und seiner Spielweise in der kommenden Saison noch einer großen Schritt nach vorne machen wird und mit ein wenig mehr Konstanz sehr produktiv für uns werden kann.“ Kneesch sieht das im Prinzip genauso: „Da geht immer noch ein bisschen mehr.“

Yannick Kneesch, Power Forward/Center
29.03.1996 – 2,04 Meter, 108 kg 

Stationen:
Seit 2019 RheinStars Köln
2017 – 2019 Dragons Rhöndorf (ProB)
2016- 2017 Telekom Baskets Bonn II (Regionalliga)
2012 – 2016 Basketballinternat BIS Speyer

Saison 2019/2020 – Regio
24 Spiele, 17:32 Min. pro Spiel, 50.5% Wurfquote 2er, 31.0 % Wurfquote 3er, 8.2 Punkte, 79.2% FW, 0.7 Ass, 3.7 Rebounds, 7.8 Eff.

Foto: Gero Müller-Laschet

Flo Wendeler – der nächste „Kölsche jung“ kommt aus dem Ruhrgebiet

Mit Florian Wendeler kehrt ein weiterer Rheinländer zurück in heimische Gefilde. Nach einem Jahr in Norddeutschland und zwei Jahren im Herzen des Ruhrgebiets schließt sich der 26 Jahre alte Center den RheinStars Köln in der kommenden Saison an. „Ich freue sehr auf die kommende Saison mit Flo in unserem Team. Er ist der mobile Big Man, den ich für unser Spielkonzept gesucht habe. Ein hervorragender Pick- and Roll-Spieler mit guten Händen und einer großartigen Intensität und Körpersprache in der Verteidigung“, sagt Headcoach Johannes Strasser über den Neuzugang von den VfL SparkassenStars Bochum.

Die Jahre bei den Dragons Rhöndorf dazugerechnet, spielt der gebürtige Rösrather seit sieben Jahren in der BARMER 2. Basketball Bundesliga – und gibt seinen Teams dabei stets Stabilität und Kraft unter den Körben. Er fightet, punktet und rebounded zuverlässig. „Er bringt viel Erfahrung aus der ProB mit und ist mit seiner individuellen Entwicklung noch nicht am Ende“, sagt JJ Strasser. „Wir wollen ihm helfen, bei uns ein noch besserer Spieler zu werden.“

„Florian hat uns im persönlichen Gespräch neben seiner sportlichen Qualität auch menschlich überzeugt. Wir glauben, dass er mit seiner offenen Art hervorragend ins Team passt, zumal er bereits die meisten Mitspielern kennt und mit ihnen befreundet ist“, sagt Manager Stephan Baeck. „Wir haben in der letzten Saison gesehen, wie wertvoll ein intaktes Team sein kann und wollen die mannschaftliche Geschlossenheit auch in der kommenden Saison als eine unserer großen Stärken nennen.“

Auch für Wendeler selbst ist der Schritt ein logischer. Der Student der Deutschen Sporthochschule Köln befindet sich auf der Zielgeraden seines Bachelorstudiengangs „Gesundheit und Prävention“. „Ich hatte zwei sehr schöne Jahre in Bochum mit einer tollen Mannschaft. Aber ich fühle mich als Kölner und möchte in meiner Stadt dann auch die nächsten Schritte im Sport und im Beruf gehen“, sagt Wendeler. „Jetzt hat sich die Gelegenheit für beide Seiten ergeben und ich bin gespannt, was wir in der kommenden Saison erreichen können. Ich freue mich sehr darauf.“

Die Fans in Köln jedenfalls können sich auf einen kampfstarken, mannschaftsdienlichen Sportler unter den Körben freuen. Beliebt war er in Bochum bei seinen Mitspielern, den Schluss jedenfalls lässt das Abschiedsvideo seiner Mannschaft zum Brings-Titel „Kölsche Jung“ zumindest vermuten …

Hier geht es zum Instagram-Video

Florian Wendeler, Center
geb. 5. Oktober 1993, 205cm/108kg

Stationen
07.2018 – 06.2020, VfL SparkassenStars Bochum
07.2017 – 05.2018, Cuxhaven Baskets
08.2013 – 05.2017, Dragons Rhöndorf
08.2011 – 05.2013, Bayer Giants Leverkusen

Saison 2019/2020 – ProB
22 Spiele, 22:02 Minuten pro Spiel, 52.4% 2er, 30% 3er, 63% Freiwürfe, 8.5 Punkte, 4.6 Rebounds, Assists 0.9, Steals 0.6, Eff. 9.8

Kader 20/21: Max Dohmen, Viktor Frankl-Maus, Vincent Golson, Tibor Taras, Florian Wendeler

Fotos: VfL SparkassenStars Bochum I Rheinstars Köln

Viktor Frankl-Maus kommt zurück nach Köln

Viktor Frankl Maus kehrt zurück in heimische rheinische Gefilde und schließt sich den RheinStars Köln an, seinem Verein aus Jugendtagen. „Ich kenne einen Großteil der Mannschaft, bin mit einigen schon länger befreundet und freue mich auf die kommende Saison in einer coolen Mannschaft“, sagt der 26 Jahre alte Pointguard. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er Leitwolf und Kopf der sehr jungen Ausbildungsmannschaft des Deutschen Meisters FC Bayern München in der südlichen ProB-Gruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga. „Es waren zwei schöne Jahre, aber mit Blick auf mein fast abgeschlossenes Sportmanagement-Studium in Remagen und meine Familie, hat es mich zurück ins Rheinland gezogen.“

“Ich freue mich sehr, dass sich Viktor für die RheinStars entschieden hat! Mit seiner Verpflichtung und unseren anderen beiden Guards Vincent Golson und Tibor Taras, sind wir nun auf der Eins und Zwei sehr gut aufgestellt“, sagt Headcoach Johannes Strasser, der bereits im März Kontakt mit Frankl-Maus aufgenommen hatte. „Viktor passt mit seinem Charakter und seinen Fähigkeiten perfekt zu uns und wird unser Team mit seiner Erfahrung und Qualität in vielen Bereichen nach vorne bringen.”

Köln punktete bei Frankl-Maus schließlich wohl bei der Möglichkeit, die finale Phase des Studiums mit Basketball auf gutem ProB-Niveau in einer Mannschaft mit vielen Gleichaltrigen und Freunden anzugehen. So sagt Kapitän Tibor Taras: „Viktor war von Anfang an der Spieler, den ich mir für unsere Mannschaft gewünscht habe. Ich freue mich sehr, dass er zu uns gekommen ist und kann es nicht abwarten, mit ihm auf dem Feld zu stehen.“

Und auch sonst ist die Freude über den Rückkehrer groß. Sowohl Manager Stephan Baeck als Coach der NBBL als auch Assistant Coach Katharina Arnold in der JBBL hatten Frankl-Maus als Spieler in ihren Teams. Wegen der damals nicht vorhandenen Perspektiven im Herrenbereich schloss sich Frankl-Maus 2012 den Dragons Rhöndorf an, bevor er sich vor zwei Jahren nach München verabschiedete. Manager Baeck: „Viktor ist hier groß geworden. Wir freuen uns sehr, einen Spieler aus der eigenen Jugend – und mit dem tollen Werdegang – wieder nach Köln zurückholen zu können.“

Viktor Frankl Maus, Point Guard
geb. 8. September 1993, 186cm/81kg

Stationen
08.2018 – 06.2020, FC Bayern Basketball II
08.2012 – 06.2018, Dragons Rhöndorf
06.2010 – 05.2012, Köln 99ers

Saison 2019/2020 – ProB
20 Spiele, 27:46 Minuten pro Spiel, 51.4% 2er, 39.2% 3er, 73.2% Freiwürfe, 11.7 Punkte, 4.1 Rebounds, Assists 4.5, Steals 1.9, Eff. 13.8

Zum Highlightvideo 19/20 geht es hier

Kader 20/21: Max Dohmen, Viktor Frankl-Maus, Vincent Golson, Tibor Taras

 

Foto: Gero Müller-Laschet

Ich will auf dem höchstmöglichen Level arbeiten

Im Gespräch mit …
Katharina Arnold, RheinStars Köln

B-Trainer, Master of Science Sports Management
seit Sommer 2018 Assistant Coach, Spezialgebiete: Scouting, Spielanalyse, Individualtraining
seit Sommer 2015 verantwortlich für die Spieltag-Events und die Spielerbelange

Du hast in Florida Sportmanagement studiert, warst unter anderem bei den Philadelphia 76ers eine Saison im Live Event tätig und gehst nun mit den RheinStars in die sechste Saison als Verantwortliche für Events und Spielerbelange. UND du gehst in dein drittes Jahr als Assistant Coach der ersten Herrenmannschaft. Bist du als Trainer damit in deinem Traumjob angekommen?

Ich wollte immer im Sport arbeiten, aber nicht unbedingt auf der administrativen Seite. Nicht im Ticketing oder in der PR-Abteilung. Ich liebe Basketball und ich wollte auf der sportlichen Seite arbeiten. So gesehen passt gerade alles.

Wolltest du dabei unbedingt bei den Männern coachen?

Ich wollte und will auf dem höchstmöglichen Level arbeiten und möglichst viel lernen. Das interessiert mich vor allem. Ich selbst hab ja nicht professionell gespielt. Mal Regionalliga, aber das war es auch. Mich hat aber auch früh eher gereizt hochklassig zu coachen, als zu spielen. Das ich mich dabei im Herrenbereich entwickle ist eigentlich einfach so entstanden.

Erzähl doch bitte mal genauer …

Auslöser war Andreas Aust (Anm.: später selbst zweimal Trainer des Jahres in der Nachwuchsbundesliga). Er war bei uns im Verein tätig und hat mich angesprochen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Trainer zu werden. Da war ich vielleicht selbst gerade in der U14. So habe ich selbst sehr jung in Sommer Camps angefangen und dann als Assistant Coach Mädels trainiert. So ging es los …

… und wie ging es weiter?

Mit Admir Kulin in der U16-1 der Cologne 99ers, die dann mit Einführung der Nachwuchsbundesliga das JBBL-Team wurde. Da haben dann Spieler wie Lennart Steffen oder Viktor Frankl-Maus gespielt, später Tim van der Velde, Leon Baeck und Tibor Taraš. Admir hat mir die Möglichkeit gegeben, Jungs zu coachen. Vier Jahre habe ich das gemacht, mit unterschiedlichen Head Coaches, von denen ich basketballerisch viel gelernt habe. Dazu habe ich weiter in den Camps des Vereins gecoacht.

Wie war das mit den Jungs zu Beginn?

Am Anfang war das ein Kampf. Die haben mich auf die Probe gestellt, ich war ja auch nur vier, fünf Jahre älter als die Spieler. Es hat ein bisschen gedauert, bis die gemerkt haben, dass ich da bin und nicht nur am Rand rumstehe. Aber dann haben sie gesehen, dass meine Aufgaben wichtig waren für die Mannschaft und haben mich mehr und mehr respektiert.

Hast du dir dabei besondere Gedanken gemacht?

Ich habe schon darauf geachtet, wie ich mich benehme, oder wie ich was sage. Rückblickend ist da schon mein Wunsch entstanden, dass mich die Spieler erst gar nicht als Mann oder Frau wahrnehmen sollen, sondern als ihr Trainer. Gleichberechtigt in der Rolle.

Du hast nach den Anfängen in Köln dann in den USA studiert. Hast du dort auch Erfahrungen als Coach sammeln können?

Nicht als Teamcoach. Aber ich habe viele Spiele und Spieler in der NBA Summer League gescoutet und analysiert für Spieleragenten. Meist für Teddy Archer, der aktuell unter anderem Tyler Larson bei den EWE Baskets Oldenburg unter Vertrag hat. Zusammen mit ihm habe ich dann auch Spieler individuell vorbereitet, die nach Europa wollten. Mir war aber immer klar, dass ich direkten Einfluss haben wollte auf das was auf dem Feld passiert. Dafür brauchst du als Coach eine Mannschaft. Die Möglichkeit habe ich bei den RheinStars bekommen. Erst in der jüngeren Jugend, dann die U18-1M, dann die Oberliga-Herren und nun als Teil des Trainerstabs.

Du arbeitest im Team mit Johannes „JJ“ Strasser als Headcoach und Oli Elling als weiterem Assistant Coach …

Ja, das hat in unserem Premierenjahr in der Regionalliga gut funktioniert. JJs und meine Philosphien sind schon sehr ähnlich, vor allem mit dem Fokus auf Verteidigung. Gerade bereiten wir die nächste Saison vor. Wir wollen uns ja entwickeln.

Und wo soll es für dich einmal enden als Trainerin?

Ich finde, man muss sich hohe Ziele setzen, auch wenn die auf den ersten Blick vielleicht nicht realistisch erscheinen. Daher ist mein Ziel, auch möglichst hoch zu coachen, wobei ich damit eher Richtung Euroleague blicke und nicht NBA. Vom Spielstil her gefällt mir der europäische Ansatz einfach besser.

Ich sehe mich auch nicht unbedingt als Head Coach, da mich die Detailarbeit reizt, die in der Regel nur als Assistenz Trainer möglich ist. Ich liebe es mit den Spielern individuell zu arbeiten und sie zu entwickeln. Und auch die Arbeit als Scout gefällt mir sehr gut. Dieses gegenseitige Taktieren und Entwickeln von Strategien, wie man den Gegner stoppen kann, das finde ich schon echt spannend.

Foto: Gero Müller-Laschet

Tibor Taraš verlängert bei den RheinStars

Auch Kapitän Tibor Taraš  zieht mit den RheinStars Köln in Richtung BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Das Tibor sich entschieden hat, auch im kommenden Jahr bei uns zu spielen, gibt unserer gesamten Mannschaft eine enorme Stabilität. Mit seiner Variabilität verschiedene Positionen zu spielen, seinem offensiven Talent, seiner
Spielübersicht und seinem unbedingten Willen Spiele zu gewinnen, war er für mich der herausragende Spieler der letztjährigen Regionalliga West“, sagt Headcoach Johannes Strasser über den 22 Jahre alten Shooting Guard und Studenten der Universität zu Köln. „Wie er die Rolle als unser Kapitän unseres Teams ausgefüllt hat unterstreicht seine
besondere und professionelle Persönlichkeit.”

Taraš selbst sieht der nächsten Spielzeit sehr optimistisch entgegen: „Ich freue mich riesig eine weitere Saison zu spielen. Wir haben ein cooles Team und eine top Zusammenarbeit mit den Trainern und allen Beteiligten. Ich glaube, ich spreche für alle, dass wir gerade nach dem frühzeitigen Ende der letzten Saison noch motivierter und heiß drauf sind, wieder voll durchzustarten!“

In der abgelaufenen Serie sorgte der gebürtige Kölner nicht nur regelmäßig für Schrecken und Aufregung unter den gegnerischen Körben, sondern erhielt dabei auch viel Anerkennung. So kommentierte im vergangenen Oktober Kosta Filippou als Trainer der BG Hagen nach der Karrierebestleistung des gebürtigen Kölners von 51 Punkten in einem Spiel und der 82:111-Niederlage: „Ich könnte natürlich sagen, wir haben ihn schlecht verteidigt und sicherlich gab es auch Momente, wo wir es besser machen können, aber ich bevorzuge es hier zu sagen, dass Tibor Taraš heute ein unglaubliches Spiel gemacht hat, was ich so in der 1. Regionalliga selten gesehen habe!“ Nun soll es für Tibor Taraš und den RheinStars als designierter Aufsteiger gemeinsam in der ProB weitergehen.

Tibor Taraš, Shooting Guard
geb. 24. September 1997, 197cm/82kg

Saison 2019/2020
25 Spiele, 25:30 Minuten pro Spiel, 52.4% 2er, 36.2% 3er, 84.1% Freiwürfe, 20.8 Punkte, 5.3 Rebounds, Assists 4.5, Steals 1.9, Eff. 21.4

Foto: Gero Müller-Laschet

Max Dohmen macht weiter

Max Dohmen geht mit den RheinStars in die nächste Saison und wird auch in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB zum Kader um Headcoach Johannes Strasser zählen. Der 32 Jahre alte Power Forward hat noch Lust auf eine weitere Saison in Köln. „Das letzte Jahr hat super viel Spaß gemacht. Wir haben ein cooles Team, alle haben Bock. Ich fühle mich wohl, das ganze Gefüge passt. Trainer, Trainingszentrum – und durch das abrupte Ende der Saison fühlt sich sowieso alles noch nicht vollendet an.“

Dohmen zählte in der abgelaufenen Saison zu den konstantesten Akteuren der RheinStars und überzeugte nicht allein durch seine energiegeladene Spielweise, sondern auch mit einer gleichbleibend guten Wurfquote aus dem Feld.  „Ich freue mich sehr, dass Max noch mindestens eine Saison bei uns dranhängt. Er war für mich eine der großen Überraschungen in unserer Mannschaft letztes Jahr und hat eine wichtige Rolle ausgefüllt. Mit seinem Einsatz und Siegeswillen ist er Vorbild für alle und ich schätze seinen Charakter sehr”, sagt Headcoach JJ Strasser mit Blick auf die nächste Spielzeit mit Max Dohmen im RheinStars-Dress.

Max Dohmen, Power Forward
geb. 29. Januar 1988, 204cm/96kg

Saison 2019/2020
24 Spiele, 20:09 Minuten pro Spiel, 68,6% 2er, 40,3% 3er, 67.5% Freiwürfe, 10.0 Punkte, 2.6 Rebounds

Foto: Gero Müller-Laschet