RheinStars wollen mit Sieg in Würzburg Kontrolle behalten

Am dritten Spieltag der Playdowns-Runde geht es für die RheinStars zum Tabellennachbarn TG s.Oliver Würzburg. Im TGW-Sportzentrum Feggrube werden die Kölner am Sonntagabend (18 Uhr) versuchen, den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf einen Sieg zu verkürzen. „Wenn wir gewinnen, dann haben wir weiter selbst die Kontrolle über unsere Situation. Und die Kontrolle wollen wir unbedingt behalten“, sagt RheinStars-Cheftrainer Matt Dodson. Holen die Kölner vier Siege aus den verbleibenden vier Spielen, ist der Klassenerhalt sicher.

Die Ausgangslage vor dem dritten Spieltag
Köln liegt dank des besseren direkten Vergleichs vor den Dragons Rhöndorf auf dem elften Tabellenplatz. Beide Teams haben sechs Siege. Der BBC Coburg kann mit seinen 11 Siegen nicht mehr absteigen. Auf dem letzten Nichtabstiegsplatz liegt Würzburg (8 Siege). Köln als direkter Gegner kann mit einem Erfolg den direkten Anschluss herstellen. Vorausgesetzt, die RheinStars gewinnen und auch Rhöndorf setzt sich am Samstag gegen Coburg durch, gibt es in den abschließenden Spieltagen 4 bis 6 einen Dreikampf um Platz zehn.

Blick auf den Kölner Kader
„Wir haben bislang eine gute Trainingswoche“, sagt Cheftrainer Matt Dodson. Aktuell sind so viele Spieler wie lange nicht mehr in den Einheiten dabei. Thomas Fankhauser trainiert nach seiner Mittelohrentzündung wieder. Ob auch beispielsweise Vladimir Nemcok die Rückkehr rechtzeitig zum Spiel schafft, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Ansonsten sind alle Spieler soweit im Training dabei. Neue Ausfälle sind aktuell nicht zu verzeichnen. In dieser Woche war allein der Coach krank. „Aber ich habe von Mittwoch auf Donnerstag gut geschlafen und es geht schon wieder besser.“

Blick auf den Coburger Kader 
Topscorer der Würzburger sind Justin Smith und Badu Buck. Der US-Forward Smith kommt im Schnitt auf 14,8 Zähler pro Partie, er holt auch die meisten Rebounds seines Teams (7,5). Buck bringt es als Shooting Guard auf 13,4 Punkte pro Spiel. Den Aufbau organisiert Philipp Hadenfeldt bei durchschnittlich 4.7 Assists. Neben Buck und Smith zählt zudem Tim Eisenberger zu den effektivsten Akteuren von Headcoach Eric Detlev.

Die bisherigen Saison-Duelle
6. Oktober 2018: Würzburg vs Köln 93:87 n.V. Teamstats: 2er: 44% Köln/63% Würzburg, 3er: 41%/22%, Freiwürfe: 67%/71%. Assists 21/26, Rebounds 40/44, Steals 3/9, Turnover 14/12. Topwerte: Haymond 32 Punkte, Kolo 12 Rebounds, Kukic 5 Assists. Dexter Sienko 21 Punkte, Hadenfeldt 7 Assists, Stechmann 14 Rebounds.

8. Dezember 2018: Köln vs.Würzburg 70:60. Teamstats: 2er: 42% Köln/45% Würzburg, 3er: 36%/13%, Freiwürfe: 67%/60%. Assists 14/13, Rebounds 48/34, Steals 8/11, Turnover 21/15. Topwerte: Haymond 24 Punkte, Kolo 9 Rebounds, Kukic 4 Assists. Sienko 23 Punkte, Eisenberger 7 Rebounds, 4 Assists.

Das Formbarometer
Beide Mannschaften gewann drei ihrer letzten zehn Spiele. Würzburg hat allerdings die letzten fünf Partien abgegeben, während die Kölner nach zuletzt zwei Siegen nur einmal verloren. Die TG s.Oliver holte sich allerdings sieben seiner acht Saisonsiege in eigener Halle.

Tim van der Velde zeigt die Richtung an. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars vergeben möglichen Sieg

Kampf, Emotionen, kein Happyend, aber auch noch lange nicht das Ende. Auf ihrer Reise durch die Playdowns der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB haben die RheinStars einen Rückschlag erlitten – ohne ihre Chancen auf den Klassenerhalt zu verlieren. Denn die Kölner konnten am Sonntagabend beim 72:78 (35:46) gegen den BBC Coburg den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nicht verkürzen. Trotz bester Möglichkeiten. Da aber die TG s.Oliver Würzburg am Vorabend bei den Dragons Rhöndorf ebenfalls unterlag, bleibt es bei zwei Siegen Rückstand auf die Franken. Und genau die sind jetzt zweimal hintereinander Gegner der RheinStars. Am kommenden Sonntag in Würzburg, dann am Samstag, 30. März 2019 in der ASV-Sporthalle beim letzten Saisonheimspiel. Tipoff jeweils um 18 Uhr. Danach wissen alle mehr. Fakt ist seit Sonntag allein, das der BBC Coburg gerettet ist als Playdowns-Primus in der Süd-Gruppe – und Rhöndorf auch wieder mitmischt im Abstiegskampf.

Nach der engen Partie gegen die Coburger vor 700 Zuschauern in der ASV-Sporthalle bilanzierte Manager Stephan Baeck. „Der Kampf stimmte, die Einstellung stimmte. Wir hatten die Chance, aber wir haben uns im zweiten Viertel eine zu große Hypothek aufgebaut, die uns hinten heraus wahrscheinlich den Sieg gekostet hat.“ Nach einem guten Start mit viel Ballbewegung, gelungenen Kombinationen und erfolgreichen Abschlüssen aus der Nah- und Mitteldistanz (23:19/10. Minute) verloren die Kölner in den zweiten zehn Minuten komplett den Faden. Nicht allein, dass die RheinStars sich plötzlich aufs undifferenzierte Ballern von der Dreierlinie verlegten, sie stellten auch die bis dato ordentliche Verteidigung phasenweise komplett ein. Mit 12:27 ging das Viertel an den BBC.

Zudem versäumten sie es durch den nachlassenden Druck, dem nur achtköpfigen Kader der Gäste weitere Fouls anzuhängen. So konnte sich Coburg nicht nur die Führung holen und ein Polster aufbauen. Sie kamen auch nicht in Nöte bei der Foulbelastung, die sich noch im ersten Viertel angedeutet hatte. Nach der Pause (35:46) schienen die RheinStars endgültig auf die Verliererstraße zu geraten. 41:57 stand es in der 26. Minute, als Cheftrainer Matt Dodosn auf Zonenverteidigung umstellen ließ. Und siehe da, der BBC verlor seinerseits für Minuten komplett die Orientierung. Mit einem 13:0-Lauf schoben sich die Hausherren in 218 Sekunden auf 54:57 heran. Von da an wogte das Geschehen hin und her. Wobei den Gästen in den letzten 15 Minuten tatsächlich nur noch zwei Feldkörbe gelangen. Alles andere ging über die Freiwurflinie.

Köln ging in der 37. Minute noch einmal mit 71:70 in Führung. „Aber dann hat uns die Ruhe gefehlt, um das Spiel endgültig zu drehen“, sagt Coach Dodson. Gerne hätte er in diesen Momenten auf einen gesunden Vladimir Nemcok im Aufbau zurückgegriffen, doch der Slowake hatte sich nach seiner Knieblessur beim Rhöndorf-Sieg unter der Woche auch noch einen Virus eingefangen. Zudem fehlte Youngster Thomas Fankhauser (Mittelohrentzündung). Dafür war Filip Kukic zurück im Team. Die Hauptlast im Aufbau trug jedoch Tim van der Velde. Er legte einen guten Auftritt hin, kam aber wie auch alle anderen Akteure in seinem 34 Einsatzminuten nicht ohne Fehler aus. So entkamen die Coburger knapp den RheinStars, holten sich den Sieg an der Freiwurflinie und konnten so den Klassenerhalt feiern.

Köln muss nun beide Spiele gegen Würzburg gewinnen, damit der Verbleib in der ProB mehr ist als bloß ein theoretisches Gedankenspiel. „Ich setze darauf, dass zur nächsten Woche einige Spieler zurückkehren werden“, sagte Dodson abschließend. Gemeint waren da in erster Linie Nemcok, der Anfang der Woche wieder einsteigen soll, und Fankhauser. Außen vor bleiben weiterhin Malte Herwig, Yasin Kolo, Leon Baeck und Silvio Mateus.

Viertelergebnisse: 23:19, 12:27, 19:14, 18:18

Spielfilm: 14:7 (5.), 23:19 (10.), 28:34 (15.), 35:46 (20.), 43:57 (25.), 54:60 (30.), 64:69 (35.), 72:78 (40.)

Teamstats: Köln 58% zu Coburg 34% (2er), 19%/40% (3er), 57%/69% (Freiwürfe), 19:15 Assists, 38:42 Rebounds, 11:9 Steals, 16:16 Turnover.

RheinStars: Tim van der Velde (8 Punkte, 4 Rebounds, 4 Steals), Tucker Haymond (27/1Dreier, 7 Rebounds), Thomas Michel (16/3 Dreier, 7 Rebounds), Bene van Laack (16/1, 10 Rebounds, 4 Steals), Jan Zimmermann (1 Punkt, 3 Rebounds), Filip Kukic (2), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (5 Rebounds), Jonas Gottschalk (2/2 Rebounds), Christ Theodor. ohne Spielzeit: Vladimir Nemcok, Sebastian Pritz

Alle Statistiken gibt es hier

Mr. Double-Double Bene van Laack. Foto: Fankhauser

 

„Alles ist möglich, wenn wir gemeinsam daran glauben“

Am zweiten Spieltag der Playdowns erwarten die RheinStars am Sonntag den BBC Coburg ab 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. „Wenn das Publikum wieder so hinter der Mannschaft steht, dann haben wir gegen jedes Team unsere Chance. In so einer Stimmung kannst du eigentlich nur gewinnen“, sagt Manager Stephan Baeck und ergänzt: „Deshalb freue ich mich sehr auf die Partie.  Für uns ist noch alles möglich in den Playdowns, wenn wir gemeinsam daran glauben.“ Vor der Partie in der Südgruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB laufen im ASV zwei Spiele der RheinStars in den Nachwuchs-Bundesligen. In der JBBL ist ratiopharm Ulm ab 12.30 Uhr der Gegner, ab 14.30 Uhr in der NBBL Eintracht Frankfurt I Fraport Skyliners. Der Eintritt zu den beiden Jugendspielen im Rahmen des Dreifach-Spieltags ist frei.

Die Ausgangslage vor dem zweiten Spieltag

Köln (6 Saisonsiege) liegt derzeit zwei Erfolge hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell die TG s. Oliver Würzburg (8) belegt. Mit einem weiteren Heimsieg würde Köln die TG s.Oliver Würzburg weiter unter Druck setzen, die bereits am Samstag in Rhöndorf (5) antreten muss. Gewinnen die Dragons und Köln, dann würden die RheinStars vor den beiden Auseinandersetzungen mit Würzburg am dritten und vierten Spieltag auf einen Sieg heranrücken. Die Coburger (10) haben es dagegen in der ASV-Sporthalle erstmals in der Hand, mit einem weiteren Erfolg nach dem Sieg in Würzburg den Klassenerhalt nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch zu besiegeln. Für den BBC ist es damit der erste Matchball.

Blick auf den Kölner Kader

Filip Kukic steht kurz vor seiner Rückkehr in die Mannschaft. Der Youngster hatte sich im Spiel gegen Elchingen am 2. Februar verletzt und ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen. Raus ist hingegen weiterhin Malte Herwig (Hexenschuss). „Wir rechnen auch mit Vladi Nemcok zum Wochenende nach seiner Verletzung gegen Rhöndorf“, sagt Cheftrainer Matt Dodson. „Unabhängig davon, brauchen wir einen sehr guten Tag von uns, um die Coburger schlagen zu können – und vielleicht von dem ein oder anderen auch etwas, mit dem wir heute noch nicht rechnen können.“

Blick auf den Coburger Kader  

Beim 86:76-Erfolg der Coburger am vergangenen Samstag in Würzburg lief es so laut Pressemeldung: „Das Trio Kevin Franchesci, Chase Adams und Christopher Wolf legte zusammen 65 Punkte und 24 Rebounds auf und fand immer eine Antwort, wenn die Hausherren zu einer Aufholjagd ansetzen wollten.“ Das BBC-Spiel lebt von dem Trio plus Dino Dizdarevic, der beim 100:101-Auswärtserfolg in Köln der entscheidende Faktor in der Verlängerung wurde. Die vier standen zuletzt jeweils 35 Minuten und mehr auf dem Feld.

Die bisherigen Saison-Duelle

  1. November 2018: Coburg vs Köln 102:78. Teamstats: 2er: 55% Köln/51% Coburg, 3er: 29%/41%, Freiwürfe: 74%/81%. Assists 15/30, Rebounds 31/43, Steals 5/6, Turnover 15/9. Topwerte: Haymond 20 Punkte, 7 Rebounds. Franceschi 24 Punkte, Adams 14 Assists.
  2. Januar 2019: Köln vs. Coburg 100:101 n.V. Teamstats: 2er: 53% Köln/59% Coburg, 3er: 39%/32%, Freiwürfe: 68%/81%. Assists 15/20, Rebounds 42/31, Steals 4/4, Turnover 14/9. Topwerte: Haymond 30 Punkte, Kolo 16 Rebounds, Nemcok 9 Assists. Dizdarevic 25 Punkte, Dizdarevic und Wolf je 8 Rebounds.

Das Formbarometer

Köln gelangen mit dem Erfolg über Rhöndorf erstmals zwei Siege in Folge in dieser Saison. Bilanz der letzten 10 Spiele: 4:6 Siege. Der Coburger Sieg in Würzburg stoppte eine Serie von fünf BBC-Niederlagen. Bilanz der letzten 10 Spiele: 4:6-Siege.

Foto: Gero Müller-Laschet

Dreifach-Spieltag mit JBBL, NBBL und ProB

Nur noch viermal schlafen, dann geht es in die zweite Playdowns-Partie für die RheinStars. Mit zuletzt zwei Siegen im Rücken erwarten die Kölner den BBC Coburg in der ASV-Sporthalle – diesmal erst am Sonntag (18 Uhr). Da am Samstag TV-Dreharbeiten eine Austragung am üblichen Termin verhindern, kommen Basketball-Fans dafür in den Genuss eines Dreifach-Spieltags. Denn vor den Herren in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB spielen um 12.30 Uhr die JBBL im Playoff-Rückspiel der ersten Runde gegen ratipoharm Ulm und wollen die Best-of-Three-Serie nach dem knapp 78:82 in Baden-Württemberg ausgleichen. Zum Abschluss ihrer Hauptrunde spielt dann die NBBL-Mannschaft gegen Ligaprimus Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners (14.30 Uhr)

„Wir wollen den Schwung aus dem Spiel der Jungs gegen Rhöndorf samt der tollen Unterstützung der Fans mitnehmen und uns für die sehr unglückliche Niederlage gegen Coburg revanchieren“, sagt Manager Stephan Baeck. Am 5. Januar unterlagen die RheinStars in eigener Halle erst nach Verlängerung mit 100:101. In nahezu letzter Sekunde – verursacht durch ein angebliches Foul von Yasin Kolo. 5 Sekunden vor Schluss zog sich Kolo dabei einen Bruch des Schienbeinköpfchens zu und Köln den Spielverlust nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Dino Dizdarevic. Doppelt bitter.

Während Kolo den RheinStars bis Saisonende fehlen wird, arbeitet die medizinische Abteilung daran, am Sonntag möglichst viele weitere Spieler zurück aufs Feld schicken zu können. Filip Kukic und auch Malte Herwig könnten zurückkehren, wenn alles klappt – und auch sonst stehen bis auf einen neuen Ausfall nur Kolo, Silvio Mendes Mateus und Leon Baeck auf der Ausfallliste. Der eine ist Youngster Thomas Fankhauser, der sich eine Mittelohr- und Bindehaut-Entzündung  zugezogen hat. „Thomas kann definitiv nicht spielen am Wochenende. Ansonsten sind alle Blessuren des vergangenen Wochenendes in guten Händen“, erklärt der Manager, der bei den Rückkehrern auf die gute Arbeit von Teamarzt Olli Pütz von der Orthopädie am Gürzenich ebenso setzt wir auf die Physios Timm Hortig und Klaus Breitung aus dem Hause Physiosport.

Filip Kukic – Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars melden sich zurück im Kampf um Klassenerhalt

Eine faszinierende Choreografie der Fans, pulsierende Stimmung in der ASV-Sporthalle, guter Sport und ein ungemein wichtiger Sieg. Mit einem dicken Ausrufezeichen haben sich die RheinStars im Kampf um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zurückgemeldet. Vor 800 Zuschauern feierten die Kölner zum Auftakt der Playdowns in der Gruppe Süd einen verdienten 77:68-Erfolg über die Dragons Rhöndorf und verließen erstmals nach 120 Tagen den letzten Tabellenplatz. „Ich glaube für solche Abende machen wir das alle. Hier steckt so viel Herzblut drin, bei den Fans, bei den Spielern, den Trainern, den Helfern und der Organisation, da tut so ein schöner, rundum gelungener Abend ganz besonders gut“, freute sich Manager Stephan Baeck über den Startsieg in die sechs Spieltage dauernde Abstiegsrunde in der Süd-Gruppe.

Aber nicht nur das. Durch den gleichzeitigen Sieg des BBC Coburg bei s.Oliver Würzburg haben die RheinStars erstmals seit Monaten ihr sportliches Schicksal wieder selbst in der Hand und können aus eigener Kraft die nur noch zwei fehlenden Siege auf den von Würzburg besetzen ersten Nichtabstiegsplatz erreichen. Nächster Gegner ist am Sonntag, 17. März der BBC Coburg in der ASV-Sporthalle (18 Uhr). Zuvor spielen zudem die JBBL- und NBBL-Teams an gleicher Stelle.

Vor dem Tipoff sorgten die Flying Flönz mit einer wunderbaren Choreografie für den emotionalen Einstieg in den Abend. Die Stadtfarben Kölns, das Wappen, der Hinweis auf die römische Herkunft „CCAA“ und ein überdimensionales Banner mit „Dausendmol dut jesproche – ävver immer noch do“ gaben die Anhänger der Mannschaft die Marschrichtung mit auf den Weg: Hier gibt keiner auf. Nicht in dieser Stadt. „Das gibt einem so einen Push, da muss du dich eigentlich nicht mal mehr warmmachen. Super“, freute sich Kapitän Thomas Michel über die Aktion der Fans. Dazu gab es überwiegend gute Nachrichten aus dem Lazarett: Zwar musst Malte Herwig mit einem Hexenschuss passen, dafür aber kehrten Tim van der Velde, Jonas Gottschalk und Christ Theodor zurück in den Kader.

So nahmen die Kölner gestärkt den Kampf gegen die Drachen im rheinischen Derby auf, der sich zu einem intensiven, aber fairen Ringen entwickelte. Die RheinStars zeigten sich dabei als Team mit einer gesunden Spiel- und Arbeitsverteilung, während die Hauptlast der Gäste eigentlich alleine auf den Schultern der herausragenden Kwan Waller (31 Punkte) und Zygimantas Riauka (27 Punkte/23 Rebounds) lag. So teilten sich bei Köln mit Jan Zimmermann, Max Dohmen und Jonas Gottschalk allein drei Mann den Riauka-Job. Vor allem Zimmermann lieferte sich mit dem bärenstarken Riauka beeindruckende Duelle, die der aus der Oberliga zum Team gestoßene erfahrene Center in Halbzeit zwei mehr und mehr für sich entscheiden konnte. Und hatten in ihm auch ihren besten Mann in ihrer Plusminus-Statistik. Die RheinStars hatten schlichtweg mehr Puste – und holten sich am Ende mit 57:45 als Kollektiv auch die Rebounds.

Riauka (l.) im Duell mit Zimmermann.

„Die Rebounds waren ein wichtiger Faktor für uns heute“, freute sich Cheftrainer Matt Dodson „und das wir als Mannschaft uns das heute gemeinsam erarbeitet haben.“  Nach einem 35:39 zur Pause kämpften sich die RheinStars Ende des dritten Viertels an ihrem Kontrahenten vorbei, schlossen den Durchgang mit einem 7:0-Lauf zum 59:49 ab. Bis auf 73:58 bauten die Hausherren ihren Vorsprung (36. Minute) aus, wobei ihnen auf dem Weg dahin auch spektakuläre Dinge gelangen: Nach einer Auszeit von Matt Dodson verwandelten die RheinStars einen 3er zum 68:54 (34.) mit nur einer Sekunde Spielzeit auf der Uhr. Play und Laufwege angesagt vom Headcoach, Einwurf Tim van der Velde, Exekution Thomas Michel. Nicht der endgültige K.o., aber gefühlt geht Rhöndorf erstmals richtig auf die Bretter. Und auch wenn sich die angezählten Gäste noch einmal aufrappeln und auf 73:66 (38.) verkürzen können, gerät der Sieg der RheinStars nicht mehr ernsthaft in Gefahr. So endet der Abend mit viel Jubel, einer Sieges-Humba und großer Vorfreude auf die nächste Aufgabe in den Playdowns mit dem Heimspiel gegen Coburg.

Viertelergebnisse: 16:17, 19:22, 24:10, 18:19

Spielfilm: 9:3 (5.), 16:17 (10.), 27:28 (15.), 35:39 (20.), 49:48 (25.), 59:49 (30.), 70:56 (35.), 77:68 (40.)

Teamstats: Köln 47% zu Rhöndorf 38% (2er), 30%/14% (3er), 59%/61% (Freiwürfe), 19:15 Assists, 57:45 Rebounds, 2:12 Steals, 16:5 Turnover.

RheinStars: Vladimir Nemcok (7 Punkte/1 Dreier, 10 Assists), Tucker Haymond (28/3 Dreier, 12 Rebounds), Thomas Michel (13/3 Dreier, 5 Rebounds), Bene van Laack (10/1, 9 Rebounds), Jan Zimmermann (9 Punkte, 8 Rebounds), Tim van der Velde (3), Thomas Fankhauser (3 Punkte/5 Rebounds), Thomas Müller-Laschet, Max Dohmen (4), Jonas Gottschalk, Christ Theodor. ohne Spielzeit: Julius Wesemann

Alle Statistiken gibt es hier

Fotos: Gero Müller-Laschet

Vorschau auf Rhöndorf und Fan-Treffen am Vorabend

Let´s talk! Offenes Fan-Treffen vor dem Start der Playdowns
Vor dem Start in die Playdowns laden die RheinStars am Vorabend der richtungsweisenden Partie gegen die Dragons Rhondorf zum zweiten Mal in der Saison zum offenen Talk in die Geschäftsstelle am Radstadion im Sportpark Müngersdorf (Peter-Günther-Weg 2, 50933 Köln).  Ab 19 Uhr stehen Manager Stephan Baeck und Cheftrainer Matt Dodson interessierten Fans und Freunden des Kölner Basketballs Rede und Antwort. „Wir hoffen auf eine rege Teilnahme“, sagt Manager Stephan Baeck.

Fan-Choreo vor dem Spiel, Darius Zander in Halbzeit-Pause
Direkt vor dem Spiel inszenieren die Flying Flönz als Fanclub eine großflächige Choreographie und freuen sich über jegliche Unterstützung auf den Zuschauerrängen. In der Halbzeitpause wird zudem „DaRi“ Darius Zander auftreten. Der Kölner Pop-Artist ist bekennender RheinStars-Fan und begeistert mit seiner Mischung aus Pop und Soul sein Publikum.

Die wichtigsten Fakten vor dem Start in die Playdowns
1. Spieltag, Samstag, 9. März
TG s. Oliver Würzburg vs. BBC Coburg (15.30 Uhr)
RheinStars Köln vs. Dragons Rhöndorf (18 Uhr, ASV Sporthalle) 

So klappt es noch mit dem Klassenerhalt…
Die RheinStars und die Dragons (beide 5 Saisonsiege/10 Punkte) treffen am ersten und am letzten Spieltag der Playdowns aufeinander. An den sechs Spieltagen müssen sie drei Siege auf die TG s.Oliver Würzburg (8 Siege/15 Punkte) aufholen. Bei Sieggleichheit wären die Kölner und die Rhöndorfer allerdings an Würzburg vorbei, weil sich die Franken bei der Niederlage beim BBC Coburg eine 0:20-Spielwertung einfingen und einen Punkt abgezogen bekamen. Klingt schwierig, aber: Sollte eines der rheinischen Teams sogar alle sechs Spiele gewinnen, dann bräuchte Würzburg selbst vier Erfolge für den Klassenerhalt.

Kadersituation RheinStars
In den vergangenen knapp zwei Wochen hat die Mannschaft um Cheftrainer Matt Dodson gut trainiert, auch über die Karnevalstage. Einige der verletzten Spieler befinden sich auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining. Aber ob es sogar für den einen oder anderen Spieler für den Samstag schon reicht, ist offen. Ansonsten ist die Situation wie in den vergangenen Wochen seit dem Jahreswechsel. Bester Werfer – auch der Liga – ist US-Boy Tucker Haymond mit 22,2 Zählern pro Spiel, insgesamt die meisten Rebounds holte bislang Bene van Laack (132).

Kadersituation Rhöndorf
Zygimantas Riuaka und Kwan Waller sind die tragenden Säulen des Rhöndorfer Spiels. Riaunka dominierte in der ProB die Szenerie unter den Körben und holt im Schnitt 12,2 Rebounds bei 16.5 Punkten. Waller sorgt als Guard für 17.8 Zähler pro Partie. Beide stehen unter den Top10-Korbjägern der ProB Süd. Dazu führt der erfahrene Anish Sharda Regie. Aktuell scheint Headcoach Thomas Adelt der komplette Kader zur Verfügung zu stehen.

Die bisherigen Saison-Duelle
10. November 2018: Köln vs. Rhöndorf 67:77. Teamstats: 2er: 48% Köln/49% Rhöndorf, 3er: 21%/33%, Freiwürfe: 73%/62%. Assists 13/18, Rebounds 34/46, Steals 7/7, Turnover 16/19. Topwerte: Haymond 22 Punkte, 6 Rebounds. Riauka 15 Punkte, 17 Rebounds.

2. Dezember 2018: Rhöndorf vs. Köln 85:89. Teamstats: 2er: 39% Köln/54% Rhöndorf, 3er: 46%/41%, Freiwürfe: 83%/74%. Assists 15/20, Rebounds 33/36, Steals 6/7, Turnover 17/20. Topwerte: Haymond 25 Punkte, van Laack 8 Rebounds. Riauka 24 Punkte, 8 Rebounds.

Das Formbarometer
Beide gewannen ihr jeweils letztes Spiel in der Hauptrunde. In den letzten zehn Spielen gelangen Köln drei, Rhöndorf zwei Siege. Beide haben in eigener Halle jeweils drei Spiele gewinnen können, auswärts zwei.

Zu den Livestats geht es hier

Jubel beim Auswärtssieg in Rhöndorf. Foto: Frank Fankhauser

 

Infos zu den Playdowns

Die Mannschaften in der Playdown-Gruppe Süd
RheinStars Köln, Dragons Rhöndorf, TG s.Oliver Würzburg, BBC Coburg

Die Regularien
Die Mannschaften nehmen ihre in der Hauptrunde erzielten Punkte mit in die Playdowns. Auch die direkten Vergleiche zählen. Die Bundesligisten spielen je ein Hin- und Rückspiel gegeneinander. Die beiden letztplatzierten Teams steigen aus der ProB ab.

Die Ausgangstabelle nach Punkten
9. BBC Coburg                             18:26
10. TG S.Oliver Würzburg         15:28*
11. Dragons Rhöndorf                10:34
12. RheinStars Köln                   10:34

*Würzburg bekam durch eine 0:20-Spielwertung einen Punkt abgezogen.

Die bisherigen Saisonspiele gegen unsere Gruppengegner
____________Heim           Auswärts       Korbpunkte          Siege
vs. Rhöndorf        67:77             89:85                  156:162              1:1
vs.  Coburg         100:101           78:102                178:203              0:2
vs.  Würzburg      70:60            87:93                  157:153                1:1

Die Termine
1.Spieltag 

9.03.2019, 18:00 Uhr Würzburg – Coburg
9.03.2019, 18:00 Uhr Köln – Rhöndorf

2.Spieltag
16.03.2019, 19 Uhr  Rhöndorf – Würzburg
17.03.2019, 18 Uhr  Köln – Coburg

3.Spieltag
23.03.2019, 19 Uhr: Rhöndorf – Coburg
24.03.2019, 18 Uhr: Würzburg – Köln

4.Spieltag
30.03.2019, 18 Uhr: Köln – Würzburg
31.03.2019, 16 Uhr: Coburg – Rhöndorf

5.Spieltag
6.04.2019, 18 Uhr: Würzburg – Rhöndorf
7.04.2019, 17 Uhr: Coburg – Köln

6.Spieltag
13.04.2019 19:30 Uhr Rhöndorf – Köln
13.04.2019 19:30 Uhr Coburg – Würzburg

Kartenpreise
Die Kartenpreise bleiben gegenüber der Hauptrunde unverändert, die Dauerkarten behalten ihre Gültigkeit. Die Playdowns-Heimspiele sind in der DK-Buchung zum üblich rabattierten Preis enthalten. Es erfolgt ein einmaliger Bankeinzug bzw. eine Rechnung für alle drei Spiele.

Auswärtsfahrten
Gemeinsam mit dem Fanclub Flying Flönz und RheinStars-Partner Deußen Logistik werden Busfahrten zu den Auswärtsspielen in Würzburg und Coburg organisiert. Der Fahrtpreis beträgt 10 Euro (ohne Spielticket). Weitere Informationen auch zur Anmeldung und Ticketpreisen folgen.

Zum Vorverkauf für die Heimspiele geht es hier

RheinStars mit dramatischer Wende und der Idealausbeute

Eine Katze hat bekanntlich sieben Leben. Wie viele die RheinStars in dieser Saison haben, wird sich noch weisen müssen – aber am Samstagabend entkamen die Kölner zum zweiten Mal dem praktischen Aus im Kampf um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Mit 94:88 gewannen die Kölner bei der Ulmer Orange Academy nach einem 43:59-Rückstand zur Halbzeit. Da gleichzeitig die Dragons Rhöndorf die TG s.Oliver Würzburg im DragonDome besiegten, gehen die beiden rheinischen Klubs nun nur noch mit drei Spielen Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz in die Playdowns.

Köln hat dabei in der ersten vier Partien dreimal Heimrecht – und legt los mit dem Derby gegen Rhöndorf am Samstag, 9. März. Tippoff, 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. Gewonnen ist noch nichts, aber verloren eben auch noch nicht. „Am Ende hätte es von den Ergebnissen her nicht besser laufen können: Jetzt ist es an uns allen – an der Mannschaft, an den Fans, noch einmal zusammen alles zu geben, um doch noch die Wende einzuleiten. Wir haben noch eine Chance, wir leben noch“, sagte Manager Stephan Baeck.

Dabei hatte es für die RheinStars in der Ulmer Kuhberghalle nach einem desaströsen zweiten Viertel (23:37) sehr nach dem entscheidenden Tiefschlag im Abstiegskampf ausgesehen. Was danach auch immer in der Kabine genau gesagt wurde, ist nicht überliefert – aber nach dem scheinbar aussichtslosen 43:59 zur Halbzeit, nahmen die Kölner endlich am Geschehen teil. Wie auch schon beim scheinbar vorentscheidenden Rückstand in Rhöndorf im dritten Viertel kurz vor Weihnachten, wachten die RheinStars auf, entledigten sich ihrer Lethargie und kämpften und rannten, als gebe es kein Morgen mehr. Tucker Haymond markierte die ersten neun Punkte nach dem Seitenwechsel und führte den verletzungsgeplagten Außenseiter wieder in Sichtweite auf 52:61 (23.).

Von da an war Köln im Spiel und „robbte“ sich an die Hausherren heran.  Ein Dreier von Bene van Laack zum 70:71 in der 30. Minute fiel wie eine Ansage an die Academy: Die RheinStars wollten den Sieg.  Hier und jetzt. Nach 36 Sekunden glichen die Gäste im letzten Durchgang durch einen Dreier von NBBL-Spieler Thomas Fankhauser erstmals aus (73:73) – bis dahin hatte allein die von dem 39 Jahre alten Nils Mittmann gut geführte Orange Academy das Geschehen diktiert.  Die erste Führung gelang Köln durch einen weiteren Dreier von Kapitän Thomas Michel (36./82:81). Das Spiel wogte Hin und Her – und dann war es an Jan Zimmermann, der 96 Sekunden vor dem Ende die RheinStars erstmals mit drei Punkten (88:85) in Führung brachte.

In der Crunchtime erhöhten Haymond und van Laack mit Freiwürfen auf 92:85. Den Deckel auf die Partie machte dann wieder Zimmermann, der zwei Sekunden vor Schluss mit seinem Freiwurf den Endstand von 94:88 markierte. Ausgerechnet Zimmermann, mit Max Dohmen einer der beiden erfahrenen Oberliga-Spieler der RheinStars, die sich vor Wochen entschlossen hatten, gemeinsam mit dem Team in der ProB gegen den Abstieg kämpfen zu wollen. So viel Willen schien dem Basketball-Gott an diesem Abend gefallen zu haben – und belohnte Köln mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison.

Die Termine der RheinStars in den Playdowns. Heim: Dragons Rhöndorf, 9. März. BBC Coburg, 17. März. S. Oliver Würzburg, 30. März. Auswärts: Würzburg, 23./24. März. Coburg, 7. April. Rhöndorf, 13. April.

Viertelergebnisse: 20:22, 23:37, 27:12, 24:17

Spielfilm: 7:11 (5.), 20:22 (10.), 30:36 (15.), 43:59 (20.), 58:66 (25.), 70:71 (30.), 79:81 (35.), 94:88 (40.)

Teamstats: Köln 50% zu Ulm 59% (2er), 41%/38% (3er), 74%/74% (Freiwürfe), 17:20 Assists, 42:28 Rebounds, 8:4 Steals, 15:17 Turnover.

RheinStars: Vladimir Nemcok (14 Punkte/1 Dreier, 7 Assists, 6 Rebounds), Tucker Haymond (25/1 Dreier, 9 Rebounds), Thomas Michel (10/2 Dreier, 5 Rebounds), Thomas Fankhauser (8 Punkte/2 Dreier), Bene van Laack (13/2, 10 Rebounds), Thomas Müller-Laschet (9/3), Malte Herweig (10, 4 Rebounds), Julius Wesemann, Max Dohmen, Jan Zimmermann (5 Punkte, 3 Rebounds), Sebastian Pritz, ohne Spielzeit: Roni Sijarina

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Foto: Gero Müller-Laschet

Haymond soll gegen Ulm zurückkehren

Zum Abschluss der Hauptrunde reisen die RheinStars Köln am Samstag nach Ulm. Am Abend steht um 19.30 Uhr das Spiel gegen die Orange Academy Ulm in der Kuhberghalle auf dem Plan. Am 22. Spieltag der Gruppe Süd in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB trennen sich die damit die Wege der beiden ProA-Absteiger. Während sich die Academy auf die am ersten Märzwochenende beginnenden Playoffs vorbereiten werden, kämpfen die Kölner ab dem 9. März um den Klassenerhalt in der Playdowns-Gruppenphase mit den anderen Teams auf den Hauptrundenplätzen 9 bis 12. Also BBC Coburg, s. Oliver Würzburg und Dragons Rhöndorf.

Die Lage in der Liga
Nach den Spielen am vergangenen Wochenende haben es die Rhöndorfer am abschließenden Hauptrunden-Spieltag in der Hand, vor dem Start in die Playdowns den Spannungsfaktor deutlich zu erhöhen. Die Drachen empfangen als Tabellenelfter im Dragon Dome am Sportzentrum Menzenberg den Tabellenzehnten s.Oliver Würzburg. Mit einem Erfolg könnte Rhöndorf den Rückstand zu den Franken auf drei Siege verkürzen. „Am liebsten wäre mir, wenn wir beide gewinnen“, sagt RheinStars-Manager Stephan Baeck. Dann hätten Rhöndorf und Köln den ersten Nichtabstiegsplatz zumindest in Sichtweite. Auf jeden Fall treffen die beiden rheinischen Rivalen am ersten der sechs Playdowns-Spieltage aufeinander. Der Tabellenzwölfte nach der Hauptrunde hat Heimrecht. 

Die RheinStars
Zumindest die Rückkehr von Tucker Haymond steht für das Auswärtsspiel in Ulm bevor. Der US-Boy hat seine Oberschenkelverletzung soweit auskuriert, dass ein Einsatz möglich scheint. Zum Start der Playdowns könnten dann auch Filip Kukic, Tim van der Velde und Jonas Gottschalk wieder im Kader stehen. „Gegen Ulm fehlte uns im Hinspiel ein echter Aufbauspieler“, erinnert sich Cheftrainer Matt Dodson. „Es wird spannend zu sehen, wie es mit Vladi wird.“ Beim 56:65 in eigener Halle war van der Velde nach seiner starken Auftaktpartie in Elchingen mit einem Daumenbruch ausgefallen und fehlte an allen Ecken und Enden. Mit Vladimir Nemcok ist das kein Thema mehr. Er wird uns führen können“, sagt Matt Dodson, der zudem auf eine gute Form seiner Dreipunkte-Schützen hofft. „Die offenen Würfe sind in den letzten Spielen da gewesen, so dass unsere Schützen selbstbewusst ins Spiel gehen können.“

Der kommende Gegner
Die Orange Academy spielte lange eine Saison mit den üblichen Ups and Downs für so eine junge Ausbildungsmannschaft. Aber durch fünf Siege aus den vergangenen sechs Spielen mit nur einer Niederlagegen gegen Liga-Dominator Bayer Giants Leverkusen konnten sich die Ulmer sogar vorzeitig für die Playoff-Runde qualifizieren. Zuletzt gelangen Erfolge in Rhöndorf, über Schwenningen und in Erfurt. Der überragende Spieler der Ulmer Talentschmiede über die Saison betrachtet ist allerdings gleichzeitig der älteste. Mit seinen im April 40 Jahren steht Nils Mittmann im Schnitt 27 Minuten auf dem Feld, führt die jungen Mitspieler und liegt auch bei fast allen Stats im Team mit vorne. „Was er leistet ist phänomenal“, sagt Kölns Cheftrainer Dodson. Der Ulmer Schwung der letzten Spiele kam auch durch die Verpflichtung von US-Guard Eric Tyree Davis zustande, der genau seit eben jenen sechs starken Auftritt bei der Academy unter Vertrag steht.

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Tucker Haymond – Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars unterliegen Fraport Skyliners

Trotz Kampfgeist und erkennbarem Willen konnten die RheinStars auch ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nicht gewinnen. Am 21. Spieltag der Gruppe Süd unterlag der Tabellenletzte den Fraport Skyliners am Samstagabend in der ASV-Sporthalle vor 750 Zuschauern mit 63:78 (28:41).  Kommenden Samstag endet die Hauptrunde für die Kölner mit dem Spiel beim Ulmer Bundesliga-Nachwuchs, der Orange Academy. Neben den RheinStars und den Dragons Rhöndorf komplettieren seit Samstag die TG s.Oliver Würzburg und der BBC Coburg die Playdowns, die am 9. März für Köln mit dem rheinischen Derby gegen Rhöndorf starten. Platz zwölf der Hauptrunde hat Heimrecht gegen Platz elf. Wer wo am Ende steht entscheidet sich aber erst am kommenden Wochenende.

Personell mussten die Kölner am Samstagmorgen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Mit Tucker Haymond (Oberschenkelverletzung) fiel auch noch der Topwerfer der ProB aus. Immerhin konnte Malte Herwig (Ellenbogen) mitwirken. Trotzdem fehlten den RheinStars sage und schreibe neun Stammspieler. Selbst Maskottchen „Jeck“ fehlte krankheitsbedingt. „Was soll man dazu noch sagen?“, zuckte Manager Stephan Baeck mit den Schultern. „Die Jungs auf dem Feld haben das im Rahmen ihrer Möglichkeiten vollkommen in Ordnung gemacht.“ Die Frankfurter hingegen, die noch einen Sieg zur sicheren Playoff-Teilnahme benötigten, traten wie im Hinspiel (77:55) mit der nahezu kompletten Mannschaft an – allein mit Richard Freudenberg und Leon Kratzer fehlten zwei Bundesliga-Kräfte.

Die Kölner vergeigten derweil zweimal den Start in die Partie. Zu Beginn setzte es mit 2:17 (4.) den ersten Dämpfer. Trotzdem wühlten sich die Kölner wieder heran, auch dank des Einsatzes und der Punkte von Max Dohmen, und lagen zur Pause nur 13 Zähler hinten  (28:41). Dann allerdings folgte der zweite Fehlstart mit 3:11 (31:52/24. Minute) – die Partie war im Grunde durch. Die dezimierten RheinStars kämpften bis zum Ende vorbildlich, mitunter unglücklich, wurden dabei aber wie in den vergangenen Wochen vom Publikum vorbehaltlos unterstützt. Doch an der letztlich verdienten 63:78-Niederlage änderte das wenig. Sieben Spiele inklusive Playdowns bleiben die Kölnern noch, um sportlich noch die Wende zu schaffen. Immerhin, es besteht Hoffnung, das in den kommenden Wochen Tucker Haymond, Tim van der Velde, Filip Kukic und Jonas Gottschalk aufs Spielfeld zurückkehren.

So blieben wie in München am vergangenen Samstag allein die „kleinen Siege“ auf der Kölner Habenseite. Beispielsweise das erste ProB-Double-Double des vorbildlichen Bene van Laack mit 12 Punkten und 12 Rebounds. Die neun Assists des unermüdlichen Vladimir Nemcok. Oder die zehn Punkte und die furchtlose Vorstellung des erst 17 Jahre alten Thomas Fankhauser. „Auch die anderen jungen Leute wie Sebastian Pritz und Julius Wesemann haben das gut gemacht“, lobte Cheftrainer Matt Dodson.

Viertelergebnisse: 13:22, 15:19, 17:23, 18:14

Spielfilm: 2:15 (5.), 13:22 (10.), 15:29 (15.), 28:41 (20.), 37:55 (25.), 45:64 (30.), 52:69 (35.), 63:78 (40.)

Teamstats: Köln 47% zu Frankfurt 43% (2er), 23%/33% (3er), 70%/56% (Freiwürfe), 12:12 Assists, 40:50 Rebounds, 6:6 Steals, 12:11 Turnover.

RheinStars: Vladimir Nemcok (18 Punkte/3 Dreier, 9 Assists), Thomas Michel (9/1 Dreier), Thomas Fankhauser (10 Punkte/4 Rebounds), Bene van Laack (12/1, 12 Rebounds), Thomas Müller-Laschet (3/1), Malte Herweig (3), Julius Wesemann, Max Dohmen (8/2), Jan Zimmermann (3 Rebounds), Sebastian Pritz.

Alle Statistiken gibt es hier

Lichtblicke: Thomas Fankhauser und Bene van Laack (44). Fotos: Frank Fankhauser