“Endlich wieder ein richtiges Basketballspiel”

Wieder Saisonstart, wieder die BSW Sixers aus Sandersdorf – und doch ist diesmal alles anders. „Wir freuen uns alle auf den Start, endlich wieder ein richtiges Basketballspiel“, sagt Headcoach Simon Cote mit Blick auf den ersten Spieltag für die RheinStars Köln in der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Sonntag erwarten die Kölner den Kooperationsverein des Erstligisten Mitteldeutscher BC um 17 Uhr in der ASV-Sporthalle. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor Zuschauern, 350 Tickets sind aktuell im Verkauf. Mehr lassen die Regularien aktuell nicht zu. Zum Ticketshop geht es hier.

Schon im Vorjahr trafen die RheinStars zum Saisonauftakt am vierten Spieltag auf die BSW Sixers und setzten sich mit 80:76 durch. Allerdings kamen die Kölner damals direkt aus der Quarantäne, weshalb die ersten drei Begegnungen alle später nachgeholt wurden. Nun aber kommen die Kölner ordentlich aus der Vorbereitung, auch wenn die Wochen seit August nicht komplett ungetrübt waren. So suchen Management und Trainer immer noch nach einem weiteren Pointguard, der Kapitän Vincent Golson und den jungen John Joseph entlasten kann. „Wir sind ein Team mit vielen neuen Spielern und neuen Systemen. Wir stehen am Anfang unserer Entwicklung, arbeiten jeden Tag gemeinsam daran, uns zu verbessern“, sagt Simon Cote, „und der Sonntag wird eine große Chance für uns sein, zu sehen, wo wir in unserem Entwicklungsplan stehen.“

Manager Baeck: „In dieser Saison wird es vor allem darum gehen, junge Spieler zu entwickeln. Sie steht im Zeichen, die Spieler darauf vorzubereiten, in den nächsten Jahren mehr Verantwortung übernehmen zu können.“  Spätestens mit Fertigstellung des umgebauten Radstadion mit dann 3.000 Plätzen in Müngersdorf, wollen die Kölner dann wieder nach höheren Ligen streben. Momentan aber dient die Zeit der Vorbereitung. „Wir arbeiten an dem Fundament für die Saison und auch schon an dem für die kommenden Jahre“, sagt Manager Stephan Baeck.

Den Stil der vergangenen Jahre wollen die RheinStars dabei ebenfalls weiter entwickeln. „Wir wollen aggressiv verteidigen, schnell nach vorne spielen und das vor allem mit viel Mut“, führt Manager Baeck aus. Und Headcoach Simon Cote sagt: Wir freuen auf ein Spiel vor Fans, vor unseren Kölner Fans. Und vor allem wollen wir dabei Spaß haben.“

 

Über den Gegner BSW Sixers

Gegen den Kontrahenten aus Sandersdorf bei Halle an der Saale, der sich 2006 aus einem Zusammenschluss der Vereine Chemie Bitterfeld, Union Sandersdorf und Chemie Wolfen gründete, gab es in der Saison 2020/21 zwei enge Spiele. Während die RheinStars das Hinspiel mit 80:76 für sich entscheiden konnten, ging das Rückspiel mit 78:75 an die BSW Sixers. Spannend wird es, ob es in dieser Saison zu ähnlich umkämpften Partien zwischen den beiden Teams kommt, denn mit den Abschieden von erfahrenen und wichtigen Spielern wie Kapitän Luka Petkovic, „Centerhühne“ Djordje Pantelic und Sixers-Topscorer der letzten Saison Lucien Schmikale hatte das Farmteam im Sommer einige schwerwiegende Abgänge zu verzeichnen.

Fünf Neuverpflichtungen sollen aber dazu beitragen, den 4. Platz der vergangenen Spielzeit zu wiederholen oder gar zu übertreffen. Zudem ergänzen vier weitere junge Talente der MBA (Mitteldeutsche Basketball Academy) den Kader der BSW Sixers und dürfen in dieser Saison erstmals ProB-Luft schnuppern. Dem neuen Headcoach Chris Schreiber, Nachfolger von Sebastian Ludwig, und seinem Co-Trainer Darren Stackhouse steht somit ein junges, neuformiertes Team aus 17 Spielern zur Verfügung, unter ihnen einige mit Doppellizenz, die gleichzeitig beim Kooperationspartner Mitteldeutscher BC (MBC) unter Vertrag stehen. 

Zusammen mit dem Bundesligisten bestritten die BSW Sixers diesen Sommer auch ihre Vorbereitung. Neben einem Testspiel, in dem sich der Favorit deutlich mit 106:60 durchsetzen konnte, verbrachten die Kooperationspartner ein gemeinsames Trainingslager in Slowenien. In den insgesamt sieben Testspielen gegen drei Ligakonkurrenten, einen Bundesligisten, einen Regionalligisten und zwei slowenische Vereine setzte sich das ProB-Team in vier Partien durch, dreimal gingen die Sandersdorfer als Verlierer vom Court.

Ob es zwischen den Teams wieder ähnlich knappe Partie wie in der letzten Saison wird, wird sich am Sonntag zeigen. Kölns Assistant Coach Katharina Arnold jedenfalls glaubt nach dem Video-Studium des Gegners auf jeden Fall an ein attraktives Spiel. „Beide Teams wollen und können Basketball spielen.“

RheinStars-Kader 21/22: Valentin Blass, Vincent Golson, Yannick Kneesch, Andrej Mangold, Thomas Michel, Aykeen Richardson, John Joseph, Samuel Jammal Schmedes, Elijah Schmidt, Jannis von Seckendorff, Flo Wendeler.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

“Wir sind auf einem guten Weg”

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagte RheinStars-Manager Stephan Baeck nach dem abschließenden Vorbereitungsspiel gegen die EN Baskets Schwelm (83:88) am späten Samstagnachmittag. Nach einem Tag Erholung steht dann ab Montag die Vorbereitung auf das erste Heimspiel der am kommenden Wochenende beginnenden Saison 21/22. Am Wahlsonntag erwarten die Kölner die BSW Sixers (17 Uhr) zum Auftakt der Gruppe Nord in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Nach dem Spiel gegen den letztjährigen Meisterschafts-Halbfinalisten sagte Baeck: „Wenn jetzt noch Elijah Schmidt nach seiner Verletzung zurückkommt und wir auf der Aufbauposition noch jemanden für Viktor Frankl-Maus hinzu holen, dann sind wir gut aufgestellt“, befand Baeck. „Besonders in der zweiten Halbzeit und am Ende konnte man sehen, dass wir hier keine Eile haben und das in Ruhe erledigen können. Wir suchen jedenfalls konzentriert, aber ohne Hektik.“ Der lange verletzte Frankl-Maus hatte sich nach einem guten Sommertraining vor Wochen wieder verletzt und war auf eigenen Wunsch von einem möglichen Vertrag zurückgetreten.  So zählt er wie Moritz Knobloch (Studium in Spanien) und Muhammad Yildiz (Würzburg NBBL) zu den letzten Abgängen aus der vorherigen Saison.

Damit ist Vincent „Two Two“ Golson aktuell der allein prägende Aufbauspieler der RheinStars und war auch beim 83:88 (22:22, 13:23, 20:26, 28:17) gegen den Ligakonkurrenten Schwelm nach einer fulminanten zweiten Halbzeit Topscorer. 27 Punkte, 4 Dreier, 8 Assists, Effektivität 33. „Wenn wir jetzt einen Spieler finden, der die Mannschaft führen und Two Two sowie auch John Joseph entlasten kann, dann kann das eine gute Saison werden“, so Baeck weiter.

Eingesetzte Spieler im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch: Golson, Yannick Kneesch (12 Punkte, 6 Rebounds), Thomas Michel (8, 7 Rebounds), Flo Wendeler (14), Aykeen Richardson (2), Valentin Blass (2, 5 Assists), Jammal Schmedes (9), John Joseph (4), Jannis von Seckendorf (5).

Tickets für den Saisonauftakt gegen die BSW Sixers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB am Wahlsonntag (17) in der ASV-Sporthalle gibt es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

350 Tickets unter 2 G-Regel

Endlich wieder Basketball mit Fans! Ab sofort sind die Tickets für das erste Heimspiel der RheinStars gegen die BSW Sixers aus Sandersdorf im Verkauf. Tipoff zum Saisonauftakt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ist am Wahlsonntag, 26. September um 17 Uhr in der ASV-Sporthalle. Angepasst an die Anforderungen der Liga zum Spielbetrieb sowie an die

Corona-Schutz-Verordnung NRW gehen 350 Tickets in den Verkauf.  „Wir freuen uns auf jeden einzelnen Fan. Spiele mit Publikum haben wir alle sehr, sehr vermisst. Die Fans sicher genauso wie die Mannschaft. Basketball macht eigentlich immer Spaß, aber ohne Zuschauer fehlt der entscheidende Faktor für die Atmosphäre. Zu unseren Heimspielen werden wir dabei strikt die 2 G-Regel anwenden“, erklärt Manager Stephan Baeck. Zugang werden allein geimpfte oder genesene Zuschauer bekommen. Ausnahmen gelten dann nur für Kinder bis 12 Jahre mit einem gültigen Schülerausweis sowie für Fans, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Letzteres muss dann aber mit einer ärztlichen Bescheinigung plus einem offiziellen Schnelltest nicht älter als 24 Stunden nachgewiesen werden.

 

Weitere Facts and Figures

„Aufgrund der weiterhin unsicheren Entwicklung der pandemischen Lage haben wir uns entschieden, keine Dauerkarten anzubieten“, sagt Manager Baeck. „Wir werden uns erst einmal von Woche zu Woche und Spiel zu Spiel arbeiten. Sobald die Aussichten klarer werden, wollen wir unseren treuesten Fans natürlich wieder auch eine Dauerkarte mit festem Sitzplatz anbieten.“

Aufgrund der Ligaauflagen wechseln die Spielerbänke und das Kampfgericht auf die gegenüberliegende Seite und befinden sich direkt vor den Blöcken C und D. Die Courtsideplätze wechseln entsprechend ebenfalls die Seite.

Die Tickets in den Blöcken B bis F kosten 18 Euro (12 Euro ermäßigt). Courtside-Sitze kosten 25 Euro. Der Block A wird nicht ausgezogen, um die Auflagen der Liga mit unterschiedlichen Zonen erfüllen zu können.

Alle Heimspiele der RheinStars werden im Livestream übertragen.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars mit nächstem Testerfolg

Ein weiterer Sieg gelang den RheinStars im Zuge der Vorbereitung auf die Saison in der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProB am Samstagnachmittag. Im Test der beiden klassenhöchsten Kölner Herrenteams setzte sich die Mannschaft von Headcoach Simon Cote gegen den Regionalligisten Deutzer TV mit 109:87 (37:23, 26:19, 20:30, 26:15) durch. Beiden

Teams fehlten jeweils einige erkrankte bzw. verletzte Spieler. Trotzdem entwickelte sich eine schwungvolle Partie, bei der die RheinStars vor allem die erste Halbzeit dominierten. Nach der Pause verloren die Hauherren zwischenzeitlich etwas den Faden im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch, um am Ende jedoch die Begegnung kontrolliert nach Hause zu bringen. „Es war ein Test, der uns sehr gut gezeigt hat, an welchen Stellen wir noch intensiv zu arbeiten haben“, bilanzierte Coach Cote.

Center Flo Wendeler glänzte gegen den DTV mit einem Double-Double – 23 Punkte, 13 Rebounds. Zudem spielten für die RheinStars: Louis De la Vourdelle, Vincent Golson (11 Punkte, 8 Assists), Yannick Kneesch (3), Leo Trierscheidt, Aykeen Richardson (10), Max Dohmen (5), August Haas (12), Jammal Schmedes (22), John Joseph (3), Jannis von Seckendorf (20/6 Assists). Bester Werfer bei den Deutzern waren Ex-RheinStar Chris Fröhlingsdorf (24) und Anton Geretzki (20).

Foto: Gero Müller-Laschet

„Wir haben zwei sehr wichtige Wochen vor uns“

„Wir haben jetzt zwei sehr wichtige Wochen vor uns“, sagte Headcoach Simon Cote am Samstagabend mit Blick auf die weitere Vorbereitungsphase auf den Start der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Ende September. Auf seinem Plan stehen jetzt das Einschleifen von Spielsystemen, die feinere Abstimmung in Angriff und Verteidigung. Bislang haben die Coaches ihre Spieler mit einfacheren Systemen in die Tests geschickt, um vor allem die eingesetzten Akteure im Zusammenspiel gegen klassenhöhere Teams erleben zu können. Zwar fielen dabei die Ergebnisse recht deutlich aus beim 63:126 beim Erstligisten Telekom Baskets Bonn am vergangenen Mittwoch und auch beim jüngsten 78:102 gegen ProA-Aufsteiger Itzehoe Eagles. Aber gerade am Samstag war das Spiel enger und ausgeglichener als das reine Ergebnis vermuten lässt. „Wir haben Potenzial und auch noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber die Jungs ziehen mit und sind voll dabei“, führt Cote aus. In knapp 14 Tagen zum Test gegen den luxemburgischen Erstligsten BBC Arantia Larochette will er mit seinem Team eine ganze Strecke weiter sein in der Teamentwicklung.

RheinStars vs Itzehoe Eagles 78:102 (19:26, 17:17, 25:29, 17:30) Eingesetzte Spieler: Vincent Golson (20 Punkte/7 Assists), Yannick Kneesch (6), Thomas Michel, Flo Wendeler (9), Aykeen Richardson (4), Lars Trierscheidt, Elijah Schmidt (5/9 Rebounds), Blass (9), Louis de Vourdelle, Schmedes (13), John Joseph (6), Jannis von Seckendorf (6).

RheinStars bei den Telekom Baskets Bonn 63:126 (16:33, 15:38, 25:25, 7:30). Eingesetzte Spieler: Vincent Golson (14 Punkte, 6 Assists), Yannick Kneesch (5), Thomas Michel (6), Aykeen Richardson (5), Leo Trierscheidt, Elijah Schmidt (7, 6 Rebounds), Valentin Blass (7), Louis de la Vourdelle, Jammal Schmedes (9), John Joseph (5), Jannis von Seckendorf (5)

Foto: Gero Müller-Laschet

„Jannis wird seinen Weg gehen”

Mit Jannis von Seckendorff hat ein weiterer junger Spieler im Kader der RheinStars einen Platz für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gefunden. Bereits seit Wochen befindet sich der 18 Jahre alte Forward im Sommertraining der Profis am Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch. „Er ist ein junger talentierter, sehr aufgeschlossener Spieler, der sich auf diesem Weg seine Chance erarbeitet hat“, sagt Headcoach Simon Cote, der von den Anlagen des gebürtigen Kölners sehr angetan ist. Manager Stephan Baeck: „Mir macht es Spaß, ihm beim Training zuzuschauen. Er arbeitet immer zu 100 Prozent, ist sehr fleißig und konzentriert. Das, gepaart mit seinen körperlichen Fähigkeiten, macht aus ihm einen Spieler, der seinen Weg gehen wird.“ Von Seckendorff stammt aus der Jugend der BG Köln, spielte zuletzt zwei Jahre im NBBL-Team Bonn/Rhöndorf bei den Telekom Baskets Bonn. „Ich bin überzeugt, meine Fähigkeiten in Köln auf ein neues Level heben zu können“, sagt der angehende Informatik-Student.

Jannis von Seckendorff
geb. 15.10. 2002, 203 cm, 83 kg, Power Forward

Stationen
07-2019 – 06-2021      Team Bonn/Rhöndorf U19

RheinStars-Kader 21/22: Valentin Blass, Vincent Golson, Yannick Kneesch, Thomas Michel, Aykeen Richardson, John Joseph Saigge, Samuel Jammal Schmedes, Elijah Schmidt, Jannis von Seckendorff, Flo Wendeler.

Foto: RheinStars

Flo Wendeler bleibt ein RheinStar

Florian “Flo” Wendeler geht mit den RheinStars in seine zweite Saison. Trotz neuer beruflicher Herausforderungen nach seinem Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln bleibt der Center damit seiner Heimat treu und im Kader des neuen Headcoachs Simon Cote in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Hier in Köln kann ich beides hervorragend vereinbaren, meinen Sport und meine berufliche Entwicklung“, sagt der 27 Jahre alte Sporttherapeut. „Ich bin außerdem nah bei Freunden und Familie. So hatte ich mir das vorgenommen.“

Wendeler kam zur vergangenen Saison von den VfL SparkassenStars Bochum und hielt seine Stats, obwohl er etwas weniger Spielzeit bei den RheinStars verbuchen konnte. „Ich habe richtig Lust auf die Mannschaft und die Saison. Wir haben einen Kern, der ja teilweise schon ewig zusammenspielt, und mit TwoTwo Golson einen Deutschland erfahrenen Amerikaner. So können sich die vielen neuen jungen Spieler gut entwickeln.“ „Ich bin froh, dass wir mit Flo verlängern konnten“, sagt Manager Stephan Baeck. „Mit ihm und Yannick haben wir die nötige Kontinuität und Erfahrung unter den Körben, zudem haben wir mit Flo, Yannick und Elijah drei verschiedene Spielertypen, die sich gut ergänzen.“

Von Coach Cote hat Wendeler ebenfalls einen prima Eindruck. „Bis jetzt ist das super, die individuellen Workouts, sein Auftreten sowohl auf dem Spielfeld als auch menschlich. Ich freue mich, wenn es mit dem Mannschaftstraining endlich richtig losgeht“, sagt der Kölner. Auch als Sporttherapeut ist er bei der Therapiepraxis Köln in Weidenpesch bereits im Einsatz. „Der Anfang ist gemacht. Dank meiner Teilzeitstelle kann ich mich auch im Training voll reinhängen. Ich denke, es kann eine gute Saison werden.“

 Florian Wendeler, Center
geb. 5. Oktober 1993, 205cm/108kg

Stationen
seit 07.2020, RheinStars Köln
07.2018 – 06.2020, VfL SparkassenStars Bochum (DE)
07.2017 – 05.2018, Cuxhaven Baskets (DE)
08.2013 – 05.2017, Dragons Rhöndorf (DE)
08.2011 – 05.2013, Bayer Giants Leverkusen (DE)

Saison 2020/2021 – ProB
22 Spiele, 18:20 Minuten pro Spiel, 61% 2er, 60% Freiwürfe, 7.9 Punkte, 4.6 Rebounds, Assists 0.9, Steals 0.7, Eff. 10

RheinStars-Kader 21/22: Valentin Blass, Vincent Golson, Yannick Kneesch, Thomas Michel, Aykeen Richardson, John Joseph Saigge, Samuel Jammal Schmedes, Elijah Schmidt, Flo Wendeler

 

Foto: Marcus Müller-Saran

 

Auch Karl, Tibor und Max sagen “Tschö”

Die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB werden die RheinStars neben Benedict van Laack und Marco Porcher-Jimenez auch ohne Tibor Taras, Max Dohmen und Karl Dia planen. Aus unterschiedlichen Gründen. Kapitän Taras zieht es zum Masterstudium nach Amsterdam. Max Dohmen tritt etwas kürzer, agiert aber noch als Trainingsspieler. Karl Dia verlässt den Kader aus rein sportlichen Gründen. „Die Jungs sind komplett unterschiedlich in ihrer Spielweise und in ihrem Charakter, aber alle haben ihren Teil zu unseren erfolgreichen letzten beiden Jahren beigetragen. Gerade Tibor hat uns mit seiner Qualität in der Offense das ein oder andere Mal aus brenzligen Situationen befreit. Er war in den letzten beiden Spielzeiten eigentlich nie von seinem Gegenspieler zu halten. Dafür möchten wir uns im Namen der RheinStars herzlich bedanken und werden die Jungs auch noch gebührend verabschieden bei unseren Heimspielen, die dann hoffentlich vor Zuschauern stattfinden werden“, sagt Manager Stephan Baeck.

Tibor Taras wird sein Wirtschaftsstudium an der Freien Universität in Amsterdam mit dem Master fortsetzen und zieht sich wie Bene van Laack deshalb aus dem professionellen Sportlerleben zurück. „Meine Berufsausbildung geht vor. Aber ich gehe mit einem guten Gefühl und denke, dass es der richtige Schritt ist für mich. Auch wenn ich die Stimmung in der Halle vermissen werden“, sagt der scheidende Kapitän. In Erinnerung bleiben werden sicherlich seine 51 Punkte aus dem Spiel gegen die BG Hagen im Regionalliga-Aufstiegsjahr, das er im Schnitt mit 20.8 Punkten abschloss. Vor allem aber war er der Mann für die entscheidenden Situationen in den vergangenen beiden Spielzeiten und gewann den RheinStars damit diverse Spiele. In der vergangenen Saison plagte ihn eine Fußverletzung, so dass er nur noch auf neun Spiele kam. Immerhin bei einem Schnitt von 18.2 Zählern mit der Bestmarke von 33 Punkten gegen die BSW Sixers.

Max Dohmen freut sich darauf, als Trainingsspieler weiter im Einsatz zu sein. „Das vergangene Jahr war hart für mich und ich habe für mich festgestellt, dass es jetzt in Sachen Profitum mit all dem Vorbereiten und Herumreisen im Lande vorbei sein sollte“, sagt der bald 34 Jahre alte Forward. „Aber so ganz kann ich es auch nicht lassen. Den Status als Trainingsspieler finde ich super, da kann ich den anderen schön Dampf machen.“ Dohmen war schon einmal quasi im Ruhestand, bevor ihn der damalige Cheftrainer Matt Dodson zur Jahreswende 2018/2019 in den ProB-Kader holte. Den Tipp hatte er von Assistantcoach Katharina Arnold bekommen, die Dohmen zu der Zeit in der Oberliga trainierte. Dohmen begeisterte die Zuschauer vor allem durch seinen unbändigen Einsatz. „Ich möchte mich bei Matt, JJ, Stephan und auch Simon bedanken, bei Katharina und meinen Mitspielern, dass sie mir das Vertrauen geschenkt haben. So macht mir Basketball einfach Spaß.“

Karl Dias auffälligsten Momente in der vergangenen ProB-Saison waren vielleicht die Partien gegen den ETV Hamburg. Im Hinspiel markierte er mit 8 Zählern seine Karrierebestleistung in der ProB. Im Rückspiel lieferte sich der einsatzfreudige und Verteidigungs-starke Guard mit seinem Kumpel und Ligentopscorer Mubarak Salami ein sehenswertes Duell. In allen 22 Saisonspielen eingesetzt, kam der Student durchschnittlich auf 11:23 Minuten Spielzeit. Gespräche über eine dritte Saison bei den RheinStars verliefen jedoch über den Sommer hinweg von beiden Seiten im Sand. „Das waren zwei lehrreiche Jahre für mich und es war schön, wieder in meiner Heimatstadt zu spielen. Ich wünsche den RheinStars alles Gute.“ Und an ein Karriereende denkt der bald 25 Jahre alte Student eh noch nicht.

Fotos: Marcus Müller-Saran

 

 

“Rheinstars werden immer zweite Familie sein”

Benedict van Laack bricht auf zu neuen Zielen. Nach achteinhalb Jahren bei den RheinStars konzentriert sich der Forward ganz auf den erfolgreichen Abschluss seines Lehramtsstudiums in Sport und Englisch – und verabschiedet sich aus dem Profisport. „Mein Fokus liegt aktuell komplett auf meinem Studium. Derzeit ist der Aufwand zu groß, um Sport und Studium nebeneinander auf gleich hohem Niveau zu betreiben. Aber wer weiß, was danach noch passiert“, erzählt van Laack während seiner Verabschiedung im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch.

„Es war immer eine Riesenfreude, Bene im Team zu haben“, sagt Manager Stephan Baeck, der van Laack selbst in der Jugend trainierte als dieser im Alter von noch 15 Jahren vom heutigen Kooperationspartner BBV Nordwest zu den RheinStars kam. „In der NBBL hat sein Weg bei uns begonnen und er hat sofort seine Mitspieler und Trainer mit seiner Art und Spielweise überzeugen können. In alle den Jahren war er eine konstante verlässliche Stütze in seinen Mannschaften.  Es ist für uns natürlich schade, dass Bene nicht mehr im Team ist, aber aus seiner Sicht natürlich absolut verständlich und vielleicht auch der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Wir wünschen ihm alles Gute und freuen uns, wenn er uns weiter begleitet.“

„Ich bin super dankbar für die Zeit, die ich im Basketball und bei den RheinStars hatte. Ich habe ja auch von der Jugend an fast in jeder Mannschaft und in jeder Klasse gespielt“, sagt Bene. „Genauso dankbar bin ich für die Zeit mit den vielen Menschen und Mitspielern im Verein und unseren Fans bei unseren Spielen. Die Rheinstars werden immer eine zweite Familie für mich sein.“ Die ersten Punkte in der ProA markierte Bene mit 18 Jahren in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am 12. Dezember 2015 im Spiel gegen den späteren Bundesligisten SC Rasta Vechta. Über die Jahre wurde er mit seinem nimmermüden Einsatz zu einem wichtigen und stabilen Faktor in seinen Teams. Vor allem unter den Körben beim Rebound.  Auch in der vergangenen Saison war er wie schon beim Regionalliga-Aufstieg der beste Rebounder im Kader (6,7 im Schnitt). Seinen persönlichen Rekord stellte er mit 12 Rebounds gegen die Fraport Skyliners Juniors aus Frankfurt im Februar 2019 auf. Das Spiel mit seinen meisten Punkten (20) und seiner höchsten Effektivitätsrate (27) gelang ihm am 23. Dezember 2020 gegen die ART Giants Düsseldorf.

Benes Abschied: Katharina Arnold, Stephan Baeck und Platon Papadopoulos. Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

Valentin Blass – Das Schweizer Taschenmesser aus der ProA

Nach zahlreichen jungen Spielern schließt sich mit Valentin Blass nun ein gestandener Zweitligaprofi den RheinStars zur kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB an. Der 26 Jahre alte Forward kommt von ProA-Vizemeister BayerGiants Leverkusen nach Köln – und spielt damit erstmals für einen Verein in der Stadt, in der er seit Jahren schon wohnt und studiert. „Ich hatte drei tolle Jahre bei den Giants mit dem Aufstieg in die ProA, dem Erreichen von Platz fünf dort und jetzt zum Abschluss die Vizemeisterschaft“, sagt Blass, „aber in den Jahren ist meine Rolle immer kleiner geworden und ich habe Lust, wieder länger auf dem Feld zu stehen.“

Nicht ganz schuldlos an der Zusage sind unter anderem die Freunde aus gemeinsamen Rhöndorfer Tagen wie Thomas Michel, Yannick Kneesch oder Viktor Frankl-Maus, die mittlerweile das RheinStars-Trikot tragen. Sie brachten den Masterstudenten in Sport und Geschichte mit Management und Trainern in Kontakt. „Die Gespräche waren prima, auch die ersten Trainingseinheiten mit Headcoach Simon Cote. Und Köln soll sowieso weiterhin meinen Lebens-Mittelpunkt bilden.“ In den kommenden Wochen und Monaten stehen noch Prüfungen an der Deutschen Sporthochschule sowie an der Uni Köln an, dann solle es weitergehen Richtung Lehramt. Schon jetzt arbeitet „Valle“ als Betreuer im offenen Ganztag der Förderschule Soldinerstraße in Chorweiler. „Mir macht das unheimlich viel Freude.“

Freude löst seine Zusage für die RheinStars nicht allein bei den Kumpels aus, sondern vor allem bei Headcoach Cote. „Valentin spielt hart und physisch, ist erfahren, ein toller Teamspieler. Er kann auf der Position drei und vier spielen, ich sehe ihn dabei vor allem auf der drei. Er ist ein guter Werfer. In seiner Karriere war er auch ein guter Dreipunkte-Schütze, einige Spielzeit gut, einige sehr gut. Wir glauben, dass er uns auch in der Verteidigung sehr helfen wird. Zudem rebounded und passt er gut. Eigentlich ist er so etwas wie unser Schweizer Taschenmesser für alle Situationen. Ich freue ich sehr, mit ihm arbeiten zu können.“

Valentin Blass, Small Forward
17. April 1995, München, 1.98m/95kg

Stationen:
Ab 2021 – RheinStars Köln
2018 – 2021, Bayer Giants Leverkusen (ProA)
2017 – 2018 Dragons Rhöndorf (ProB)
2016 – 2017 Telekom Baskets Bonn (BBL + 1. Regio)
2013 – 2016 Dragons Rhöndorf I Telekom Baskets Bonn 

Stats 2020/2021
ProA 32 Spiele, 6:25 min (im Schnitt), 33.3% FG, 66.7 FT, 1.4 Pkt, 0.“ As, 0.9 Reb, 1.2 Eff.

RheinStars-Kader 21/22: Valentin Blass, Vincent Golson, Yannick Kneesch, Thomas Michel, Aykeen Richardson, John Joseph Saigge, Samuel Jammal Schmedes, Elijah Schmidt

Foto: Gero Müller-Laschet