RheinStars weiter ProB – Bochum bleibt in ProA

Während die RheinStars im Süden der proB starten werden, wird der freie Teilnehmerplatz in der ProA durch die VfL SparkassenStars Bochum besetzt. Gemäß § 5 Abs. 10 Spiel- und Veranstaltungsordnung verbleiben die VfL SparkassenStars somit in der ProA. Die Gartenzaun24 Baskets Paderborn hatten ebenfalls erklärt, den Platz in der ProA besetzen zu wollen. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten der VfL SparkassenStars Bochum war das sportlich bessere Abschneiden der VfL SparkassenStars Bochum in der abgelaufenen Saison.

Die RheinStars Köln werden nun in der ProB Süd an den Start gehen.

Die Ligeneinteilung der ProB:

Nachdem damit alle Teams für die Saison 2024/2025 feststehen, konnte die Ligeneinteilung der ProB vorgenommen werden.

ProB Nord ProB Süd
Bayer Giants Leverkusen Dragons Rhöndorf
EN BASKETS Schwelm TEAM EHINGEN URSPRING
Iserlohn Kangaroos Ahorn Camp BIS Baskets Speyer
LOK BERNAU OrangeAcademy
TKS 49ers FRAPORT SKYLINERS Juniors
SC Rist Wedel FC Bayern Basketball II
BSW Sixers BBC Coburg
Itzehoe Eagles CATL Basketball Löwen
SBB Baskets Wolmirstedt TSV Oberhaching Tropics
Berlin Braves 2000 BG Hessing Leitershofen
Seawolves Academy Porsche BBA Ludwigsburg
TSV Neustadt temps Shooters SV Fellbach Flashers
ETB Miners VR Bank Würzburg Baskets Akademie
Gartenzaun24 Baskets Paderborn RheinStars Köln

Grafik: BARMER 2. Basketball Bundesliga

RheinStars verpassen Titel

Irgendwann im Laufe des späten Sonntagabends reifte auch bei den RheinStars langsam, aber sicher die Erkenntnis, dass sie zwar ein Finale verloren hatten, trotzdem aber unbedingt zu den Gewinnern der zuvor zu Ende gegangenen Saison zu zählen sind. Wer hätte zu Beginn der Spielzeit schon gedacht, dass die Kölner vor über 1.000 Zuschauern in der aus allen Nähten platzenden ASV-Sporthalle um den Titel in der ProB der BARMER 2. Basketball Bundesliga spielen würden.

Natürlich hätten sich alle gewünscht, dass sie sich nach dem sportlichen Aufstieg auch noch den Titel holen. Doch da waren die Kollegen und Kontrahenten der Dragons Rhöndorf vor, die sich nach dem 95:97 am Freitag auch am Sonntag durchsetzten. 68:83 stand es nach 40 mitreißenden Minuten, die eine Kölner Mannschaften sahen, die den Zenit ihres Schaffens wohl in der Runde zuvor schon gegen die Orange Academy überschritten hatte. Leider. Sowohl in der Offense als auch in der Defense. Sie versuchten alles, inkl. ihrer überfallartigen Räuberzone. Doch diesmal waren sie fast immer einen Tick zu langsam in ihren Entscheidungen. An beiden Enden des Feldes.

So dominierten die Gäste die Partie zum Schluss mit einer überragenden Dreierquote. Acht Dreier landeten im Kölner Korb – und aus dem 58:54 in der 31. Minute für Köln entwickelte sich der finale Abstand von 15 Punkten. Die Drachen und ihre Fans feierten verdient und zurecht. Die RheinStars fanden sich in der Rolle des fairen Verlierers wieder und wohnten der Siegerehrung durch die Ligaspitze um Geschäftsführer Christian Krings als Zweite bei.

Was bleibt von der Saison 23/24? Kurz zusammengefasst: 27 Siege aus 35 Spielen. Ein zunehmend begeistertes Publikum ob der attraktiven Kölner Spielweise. Eine Auslastung von knapp 90 Prozent bei den Heimspielen. Platz eins nach der Hauptrunde im Norden, Vizemeister der ProB. Eine breiter werdende Basis im Umfeld, die sich an nachdrängenden jungen Spielern manifestiert. Viel Anerkennung, die sich an den Zuschauerzahlen ebenso festmachen lässt wie an den Auszeichnungen von Kapitän Rupert Hennen zum wertvollsten Spieler der Saison bzw. Stephan Baeck zum Trainer der Saison. Beide gewählt und bestimmt von der 26 ProB-Teams der Ligen Süd und Nord. Und nun kommt der Aufstieg. Sportlich ist er schon besiegelt, die Spielstätte muss noch bestimmt werden.

Viertel: 29:15, 12:26, 15:13, 12:29

Spielfilm: 13:6 (5.), 29:15 (10.), 29:26 (15.), 41:41 (20.), 45:48 (25.), 56:54 (30.), 62:71 (35.), 68:83 (40.).

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 26 von 72/36%, Rhöndorf (27/60, 45%), FW Köln 79% (11/14) zu 60% (9/15), 14:20 Assists, 44 (17 offensiv): 40 (10) Rebounds, 9:4 Steals, 0:2 Blocks, 7:16 Turnover.

RheinStars:  Andrej Mangold (3 Punkte/1 Dreier), Kenan Reinhart (3), Rupert Hennen (7 Punkte/1 Dreier, 6 Assists, 3 Steals), Steffen Haufs (4, 2 Ass.), Felix Greif, Bryan Battle (17/1, 5 Rebounds), Björn Rohwer (9, 9 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (14, 8 Reb., 3 Ass), Robin Straub (8, 6 Reb), Lars Danziger, Robin Danes, Tim Lang (3/1, 4 Reb.).

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars mit furiosem Finish

Spannend war es. Mit einem denkbar knappen Rückstand gehen die RheinStars am Sonntag (17 Uhr) ins entscheidende Spiel der ProB-Finalserie der BARMER 2. Basketball Bundesliga. 95:97 (43:44) unterlagen die Kölner vor 1.500 Fans im ausverkauften Dragons Dome am Freitagabend den Dragons Rhöndorf – und konnten doch mit dem Gefühl des heimlichen Siegers die Heimfahrt antreten. „Wir haben nicht gut gespielt, aber durch die letzten Sekunden haben wir eine echte Chance, uns den Titel in Köln zu holen“, sagt Manager und Headcoach Stephan Baeck, der in den Tagen zuvor zum ProB-Trainer des Jahres gewählt wurde.

Nur noch zwei Punkte aufholen müssen die Kölner in der Addition beider Spiele, nachdem ihnen in den letzten 20 Sekunden ein 9:0-Lauf gelang, der gefühlt den Spielverlauf der zweiten Halbzeit auf den Kopf stellte. Kapitän Rupert Hennen, der in der Liga zum MVP der Saison gewählt wurde, und Bryan Battle verkürzten von 86:95 auf 95:97 – und sorgten bei allem berechtigten Stolz über den Sieg für eher gemischte Gefühle bei den Rhöndorfern. „Das wird noch mal ein schwerer Akt, aber wir werden alles reinwerfen“, sagte Baeck. Topscorer der RheinStars wurde Center Björn Rohwer mit 34 Punkten.

Köln startete wie zuletzt mit Rupi Hennen, Tim Lang, Bryan Battle, Robin Danes und Grantas Vasilauskas – und kam gut durchs erste Viertel, dominierte die Partie durch konzentrierte Arbeit an beiden Kopfseiten des Feldes. Mit 35:24 geht es in die erste kurze Pause. Doch die RheinStars lockern ihren Griff und verlieren in den kommenden Minuten ihren Rhythmus. Auf 0:14 summiert sich der Run gegen sie. Kurzzeitig scheint es, als ob die Drachen sich einen größeren Vorsprung erarbeiten zu können. Wieder aber schlägt das Pendel zurück und die Kölner verkürzen bis zum Seitenwechsel ohne Glanz auf 43:44.

Auch nach dem Wechsel kamen die Gäste nicht richtig zum Zug. Allerdings versäumten die Rhöndorfer es, ähnlich wie im ersten Durchgang die Kölner, ihren Kontrahenten endgültig in die Knie zu zwingen. Obwohl sie auf 15 Punkte (69:84/36.) davonziehen konnten und vor den abschließenden 20 Sekunden mit 97:86 führten, holten sich die RheinStars in der Crunchtime einen 9:0-Lauf und eine hervorragende Ausgangsposition für Spiel zwei.

Viertel: 35:24, 8:20, 17:21, 35:32

Spielfilm: 13:8 (5.), 35:24 (10.), 35:28 (15.), 43:44 (20.), 47:57 (25.), 60:65 (30.), 69:78 (35.), 95:97 (40.).

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 35 von 66/53%, Rhöndorf (36/74, 45%), FW Köln 90% (18/20) zu 77% (10/13), 22:30 Assists, 39 (14 offensiv): 32 (15) Rebounds, 9:10 Steals, 2:2 Blocks, 24:20 Turnover.

Boxscore:   https://bit.ly/3VcLpDd

RheinStars:  Andrej Mangold, Kenan Reinhart, Rupert Hennen (19 Punkte/3 Dreier, 10 Assists, 3 Steals), Steffen Haufs (5 Ass.), Luca Ladjyn, Felix Greif, Bryan Battle (25/2, 9 Rebounds), Björn Rohwer (34/2, 7 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (6, 4 Reb.), Robin Straub (4), Robin Danes (2), Tim Lang (5/1, 4 Reb.).

Foto: Gero Müller-Laschet

Traumfinale um die Meisterschaft

Es ist ein Traumfinale. RheinStars vs. Dragons. Die Gewinner ihrer Hauptrundengruppe aus dem Norden und dem Süden stehen sich nun in zwei Partien am Freitag in Rhöndorf und Sonntag in Köln gegenüber, um den ProB-Champion der BARMER 2. Basketball Bundesliga unter sich auszumachen. „Wir freuen uns alle unheimlich, dass wir im Finale sind“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „Und es ist schön, dass wir mit dem Dragons auf einen Gegner treffen, der sich das genauso verdient hat wie wir.“

Schon am Sonntag nach dem Sieg der Rhöndorfer über die Berlin Braves beglückwünschten sich die Spieler gegenseitig zum Finaleinzug – und zum gegenseitigen sportlichen Aufstiegsrecht. Zahlreiche RheinStars-Spieler hatten den Nachmittag bereits in der Halle am Menzenberg verbracht, um den kommenden Gegner vor Ort zu studieren. Und mit Jannis von Seckendorff, Robin Strauch, Robin Danes bei den RheinStars oder Antonio Pilipovic bei den Drachen haben ja schon einige Akteure für beide Vereine gespielt. Dazu kommt Badu Buck, der seine Sommer oft im Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch verbringt. Viele Spieler kennen und schätzen sich.

Die aktuellen Playoffs

Die Kölner setzten sich in der ersten Runde gegen die Ahorn Camps BIS Baskets aus Speyer in drei Spielen durch, kamen dann aber ins Laufen: Es folgten zwei Siege in zwei Spielen gegen das Farmteam der Hamburg Towers, SC Rist Wedel sowie zwei weitere gegen das hochkarätig besetzte Ulmer Farmteam der Orange Academy. Der Weg der Dragons durch die Playoffs gilt trotzdem aufgrund der Gegner als der etwas Schwerere. Nicht überraschend benötigten die Rhöndorfer jeweils drei Spiele. Erst gegen das Rostocker Farmteam, dann gegen die gestandenen Mannschaften der SBB Baskets Wolmirstedt und zuletzt über die Berlin Braves.

Die vergangenen Jahre

Eigentlich marschierten beide Mannschaften recht gleich durch die Spielzeiten. Im Vorjahr beendeten die Dragons die Hauptrunde als Vierter vor den Kölnern (6.), in den Playoffs schieden dann beide in der ersten Runde aus. Noch ein Jahr zuvor waren beide Teams in der Saison 2021/2022 sportlich mit jeweils 11:17-Siegen abgestiegen. Eigentlich, denn nach der Aufstockung der ProB-Gruppen auf jeweils 14 Teams in Nord und Süd bleiben beide in der Liga. Ron Mvouika, dereinst Teil der Kölner Mannschaft in dieser Fast-Abstiegssaison, freut sich jedenfalls für beide Teams. „Das jetzt beide um die Meisterschaft spielen, zeigt die gute Entwicklung.“ Zuvor waren sie 2018/2019 gemeinsam abgestiegen aus der Südgruppe, Köln kehrte in der Saison darauf aus der Regionalliga zurück, Rhöndorf ein Jahr später.

Die direkten Vergleiche

Meist ausgeglichen zeigten sich die Teams in den direkten Saisontreffen. Im Vorjahr gewann Köln in Rhöndorf 83:59, verlor in eigener Halle 73:79. Im vermeintlichen Abstiegsjahr stand es in vier Aufeinandertreffen 3:1 für die Drachen, wobei es drei Auswärtssiege gab. In der Saison 2018/2019 stand es 2:2 am Ende. Die Regio-Vergleiche eine Saison später gingen ebenfalls unentschieden aus 

Die Rhöndorfer Topscorer

Zuletzt setzte Headcoach Stephan Dohrn in der Starting Five oft auf Kelvin Omojola, Antonio Pilipovic, Avery Sullivan, Badu Buck und Tyreese Blunt. Bester Werfer ist Blunt mit 16,2 Punkten pro Siel, dazu Sullivan mit 15 Punkten und 9,2 Rebounds. Omojola kommt auf 13,5 Zähler, auch Ferenc Gille (11,4) und Pilipovic (10,7) punkten zweistellig. Buck mit 9.8 nur knapp drunter. Im Teamvergleich liegen die beiden Finalisten gleichauf – Zweierquote: Köln 53.9 %, Rhöndorf 53, Dreier: 33.5/32.7. Freiwürfe: 71.5/75.2, Rebounds 33.6/35.8, Assists 21.3/20.7, Steals 10.9/9.2. Fouls: 20.6/20.8

Die Termine

Spiel 1: Dragons Rhöndorf – RheinStars – Freitag, 24.05.24, 19 Uhr
Spiel 2: RheinStars – Dragons Rhöndorf – Sonntag, 26.05.24, 17 Uhr

Der Modus

Gespielt werden zwei Spiele, die am Ende zusammengerechnet werden – also wie ein Spiel gewertet werden. So ist es denkbar, dass Spiel Nummer eins unentschieden endet. Erst wenn es nach beiden Spielen bzw. acht Vierteln keinen Sieger gibt, geht es in die Verlängerung. Gewonnen hat, wer in der Addition mehr Punkte erzielen konnte.

Hilfreiche Links

Liveticker Finale 1: https://bit.ly/3VcLpDd

Livestream Finale 1 (5 Euro): https://bit.ly/3VbSqFi

Tickets Finale 1 in Rhöndorf: https://bit.ly/3yuNHWB

Liveticker Finale 2: https://bit.ly/4bojua2

Livestream Finale 2 (5 Euro): https://bit.ly/4dOzJPk

Tickets Finale 2 in Köln (falls noch Kontingente bzw. Einzeltickets am Sonntag frei werden): https://bit.ly/36QPirO

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars kämpfen sich ins Finale!

Finale, Aufsteiger – und wie immer eine Partie, die nichts für schwache Nerven war. Die RheinStars setzen sich am Freitagabend mit 106:95 (42:54) bei der Orange Academy durch und ziehen mit zwei Siegen in zwei Spielen ins ProB-Finale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ein. „Ein dickes Kompliment an alle. Wir haben uns gemeinsam zum Sieg gekämpft. Ich könnte stolzer nicht sein auf die ganze Mannschaft. Wie wir heute dem Druck von Ulm standgehalten und das Spiel in der zweiten Halbzeit gedreht haben, zeugt von unglaublichem Charakter. Großen Dank an meine Trainerkollegen Zoran und Kadda; die Fans, die uns die ganze Saison ebenso unglaublich angefeuert haben, und unsere gesamte Organisation, die alles gegeben hat, damit wir jetzt im Finale stehen“, sagte Manager und Headcoach Stephan Baeck nach der Partie vor knapp 400 Zuschauern auf dem Maincourt im Ausbildungszentrum des Deutschen Meisters Ratiopharm Ulm.

„Jetzt wollen wir auch den letzten Schritt gehen, uns den Titel in eigener Halle holen – und wir werden alles dafür tun, dass wir den sportlichen Aufstieg wahrnehmen können. Daran arbeiten wir schon seit Wochen sehr intensiv und werden jetzt noch mehr Gas geben“, so Baeck weiter. Die Endspiele werden am kommenden Freitag und Sonntag in zwei Spielen ausgetragen. Die RheinStars haben als bestes Team der Hauptrunde am Sonntag in der ASV-Sporthalle das Heimrecht im zweiten Spiel. Meister wird das Team, das in der Addition beider Spiele die meisten Punkte hat. Dabei könnte es zum rheinischen Finale kommen, wenn sich die Dragons Rhöndorf nach Freitag auch am Pfingstsonntag gegen die Berlin Braves durchsetzen.

Köln startet am frühen Abend mit Rupi Hennen, Tim Lang, Bryan Battle, Robin Danes und Grantas Vasilauskas – und kommt gut ins Spiel, führt 7:0 und 9:2. Wenig überraschend fangen sich die Hausherren und das Spiel beginnt erneut. In der Defense beackern sich beide Teams. Doch Köln nimmt sich einen Moment der Unachtsamkeit und der Academy gelingt von der 9. bis zur 13. Minute ein 16:0-Lauf, bevor die RheinStars auf 20:29 verkürzen können. Allerdings kommen die Gäste nicht weiter heran, im Gegenteil. Ulm trifft in der zweiten Hälfte des zweiten Viertels besser von außen, während die Kölner zumindest mitpunkten. Bei 42:54 geht es in die Pause. Entschieden ist noch nix.

Im dritten Viertel geben die RheinStars nach wenigen Minuten die Mann-Mann-Verteidigung auf. Und es wirkt. Sie robben sich Punkt um Punkt heran. Die Academy verliert zusehends den Zugriff. Aus einem 15 Punkte Rückstand (15.) werden nur noch fünf. Bei 68:74 geht es in die abschließenden zehn Minuten. Aber die Kölner sind dran. Mal näher (4), mal weiter weg (10). Und dann geht es erstmals deutlich in ihre Richtung: aus 73:83 mit ein 84:83 (35.).  Der nächste „Nailbiter“ ist in vollem Gange – und wieder kann die Orange Academy die Jungs aus dem Rheinland in den Schlussminuten nicht mehr stoppen. Erst bei 91:83 für Köln punkten die Uuulmer wieder. Zu spät.  Die Rheinländer treffen die wichtigen Würfe, mal Bryan Battle – der in der Offense plötzlich trifft- mit Double-Double in knapp 22 Minuten (19 Punkte/11 Rebounds).  Dann ist mal Tim Lang, mal ist Robin Straub da. Oder eben Hennen, oder Vasiliauskas, oder Björn Rohwer. „Irgendwie haben alle ihren Anteil“, sagt und lobt Kapitän Hennen. Am Ende ist es ein Fest – und ein freies Pfingstfest. Finale, wir kommen!

Viertel: 17:18, 25:36, 26:17, 38:21

Spielfilm: 9:8 (5.), 17:18 (10.), 25:36 (15.), 42:54 (20.), 52:67 (25.),68:74 (30.), 84:83 (35.),  106:95

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 38 von 74/48%, Ulm (33/73, 45%), FW Köln 89% (17/19) zu 80% (16/20), 24:28 Assists, 46 (12 offensiv): 32 (9) Rebounds, 9:9 Steals, 0:2 Blocks, 18:13 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/4dKngMr

RheinStars:  Andrej Mangold, Kenan Reinhart, Rupert Hennen (19 Punkte/4 Dreier, 9 Assists), Steffen Haufs (6), Luca Ladjyn, Felix Greif, Bryan Battle (19/2, 11 Rebounds), Björn Rohwer (21, 9 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (11, 5 Ass, 9 Reb.), Robin Straub (12/2, 5 Reb.), Robin Danes (2), Tim Lang (16/3, 4 Reb.).

Foto: BARMER 2. Basketball Bundesliga/Alexander Mihm

Herausragende Teamleistung gefragt

Es ist alles gesagt und getan, die Vorzeichen eindeutig – die zweite Show kann beginnen. Am kommenden Freitag treffen die RheinStars wieder auf die Orange Academy, diesmal aber in Ulm auf dem Main Court der Academy (19 Uhr). Gewinnen die Kölner erneut, stehen sie im Finale um die Meisterschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Gewinnt das Farmteam des aktuellen Deutschen Meisters Ratiopharm Ulm, geht das Halbfinale in das alles entscheidende dritte Spiel der Serie „Best of three“. Das steigt dann am Pfingstsonntag in der ASV-Sporthalle um 17 Uhr.

„Es war ein hervorragendes Spiel beider Mannschaften am vergangenen Samstag“, sagt Manager und Headcoach Stephan Baeck. „Wir werden wieder auf ein junges und sehr gutes Team treffen, das in eigener Halle noch einmal stärker zu erwarten ist als bei uns. Sie werden wieder ihr Herz auf dem Feld lassen. Aber wir werden das auch. Und wir werden wieder eine herausragende Teamleistung benötigen, um diese Herausforderung zu bestehen. Aber ich bin sicher, dass wir das nicht allein wollen, sondern auch können.“

Überhaupt war der Kölner Hunger auf den nächsten Sieg und den Einzug ins Finale unter der Woche stets zu spüren. Um nichts dem Zufall zu überlassen, reist die Mannschaft bereits einen Tag vorher nach Süddeutschland, um optimal vorbereitet ins Spiel gehen zu können. Schließlich werden beide Teams wieder einen langen Atem brauchen – so wie beim Kölner 105:85 in Spiel eins.

Livestream: https://bit.ly/4dINAXc

Liveticker: https://bit.ly/4dKngMr

Foto: Gero Müller-Laschet

Köln gewinnt mitreißende Partie

Ein erster Schritt in Richtung Finale gelang den RheinStars am Samstagabend in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. In einem mitreißenden Spiel vor ausverkauftem Haus mit 1.000 Zuschauern besiegten die Kölner die Orange Academy im ersten Halbfinale 105:85 (41:45) und könnten nun am kommenden Freitag (19 Uhr) in Ulm bereits das Ticket für die Endspiele buchen. Allerdings sind beide Kontrahenten zum passenden Zeitpunkt auf der Höhe ihres Schaffens angekommen – so das ein Ausgang schwer vorhersagbar ist. Sollte ein drittes Spiel in der Serie „Best of three“ nötig werden, dann steigt das wiederum in der ASV-Sporthalle. Pfingstsonntag, 17 Uhr.

Platz eins „Nord“ gegen Platz zwei „Süd“ versprach schon vor der Begegnung einen hohen Unterhaltungsfaktor – und das Spiel zwischen den RheinStars und dem Farmteam des Deutschen Meisters Ratiopharm Ulm hielt allen Erwartungen stand. Schweißgebadet und glücklich jubelten am Ende die Kölner Fans wie Spieler, doch auch die Ulmer hatten so ihren Spaß. Schließlich besteht zwischen den Fanlagern beider Teams eine langjährige Freundschaft. Und während sich die Anhänger am Abend gemeinsam in Richtung Brauhaus aufmachten, ging es vor Ort in die Analyse der Partie. „Es war sicher kein 20 Punkte, sondern ein sehr enges Spiel“, sagte Manager und Headcoach Stephan Baeck über das atemlose Spektakel.

Bis zur 36. Minute zogen die Kölner und Ulmer Kopf an Kopf durch die Partie, bevor die RheinStars den Sieg auf ihre Seite ziehen konnten. „Es war klar, dass der längere Atem heute entscheiden würde“, sagte Baeck. Vorgewarnt durch die Blitzstarts der jungen Ulmer um ihren Toptalente Max Langenfeld (20) und Noa Essengue (17) in den Serien zuvor, waren die Hausherren von Beginn wach. Zwar konnten die Gäste eine kleine Führung (41:45) zur Pause behaupten, doch Köln war im Fahrwasser. „Auch wenn die erste Halbzeit schon sehr gut von allen Spielern war, haben wir nach der Pause endgültig den Respekt ablegen können. Ein dickes Kompliment an mein Team, wie es sich zusammen den ersten Sieg geholt hat. Wir spielen gegen einen jungen und sehr talentierten Gegner, von dem wir einige Akteure vielleicht auch in der NBA irgendwann sehen werden. Deshalb mussten wir unsere beste Leistung bringen, um bestehen zu können – und das ist uns gelungen.“

Die üblichen Verdächtigen fanden sich dabei wie gewohnt in ihren Aufgaben zurecht: Rupi Hennen als Lenker und Kopf, Bryan Battle als Defense-Motor und Energizer, Grantas Vasiliauskas als Faktor unter beiden Körben, Björn Rohwer ab Halbzeit zwei. Köln spielte 28 zu 15 Assists, verursachte 24 (zu 10) Ballverluste beim Gegner und „klaute“ 18 (zu 4) mal den Ball. Mit dem 22 Jahre alten Robin Danes gab es aber einen, der aus der Rolle fiel. Im positiven Sinne.  Seinen sieben Punkte in der Serie brachten die RheinStars in den ersten 70 Sekunden nach der Halbzeit in Führung (48:45/22.) und schalteten den im Basketball stets ersehnten „Biestmodus“ im kompletten Team an. Es war sein Moment, der die eh schon guten Kölner in Defense und Offense eine Stufe höher hob. Der Rest war mitreißend.

Schließlich gelang den Hausherren der Erfolg, weil sie anders als ihre Kontrahenten eben doch einen Hauch mehr Erfahrung in solch ein Spiel  einbringen konnten. Was aber für Partie zwei in Ulm erstmal wenig bedeuten muss. Beide Teams haben bislang ihre Heimspiele in den Playoffs gewonnen. „Sie werden noch ein bisschen besser auf uns vorbereitet sein und entsprechend spielen“, kommentierte Center Rohwer, der selbst einige Jahre seiner Karriere im Trikot der Orange Academy verbrachte. „Wir aber auch.“

Viertel: 20:22, 21:23, 34:25, 30:15

Spielfilm: 14:12 (5.), 20:22 (10.), 34:31 (15.), 41:45 (20.), 58:53 (25.), 75:70 (30.), 86:79 (35.), 105:85 (40.)

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 39 von 82/48%, Ulm (28/62, 45%), FW Köln 74% (17/23) zu 76% (16/21), 28:15 Assists, 40 (15 offensiv): 41 (11) Rebounds, 18:4 Steals, 2:3 Blocks, 10:24 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/3JRaf5Z

RheinStars:  Andrej Mangold (4 Rebounds), Kenan Reinhart, Rupert Hennen (20 Punkte/2 Dreier, 13 Assists, 7 Steals), Steffen Haufs (3, 4 Ass, 5 Reb), Felix Greif, Bryan Battle (24/2, 6 Steals), Björn Rohwer (19/1, 4 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (15, 5 Ass, 9 Reb.), Robin Straub (5/1), Robin Danes (14/2), Tim Lang (5/1,3 Ass, 3 Steals).

Foto: Gero Müller-Laschet

Halbfinale gegen die Hochbegabten elektrisiert

Vor dem nächsten herausfordernden Vergleich stehen die RheinStars im Halbfinale der ProB-Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Mit der Orange Academy aus Ulm, dem Farmteam des aktuellen Deutschen Meisters Ratiopharm Ulm stellt sich eine formstarke und aufregende junge Mannschaft den Kölnern in dem Weg in Richtung Finale. „Das ist ein hochtalentiertes und sehr intensiv spielendes Team, das uns alles abverlangen wird“, sagt Manager und Headcoach Stephan Baeck vor dem Auftakt am kommenden Samstag, 18 Uhr, in der ASV-Sporthalle. „Aber wir wissen auch, was wir können und was wir wollen – und wir wollen ins Endspiel, um uns für eine herausragende Saison zu belohnen.“ Im Umfeld fiebern nicht allein die Kölner wie elektrisiert dem Start in die Runde der letzten vier ProB-Teams entgegen, auch die Nachfrage nach den Tickets ist sehr hoch. Gespielt wird wie zuvor im „Best of three“-Modus. Wer zuerst zwei Siege hat, geht in die nächste Runde. Das zweite Halbfinale bestreiten die Dragons Rhöndorf und die Berlin Braves.

DIE AUSGANGSLAGE

Während die RheinStars sich im Viertelfinale in zwei Spielen gegen den SC Rist Wedel durchsetzen konnten, benötigten die Ulmer drei Partien, um die EN Baskets Schwelm aus dem Rennen um die Meisterschaft zu werfen. Beide Teams eint allerdings, das sie in den entscheidenden Begegnungen ihre Gegner dominieren konnten. Köln spielte seine Norddeutschen Gäste beim 90:62 mit 28 Punkten daher, die Academy setzte sogar noch einen drauf: 115:73 stand am Ende auf der Anzeigentafel. Beeindruckend dabei vor allem das Tempo und die Zielstrebigkeit, mit der die im Schnitt knapp 19 Jahre alte Mannschaft gegen die Schwelmer vorging. „Sie spielen schnell und geradlinig und finden individuell gute Lösungen“, sagt Stephan Baeck. Assistentin Katharina Arnold sagt: „Das wird eine interessante und unterhaltsame Serie. Statistisch sind wir uns sehr ähnlich und haben auch generell einen ähnlichen Fokus und Erfolg damit. Aggressive Defense und vorne schnell und als Team spielen.“ Und ergänzt: „Wir sind beide in den Top4 der gesamten ProB in Points per game und pro Ballbesitz, Anzahl Ballbesitze, Field goals made“.

DER DIREKTE VERGLEICH

Beide Teams standen sich in der südlichen ProB-Gruppe letztmals in der Saison 2018/2019 gegenüber, die beiden Partien endeten jeweils mit Auswärtserfolgen. Nach ihrem Aufstieg 2020 wechselten die RheinStars in den Norden. Zuvor gab es ein Aufeinandertreffen in der ProA-Spielzeit 2017/2018, in denen sich die Kölner zweimal zum Sieger küren konnten. Mit dabei auf Ulmer Seite unter den Akteuren, der heutige RheinStars-Center Björn Rohwer sowie der jetzige Manager der Braunschweiger Erstliga-Löwen, Nils Mittmann.

DIE ACADEMY MANNSCHAFT 

Unter den vielen Talenten der Academy ragen der 17 Jahre alte französische Center Noa Essengue (19,7 Punkte und 12,5 Rebounds pro Spiel in den Playoffs) sowie Small Forward Max Langenfeld (18,0) hervor. Der 20 Jahre alte Langenfeld wechselt nach der Saison und zwei Jahren in orange – inklusive deutscher Meisterschaft – ans College von Boca Raton. Langenfeld gehört wie auch Essengue zum Kader der Profis und gilt als Schlüsselspieler des Teams. Guard Philip Hecker führt mit seinen 22 Jahren als „Alterspräsident“ seine Mannen, in den Playoffs mit 15 Punkten und 5,8 Assists im Schnitt. Trainiert und gecoacht werden die Süddeutschen von Baldur Ragnarsson – und vielleicht geht der 34 Jahre alte Isländer in einigen Jahren den Weg von Anton Gavel. Der jetzige Meistertrainer der Ulmer war zuvor an der Academy als Headcoach tätig.

DIE TERMINE

Spiel 1: RheinStars – Orange Academy: Samstag, 11.05.24, 18:00 Uhr
Spiel 2: Orange Academy – RheinStars: Freitag, 17.05.24, 19:00 Uhr
Spiel 3: RheinStars – Orange Academy: Sonntag, 19.05.24, 17:00 Uhr (falls erforderlich)

ACHTUNG, FC! Vor unserem Spiel empfängt der 1. FC Köln um 15.30 Uhr Union Berlin zum nächsten Abstiegsgipfel, neben der angespannten Parkplatzsituation bitten wir alle, später freundlich zu den angeschlagenen Berliner Anhängern zu sein nach dem FC-Heimsieg.

Tickets für Köln: https://bit.ly/36QPirO

Liveticker 1. Spiel Köln: https://bit.ly/3JRaf5Z

Livestream (5 Euro) 1. Spiel Köln: https://bit.ly/3WyTWT4

Björn Rohwer – Foto: Gero Müller-Laschet

 

Riesige Freude über einen tollen Auftritt

Die RheinStars stehen im Halbfinale! Mit einem beeindruckendem 90:62 (49:29) setzten sich die Kölner am Sonntagnachmittag gegen den SC Rist Wedel durch und beendeten die „Best- of-three“-Serie mit dem zweiten Sieg binnen 48 Stunden auf dem schnellstmöglichen Weg. Anders als beim späten 67:60-Erfolg in Wedel hatten die Gäste im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB diesmal nicht den Hauch einer Chance. Ab dem zweiten Viertel dominierten die Hausherren in der ASV-Sporthalle und treffen nun in der nächsten Runde auf die EN Baskets Schwelm oder die Ulmer Orange Academy. Deren Serie wird am kommenden Sonntag beim Stand von 1:1 entschieden, während die Kölner ein spielfreies Wochenende genießen können. Weiter geht es dann mit dem ersten Heimspiel im Halbfinale am Samstag, 11. Mai (18 Uhr).

„Wir sind alle unheimlich stolz auf die Mannschaft, wobei ich denke, dass wir die Serie am Freitag mit dem Sieg in Wedel gewonnen haben“, freute sich Manager und Trainer Stephan Baeck. „Wedel ist ein sehr junges, sehr gutes und gefährliches Team. Aber ihr Spiel lebt von der Dynamik, vom Enthusiasmus, vom Rebounding und das alles konnten sie heute nicht mehr aufs Feld bringen.“ Kapitän Rupi Hennen kommentierte trocken: „Wir waren einfach das bessere Team.“

Bisweilen waren die unterschiedlichen Level im zweiten Spiel eklatant, auf dem die Partie stattfand, und selbst für ungeübte Basketball-Augen leicht erkennbar. Beide wollten, aber nur die einen konnten. Nach ihrem fulminanten Auftritt in eigener Halle waren die Rister nicht mehr in der Lage, die spielfreudigen Hausherren in ihrem Spielfluss zu stoppen. Weder in der Offense noch in der Defense. Hinten ließ Köln kaum freie Würfe zu, vorne regneten allein 14 Dreier über die Norddeutschen nieder, meist formidabel vorbereitet bzw. herausgespielt. Spätestens in der 24. Minute, als mit Cameron Reece der beste Wedeler Akteur das Feld nach seinem fünften Foul verlassen musste, war die da schon zunehmend einseitige Partie beim Stand von 55:33 entschieden.

Als Beleg für den Kölner Teamauftritt dienten vor allem die 31 Assists, die die RheinStars zur Freude der begeisterten Zuschauer herausspielten. Steffen Haufs zeigte sich dabei mit 13 Vorlagen ganz besonders beteiligt. „Mich freut die Mannschaftsleistung, weil jeder seinen Anteil hatte. Ich freue mich aber besonders, das Grantas Vasiliauskas einen starken Auftritt hatte und über Robin Straub“, sagt Baeck weiter. Vasiliauskas war Topscorer (23), effektivster Spieler auf dem Feld und lag in der Plusminus-Statistik bei +20, dicht gefolgt von Straub, Tim Lang und Rupi Hennen (je 18). Wobei sich letzterer ebenso wie Battle (20) oder Björn Rohwer das muntere Treiben ungewohnt ausgiebig von der Bank anschauen durfte. Hennen: „Das war auch mal schön.“ Nun jedenfalls haben die RheinStars nach ihrem Husarenritt durchs Viertelfinale erst einmal zwei Tage frei, bevor es dann am Mittwoch weitergeht.

Viertel: 23:13, 26:16, 20:13, 21:20

Spielfilm: 7:2 (5.), 23:13 (10.), 38:17 (15.), 49:29 (20.), 57:35 (25.), 69:42 (30.), 82:52 (35.), 90:62 (40.)

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 35 von 63/56%, Wedel (20/60, 33%), FW Köln 60% (6/10) zu 57% (16/28), 31:13 Assists, 42 (8 offensiv): 33 (12) Rebounds, 8:8 Steals, 1:0 Blocks, 18:18 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/4aKl0TD

RheinStars:  Andrej Mangold, Kenan Reinhart (4 Punkte) Rupert Hennen (11/3 Dreier, 5 Assists), Steffen Haufs (2, 13 Assists), Felix Greif (4), Bryan Battle (20/5, 3 Reb., 3 As.), Björn Rohwer (2, 4 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (23/2, 10 Reb.), Robin Straub (7/1), Robin Danes (5/1, 4 Reb.) Tim Lang (10/2), Jannis von Seckendorff (2, 3 Reb.).

Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars behalten Nerven und Sieg

Nichts für schwachen Nerven war der Auftakt ins Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zwischen den RheinStars und dem SC Rist Wedel. In einer furiosen Schlussphase konnten sich die Kölner mit dem 67:60 (26:26) bei den Norddeutschen am Samstag durchsetzen, nachdem sie lange Zeit im Hintertreffen gelegen hatten. Nun aber hat die Mannschaft von Manager und Trainer Stephan Baeck die Chance, vor eigenem Publikum am Sonntag (17 Uhr) schon den Einzug ins Halbfinale klarzumachen. Mit einem weiteren Erfolg wären die nötigen zwei Siege in der „Best of three“-Serie eingefahren. Wenn nicht, würde ein entscheidendes drittes Spiel am Samstag, 4. Mai ebenfalls in der ASV-Sporthalle stattfinden.

Stephan Baeck hatte schon in der Vorwoche kommentiert, dass er solcherart Spiele mit entscheidendem oder vorentscheidendem Charakter durchaus mag. „Ich habe das in meiner Karriere schon so oft erlebt, dass gehört dazu und macht ja den Reiz aus.“ Vor den Toren Hamburgs kam ein weiteres Kapitel hinzu. Ein schönes in Sachen Trainerbeitrag. In einem intensiven, Defense geprägten und nicht immer eleganten Basketballspiel lagen die Kölner in der 34. Minute mit 47:56 hinten. Timeout Köln. Die Folge: 12 Punkte von Center Björn Rohwer in Serie, ein 20:1-Lauf, eine Kölner Führung zum 67:57 und der Sieg.

Überhaupt war es ein Spiel mit bemerkenswerten Phasen und Statistiken. Köln trifft zu Beginn vorne nix und kassiert hinten. Beim Stand von 11:24 (13.) betritt Andrej Mangold das Wedeler Spielfeld, der 37 Jahre alte Pointguard beruhigt die Gemüter in seinem Team und trifft per Dreier in der 19. Minuten zum 26:24. Was Erfahrung so ausmacht. Anschließend wogt die Partie hin und her. Ende des dritten Viertels scheint es, als ob die Kölner sich absetzen können. Doch das Spiel lässt keine Atempause und bleibt eng. Köln kassiert im letzten Viertel einen 0:11-Auftakt bis zu eben jener Auszeit – und der Rohwer-Explosion, assistiert von Bryan Battle und dann auch von Kapitän Rupi Hennen und Jannis von Seckendorff. Der Rest ist gemeinsamer Jubel mit den mitgereisten Flying Flönz.

Doch nicht allein die Läufe und Wendungen der Partie sind bemerkenswert. Weitere Beispiele? Grantas Vasiliauskas holt sechs Rebounds im Spiel, alle offensiv. Bis weit ins letzte Viertel bekommen die Kölner drei Freiwürfe zugesprochen (am Ende neun), die Hausherren 20 (22). Die RheinStars verwandeln dann von ihren neun Versuchen tatsächlich nur zwei. Dafür gewinnen die Kölner das Reboundduell gegen die Wedeler, das mit Abstand beste Reboundteam im deutschen Profibasketball 44:32, holen dabei 18 Offensivrebounds. Wer hätte das alles vorhersagen wollen?

Stephan Baeck: “Kompliment an die Mannschaft, sie hat sich zweimal aus hohen Rückständen zurückgekämpft. Und mit ihrem großen Herz und ihrer Leidenschaft am Ende auch verdient gewonnen. Dabei haben wir uns gegen viele Widerstände durchgesetzt: Gegen bravourös und enthusiastisch spielende Rister, gegen unsere Anfang schlechte Leistung und auch gegen die Schiedsrichter. 20:3 Freiwürfe gegen uns nach drei Vierteln war schon hart zu verarbeiten. Jetzt gilt es, uns möglichst gut zu erholen und am Sonntag mit der gleichen Energie, die wir am Ende hatten, das Spiel anzugehen. Denn gewonnen haben wir nur ein Spiel, die Serie noch lange nicht.”

Viertel: 11:19, 15:7, 21:19, 20:15

Spielfilm: 4:13 (5.), 11:19 (10.), 11:24 (15.), 26:26 (20.), 32:30 (25.), 47:45 (30.), 51:56 (35.), 67:60 (40.)

Teamstatistiken Würfe aus dem Feld – Köln 30 von 71/42%, Wedel (20/51, 39%), FW Köln 22% (2/9) zu 64% (13/22), 12:15 Assists, 44 (18 offensiv): 32 (8) Rebounds, 13:8 Steals, 1:2 Blocks, 22:25 Turnover.

Boxscore: https://bit.ly/3WevvKv

RheinStars:  Andrej Mangold (3/1 Dreier), Rupert Hennen (16/2 Dreier, 5 Assists, 2 Steals), Steffen Haufs (3/1), Felix Greif, Bryan Battle (13/1, 9 Reb., 4 Steals), Björn Rohwer (16, 9 Rebounds), Grantas Vasiliauskas (2, 6 Reb.), Robin Straub, Robin Danes, Tim Lang (4), Jannis von Seckendorff (10, 9 Reb.).

Foto: RheinStars