Ordentlicher Auftritt beim Topfavoriten
Anständig aus der Affäre zogen sich am Samstag die RheinStars bei der BG Göttingen, einem der heißen Aufstiegsfavoriten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. 83:95 stand es am Ende von 40 kurzweiligen Minuten am zwölften Spieltag der zweithöchsten deutschen Spielklasse. „Wir haben das insgesamt gar nicht schlecht gemacht“, lobte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport der Kölner nach dem Spiel am Samstagabend vor 2.350 Zuschauern in der Sparkassen Arena beim Erstliga-Absteiger. Am kommenden Samstag geht es gegen die Hakro Merlins Crailsheim im Düsseldorfer Castello weiter.
Baeck führt aus: „Allerdings müssen wir auch feststellen, dass unsere Verteidigung zu lange nicht auf dem Niveau war, das es braucht, um gegen ein Topteam der Liga zu bestehen. Besonders unter dem Korb und in der Pick’n Roll Verteidigung haben wir nicht gut gearbeitet. Nur wenn die Energie und die Bereitschaft, hart zu verteidigen, vorhanden sind, können wir auch gegen diese starken Gegner bestehen. Generieren wir Stopps, spielen wir auch im Angriff souveräner.“
Köln war schon mit einigen Herausforderungen in die Partie gegangen. Neben Hall B.Elisias fehlte mit Laurent Zoccoletti ein weiterer Center sowie der Cheftrainer. Zoran Kukic stoppte eine schwerer Hexenschuss noch in Köln, so dass Assistant Coach Oli Elling an der Seitenlinie übernahm. „In der Offensive haben wir unseren Plan phasenweise gut umsetzen können und, auch wenn wir nicht gut getroffen haben, trotzdem gute Würfe rausspielen konnten. Göttingen war gut auf uns vorbereitet und hat im Stile eines Topteams jeden unserer Fehler gnadenlos betraft. Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir trotz des Rückstands nie aufgeben und bis zum Schluss weitergemacht haben.“
Wohl auch gewarnt durch den RheinStars-Sieg über Gießen, nahmen die Göttinger ihre Gäste von Beginn an ernst. Die Kölner spielten dabei von Beginn an gut mit, doch im Laufe des zweiten Viertels konnten sich die Hausherren absetzen und gingen mit 15 Punkten Vorsprung in die Pause. Wobei sie vor allem auf ihren Center Adam Ramstedt bauen konnten, der unter dem Korb ohne Fehlversuch bei seinen neun Körben blieb. Schon beim BG-Gastspiel in Bremerhaven in der Woche zuvor war er der entscheidende Faktor beim 84:67-Erfolg über die Eisbären.
Nach dem Seitenwechsel kämpften die Rheinstars unverdrossen weiter, hatten immer wieder mal die Möglichkeit, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu drücken. Leider aus Kölner Sicht blieb es aber bei den Chancen. Elling: „Trotzdem geht unsere Entwicklung in die richtige Richtung.“ Zu den positiven Punkten des Spiels gehörte auch das Debüt des 17 Jahre alten Marko Cuvalo. Der NBBL-Center verteidigt stark, setzte seinen Körper geschickt ein und erzielte zudem sechs Punkte. Baeck: „Ein Sonderlob geht an Marko, der sehr viel Energie gebracht hat und in seinem ersten ProA Auftritt hervorragend in Defense und souverän im Angriff war – und an Timmy Davis, der unermüdlich in der Verteidigung gespielt hat und auch Akzente im Angriff setzen konnte.“
Viertel: 20:24, 17:28, 23:27, 23:16
Spielfilm: 9:16 (5.), 20:24 (10.), 27:35 (15.), 37:52 (20.), 51:66 (25.), 60:79 (30.), 72:84 (35.), 83:95 (40.)
Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 75/40%, Göttingen (37/63, 59%), FW Köln 62% (16/26) zu 68% (13/19), 12:25 Assists, 41 (17 offensiv): 37 (4) Rebounds, 20:24 Fouls, 6:9 Steals, 1:1 Blocks, 12:12 Turnover.
Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4iO28rC
RheinStars: Cedric Russell (10 Punkte/1 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds.), Zac Watson (3/1, 5 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (9/1, 2 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (7/1), Timmy Davis (5/1), Adam Paige (13, 3 Reb), Marko Cuvalo (6, 3 Reb.), Björn Rohwer (11/1, 4 Reb), Justin Onyejiaka (13, 7 Reb., 3 Ass.), Mike Miller (6/1, 6 Reb.)
Foto: Swen Pförtner










