RheinStars unterliegen Dragons in Rhöndorf

Im Spitzenspiel der Basketball-Regionalliga West kassierten die RheinStars am Samstagabend ihre zweite Saisonniederlage. Aber auch nach dem 12. Spieltag bleiben die Kölner trotz des 83:86 (42:41) im Derby bei den Dragons Rhöndorf an der Spitze des Klassements. Allerdings haben die RheinStars mit den bringiton Ballers aus Ibbenbüren Gesellschaft bekommen. Beide weisen nun zehn Siege und zwei Niederlagen in ihrer Bilanz aus. Auf Platz drei rangieren die Dragons (9/3). Am kommenden Samstag schließt die Hinrunde der Saison 19/20 für die RheinStars mit der Visite der erstarkten NEW Elephants Grevenbroich in der ASV-Sporthalle (18 Uhr).

Eigentlich waren nach der Partie der RheinStars in der Sporthalle am Menzenberg alle Kölner genervt. Trainer, Spieler, Fans. Zu eindeutig fiel die Analyse nach der Niederlage vor der Saisonrekordkulisse von 1.110 Zuschauern in der einstigen Bundesliga-Spielstätte aus. „Man kann es in einem Satz zusammenfassen: Wir waren schlecht und haben verdient verloren“, kommentierte Manager Stephan Baeck das Gesehene. Anders als beim Sieg im Spitzenspiel in Ibbenbüren präsentierten sich die Kölner in Rhöndorf nicht mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Klar, es war für alle Beteiligten letztlich ein spannender Abend, weil die RheinStars als Gäste trotz aller Unzulänglichkeiten irgendwie immer im Spiel blieben. Und natürlich war es eines der besseren Liga-Spiele dieser Saison was das grundsätzliche Niveau der Begegnung betraf. Das war kein Treffen von Laufkundschaft. Schließlich maßen da in Rhöndorf schon zwei gut und tief besetzte Teams ihre Kräfte – und das war auch nicht zu übersehen.

Die Dragons um ihren Trainer Yassin Idbihi brachten auch eine solide Vorstellung aufs Parkett. Köln hingegen stand sich 40 Minuten lang eher selbst im Weg. „Wir waren hektisch, haben viele leichte Fehler begangen, den Ball schlecht bewegt und waren nicht als Team präsent“, kritisierte Manager Baeck. Headcoach „JJ“ Strasser kommentierte an seiner alten Wirkungsstätte. „Mich ärgert nicht die Niederlage. Die war heute verdient. Und das kann vorkommen. Mich ärgert die Art und Weise. Wir haben hier nicht als Mannschaft verloren, sondern durch unsere Einzelaktionen.“

So war es eher dem Talent der einzelnen Kölner und dem schludrigen Umgang der Hausherren mit ihrer Führung geschuldet, dass die RheinStars nach dem 67:76-Rückstand (34. Minute) knapp drei Minuten vor dem Ende mit einem 9:0-Lauf ausgleichen konnten. Schließlich endete der Abend aber folgerichtig: Die RheinStars verdaddelten durch ihre Soli auch ihre letzten Chancen, die Drachen feierten einen verdienten Sieg. Am 7. März sehen sich die Kontrahenten zum Rückspiel in Köln wieder – und wahrscheinlich nicht zum letzten Mal in dieser Saison.

Viertelergebnisse: 22:22, 20:19, 18:21, 23:24

Spielfilm: 9:7 (5.), 22:22 (10.), 31:29 (15.), 42:41 (20.), 51:51 (25.), 60:62 (30.), 69:76 (35.), 83:86 (40.)

Teamstats: Köln 47,6% zu Dragons 41% (2er), 36,4,4/43,5 (3er), 86,4/75% (Freiwürfe), 12:16 Assists, 39:30 Rebounds, Ballverluste 16/10, Ballgewinne 8/16.

RheinStars: Vincent Golson (15 Punkte/5 Rebounds), Karl Dia, Tibor Taras (31/2 Dreier/10 Rebounds), Max Dohmen (3/1 Dreier), Michiel Petersen (6/7 Rebounds), Tim van der Velde (3/5 Rebounds/6 Assists), Bene van Laack (13/3 Dreier/2 Blocks), Yannik Kneesch (8/1 Dreier/3 Rebounds), Thomas Michel (1), Gael Hulsen (3/1).

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Das Derby: Beste Defense trifft beste Offense

Es ist ein besonderes Derby. Die RheinStars bei den Dragons Rhöndorf. Beide Fanlager fiebern dem Tippoff am kommenden Samstag im Sportzentrum am Menzenberg um 19 Uhr entgegen. Keine Frage, die Drachenhöhle wird gut besucht sein. Aus vielerlei Gründen: Ganz zuerst erwartet der Tabellendritte der Basketball-Regionalliga West den aktuellen Klassenprimus aus Köln. Dann haben sich die beiden Kontrahenten auch bei ihren Spielen in der 2. Basketball-Bundesliga knackige Duelle geliefert. Nicht zuletzt trugen Spieler und die Trainer beider Mannschaften schon das Trikot des Kontrahenten. Das verbindet oder entzweit – je nachdem aus welchem Blickwinkel es betrachtet wird.

Die sportliche Situation
Köln ist alleiniger Tabellenführer mit 10 Siegen aus elf Spielen in der Regio West. Rhöndorf aber so etwas wie das Team der Stunde. Seitdem der Sportliche Leiter Yassin Idbihi im Oktober nach dem sechsten Spieltag und der dritten Niederlage Markus Röwenstrunk als Trainer abgelöst hat, entschieden die Drachen alle Regio-Spiele für sich. Fünf Siege in Folge bei einem Schnitt von über 100 Punkten.

Die Kader
Beide Mannschaften verfügen über einen gut und tief besetzten Kader. Wahrscheinlich die beiden am ausgeglichensten besetzten Teams in der Liga. Bester Werfer der Drachen ist Curti Hollis mit 19,8 Punkten im Schnitt. Mit dem ehemaligen Münchner Kilian Binapfl und Gabriel de Oliviera stehen zudem zwei junge, talentierte Spieler mit Doppellizenz im Kader, die auch bei deren Kooperationspartner Telekom Baskets Bonn aktiv sind. Binapfl hat diese Saison bereits Erstliga-Luft geschnuppert, beide standen zudem in der europäischen Championsleague auf dem Parkett. Der aus Iserlohn aus der ProA gekommene De Oliviera verletzte sich jedoch jüngst und soll einige Wochen ausfallen. Sicher wohl für das Derby. Bei den Kölnern sind alle Spieler soweit einsatzbereit.

Die Statistik
Rhöndorf stellt die erfolgreichste Offensive der Liga (1026 Punkte/Köln 933) und ist das Team mit den meisten Assists (227/205). Sogar aller Regionalligisten deutschlandweit. „Sie sind sehr schnell und stark in der Transition. Das wird einer der Knackpunkte im Spiel für uns werden“, sagt Katharina Arnold aus dem Coaches-Team – Oli Elling ergänzt: „Hier müssen wir die stärkste Offensive stoppen.“ Allerdings können sich die RheinStars gerade in der Verteidigung auf ihre eigene Arbeit verlassen: Köln verfügt aktuell über die mit Abstand erfolgreichste Defense (742/914).
Im Vorjahr trennten sich die beiden Teams als ProB-Ligisten 2:2 nach Haupt- und Abstiegsrunde – beide konnten jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gewinnen.

Die „Beidseitigen“
Bei den RheinStars stehen mit Thomas Michel, Karl Dia und Yannick Kneesch gleich drei ehemalige Dragonsspieler auf dem Parkett. Michel trug bereits im Vorjahr das Kölner Trikot, erzielte beim letzten Vergleich am 13. April 24 Punkte. Seine Punkte-Bestmarke in der ProB. Headcoach JJ Strasser spielte von 1999 bis 2001 bei den Dragons, wurde dann später mit den Kölner Meister. Umgekehrt verhält es sich mit Rhöndorfs Trainer Yassin Idbihi. Er ist in der Domstadt geboren, spielte in der Saison 2007/2008 in seiner Geburtsstadt und steht nun bei den Drachen an der Seitenlinie.

Kölner Defense-Kollektiv. Foto: Gero Müller-Laschet

 

RheinStars siegen weiter und freuen sich aufs Derby

Die RheinStars verbreiten weiterhin gute Laune unter ihren Anhängern. Ungefährdet kamen die Kölner am Samstagabend zum 95:77 (50:40) über die BG Dorsten und liegen mit zehn Siegen aus elf Spielen weiterhin alleine an der Spitze der Basketball-Regionalliga West. „Jetzt freuen wir uns auf das Derby in Rhöndorf. Das wird für alle eine heiße Sache“, sagte der stark spielende Karl Dia nach dem sechsten Sieg im sechsten Heimspiel. Das Duell der beiden vorjährigen ProB-Ligisten bei den Dragons Rhöndorf am kommenden Samstag steigt um 19 Uhr im Sportzentrum Menzenberg, wenn sich der Tabellenführer mit den auf Rang drei liegenden Hausherren messen wird. Und mit gleich drei ehemaligen Drachen-Spielern der jüngeren Vergangenheit dort antritt – mit Dia, Thomas Michel und Yannick Kneesch.

Aber auch in der ASV-Sporthalle hatten die rund 600 Zuschauer ihren Spaß am Geschehen auf dem Parkett. Anders als in der Vorwoche starteten die RheinStars konzentriert in die Partie, führten ab Mitte des ersten Viertels und hatten die Begegnung eigentlich schon im zweiten Viertel so gut wie entschieden. „Wir hatten heute eine gute Intensität und haben auch viele Sachen gut gemacht“, bilanziert Headcoach Johannes Strasser- und war dennoch nicht rundum zufrieden. „Wir haben uns insgesamt nicht immer sehr schlau angestellt.“ Verwalten der Führung, Tempo- und Foulmanagement fielen dabei als Stichworte. Wobei die Kölner immer weit davon entfernt waren, die Kontrolle über das Spielgeschehen abzugeben.

Die RheinStars-Fans hatten jedenfalls ihren Spaß. Es gab ja auch viele positiven Dinge. So machte Karl Dia als konzentrierter Verteidiger von Liga-Topscorer Adam Picket eine glänzende Figur. Erst im zweiten Viertel kam der US-Amerikaner zu Punkten – und polierte seine Bilanz mit 22 Zählern etwas auf, als die Partie eigentlich entscheiden war. Zudem glänzte Tibor Taras mit zehn – teilweise spektakulären – Assists und Vincent „Two two“ Golson mit seiner Geschwindigkeit und seinem Zug zum gegnerischen Korb.

Überhaupt hat sich das spielerische Repertoire der RheinStars gegenüber der vergangenen Saison erheblich erweitert. So feierten die Zuschauer immer wieder Spielzüge und Aktionen, selbst wenn sie nicht immer auch zu Punkten führten. Der Ball wurde gut bewegt, die Anspiele gingen oft unter den Korb – 60 ihrer Punkte erzielten die Hausherren aus der Zone. Vielfacher Tenor aus dem Publikum: „Das Zuschauen macht wieder Spaß.“ Ihren Teil trägt dazu sicherlich auch die tief und gut besetzte Bank der Kölner bei. Allein 30 Punkte trugen die in der Statistik sogenannten Ersatzspieler bei. Zum Vergleich: bei Dorsten waren es deren sechs.

Hätten sich die RheinStars zwischendurch nicht zweimal ein paar Minuten lang schöpferische Pausen genommen, dann wäre der Abend für die Gäste und deren mitgereisten Fans sicherlich unangenehmer verlaufen. So konnten Dorsten zum einen kurz vor der Halbzeit von 27:46 auf 36:46 verkürzen und zum anderen in Hälfte zwei den Rückstand zumindest kosmetisch verträglich gestalten. „Im Derby müssen wir uns insgesamt steigern und  komplett konzentriert bleiben, denn das wird eine ganz andere Herausforderung und eine sehr schwere Aufgabe für uns“, forderte deshalb auch Manager Stephan Baeck.

Viertelergebnisse: 25:18, 25:22, 24:21, 21:16

Spielfilm: 11:11 (5.), 25:18 (10.), 37:22 (15.), 50:40 (20.), 62:51 (25.), 754:61 (30.), 83:68 (35.), 95:77 (40.)

Teamstats: Köln 62,0% zu Wulfen 48,7% (2er), 30,4/37,0 (3er), 80%/81,8% (Freiwürfe), 23:15 Assists, 41:27 Rebounds.

RheinStars: Vincent Golson (20/5 Rebounds), Karl Dia (6), Tibor Taras (20/10 Assists/5 Rebounds), Max Dohmen (11/3 Dreier/5 Rebounds), Michiel Petersen (8/3 Rebounds), Tim van der Velde (2), Bene van Laack (12/1 Dreier/5 Rebounds), Yannik Kneesch (6), Thomas Michel (7/5 Rebounds), Gael Hulsen (3)

Karl Dia bei der Arbeit. Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

BG Dorsten fordert die RheinStars

Es ist der elfte Spieltag kurz vor dem Elften im Elften – und eine große Chance für die RheinStars auf das Untermauern ihre Stellung im Liga-Tableau der Basketball-Regionalliga West. Die Kölner treffen als Tabellenführer auf den Achten der Liga, die BG Dorsten. Und die starke Mannschaft aus dem Münsterland belegt eben genau jenen Platz, der am Ende der Hauptrunde einen Playoff-Platz garantiert. Wo also stehen die RheinStars im Vergleich? Die Antwort gilt es ab 18 Uhr am Samstag in der ASV-Sporthalle zu finden.

Die Trainingswoche der RheinStars war dabei bislang ohne besondere Auffälligkeiten. Allein der Ausflug der Guards Vincent Golson, Gael Hulsen und Tibor Taras auf die Messe FSB Cologne 2019 sorgte für Abwechslung im Ligaalltag. Gemeinsam mit Coach Katharina Arnold verlegten sie am Mittwoch ihre Individualeinheit auf den Court des Weltverbandes FIBA in Halle 9 der KölnMesse. Der hinterlassene Eindruck war gut, die Entwicklung der Kölner geht weiter – und weiterhin sind alle Mann an Bord.

Wie auch schon in der Vorwoche der BSV Wulfen ist die BG als nächster Vertreter aus der Stadt Dorsten beileibe keine Laufkundschaft. „Das ist eine gute Mannschaft mit einem dominierenden Spielmacher. Auf der anderen Seite haben sie aber auch fünf Mann, die regelmäßig um die zehn Punkte pro Spiel liefern können“, sagt Headcoach Johannes Strasser. Die Kölner jedenfalls sind gewarnt vor dem US-Amerikaner Adam Rashad Pickett und seinen wurffreudigen Kollegen. Denn keine Mannschaft in der Liga nimmt mehr Dreierversuche als Dorsten – im Schnitt 28,9 pro Spiel. Naturgemäß leidet unter den vielen Würfen von außen die eigene Rebound-Quote, so dass die Westfalen hier am anderen Ende der Liga rangieren. Der Weg zum Kölner Sieg wird also auch gegen den nächsten Gegner über eine konzentrierte Defense und Arbeitseinstellung führen. Mit einem Erfolg kann dann auch der Elfte im Elfte kommen.

Defense Gael Hulsen. Foto: Gero Müller-Laschet

Duell der Topwerfer am Samstag – und noch mehr Fakten

Am Samstag erwarten die RheinStars Köln in der Basketball-Regionalliga West die BG Dorsten ab 18 Uhr in der ASV-Sporthalle. Mit dem zweiten Dorstener Klub nach dem BSV Münsterland Baskets Wulfen binnen acht Tagen steht auch das Duell der Topwerfer am elften Spieltag an. RheinStars Tibor Taras vs. Dorstens Adam Pickett – das bedeuten 23,8 Punkte im Schnitt pro Spiel gegen 26,4. Platz zwei der Liste bei den erzielten Punkten gegen Platz eins nach zehn Spieltagen. Allein Deryl Hill schiebt sich mit einem Schnitt von 24,4 Zählern bei einem Spiel weniger zwischen die Scharfschützen der Regio. Die drei sind auch aktuell die Akteure mit den höchsten Effizienzwerten. Den „Tagesrekord“ mit 51 Punkten hält jedoch Taras, der auch die Dreier-Würfe mit 31 erfolgreichen Versuchen anführt.

In der Kölner Mannschaft sticht zudem Max Dohmen mit seinen 12,9 Punkten pro Spiel hervor. Vincent „Two two“ Golson kommt nach seinen ersten Auftritten auf 14 Punkte pro Spiel, hat aber erst zwei Partien absolviert. Dohmen alle zehn – übrigens so wie fünf weitere Spieler der RheinStars. Rückblickend auf die vielen Ausfälle der vergangenen Saison fast schon unheimlich. Golson ist mit seinen sieben Assists pro Partie auch auf dem Weg, einen Ligatopwert zu setzen. Nur Ibbenbürens Bryce Allen Leavitt bringt es auf mehr Anspiele (7,8).

Auch sonst bieten die Statistiken bemerkenswertes: Köln verfügt über die besten Defense der Spitzenklubs deutschlandweit über alle vier Regionalligen betrachtet, lässt nur 66,5 Punkte pro Spiel zu. Allein Bayern München kommt mit drei Spielen weniger in die Nähe (66,28).

Trotz der Tabellenführung haben die RheinStars weniger Rebounds (384) an der ersten zehn Spieltagen geholt als Schlusslicht ETB Miners Essen (387) – Essen führt übrigens die Statistik bei den Offensivrebounds in der Liga deutlich an.

Überhaupt sind die RheinStars in der Defense spitze, bei allen anderen Werten zwar immer unter den Top drei, aber dort nie ganz oben anzutreffen. Recklinghausen hat als Topwert einen Turnover weniger (118:117), Rhöndorf mehr Steals (100:89).

Am Samstag geht es gegen die BG Dorsten weiter – und das Statistikwerk auch.

Max Dohmen Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

 

 

 

 

Van Laack und Dohmen führen RheinStars zum Sieg

Am Ende wurde es der gefeierte neunte Saisonsieg im zehnten Spiel in der Basketball-Regionalliga West. In einer spannenden Auseinandersetzung behielten die RheinStars am Samstagabend die Oberhand über den starken BSV Münsterland Baskets Wulfen. 600 Zuschauer in der gut besuchten ASV-Sporthalle freuten sich am Ende über einen verdienten Kölner 82:69-Erfolg – zumindest diejenigen, die es mit den Hausherren hielten. „Wir haben uns heute gegen einen starken Gegner durchgesetzt, der bis zur letzten Sekunde dagegengehalten hat und nicht aufgeben wollte. Vielleicht war es sogar der mannschaftlich stärkste Gegner bisher“, zollte Manager Stephan Baeck den Gästen aus dem Dorstener Stadtteil Respekt.

Manche Spiele brauchen ihre Zeit, um sich zu entwickeln. So war es auch zwischen Köln und Wulfen. Nach Wochen und Monaten der Verletzungssorgen müssen sich die Coaches der RheinStars zudem mit einem Luxusproblem herumschlagen: der Integration aller Teile einer gesunden Mannschaft. Bei den Gastgebern waren die Veränderungen im Spiel und in den Abläufen durch die Rückkehr der lange verletzten Vincent „Two two“ Golson und Gael Hulsen spür- und sichtbar. Insbesondere vor der Pause, die Topscorer Max Dohmen deutlich einordete. „Wir waren schlecht und hatten nicht die nötige Intensität.“ Dabei schlug sich unterm Korb Mitch Petersen im Duell mit dem erfahrenen Wulfener Hünen Michael Hauke sehr passabel. „Aber unsere Guards waren nicht im Spiel“, kritisierte Headcoach Johannes Strasser die ersten 20 Minuten und den knappen 33:35-Rückstand zur Halbzeit.

Wulfen weigerte sich auch nach dem Seitenwechsel standhaft, die Partie herzuschenken und hielt um die starken Bryant Allen und Hendrik Bellscheidt verbissen dagegen. Erst im letzten Abschnitt rappelten sich die Kölner auf, erhöhten in Angriff und Verteidigung die Taktzahl und nahmen dabei ihr Publikum mit auf die Reise. Vorneweg zum einen Bene van Laack. Der Sportstudent schien in der Schlussviertelstunde scheinbar überall auf dem Feld aufzutauchen, holte Rebounds und erzielte in der Phase, als sich die RheinStars aus einem Rückstand einen ersten etwas deutlicheren Vorsprung erarbeiteten, zehn Punkte in Serie. Dazu kam Max Dohmen als effektivster Spieler, Scharfschütze jenseits der Dreierlinie und knallharter Verteidiger mit allein vier geblockten Schüssen. „Die zwei muss man auf jeden Fall herausheben“, lobte Headcoach Strasser.

So feierten die Fans ihre Mannschaft, freuten sich über die ersten sieben Assists und Punkte von „Two two“ Golson und konnten sich über eine weitere Besonderheit der bisherigen Saison freuen: die Leistungsdichte im Kader der RheinStars, die vielen Siege – und das immer wieder andere Spieler die Begegnungen entscheiden. So macht das Zuschauen Spaß. Kommenden Samstag geht es gegen die BG Dorsten um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle gegen das zweite Team aus Dorsten weiter.

Viertelergebnisse: 13:16, 20:19, 23:20, 26:14)

Spielfilm: 4:7 (5.), 13:16 (10.), 24:23 (15.), 33:35 (20.), 41:44 (25.),56:55 (30.),64:58(35.), 82:69 (40.)

Teamstats: Köln 51,3% zu Wulfen 37,2% (2er), 40,7/37,5 (3er), 75%/62,5% (Freiwürfe), 20:9 Assists, 41:39 Rebounds.

RheinStars-Punkte: Vincent Golson (13/7 Assists), Karl Dia, Tibor Taras (16/3 Dreier), Max Dohmen (20/4 Dreier/6 Rebounds), Michiel Petersen (4/8 Rebounds), Tim van der Velde, Bene van Laack (16/3/6 Rebounds), Yannik Kneesch (3/1), Thomas Michel (6), Gael Hulsen (4)

Bene van Laack Foto: Gero Müller-Laschet

 

Gael Hulsen und Two Two Golson vor Heimpremiere

Dorsten hat knapp über 75.000 Einwohner, zwei Sterneköche und zwei Teams in der Regionalliga West. Neben den beiden Köchen Frank Rosin und Björn Freitag zählen die Basketballer des BSV Münsterland Baskets Wulfen und der BG Dorsten seit Jahren zu den bekanntesten Repräsentanten ihrer Stadt. Beide mit einer ProB-Vergangenheit – und beide geben binnen einer Woche ihre Visitenkarte bei den RheinStars in Köln ab. Den Anfang bilden am kommenden Samstag, 2. November ab 18 Uhr das Team aus dem Dorstener Ortsteil Wulfen in der ASV-Sporthalle. An gleicher Stelle folgt dann am Samstag, 9. November die BG Dorsten.

Wulfen steht aktuell mit drei Siegen aus neun Spielen auf dem zwölften Platz, schlägt sich dabei als Aufsteiger im 50. Jahr des Bestehens beachtlich. Zuletzt lieferte die Mannschaft von Trainer Gary Johnson in eigener Halle dem Tabellenzweiten bringiton Ballers Ibbenbüren einen großen Kampf und unterlag erst am Ende mit 64:74.  Dem gegenüber stehen Siege gegen den Ligafavoriten Dragons Rhöndorf und Erfolge über die NEW Elephants Grevenbroich sowie die ETB Wohnbau Miners Essen. Saisonziel der Münsterland Baskets ist die Teilnahme an den Playoffs, wenn alles perfekt läuft.

„Wulfen spielt einen guten Basketball, gibt jungen Spielern viel Spielzeit und hat mit Bryant Allan und Michael Hauke zwei auffällige Spieler“, sagt Kölns Headcoach Johannes Strasser. US-Boy Allan sorgt als Spielmacher im Schnitt für 20.8 Punkte, Hauke mit seinen 2,10m und 120kg unter dem Korb für 15.2 Zähler. Der ProA-erfahrene Center Hauke zählt aber vor allem mit seinen durchschnittlich 9.4 Rebounds pro Partie in der Statistik zu den erfolgreichsten Akteuren, die die Liga zu bieten hat.

Bei den RheinStars stehen die lange Zeit verletzten Vincent „Two two“ Golson und Gael Hulsen nach ihrer Rückkehr ins Team am vergangenen Wochenende beim 99:56 in Essen vor ihrem gemeinschaftlichen Heimdebüt. Bislang sind die zwei noch nicht in der ASV-Sporthalle zu einem Punktspiel aufgelaufen. „Mit Vincent und Gael können wir defensiv den Druck auf unsere Gegner weiter erhöhen und beide geben uns noch mehr Optionen für unser Spiel “, sagt JJ Strasser. Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit.

Gael Hulsen (l.) und Two two Golson. Fotos: Gero Müller-Laschet

 

 

Bergische Löwen & RheinStars – Basketball im Doppelpack

Erst Damen-Basketball in der 2. Bundesliga mit unserem Kooperationspartner MSP Bergische Löwen, dann die RheinStars-Herren in der Regionalliga West gegen den BSV Münsterland Baskets Wulfen – der kommende Samstag bietet Basketball satt in der ASV-Sporthalle. Während die Herrn um 18 Uhr beginnen, startet der Doppelspieltag mit dem Lokalduell zwischen den Löwen und den TG Neuss Tigers bereits um 15 Uhr in der 2. DBBL Gruppe Nord.

Im vorigen Jahr setzten sich die Löwen als späterer Vizemeister zweimal mit 70:58 und 62:55 durch. In diesem Jahr liegen beide mit zwei Saisonsiegen aktuell punktgleich. Wobei die Tigers drei und die Löwen als RheinStars-Partner bereits fünf Spiele absolviert haben. Mit dem ersten Saisonheimsieg könnten die Gastgeberinnen in der Tabelle sogar bis auf Rang zwei klettern. Zudem gibt bei den Bergischen Löwen Neuzugang Kristina King ihr Heimspieldebüt. Beim 68:57-Erfolg in Rotenburg steuerte die US-Centerin bereits 21 Punkte in 33 Minuten Spielzeit bei. Ebenfalls im Kader: RheinStars-Eigengewächs Olivia Okpara, die mit ihren erst 16 Jahren ebenfalls bereits Zweitliga-Luft schnuppern konnte in dieser Saison.

Mehr Infos zu den MSP Bergische Löwen und der 2. DBBL gibt es hier

Tickets für die MSP Bergische Löwen gib es ausschließlich an der Abendkasse, Karten für die RheinStars gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen gibt es hier

Foto: Bergische Löwen

Sieg in Essen – Golson und Hulsen zurück

Mit einem ungefährdeten 99:56-Sieg bei den ETB Wohnbau Miners Essen festigten die RheinStars am Samstagabend ihre Führung in der Basketball-Regionalliga West. „Das Spiel ist schwer zu bewerten. Essen ist aktuell in einer sehr schwierigen Situation und hat dann auch noch früh seinen besten Mann auf dem Feld verloren“, sagte Manager Stephan Baeck nach dem Auftritt beim Tabellenletzten. „Andererseits war es gut für uns, weil sich Vincent Golson und Gael Hulsen nach ihren Verletzungen ohne Probleme einspielen konnten. Und mir hat gefallen, dass die Mannschaft es bis zum Ende seriös gespielt hat.“

Die Partie am neunten Spieltag ist schnell erzählt. Das sieglose und aktuell trainerlose Schlusslicht Essen lag früh deutlich zurück (3:18) und konnte so die konzentriert auftretenden RheinStars nicht im Ansatz in Verlegenheit bringen. Nach einem unsportlichen und einem technischen Foul musste zudem ETB-Spielmacher Chris Alexander nach zwölf Minuten das Feld verlassen. Damit war die Partie in der von knapp 200 Zuschauern besuchten Sporthalle „Am Hallo“ sportlich entschieden, bevor sie sich entwickeln konnte. Letzte eventuelle Zweifel zerstreuten sich spätestens beim Stand von 49:20 nach knapp 17 Minuten.

Die Zahlen des Spiels waren erdrückend: Essen gelangen ganze 17 Körbe aus dem Feld bei 49 Versuchen, den RheinStars 38 bei 81 Würfen. Essen verlor 22mal den Ball, Köln sechsmal. Tim van der Velde holte dabei fünf Steals, Topscorer Tibor Taras vier. So verlagerte sich auf Seiten der RheinStars der Fokus alsbald auf die erfolgreiche Integration der Rückkehrer Golson und Hulsen. „Two two“ Golson stand bei seinem Punktspieldebüt gut 21 Minuten auf dem Feld. Der US-Amerikaner erzielte 15 Punkte, kam auf 7 Assists, zog immer wieder gefährlich Richtung Korb und sorgte dort für Turbulenzen. Auch Hulsen zeigte sich bei seinem zweiten Saisoneinsatz nach dem Saisonauftakt in Deutz tadellos.

So war es nach drei Vierteln (79:42) eher spannend, ob die RheinStars nach den 111 Punkten gegen die BG Hagen erneut die 100er Marke knacken würden. Drei Dreier in Folge von Max Dohmen – mit +32 auch der klare Sieger in der Plusminus-Statistik – schraubten das Ergebnis auf 99:56. Wenige Sekunden vor Schluss verpasste Bene van Laack einen machbaren Tip in, so dass es beim Ergebnis blieb. Die Coaches nahmen es mit Humor bei diesem einseitigen Geschehen: „Wir sollen sagen, dass der Sieg am guten Stretching von Bene unter der Woche gelegen hat. Das haben wir der Mannschaft versprochen“, kommentierte Headcoach Johannes Strasser in Absprache mit Katharina Arnold und Oliver Elling. So hielten sie Wort und Kurs an diesem wenig herausfordernden Abend. Kommenden Samstag geht es gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen um 18 Uhr in der ASV-Sporthalle weiter.

Viertelergebnisse:29:10, 22:19, 28:13, 20:14

Spielfilm:15:3 (5.), 29:10 (10.),38:18 (15.), 51:29 (20.), 69:37 (25.), 79:42 (30.), 86:44 (35.), 99:56 (40.)

Teamstats: Köln 61% zu Essen 40% (2er), 32,5%/26,3 (3er), 71,4%/73,9% (Freiwürfe), 24:9 Assists, 43:38 Rebounds.

RheinStars-Punkte: Tim van der Velde (2), Tibor Taras (21/3 Dreier), Bene van Laack (15/1/8 Rebounds), Max Dohmen (15/5 Dreier), Michiel Petersen (8), Karl Dia, Yannik Kneesch (5/1), Thomas Michel (7/1/9 Rebounds), Vincent Golson (15/1), Gael Hulsen (11/1), Roni Sijarina.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

RheinStars-Defense soll den Weg zum nächsten Sieg ebnen

Klar verteilt ist die Favoritenrolle vor dem neunten Spieltag in der Basketball-Regionalliga West. Tabellenführer RheinStars Köln spielt am Samstag beim bislang sieglosen Schlusslicht ETB Wohnbau Miners Essen. Tippoff ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle “Am Hallo”. „Wir dürfen die Aufgabe keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen“, warnt Manager Stephan Baeck. „Die Liga ist zu ausgeglichen – und Essen ist beileibe nicht so weit hinter dem Rest der Liga wie es die Tabelle gerade zeigt. Wenn wir nicht von Anfang an hellwach sind, kann es uns gehen wie in Recklinghausen. Das müssen wir vermeiden.“

Aktuell rangieren die Essener als Schlusslicht zwei Siege hinter dem SV Haspe und dem Deutzer TV. Kölns Trainerstab hat in den vergangenen Wochen jedoch die Entwicklung der Miners intensiv von Spiel zu Spiel verfolgen können. Der Spielplan schickte immer den kommenden Gegner der RheinStars in der Vorwoche gegen die Essener. Zugeschnitten ist das Miners-Spiel auf US-Spielmacher Chris Alexander (21,8 Punkte pro Spiel) und den jungen britischen Center Radwan Bakkali (13,8/10,5 Rebounds), die in den Begegnungen zusammen für gut die Hälfte aller Essener Punkte sorgen. Im Gastspiel der punktemäßig besten Liga-Defense bei der schlechtesten sieht Headcoach Johannes Strasser hier auch den Hebel zum Sieg. „Wir müssen über unsere Verteidigung unser Spiel durchbringen.“

Essens spanische Trainerin nicht mehr dabei

Zur Personallage: Bei den Miners kehrten beim 81:88 gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen die verletzten Forwards Jari Beckmann und Noah Westerhaus in den Kader zurück. Und mit dem 24-Jährigen französischen Neuzugang Harvey Matou gibt es eine weitere Option auf den Flügeln im Team. Nicht mehr dabei sein wird am Samstag die spanische Trainerin Iria Romaris Durán, teilte der Verein am Freitag mit. Essen sucht einen Nachfolger und wird den Übergang bis dahin mit einer internen Lösung gestalten. Auf Kölner Seite arbeiten sich derweil Vincent „Two two“ Golson und Gael Hulsen Schritt für Schritt im Training ins Team zurück. Spätestens Anfang November werden beide wieder auf dem Spielfeld stehen können.

Adresse der Sporthalle „Am Hallo“, Ernestinenstraße 57, 45141 Essen

v.l. Thomas Michel, Yannick Kneesch, Max Dohmen. Foto: Gero Müller-Laschet