Ordentlicher Auftritt beim Topfavoriten

Anständig aus der Affäre zogen sich am Samstag die RheinStars bei der BG Göttingen, einem der heißen Aufstiegsfavoriten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. 83:95 stand es am Ende von 40 kurzweiligen Minuten am zwölften Spieltag der zweithöchsten deutschen Spielklasse.  „Wir haben das insgesamt gar nicht schlecht gemacht“, lobte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport der Kölner nach dem Spiel am Samstagabend vor 2.350 Zuschauern in der Sparkassen Arena beim Erstliga-Absteiger. Am kommenden Samstag geht es gegen die Hakro Merlins Crailsheim im Düsseldorfer Castello weiter.

Baeck führt aus: „Allerdings müssen wir auch feststellen, dass unsere Verteidigung zu lange nicht auf dem Niveau war, das es braucht, um gegen ein Topteam der Liga zu bestehen. Besonders unter dem Korb und in der Pick’n Roll Verteidigung haben wir nicht gut gearbeitet. Nur wenn die Energie und die Bereitschaft, hart zu verteidigen, vorhanden sind, können wir auch gegen diese starken Gegner bestehen. Generieren wir Stopps, spielen wir auch im Angriff souveräner.“

Köln war schon mit einigen Herausforderungen in die Partie gegangen. Neben Hall B.Elisias fehlte mit Laurent Zoccoletti ein weiterer Center sowie der Cheftrainer. Zoran Kukic stoppte eine schwerer Hexenschuss noch in Köln, so dass Assistant Coach Oli Elling an der Seitenlinie übernahm. „In der Offensive haben wir unseren Plan phasenweise gut umsetzen können und, auch wenn wir nicht gut getroffen haben, trotzdem gute Würfe rausspielen konnten. Göttingen war gut auf uns vorbereitet und hat im Stile eines Topteams jeden unserer Fehler gnadenlos betraft. Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir trotz des Rückstands nie aufgeben und bis zum Schluss weitergemacht haben.“

Wohl auch gewarnt durch den RheinStars-Sieg über Gießen, nahmen die Göttinger ihre Gäste von Beginn an ernst. Die Kölner spielten dabei von Beginn an gut mit, doch im Laufe des zweiten Viertels konnten sich die Hausherren absetzen und gingen mit 15 Punkten Vorsprung in die Pause. Wobei sie vor allem auf ihren Center Adam Ramstedt bauen konnten, der unter dem Korb ohne Fehlversuch bei seinen neun Körben blieb. Schon beim BG-Gastspiel in Bremerhaven in der Woche zuvor war er der entscheidende Faktor beim 84:67-Erfolg über die Eisbären.

Nach dem Seitenwechsel kämpften die Rheinstars unverdrossen weiter, hatten immer wieder mal die Möglichkeit, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu drücken. Leider aus Kölner Sicht blieb es aber bei den Chancen. Elling: „Trotzdem geht unsere Entwicklung in die richtige Richtung.“ Zu den positiven Punkten des Spiels gehörte auch das Debüt des 17 Jahre alten Marko Cuvalo. Der NBBL-Center verteidigt stark, setzte seinen Körper geschickt ein und erzielte zudem sechs Punkte. Baeck: „Ein Sonderlob geht an Marko, der sehr viel Energie gebracht hat und in seinem ersten ProA Auftritt hervorragend in Defense und souverän im Angriff war – und an Timmy Davis, der unermüdlich in der Verteidigung gespielt hat und auch Akzente im Angriff setzen konnte.“

Viertel:  20:24, 17:28, 23:27, 23:16

Spielfilm: 9:16 (5.), 20:24 (10.), 27:35 (15.), 37:52 (20.), 51:66 (25.), 60:79 (30.), 72:84 (35.), 83:95 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 75/40%, Göttingen (37/63, 59%), FW Köln 62% (16/26) zu 68% (13/19), 12:25 Assists, 41 (17 offensiv): 37 (4) Rebounds, 20:24 Fouls, 6:9 Steals, 1:1 Blocks, 12:12 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (10 Punkte/1 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds.), Zac Watson (3/1, 5 Reb., Rupert Hennen, Jasper Günther (9/1, 2 Ass.), Maxi Begue, Haris Hujic (7/1), Timmy Davis (5/1), Adam Paige (13, 3 Reb), Marko Cuvalo (6, 3 Reb.), Björn Rohwer (11/1, 4 Reb), Justin Onyejiaka (13, 7 Reb., 3 Ass.), Mike Miller (6/1, 6 Reb.)

Foto: Swen Pförtner

Als ambitionierter Außenseiter nach Göttingen

Vor herausfordernden Spielen stehen die RheinStars bis zum Jahresende. Mit der BG Göttingen, den Hakro Merlins Crailsheim, den Karlsruhe Lions und den Bayer Giants Leverkusen warten gleich vier namhafte Kontrahenten auf die Mannschaft des Klassen-Neulings in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Den Anfang markiert der Bundesliga-Absteiger aus Göttingen, der die Kölner am kommenden Samstag zum zwölften Spieltag  in der heimischen Sparkassen Arena erwartet. Tippoff ist um 18.30 Uhr. „Wir sind bei den Göttingern klarer Außenseiter“, befindet Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport mit Blick auf Kader, die aktuelle Form, Tabellenstand und die Saisonziele beider Mannschaften.

Dass sich die Form der RheinStars in den letzten Wochen trotz einiger Rückschläge verbessert hat, mussten die Gießen 46ers kürzlich am eigenen Leib erfahren. Auch wenn sie einräumten, ihre schlechteste Saisonleistung abgeliefert zu haben, lag das wohl auch am Gegner. Zumindest teilweise. „Wir haben gegen Gießen hart gearbeitet, eine starke erste Halbzeit gespielt und konnten sie in der zweiten Halbzeit in Schach halten. Zeitweise hatten wir auch etwas Glück, was nötig ist, um einen Gegner wie Gießen zu bezwingen“, sagt Cheftrainer Zoran Kukić.

Kukic: „Wir wissen genau, wie gut die Mannschaft ist und welche Ambitionen sie hat, aber wir werden alles daransetzen, einer Mannschaft wie Göttingen Paroli zu bieten.“ Auch wenn die Niedersachsen gerade in den jüngsten Spielen zeigten, warum sie zu den Topfavoriten auf den Bundesliga-Aufstieg gezählt werden. Der Tabellenzweite unterlag nach furiosem Start nur knapp dem Liga-Dominator Phoenix Hagen und setzte sich anschließend souverän im Verfolger-Duell mit 84:67 bei den Eisbären Bremerhaven durch. „Sie haben einfach eine stark besetzte, gut spielende Mannschaft, die uns alles abverlangen wird“, sagt Stephan Baeck.

Über die gegnerischen Veilchen

Die Göttinger sind nach den Gießen 46ers der nächste Gegner mit einem klangvollen Namen. Nach etwas mehr als zehn Jahren Erstliga-Basketball stiegen die „Veilchen“ nach einer desaströsen Saison mit nur drei Siegen in die ProA ab. Der Weg zurück ist allerdings sofort in Planung gegangen und dementsprechend präsentiert sich auch der Kader in seiner Qualität und Tiefe. Topscorer im Team des 32 Jahre alten Headcoachs Fabian Strauß ist der 24 Jahre alte US-Pointguard Jordan Sears mit 15.4 Zählern pro Spiel. Dahinter folgen Zach Jackson (13.8) sowie mit Julius Böhmer (10.4) und Hendrik Drescher (9.3) zwei deutsche Akteure. Mit in die zweite Liga ging auch BG-Urgestein Mathis Mönninghoff (8.7), der mit einer Saison Unterbrechung seit 2015 für Göttingen spielt.

Die Lage der Liga

Hinter den souveränen Phoenixen aus Hagen (10:1 Siege) etablieren sich die Göttinger (9:2) weiter als zweite Topmannschaft der Liga. Die Verfolger Hakro Merlins Crailsheim und Eisbären Bremerhaven ließen hingegen am vergangenen Wochenende Federn und stehen nun bei 8:3-Siegen. Auch die Artland Dragons (7:4) verloren. Die Plätze 6 bis 12 trennen aktuell nur einen Sieg. In der unteren Hälfte konnten die RheinStars und die Paderborn Baskets auf einen Sieg an BBC Bayreuth und Bayer Giants Leverkusen (4:7) heranrücken. Dahinter belegen die UniBaskets Münster und SBB Baskets Wolmirstedt die beiden Abstiegsplätze mit 2:9-Erfolgen. Paderborn erwartet bereits am Freitag in eigener Halle Wolmirstedt.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars holen sich dritten Saisonsieg

Einen erfolgreichen Basketballabend erlebten die RheinStars am Samstag im Düsseldorfer Castello. In der Ausweichspielstätte gelang gegen die favorisierten Gießen 46ers der dritte Saisonsieg – und das beim 92:76 (52:32) in überzeugender Manier. „Es war ein wichtiger Sieg für alle Beteiligten, der uns mehr Sicherheit geben wird“, freute sich Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport nach dem Erfolg am elften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Am kommenden Samstag geht es mit dem Auftritt bei Bundesliga-Absteiger BG Göttingen weiter. Und die Kölner vom Samstagabend in Düsseldorf reisen da sicher als Außenseiter an, aber ebenso sicher nicht unbedingt chancenlos.

Anders als in der Begegnungen zuvor waren die RheinStars vor 640 Zuschauern von Anfang an wach und im Spiel. Auch ohne den angeschlagenen Hall B. Elisias, dafür wieder mit Mike Miller, gelangten die Hausherren in der zweiten Minute (4:2) in Führung und gaben diese bis zum Ende nicht mehr her. Im Gegenteil, die Mannschaft von Headcoach Zoran Kukic verteidigte durchweg konzentriert, arbeitete gemeinsam, war schwer auszurechnen und nervte die Gäste um den treffsicheren Robin Benzing in Offense und Defense. Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war mit 24 Punkten der Topscorer des Bundesliga-Gründungsmitglieds.

Die Führung wuchs bis zur Pause auf 20 Zähler. Gießen startete zwar mit 7:2 Punkten in die zweite Hälfte (22.), doch richtig gefährlich kamen sie nie auf. Das wiederum lag eben auch an den Kölnern, die sich als solide Einheit präsentierten. Nicht immer mit viel Glanz und Gloria oder spektakulär, aber fokussiert und klaren Verteilungen der Rollen. „Für uns als Gemeinschaft ist der Sieg von großer Bedeutung, weil er uns alle darin bestärkt, den gemeinsam eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Dieser Abend gibt allen Selbstvertrauen“, bilanzierte Zoran Kukic.

Die RheinStars hatten eine gute Balance zwischen dem korbgefährlichen Topscorer Cedric Russel, dem unermüdlich antreibenden und reboundenden Mike Miller sowie dem umsichtigen Haris Hujic. Gerade Hujic war es zu verdanken, dass besonders in der Anfangsphase auch die großen Spieler unter dem Korb gefunden worden. Das hatte zur Folge, dass das Kölner Spiel variabler als in den letzten Partien war, wovon dann wiederum Björn Rohwer (mit erstem Saison-Double-Double) und auch Laurent Zoccoletti profitierten.

Kukic & Baeck siegreich gegen Gießen mit über 16 Jahren Pause

Der Abend lieferte am Ende auch noch eine im deutschen Basketball ungewöhnliche Statistik. 16,5 Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen setzen sich die Kölner wie einst im April 2009 durch. 73:66 gewannen dereinst die Rheinländer bei den Mittelhessen in der Bundesliga nach Verlängerung. Damals wie heute war Zoran Kukic Trainer der Kölner und Stephan Baeck der Manager. Baeck schmunzelnd: „So war es eben auch ein Sieg gegen einen alten und auch lieb gewonnenen Rivalen.“

Viertel:  27:18, 25:14, 17:22, 23:22

Spielfilm: 11:8 (5.), 27:18 (10.), 40:24 (15.), 52:32 (20.), 58:41 (25.), 69:54 (30.), 78:63 (35.), 92:76 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 35 von 68/51%, 46ers (22/63, 35%), FW Köln 65% (13/20) zu 72% (26/36), 18:10 Assists, 49 (12 offensiv): 30 (7) Rebounds, 27:21 Fouls, 7:7 Steals, 2:0 Blocks, 17:12 Turnover.

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RheinStars: Cedric Russell (20 Punkte/3 Dreier, 2 Assists, 3 Rebounds.), Zac Watson (6/1, 3 Reb., Rupert Hennen (2 Ass.), Jasper Günther (7/1), Maxi Begue, Haris Hujic (6/1, 4 Ass, 3 Reb), Timmy Davis (5/1), Laurent Zoccoletti (6, 3 Reb.), Adam Paige (14/1, 5 Reb), Björn Rohwer (12/1, 12 Reb, 2 Steals), Justin Onyejiaka (13, 5 Reb.), Mike Miller (3, 4 Ass., 8 Reb.)

Mike Miller im Zweikampf mit Robin Benzing – Foto: Gero Müller-Laschet

Gründungsmitglied der Bundesliga kommt

Mit einem weiteren ambitionierten Gegner bekommen es die RheinStars am kommenden Samstag im Düsseldorfer Castello (18 Uhr) zu tun. Nach den Spitzenklubs Phoenix Hagen und den Eisbären Bremerhaven treffen die Kölner am elften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf die Gießen 46ers. Das Bundesliga-Gründungsmitglied spielt nach über 50 Jahren Erstklassigkeit mittlerweile in der vierten Saison in der zweiten Liga und arbeitet an der Rückkehr ins Oberhaus.  „Gießen ist ein Gegner, an dem wir gut den Grad unserer Entwicklung messen können“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.  „Nach der Länderspielpause ist es für uns vor allem wichtig, dass wir nun zügig in unseren Rhythmus kommen und in den kommenden Wochen punkten können.“

Zwar steht der Traditionsklub aus Gießen aktuell im Mittelfeld der Liga, konnte aber die vergangenen drei Partien in der ProA gewinnen. Jüngstes Ergebnis war dabei ein überzeugender 83:61-Erfolg über die Drittplatzierten Bremerhavener.  „Gießen ist eine qualitativ gut besetzte und erfahrene Mannschaft, die es zu respektieren gilt“, sagt Headcoach Zoran Kukic. „Wir haben nach einer kurzen Erholungspause seit Mitte der vergangenen Woche gut trainiert und die Jungs wollen das nun auch im Spiel zeigen.“

Gießen kommt mit ehemaligem Nationalmannschafts-Kapitän Robin Benzing 

Allein der Blick auf den Kader der Gießen46ers untereicht die Ambitionen der Mittelhessen. Mit Simon Krajcovic (Slowakei) und Roland Nyama (Kamerun) waren zwei Spieler mit ihren Nationalteams zu Länderspielen in der vergangenen Woche unterwegs. Dazu kann der ehemalige Heidelberger Aufstiegs- und Bundesliga-Trainer „Frenki“ Ignjatovic auf eine Menge Erfahrung in seinem im Schnitt 29.6 Jahre alten Kader bauen. Sie sind damit fast sechs Jahre älter als die Kölner – pro Spieler wohlgemerkt. Allen voran der mittlerweile 36 Jahre Center Robin Benzing. Der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zählt mit 167 Einsätzen zu den Top10 in der deutschen Länderspiel-Rangliste. Und Alter schützt den 2,10m großen Center nicht vor Leistung. Noch immer steht er knapp 25 Minuten pro Spiel auf dem Feld und ist mit durchschnittlich 12 Punkten hinter Topscorer Kyle Castlin18.9 zweitbester Punktesammler seiner Mannschaft. Dazu kommt noch Aidan Warnholtz mit 11.1 Zählern. Begleitet werden die 46ers in Düsseldorf von ca. 70 Anhängern.

Die Lage der Liga

Im Topsspiel setzte sich vor knapp 14 Tagen Phoenix Hagen bei der BG Göttingen durch und liegt nach zehn Spieltagen mit 9:1-Siegen vor einem Trio mit nur zwei Niederlagen, das aus Göttingen, den Eisbären Bremerhaven und den Hakro Merlins Crailsheim besteht. Wobei die Merlins ein Spiel weniger bestritten haben. Dahinter liegen die Artland Dragons (7:3) auf Rang fünf. Gießen zählt zu einer Vierergruppe mit 6:4-Erfolgen. Am Wochenende wird es in der unteren Tabellenhälfte zu Verschiebungen kommen. Von den vier Teams mit zwei Siegen, zu denen auch die RheinStars zählen, treffen die UniBaskets Münster und die Baskets Paderborn aufeinander. Die SBB Baskets Wolmirstedt spielen als Vierter im „Zweierbund“ in Crailsheim. Somit ist also auch im „Keller“ für Spannung gesorgt, vor allem mehr als im Vorjahr, als zu diesem Zeitpunkt zwei Teams noch gar kein Spiel gewonnen hatten.

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Foto: Gero Müller-Laschet

Ein Abend der verpassten Chancen

An einem Samstagabend der verpassten Chancen unterliegen die RheinStars zum Auftakt der Düsseldorfer Wochen knapp den EPG Baskets Koblenz. Nach spannenden 40 Minuten stand es am Ende des 10. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 84:92 (34:49) gegen die Kölner. Nun geht es für alle Teams im Nationalmannschaftsfenster in eine kurze Spielpause, bevor es dann für die RheinStars am Nikolaussamstag mit dem Duell gegen die Gießen 46ers weitergeht. Erneut im Castello im Düsseldorfer Süden.

Nach ereignisreichen ersten Wochen in der neuen Rolle als Aufsteiger in die ProA bietet sich die Unterbrechung an. Fünf Niederlagen zum Auftakt, viele Verletzungen, Trainerwechsel, Nachverpflichtungen, die ersten Siege, die ersten Rückkehrer, neue Verletzungen. So richtig Ruhe war eigentlich nie. „Das Potenzial ist da. Wir haben in den letzten Wochen einige positive Schritte gemacht und den Anschluss geschafft, doch in der momentanen Konstellation in der Liga ist jeder Sieg, aber auch jeder verpasste Sieg unglaublich wichtig. Wir müssen weiter daran arbeiten, um uns mit Geduld in der Liga zu etablieren. Rückschritte gehören dazu, aber wir müssen insgesamt in die richtige Richtung gehen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

Gegen Koblenz offenbarten die RheinStars erneut ihre Stärken und Schwächen der ersten Saisonwochen. So starteten die Kölner wie so oft in den jüngsten Spielen schluderig und wenig aufmerksam in die Partie vor 550 Zuschauern. Nach etwas mehr als vier Minuten lagen die Kölner mit 2:15 im Hintertreffen – auch bei den Rebounds (2:12). Eigentlich nahmen die RheinStars mit fünfminütiger Verspätung ihre Arbeit auf. Zumal die Gäste wohl auch ein bisschen spekuliert hatten auf die Kölner Schlafmützigkeit. „Wir hatten uns vorgenommen, wie wild zu Rebounden und unser Spiel zu spielen“, sagte EPG-Coach Stephan Dohrn. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, danach kamen die RheinStars zurück. Das war keine Überraschung für uns, denn die Kölner haben eine gute Mannschaft. So wurde es ein typisches Auswärtsspiel für uns.“

In Halbzeit zwei fanden die Kölner deutlich besser in die Partie und zeigten auch mehr Herz, spielten beherzter und kämpften sich in die Partie. „Wenn wir alle wollen und bereit sind – und nicht nur sagen, dass wir bereit sind, sondern von den ersten Sekunden an da sind, dann können wir auch solche Spiele gewinnen“, sagt Headcoach Zoran Kukic.

Voran gingen dabei Haris Hujic, Justin Onyejiaka und Adam Paige, um das Momentum auf die Kölner Seite zu ziehen. Doch was alle zusammen auch anstellten, jedes Mal fand sich jemand – auch in den eigenen Reihen, der die mögliche Aufholjagd zunichte machte. Durch Fehlwürfe, falsche Entscheidungen oder einfach nur Pech beim Wurf. Zudem ließen die RheinStars auch in der zweiten Hälfte der Partie viel zu viele zweite und dritte Chancen der Gegner zu – 19 Rebounds holten sich die Gäste unter dem Kölner Korb, genauso viel wie die Hausherren. Ein bitterer Wert.

So wurde es ein Abend der verpassten Chancen aus Kölner Sicht. Ab dem starken dritten Viertel der Gastgeber pendelte sich ein Sieben-Punkte-Abstand zwischen den Kontrahenten ein, den die RheinStars mitunter verkürzen konnten. In der 33. Minuten waren es nur drei Punkte (69:72), 52 Sekunden vor Ende nochmal fünf (84:89). Aber die Wende gelang nicht mehr.

 Viertel:  14:26, 20:23, 27:19, 23:24

Spielfilm: 5:15 (5.), 14:26 (10.), 27:40 (15.), 34:49 (20.), 50:56 (25.), 61:68 (30.), 73:78 (35.), 84:92 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 30 von 60/50%, Baskets (33/73, 45%), FW Köln 67% (12/18) zu 75% (15/20), 18:13 Assists, 26 (7 offensiv): 43 (7) Rebounds, 4:5 Steals, 3:2 Blocks, 14:15 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4i7ZJaR

RheinStars: Cedric Russell (10 Punkte/2 Dreier, 4 Assists, 6 Rebounds.), Zac Watson, Rupert Hennen (2), Jasper Günther (1, 2 Ass.), Maxi Begue (2), Haris Hujic (15/4, 3 Ass, 2 Steals), Timmy Davis, Laurent Zoccoletti (2, 3 Reb.), Adam Paige (21/3, 3 Ass, 6 Reb), Björn Rohwer (9/1, 2 Reb), Justin Onyejiaka (22/2, 4 Reb.), Hall B Elisias.

Topscorer mit 22 Punkten Justin Onyejiaka – Foto: Gero Müller-Laschet

Düsseldorfer Premiere gegen direkten Konkurrenten

Eine Premiere der ungewöhnlichen Art absolvieren die RheinStars am kommenden Wochenende. Aufgrund von Ligavorgaben finden die kommenden vier Heimspiele in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA nicht in der Motorworld statt, sondern im Düsseldorfer Castello. Erster Gegner sind am Samstag zum zehnten Spieltag ab 18 Uhr die EPG Baskets Koblenz, ein direkter Konkurrent aus der unteren Hälfte des Liga-Tableaus. „Wir haben gut trainiert, alle haben Lust und sind motiviert, sich gegen einen guten Gegner zu behaupten“, sagt Headcoach Zoran Kukic.

Kukic weiter: „Ich denke, dass sich beide Mannschaften gut kennen, schließlich haben wir gegeneinander schon in der Vorbereitung gespielt.“  Auch wenn es sportlich sicherlich schwieriger ist als in der eigenen Heimhalle zu spielen, sind die Verantwortlichen den RheinStars, dankbar, dass in Zeiten der 20. Tommy Engel Weihnachtsshow eine Liga-Taugliche Ausweichstätte gefunden werden konnte.

„Wir sind Düsseldorf und dem Castello zu Dank verpflichtet, dass wir die Spiele in der ProA dort austragen können. Es gab für uns in dieser Saison keine andere Chance, um den Spielplan im Sinne der Liga gestalten zu können“, sagt Tibor Taras als Geschäftsführer Finanzen und Organisation. Geschäftsführer Stephan Baeck sagt für seinen Sportbereich: „Es wäre schön für unseren Sport, wenn RheinStars-Basketball von den Kölnern und auch den Düsseldorfer Basketballfans in den kommenden Wochen mehr und mehr angenommen wird und wir unseren Zuschauern gute Spiele präsentieren können.“

Der Gegner: Viel Drachen-Blut im Koblenzer Kader

Die EPG Koblenz Baskets retteten sich in der vergangenen Saison am letzten Spieltag als 16. vor dem sportlichen Abstieg. In dieser Saison konnten die Baskets nach neun Spieltagen trotz eines schweren Startprogramms mit allen Ligafavoriten bereits drei Siege einfahren. Allerdings verloren die am vergangenen Wochenende in eigener Halle überraschend deutlich gegen die Artland Dragons 83:113. Bester Werfer war dabei Pointguard Aleksa Kovacevic mit überragenden 42 Punkten. Im Schnitt liefern allerdings der ehemalige Würzburger Calvin Wishart (14.4) und Timothy Smith (13.4) etwas mehr Zähler pro Spiel als Kovacevic (13.1).

Die komplett neue Mannschaft wird trainiert von einem ehemaligen Rhöndorf-Dragons-Trio: Stephan Dohrn mit seinen Assistenten Kai Schallenberg und Keith Sherrill.  Mit Smith, Badu Buck und Alex Möller stehen zudem drei weitere ehemalige Dragons-Akteure im Kader.

Die Liga: Direkte Duelle an der Tabellenspitze

Spannende Duelle an der Tabellenspitze stehen am Wochenende auf dem Spielplan. Tabellenführer Phoenix Hagen tritt am Samstag bei Bundesliga-Absteiger BG Göttingen an, die Gießen 46ers erwarten den Dritten, die Eisbären Bremerhaven.  Hagen, Göttingen und Bremerhaven stehen derzeit mit 8:1-Siegen. In der unteren Tabellenhälfte treffen u.a. die mit den RheinStars punktgleichen Paderborn Baskets und SBB Wolmirstedt aufeinander.

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Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars nah dran an Überraschung

Mit einem stark verbesserten Auftritt in der zweiten Halbzeit wäre den RheinStars am Sonntagnachmittag bei den Eisbären Bremerhaven beinahe eine faustdicke Überraschung gelungen. Der Aufsteiger unterlag einem der Topfavoriten der Liga am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA knapp mit 87:89 (42:57). Am kommenden Samstag (18 Uhr) erwarten die Kölner im Düsseldorfer Castello nun die EPG Koblenz Baskets – und damit einen direkten Konkurrenten im Kampf um die sicheren Plätze in der zweithöchsten deutschen Spielklasse,

„Nach der Pause haben wir die richtige Energie gefunden, um uns auch gegen schwierige Gegner behaupten zu können. Zudem haben wir mit einigen Anpassungen insgesamt mehr Fluss in Offense und Defense bekommen“, sagte Head Coach Zoran Kukic nach der umkämpften Partie vor 1128 Zuschauern in der Stadthall Bremerhaven. „Wir hätten die Punkte gerne mitgenommen, aber die Jungs sind auf dem richtigen Weg. Ich glaube, dass Zoran in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden hat, denn alle haben mit mehr Selbstvertrauen und Energie gespielt“, sagte Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. Zumal mit Mike Miller, Maxi Begue und auch Laurent Zoccoletti einige Stammkräfte fehlten und Leistungsträger wie Hall B. Elisias und Haris Hujic nur reduziert trainierten unter der Woche. Immerhin konnte sich Zac Watson nach längerer Zeit mal wieder Spielminuten auf dem Feld holen.

Die RheinStars starteten die Partie mit Cedric Russell, Jasper Günther, Adam Paige, Justin Onyejiaka und Björn Rohwer. Köln beginnt ordentlich, gerät aber im Laufe des ersten Viertels ins Hintertreffen. Die RheinStars werfen viel von außen, haben aber ihrerseits auch Probleme mit der Verteidigung rund um den eigenen Korb. Da aber auch Bremerhaven ähnlich freundschaftlich arbeitet in der Defense, erfreuen sich beide Mannschaften lange Zeit über hohe Quoten bei den Abschlüssen in Korbnähe. Wobei die Eisbären hier konsequenter zu Werke gehen. Ende der ersten Hälfte liegen die RheinStars 15 Punkte tief (42:57).

Und in Halbzeit zwei ist das alles Makulatur, denn die RheinStars finden mit dem Seitenwechsel all das wieder, was auch in den ersten 20 Minuten hilfreich gewesen wäre – oder in Münster zum Sieg gereichte. Energie und Leidenschaft beispielsweise. Sie finden Lösungen in Offense und Defense, holen sich die Stopps und verkürzen den Rückstand Punkt um Punkt. Vor allem Paige (20 Zähler) und Onyejiaka (19) zeigen ihre besten Saisonleistungen. Mit Beginn des Schlussviertels sind sie bis auf zwei Zähler an (74:76/31.) den Eisbären dran. Der Favorit gerät inklusive des Ex-Kölners Jannis von Seckendorff (13 Punkte, 5 Rebounds) ins Wanken. Ein Dreier von Paige gleicht die Partie aus (35.), mit dem nächsten Dreier gehen die Kölner 30 Sekunden später sogar in Führung (83:80). Das Spiel wogt hin und her. Zwei Freiwürfe von Haris Hujic bringen erneut 23 Sekunden vor dem Ende erneut den Ausgleich (87:87). Bremerhaven antwortet durch Elijah Miller, Köln schafft diese nicht mehr. Die Punkte für den Sieg bleiben im Norden.

Viertel:  18:30, 24:27, 30:19, 15:13

Spielfilm: 11:16 (5.), 18:30 (10.), 31:44 (15.), 42:57 (20.), 55:67 (25.), 72:76 (30.), 83:80 (35.), 87:89 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – RheinStars 34 von 70/49, Eisbären (34/63, 54%), FW Köln 75% (6/8) zu 74% (14/19), 15:24 Assists,35 (10 offensiv): 33 (7) Rebounds, 7:6 Steals, 3:0 Blocks, 13:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4oGilBv

 RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 4 Assists, 4 Rebounds.), Zac Watson (2), Rupert Hennen (3/1, 2 Ass.), Jasper Günther (2, 4 Ass.), Konstantin Lehmann, Haris Hujic (10/2, 3 Ass, 3 Reb), Timmy Davis (2 Ass, 3. Reb.), Adam Paige (20/4, 6 Reb), Björn Rohwer (13/1, 3 Reb), Justin Onyejiaka (19/3, ), Hall B Elisias (6, 7 Reb., 3 Blocks)

Foto: Eisbären Bremerhaven

Als Underdog zu den Eisbären in den Norden

Vor einer Bewährungsprobe stehen die RheinStars am kommenden Sonntag. Mit dem Auftritt bei den Eisbären Bremerhaven treffen die Kölner am neunten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf einen der Aufstiegsaspiranten des Klassements. Mit 7:1-Siegen liegen die Norddeutschen punktgleich mit Phoenix Hagen und der BG Göttingen an der Tabellenspitze. „Über die Verteilung der Favoritenrolle brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport. „Aber die Saison hat gezeigt, dass in dieser Liga nahezu jeder jeden schlagen kann.“ Tipoff ist am Sonntag um 15 Uhr in der Stadthalle Bremerhaven.

Zudem ist der Vergleich sicherlich auch eine Chance, die eigene Entwicklung voranzutreiben. Am ersten Spieltag waren die RheinStars in Hagen beim Topteam der Liga noch völlig chancenlos. Inzwischen aber konnten die Kölner fast alle verletzten Akteure in ihr Spiel integrieren, gewannen ihre ersten Spiele und finden sich langsam in der ProA zurecht.  „Für uns sind diese Spiele gegen stärkere Teams wichtig, um zu lernen. Zu lernen, wie wir mit dem Druck und der Qualität des Gegners umgehen, aber auch zu lernen, die eigene Qualität und Stärke herauszuarbeiten“, sagt Baeck. „Wir wollen nach den Umstellungen im Kader eine eigene Identität entwickeln und einen für uns passenden Stil erarbeiten! Wir freuen uns jedenfalls auf die Herausforderung.“ Die Kölner reisen bereits am Samstag nach dem Vormittagstraining nach Bremerhaven, um sich konzentriert und in aller Ruhe vorzubereiten.

„Air“ Seckendorff fliegt für die Eisbären

Zwei Kölner Power Forwards zählen zum bislang sehr erfolgreichen Kader von Headcoach Steven Esterkamp. Jannis von „Air“ Seckendorff wechselte Anfang der Saison von den RheinStars in den Norden und fühlt sich dort offenbar pudelwohl. Mit seiner Power hat sich der Forward im Schnitt 13.8 Punkte pro Spiel geholt, dazu 4.9 Rebounds – und zählt auch mit seinem Effektivitätswert (14.5) zu den Topakteuren der Eisbären. Allein US-Pointguard Elijah Miller liegt mit 13.9 Punkten pro Spiel knapp über von Seckendorff.  Zweistellig punkten zudem Jemarl Baker (11.4) und Carlos Carter (10.4). Der zweite Kölner im Team ist Jordan Samare, der aus der Jugend der RheinStars nach der JBBL ins Programm der Frankfurt Skyliners wechselte – und sich bereits 2024 den Norddeutschen anschloss.

Die Lage der Liga

Neben den Phoenixen aus Hagen, die am vergangenen Wochenende bei den Artland Dragons nach zweimaliger Verlängerung ihre erste Saisonniederlage kassierten, haben auch die Bremerhavener und die BG Göttingen ihre Ansprüche mit 7:1-Siegen auf die Spitzenplätze angemeldet. Dem Trio folgen mit einem Sieg weniger nach acht Spieltagen allein noch die Hakro Merlins aus Crailsheim. 5:3-Erfolge weisen die Dragons sowie die Tübingen Tigers auf. Fünf Teams stehen am unteren Ende der Tabelle mit 2:6-Siegen, darunter die RheinStars, die Uni Baskets Münster, SBB Wolmirstedt, die Paderborn Baskets und die Karlsruhe Lions.

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Liveticker: https://bit.ly/4oGilBv

Foto: Gero Müller-Laschet

Zu wenig Energie für die nächsten Punkte

Einen Rückschritt nach zwei erfolgreichen Spielen erlebten die RheinStars am Montagabend. Zum Abschluss des Doppelspieltags unterlagen sie vor 1.021 Zuschauern in der Motorworld den SBB Baskets Wolmirstedt verdient mit 72:80 (38:44). Nach acht Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bestätigte sich dabei, dass es in dieser ausgeglichenen Liga nichts ohne eigene Initiative zu holen gibt. Vor allem keine Siege. So versäumten es die RheinStars, ins untere Mittelfeld der Liga zu gelangen. Am nächsten Sonntag kommt eine neue Chance die Dinge ins rechte Licht zu rücken. Dann gastieren sie bei den drittplatzierten Eisbären Bremerhaven. Tippoff ist um 15 Uhr.

 „Das ist es, was wir akzeptieren müssen. Ohne Energie kannst du kein Spiel gewinnen in dieser Liga“, sagte Haris Hujic, mit 21 Zählern der Topscorer der RheinStars. Bislang gleicht die Reise der Rheinstars durch die Saison einer Achterbahnfahrt. Fünf Niederlagen folgten zwei umjubelte Erfolge. Und gerade der in Münster am vergangenen Freitag zum Start in das Doppelspieltags-Wochenende als Mannschaft errungene 83:78-Erfolg war allein durch eine konzentrierte Energieleistung von allen Beteiligten möglich geworden. Aber solche Siege sind eben keine Selbstläufer.

Köln hat als Aufsteiger inzwischen das Potenzial, in der Liga ordentlich mitzumischen. Aber nur, „wenn wir alle immer an die Grenze gehen. Dann gewinnen wir auch zusammen“, sagt Headcoach Zoran Kukic. Den RheinStars erging es ein bisschen wie den Münsteranern am vergangenen Freitag. Sie kamen ein Schuss zu bequem in die Partie und trafen auf einen Gegner, der durch zwei Neuzugänge nicht besonders originell, aber sehr entschlossen zu Werke ging. Was Cedric Russell für die Kölner in Westfalen war, wurden nun Dalvien Williamson und Michael Hughes für die SBB Baskets im Rheinland. Echte Motivationsspritzen.

Die Kölner gingen so auch im Spiel folgerichtig nur zu Beginn in Führung (8:6/4.) und liefen ansonsten einem kleineren Vorsprung der Gäste permanent hinterher. Bis auf 12 Zähler (29:41) wuchs der Rückstand, bevor sich die RheinStars zur Halbzeit auf sechs Punkte (38:44) annähern konnten. Besonders ärgerlich, von außen waren die Chancen für die Kölner erkennbar, doch ihre schlechte Verteidigungsarbeit verursachte zu viele Fouls. „Wir haben die Schiedsrichter zu ihren Pfiffen eingeladen“, sagte Kukic. Dazu kamen zehn einfache Ballverluste – es war kein schönes Spiel. Wenig überraschend, in der Halbzeit wackelte dann bildlich die Kabinenwand der RheinStars.

Nach der Pause glichen die Hausherren durch zwei Dreier von Hujic schnell aus zum 46:46 (23.). Doch die Aktionen der RheinStars wurden trotzdem nicht griffiger. Ebenso schnell lagen sie wieder nach einem 0:11-Lauf zurück. Irgendwie standen sie sich vor allem selbst im Weg. Viele Würfe von außen, wenig erfolgreiche Aktionen zum Korb – und wenn mal zwei Dingen funktionierten, gab es im nächsten Moment wieder einen Lapsus. Trotzdem gaben die RheinStars nicht auf und kämpften bis in die Schlussminute. So verkürzten sie auf 67:70 (36.) und 71:74 (39.). Doch das Spielglück wollte sich nicht für die Kölner entscheiden. „Es war keine Shootingnight für mich und das Team“, sagte Cedric Russell – „aber es wird wiederkommen.“ Vielleicht schon am Sonntag in Bremerhaven.

Viertel:  18:21, 20:23, 14:16, 20:20

Spielfilm: 10:14 (5.), 18:21 (10.), 26:33 (15.), 38:44 (20.), 46:56 (25.), 52:60 (30.), 64:70 (35.), 72:80 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Kölnc23 von 64/36%, Baskets (24/63, 38%), FW Köln 80% (16/20) zu 69% (24/35), 13:12 Assists, 41 (13 offensiv): 44 (14) Rebounds, 5:10 Steals, 4:4 Blocks, 17:11 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier  https://bit.ly/3WM2tkA

 RheinStars: Cedric Russell (12 Punkte/2 Dreier, 3 Assists), Zac Watson, Rupert Hennen (10/2, 5 Rebounds), Jasper Günther (8/2), Konstantin Lehmann, Haris Hujic (21/3), Timmy Davis (2, 2 Ass.), Laurent Zoccoletti, Adam Paige (6, 2 Ass, 6 Reb., 2 Blocks), Björn Rohwer (5 Reb, 2 Ass), Justin Onyejiaka (9/1), Hall B Elisias (4, 11 Reb., 4 Blocks)

Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars überzeugen auch in Münster

Die RheinStars machen da weiter, wo sie am vergangenen Sonntag mit dem ersten Saisonsieg aufgehört haben. Nach Kirchheim gelang dem Aufsteiger in Münster am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gleich der nächste Erfolg. Bei den Uni Baskets setzten sich die Kölner am Freitagabend nach einer geschlossenen Teamvorstellung verdient mit 83:78 (48:39) durch zum Start in den Doppelspieltag. Am Montag gastieren nun die SBB Baskets aus Wolmirstedt bei Magdeburg in der Motorworld. Tippoff ist um 19.30 Uhr.

Headcoach Zoran Kukic betonte schon unter der Woche wiederholt, dass immer die Spieler im Mittelpunkt stehen. „Sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Wir Trainer geben ihnen die Mittel dafür mit.“ So war es auch in Münster. Vor 2.750 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel spielte die Mannschaft um Kapitän Rupert Hennen (15 Punkte) wie schon beim 87:74 über Kirchheim wie aus einem Guss. „Unsere Teamchemie ist erstaunlich. Jeder gönnt jedem die Punkte – und obwohl wir noch einen neuen Spieler dazu bekommen haben, spielen alle füreinander. Es macht gerade echt Spaß.“

Mit dem hinzugekommenen Spieler war Cedric Russell Jr. (siehe Extrameldung) gemeint, der sich gleich als Topscorer in der Gruppe anmeldete, ohne dabei aber nur auf sich zu schauen. Und in den wichtigen Momenten wie in der Endphase übernahm er und sendete mit seinen insgesamt 18 Punkten wichtige Zeichen beim Auswärtssieg. Mit Haris Hujic (15), Hennen und dem an seiner alten Wirkungsstätte giftig verteidigendem Jasper Günther (10) verfügen die RheinStars nicht allein bei den Guards nun über eine gute Tiefe für die Liga. Dazu kommt Timmy Davis. Und mit Maxi Begue und Mike Miller mussten noch zwei Akteure angeschlagen zuschauen.

Aber auch unter den Körben sind die Kölner „ProA-like“ aufgestellt. Hall B. Elisias legte nicht allein wegen seiner elf Rebounds auch ohne eigene Punkte eine starke Vorstellung aufs Parkett. Björn Rohwer (14) beeindruckte mit einer Feldwurf-Quote von 100 Prozent, darunter vier Dreier. Um sie herum wuselten Laurent Zoccoletti und Adam Paige, dazu Justin Onyejiaka. Und bei aller Bescheidenheit der Coaches. Der von Kukic und Assistant Coach Oli Elling erdachte Matchplan für die Mannschaft, hatte dann schon auch was mit ihrer Arbeit zu tun. Münsters Werfer kamen nicht zur Geltung, die Kölner fanden immer Antworten auf die Bemühungen der Hausherren. Sie waren in der Offense schwer auszurechnen, allein fünf Akteure punkteten zweistellig. „Kompliment an die Jungs wie und mit welcher Energie sie das heute gespielt haben. Es war keine einfache Trainingswoche mit dem späten Spiel am Sonntag, schließlich mussten wir ja noch Cedric bis heute Abend so weit wie möglich integrieren. Aber alle haben das gut gemacht.“

Münster jedenfalls konnte mit den RheinStars und ihrem Spiel vom Start weg wenig anfangen. Sie schienen eher ratlos und konsterniert ob der Kölner Vorstellung. „In Halbzeit eins waren wir überhaupt nicht da“, kritisierte deren Trainer Götz Rohdewald. Ganze vier Fouls in den ersten 20 Minuten unterstrichen deren eher körperloses Spiel. Mit einem 6:0-Lauf übernahmen die RheinStars zum Ende des ersten Viertels (26:18) das Kommando und bauten die Führung aus bis zum Seitenwechsel (48:39).

Wenn den Kölnern ein leichter Vorwurf zu machen war an diesem Abend, dann wohl am ehesten der, dass sie die Hausherren bis zum Ende im Spiel ließen. Mitte des dritten Viertels führten die Gäste mit 16 Punkten (55:39) und versäumten es, schon zu diesem Zeitpunkt den Uni Baskets alle Chancen und den Willen zu nehmen. Die besannen sich fortan zunehmend auf ihre Kampfqualitäten und verkürzten den Rückstand, ohne aber wirklich auf Schlagdistanz zu kommen. Beim Stand von 73:68 erstickte schließlich Cedric Russell mit zwei Dreiern (38.) mögliche Diskussionen über den Sieger des Abends. Die letzten Sekunden spielten die Kölner dann routiniert nach Hause.

Viertel:  26:18, 22:21, 18:16, 17:23

Spielfilm: 7:9 (5.), 26:18 (10.), 42:30 (15.), 48:39 (20.), 55:39 (25.), 66:55 (30.), 69:62 (35.), 83:78 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln 28 von 68/41%, Münster (27/63, 43%), FW Köln 76% (13/17) zu 68% (17/25), 17:15 Assists, 38 (16 offensiv): 43 (17) Rebounds, 8:2 Steals, 4:3 Blocks, 10:15 Turnover.

Zum Boxscore geht es hier https://bit.ly/4oYKL9E

RheinStars: Cedric Russell (18 Punkte/4 Dreier, 2 Assists, 2 Steals), Zac Watson, Rupert Hennen (15/3, 4 Assists), Jasper Günther (10, 6 Ass. ,2 Steals), Konstantin Lehmann, Haris Hujic (15/2, 2 Ass), Timmy Davis (3/1, 4 Rebounds), Laurent Zoccoletti (4), Adam Paige (2), Björn Rohwer (14/3, 3 Reb), Justin Onyejiaka (2), Hall B Elisias (11 Reb., 2 Blocks, 2 Steals)

Foto: Markus Holtrichter