Starke Teamleistung der Schlüssel zum ersten Auswärtserfolg

Einen in vielerlei Hinsicht lohnenden Ausflug zu den Gießen Pointers erlebten die RheinStars am Samstagabend. Ganz oben auf der Habenseite stand dabei der erste Auswärtssieg der laufenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord. 102:63 (48:32) zeigten die Lettern auf der Anzeigetafel in der Sporthalle Ost. Abgesehen von einem nun klaren Vorsprung im direkten Vergleich legten die Kölner mit dem vierten Saisonerfolg zwei weitere Zähler zwischen sich und den einzigen Abstiegsplatz, auf dem die Pointers punkt- und sieglos liegen. Außerdem verwandelten die mitgereisten Flying Flönz den Auftritt von einigen Hundert Zuschauern zu einem Heimspiel.

Nach solch einem Happyend hatte es kurz vor Abfahrt der Mannschaft am Samstag noch nicht ausgesehen. Zwar lief die Vorbereitung unter der Woche auf das wegweisende Spiel sehr zielgerichtet. Doch am Morgen mussten aus dem Trainerteam sowohl Headcoach Stephan Baeck als auch Zoran Kukic krank die Segel für den Tag streichen. So übernahm Katharina Arnold zum dritten Mal in ihrer Amtszeit den Job an der Seitenlinie. „Da ich immer die Spiele und den Gegner vorbereite, war das inhaltlich kein Problem. Und dann hat sich die Mannschaft mit einer sauberen Teamleistung den Sieg geholt“, sagte Arnold über ihren ersten Erfolg als allein verantwortlicher Coach in der dritthöchsten Spielklasse.

Entscheidender Faktor für den Erfolg wurde dabei die Defense. „Unsere Verteidigung ist die Basis für unser Spiel. Wenn wir die Stopps bekommen, dann haben wir gegen jedes Team eine Chance“, erklärte Arnold. „Heute haben wir dann zusätzlich in der Offensive den Ball gut bewegt. So hatten alle ihren Anteil am Spiel und damit am Sieg.“ Die Zahlen belegen das: Fünf Spieler punkteten zweitstellig, alle zwölf Akteure trugen sich mit Punkten ein. Und auf der anderen Seite des Feldes hinterließen sie ratlose Hausherren, die mit der im Laufe des Spiels immer intensiver werdenden Defense nicht mehr zurechtkamen. So verloren die Pointers nach einem ordentlichen Startviertel erst den Anschluss an die Kölner und in den abschließenden zehn Minuten komplett den Zugriff auf das Geschehen. Die RheinStars hingegen nutzten ihre Chancen konzentriert und zelebrierten nach der Partie mit ihren Fans die erste Auswärtssieg- „Humba“ der Saison.

Viertelergebnisse: 19:22, 29:10, 23:19, 31:12

Spielfilm: 6:11 (5.), 19:22 (10.), 35:30 (15.), 48:32 (20.), 60:38 (25.), 71:51 (30.), 86:55 (35.), 102:63 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (39 von 72/54%), Gießen (21/53, 40%), FW Köln 70% (16/23), Gießen 63% (17/27), 20:13 Assists, 39 (5 offensiv): 33 (4) Rebounds, 2:4 Blocks, 11:6 Steals, 8:20 Turnover.

RheinStars:  Davi Remagen (7/1 Dreier), Rupert Hennen (19/1, 4 Assists, 5 Rebounds, 5 Steals), Ali Sow (15/1 Dreier, 7 Rebounds, 4 Assists), Antonio Pilipovic (15/4), Steffen Haufs (2, 6 Assists), Andrew Onwuegbuzie (7/1, 4 Rebounds), Luca Ladjyn (2), Shore Adenekan (1), Elijah Schmidt (17, 4 Rebounds), Anthony Bauer (3), Duje Dujmovic (2), Jannis von Seckendorff (12, 6 Rebounds).

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Foto: Gero Müller-Laschet

“Wir müssen mit aller Energie in Spiel gehen”

Vor einem wegweisenden Spiel stehen die RheinStars am kommenden Samstag in Gießen. In der traditionsreichen hessischen Basketballstadt treffen die Kölner ab 20 Uhr am achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord auf den bislang sieglosen Aufsteiger Gießen Pointers. Mit dem ersten Auswärtssieg könnte die Mannschaft von Headcoach Stephan Baeck in der Bilanz die jüngste Heimniederlage gegen die EN Baskets Schwelm wieder ausgleichen. „Wir müssen mit aller Energie in das Spiel gehen, unsere Defense finden und richtig Gas geben, dann haben wir eine Chance.“ Zusätzlich organisiert der Fanclub Flying Flönz eine Auswärtsfahrt, so dass mehr kölsche Anhänger als üblich die ehrwürdige Sporthalle Gießen Ost entern werden. Die ist und war seit den 60er Jahren legendärer Spielort für Hunderte von Bundesliga-Basketballspielen des MTV Gießen (heute als Gießen 46ers in der ProA).

Auf der anderen Seite erwarten die Pointers sicherlich fast sehnsüchtig den Auftritt der Kölner als aktuell Neuntplatzierter in der Tabelle. „Die Jungs sind wirklich als Team aufgetreten, daher bin ich auch nicht zu sehr enttäuscht“, kommentierte Gießens Trainer Daniel Dörr vor knapp 14 Tagen die 85:97-Niederlage bei den in dieser Saison stark besetzten Dragons aus Rhöndorf. „Wenn wir das so beibehalten: Die Gegner, die wir schlagen müssen, die kommen erst noch. Dann können wir auf einer solchen Leistung aufbauen“ Aus Sicht der Mittelhessen zählen die Rheinländer vermutlich genau in diese Kategorie. Getragen wird ihr Spiel vor allem von dem US-Amerikaner Jalen Gibbs (22,8 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Routinier Benjamin Lischka (16,8).

„Wir dürfen uns vom Blick auf die Tabelle nicht täuschen lassen“, sagt Coach Baeck. „Gießen hat bislang wenig Spiele und gegen alle drei Spitzenteams gespielt. Wir sehen, dass sie dabei sind, zunehmend ihren Rhythmus für die Saison zu finden.“ Von den offiziell sechs absolvierten Liga-Spielen haben die Gießener fünf sportlich verloren, eines am grünen Tisch. Die Pointers hatten im Oktober beim geplanten Auswärtsspiel den Zielort Vechta nicht erreicht, weil sie wohl eine geplante Vollsperrung der Bundesautobahn während der Anreise nicht auf dem Schirm hatten. So entschied die Liga auf Spielverlust, den Abzug eines Wertungspunktes und 0:20-Korbpunkte. Gerade im Abstiegskampf ein bitteres Päckchen für die Saison.

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RheinStars unterliegen Schwelm

Am Ende einer intensiven Auseinandersetzung kassierten die RheinStars am Samstagabend ihre erste Heimniederlage. Die Kölner unterlagen am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord den EN Baskets Schwelm mit 81:96 (45:49). Dabei sahen die 650 Zuschauer in der ASV-Sporthalle eine gute Partie, bei der die Gäste verdient die Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten. Sie waren an diesem Abend einfach besser.

Dass die RheinStars aber bis zum Schluss alles versuchten, dokumentierte die Schlusssequenz. Als Ali Sow, Topscorer mit beeindruckenden 40 Punkten, wenige Sekunden vor Spielende fragend zur Trainerbank blickte, ob man denn nun den Ball stoppen und die Zeit auslaufen lassen wolle, gab es eine klare Ansage: Weitermachen. So zog er nochmal zum Korb, markierte nach Foul seine Zähler 39 und 40 – wer weiß, wozu es im Verlaufe der Saison noch mal gut ist. An diesem Abend zumindest zur leichten Ergebniskorrektur.

Wobei die Fans der RheinStars vielleicht auch nicht ganz unglücklich nach Hause gingen. Mannschaft und Trainer hatten schließlich alles versucht, was ihnen in dieser Begegnung zur Verfügung stand. „Zone, Manndeckung, Zone, wieder Manndeckung. Wir haben uns alles abverlangt“, sagt Headcoach Stephan Baeck. Im Angriff war es ok. Aber was die Kölner in der Defense auch versuchten, Schwelm fand die Antwort. Nicht immer sofort, aber immer schnell genug, um nicht wirklich ins Straucheln zu geraten. Wirklich mal gestoppt bekamen die RheinStars sie nicht. Insbesondere in der zweiten Hälfte als der Vorsprung zeitweise über 20 Punkte betrug. Köln kam nochmal auf 13 Zähler heran (73:86). Doch das Momentum wollte nicht wechseln. Wo Schwelm traf, scheiterten die Kölner in den entscheidenden Momenten. Wo die Baskets Brett Reed (14 von 16 Treffer aus den Nahdistanz) oder Johann Flaa (6 von 8 Dreier) erfolgreich punkteten, ließen die Kölner gute Chancen aus.

„Schwelm war heute besser. Wir wussten vorher, dass wir auf ein starkes Team treffen werden“, sagt Stephan Baeck. „Das hat sich bewahrheitet. Bei allem Einsatz waren wir heute nicht gut genug. Leider kann ich das auch über die Schiedsrichter sagen.“

Viertelergebnisse: 20:23, 25:26, 17:26, 19:21

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (24 von 61/39%), Schwelm (38/67, 57%), FW Köln 93% (25/27), Schwelm (6/9), 9:25 Assists, 32 (11 offensiv): 35 (8) Rebounds, 0:1 Blocks, 7:2 Steals, 10:12 Turnover.

RheinStars:  Rupert Hennen (9, 4 Assists, 4 Rebounds, 2 Steals), Ali Sow (40/5 Dreier, 3 Rebounds, 3 Assists), Antonio Pilipovic (3/1), Steffen Haufs (2 Assists), Andrew Onwuegbuzie (7/1), Luca Ladjyn, Shore Adenekan, Elijah Schmidt, Robin Straub (5, 3 Rebounds), Anthony Bauer (7/1, 3 Rebounds), Duje Dujmovic, Jannis von Seckendorff (10, 8 Rebounds).

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Foto: Gero Müller-Laschet

Wilder Dreier raubt RheinStars den Auswärtssieg

Ein spektakuläres Ende nahm der sechste Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord am frühen Sonntagabend für die RheinStars – leider zu ihren Ungunsten. mit der Schlusssekunde kassierten die Kölner bei den TKS49ers einen wilden Dreier kurz hinter der Mittellinie und verloren dadurch 74:75 (30:41). „Es ist schade für uns, das Spiel auf diese Weise noch zu verlieren“, sagt Manager und Trainer Stephan Baeck. „Aber so ist Basketball eben. Wir haben den Preis für unsere schwache erste Halbzeit bezahlen müssen und uns damit nicht für einen sehr couragierten Auftritt in der zweiten Hälfte belohnen können.“

Aber der Reihe nach.  Anfangs schien es, als ob die RheinStars ihren Elan und Ihre Konzentration noch im Bus von der langen Anreise nach Berlin gelassen hätten. Während die Hausherren das Spiel diktierten, rannten die RheinStars hinterher. 15:28 stand es nach den ersten zehn Minuten. Bis auf 16 Zähler wuchs der Rückstand (15:31/11.). Nach der Pause aber machten sich die RheinStars auf, das Spiel zu drehen. So eliminierten sie den 16 Punkte Rückstand (30:46/22.) Zähler um Zähler. Mit Ende des dritten Durchgangs stand es ausgeglichen 55:55. Ali Sow mit seinen 32 Punkten war von den Gastgebern nicht mehr zu bremsen und auch alle anderen Kölner spielten nun viel intensiver.

In den abschließenden zehn Minuten blieb es eng, aber die RheinStars spielten nun dominanter. 54 Sekunden vor Ende lagen sie 74:70 vorne. Doch der ukrainische Topscorer (28 Punkte) der 49ers brachte die Kölner dann doch noch um den möglichen Sieg. Erst verwandelte Andrii Kozhemiakin zwei Freiwürfe zum 74:72, dann vergab Rupert Hennen (19 Zähler) im Gegenzug die Chance zur Entscheidung. Kozhemiakin schnappte sich den Ball und warf den Ball mit der Schlusssirene im vollen Lauf kurz hinter der Mittellinie mitten ins Herz der Kölner zum 75:74 Endstand.

So bleibt alles beim Alten in den Auseinandersetzungen zwischen den 49ers und Köln. Die Hausherren gewinnen ihre Spiele. Da das nächste Wochenende spielfrei ist durch das internationale FIBA-Fenster, haben Trainer und Mannschaft nun ein bisschen Zeit, die bittere Niederlage zu verdauen und sich in Ruhe auf das Heimspiel, gegen die EN Baskets Schwelm am 19. November in der ASV-Sporthalle vorzubereiten.

Viertelergebnisse: 15:28, 15:13, 27:16, 19:20

Spielfilm: 9:9 (5.), 15:28 (10.), 25:36 (15.), 30:41 (20.), 40:52 (25.), 55:55 (30.), 63:63 (35.), 74:75 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (29 von 62/47%), 49ers (24/56, 43%), FW Köln 67% (10/15), 49ers (16/22), 8:20 Assists, 27 (8 offensiv): 44 (17) Rebounds, 2:2 Blocks, 13:2 Steals, 11:22 Turnover.

RheinStars:  Davi Remagen (3 Assists), Rupert Hennen (19/1, 3 Assists, 4 Steals), Ali Sow (32/5,  3 Assists), Antonio Pilipovic (3), Andrew Onwuegbuzie, Luca Ladjyn, Shore Adenekan (2), Kai Winkelnkemper, Robin Straub (2), Anthony Bauer (11, 6 Rebounds, 2 Steals), Duje Dujmovic, Jannis von Seckendorff (5, 3 Rebounds, 3 Steals).

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RheinStars wollen gute Form bestätigen

Vor einer langen Auswärtsreise von knapp 550 Kilometern und einer schwierigen Herausforderung stehen die RheinStars am kommenden Wochenende. Am Sonntag geben die Kölner der Saison 22/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord ihre Visitenkarte beim Tabellensiebten, den TKS 49ers, vor den Toren Berlins ab. Tipp off ist in Stahnsdorf um 16 Uhr. Manager und Headcoach Stephan Baeck geht die Reise zum Tabellennachbarn optimistisch, aber mit viel Respekt an: „Es wird eine schwere Auswärtsaufgabe. Zwar finden wir als Mannschaft zunehmend zueinander, unsere Automatismen in der Defense greifen und im Angriff finden wir langsam eine gewisse Leichtigkeit und Sicherheit im Abschluss, aber Stahnsdorf ist ein starker Gegner. Die Art und Weise, wie wir gegen Herford gespielt haben und wir unter der Woche jeder für sich und als Team gearbeitet haben, hat zu einer guten Atmosphäre bei allen geführt. Wir werden versuchen unsere aktuelle Form zu bestätigen und in Stahnsdorf unsere Chance suchen.“

Die Mannschaft von „Schon immer dort Trainer“ Vladimir Pastushenko – seit 2003 im Verein – spielt wie in den Vorjahren sehr organisiert und überlegt. Allerdings haben sie in Andrii Kozhemiakin einen neuen Topscorer neben Robin Jorch. Beide sorgten in den ersten Begegnungen im Schnitt jeweils für über 15 Punkte. In Yannick Hildebrandt haben die 49ers ihren effektivsten Spieler. Die drei Mitzwanziger bilden auch rein alterstechnisch den erfahrenen Kern einer ansonsten jungen Mannschaft.

Rein sportlich gab es für die TKS49ers nach einem guten Start die üblichen Ups and Downs in der ersten Saisonphase. Den Siegen in Wedel und gegen Herford folgten eine klare Heimniederlage gegen die stark einzuschätzenden BSW Sixers aus Sandersdorf. Anschließend wurde bei ProA-Absteiger Itzehoe Eagles gewonnen. In eigener Halle gab es wiederum eine Niederlage gegen die Dragons aus Rhöndorf. Die allerdings sind ebenso wie die Sixers in diesem Jahr eher ganz oben in der Tabelle einzuordnen.

So ist das Duell der Kölner bei den TKS49ers ein klassisches Mittelfeldduell. Bei den bisherigen Aufeinandertreffen in der Sporthalle der Berlin Brandenburg International School sahen die RheinStars allerdings selten gut aus. Vor allem aber nicht erfolgreich: 0:2 lautet die Bilanz bisher. Aber das kann sich ja am Sonntag ändern.

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Foto: Gero Müller-Laschet

 

 

Mitreißendes Spektakel gegen Herford

Wer am Samstag nicht mit einem Lächeln die ASV-Sporthalle verließ, der muss entweder Sport per se nicht mögen oder es aber möglicherweise mit der BBG Herford gehalten haben. Denn die kam an einem spätsommerlichen Abend bei den RheinStars zwischenzeitlich böse unter die Räder und verlor am Ende noch recht glimpflich mit 108:80 (65:34) gegen die Kölner. Mit einem leisen, stolzen Lächeln kommentierte Manager und Headcoach Stephan. Baeck die Leistung seines Teams am fünften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord. „Es muss wohl an der Arbeit des Trainerteams liegen, die Mannschaft so auf den Punkt hinzubekommen.“

Vor allem vor der Pause boten die RheinStars den 400 Besuchern ein mitreißendes Spektakel. In der Defense aggressiv, entschlossen und bestimmend, u.a. mit einem Luca Ladjyn in der Startformation, der seine Kontrahenten permanent nervte und erfolgreich bedrängte. Dazu in der Offense endlich die eingeforderte Coolness und der sichere Abschluss. Wobei die RheinStars den Ball in den eigenen Reihen laufen ließen – und der oft den freien Mann per Extrapass zum erfolgreichen Abschluss fand. Der Aufsteiger aus Herford lief der Musik, dem Spiel und den Hausherren von Beginn an hinterher.

Allein die Zahlen nach den ersten 20 Minuten sprachen für sich: 65:34 Punkte, 43 Würfe aus dem Feld plus 14 Freiwürfe standen 28 Herforder Versuchen und 11 Freiwürfen entgegen. Köln hatte 10 Offensivrebounds geholt, Herford unterm eigenen Korb nur einen Defensivrebound mehr. Von außen trafen die RheinStars fast 60 Prozent ihrer Dreierversuche (11 von 19). Antonio Pilipovic (3) und Davi Remagen (2) blieben sogar ohne Fehlversuch.

„Natürlich ist es nach so einer Halbzeit schwer, dann den Fokus weiter hochzuhalten“, sagte Baeck. So wich der Kölner Druck einer gewissen Leichtigkeit, die aber auch ihre Momente besaß. Kai Winkelnkemper erzielte seine ersten ProB-Punkte und zum Schluss machte Duje Dujmovic in seinen abschließenden famosen 95 Einsatzsekunden den Deckel auf die Begegnung: 1 Zweier, 2 Dreier – acht Punkte bei 100 Prozent Trefferquote. Chapeau.

Da geriet das nächste Double-Double von Anthony Bauer mit 16 Punkten und 14 Rebounds fast ein wenig in den Hintergrund. Aber nur fast. „Ich habe am Sonntag Geburtstag, da war das die perfekte Einleitung“, sagte Bauer kurz vor seinem 23. Geburtstag. Den wollte er zusammen mit dem Team und vor allem Kapitän Rupert Hennen, der am Sonntag seinen 25. Geburtstag feiert, während der legendären Hip Hop-Reihe „Bewegungsoffensive“ im Subway begehen. Ebenfalls ein Grund zum Lächeln. Diesmal aber aus Vorfreude.

Spielfilm: 9:3 (5.), 30:14 (10.), 53:28 (15.), 65:34 (20.), 71:40 (25.), 81:57 (30.), 86:68 (35.), 108:80 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (36 von 82/44%), Herford (30/57, 53%), FW Köln 79% (22/28), Herford (13/17), 18:9 Assists, 40 (20 offensiv): 36 (8) Rebounds, 1:0 Blocks, 7:3 Steals, 7:14 Turnover.

RheinStars:  Davi Remagen (6/2 Dreier), Rupert Hennen (13/1, 7 Assists), Ali Sow (25/2, t Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Antonio Pilipovic (11/3), Andrew Onwuegbuzie (6/2), Luca Ladjyn (5/1), Shore Adenekan, Kai Winkelnkemper (3), Robin Straub (6), Anthony Bauer (16/1, 14 Rebounds), Duje Dujmovic (8/2), Jannis von Seckendorff (9, 4 Rebounds).

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Anthony Bauer – Foto: Gero Müller-Laschet

Defense und Coolness gegen Herford gefordert

Auf einen eingespielten Gegner treffen die RheinStars zum fünften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord. Ab 18 Uhr erwarten die Kölner am kommenden Samstag die BBG Herford zum nächsten NRW-Duell in der ASV-Sporthalle. Mit einem weiteren Heimsieg könnten sich die RheinStars im engen Mittelfeld wieder in die obere Tabellenhälfte arbeiten. „Wenn wir an unsere jüngsten Leistungen in der Defense anknüpfen und vorne unsere Nervosität reduzieren können, haben wir eine gute Chance auf einen Erfolg“, sagt Headcoach und Manager Stephan Baeck. Mehr Coolness ist also gefordert.

Aktuell liegen die Herforder als Aufsteiger und Meister der Regionalliga West mit drei Niederlagen aus ihren drei Saisonspielen auf dem letzten Platz der Nord-Gruppe. „Davon sollte sich niemand täuschen lassen. Sie haben ihre Aufstiegsmannschaft zusammengehalten und um einige erfahrene Spieler ergänzt, auch der Trainer arbeitet bereits die dritte Saison in Folge mit dem Team“, sagt Katharina Arnold. „Gegen einige von ihnen haben wir schon in unserem Meisterjahr in der Regionalligasaison 2019/2020 gespielt.“ Vor allem aber haben die RheinStars registriert, dass die BBG über ein kampfstarkes Team verfügt. „In allen Spielen haben sie bis zum Schluss nicht nachgelassen, dabei teils hohe Rückstände wieder deutlich verkürzen können.“

Die Hauptlast im Spiel der Herforder teilen sich Omar Zemhoute und Lavon Hightower mit jeweils über 30 Minuten Spielzeit. Letzterer ist Topscorer der Gäste mit knapp 27 Punkten im Schnitt, während Zemhoute vor allem eine starke Quote von 8.7 Assists pro Spiel aufweist. Dazu kommen mit Dainius Zvinklys und Vaidotas Volkus zwei Litauer, die auch schon die Wege der RheinStars in den vergangenen Jahren gekreuzt haben. Volkus und Zemhoute u.a. waren bei den drei Vergleichen in der 20er Saison dabei. Die gingen mit 96:77 und 111:101 in der Liga sowie mit 97:78 im Pokal übrigen jeweils an die RheinStars.

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Foto: Gero Müller-Laschet

“Wir hätten mit einem Sieg nach Hause fahren können”

Mit einer knappen Niederlage mussten die RheinStars am frühen Sonntagabend die Heimreise aus Schleswig-Holstein antreten. 59:63 (26:29) verloren die Kölner am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro Gruppe Nord beim SC Rist Wedel. „Diese Niederlage ist schade und wir hätten mit einem Sieg nach Hause fahren können, wenn wir nicht so nervös im Angriff gespielt hätten. Heute kann ich dem Team aber keinen Vorwurf machen. Jeder einzelne hat mit viel Intensität gespielt und viel von dem, was wir in der Verteidigung machen wollten, umgesetzt“, sagte Headcoach Stephan Baeck. „Am Ende war es unsere Nervosität und einige mentale Fehler in den entscheidenden Phasen des Spiels. Aber wir haben eine sehr junge Mannschaft und die braucht ihre Zeit, um sich zu entwickeln. Ich bin mir sicher, wir werden im Laufe der Saison unser Potenzial auch im Angriff abrufen können“.

Anders als noch in der zweiten Halbzeit im NRW-Duell in Iserlohn vor gut zwei Wochen ließen sich die Kölner nicht mehr von den Angriffen der Gastgeber auseinanderspielen. „Wir waren intensiv, jeder hat für jeden gespielt und sich reingehangen.“  Auch ohne Elijah Schmidt, Steffen Haufs, Andrej Mangold und die beiden Youngster Davi Remagen und Kenan Reinhart, die in den Jugendbundesligen aktiv waren, behaupteten sich die RheinStars von Beginn an auf Augenhöhe mit den offensivstarken Ristern. Auch deren Topscorer Harrison Cleary hatten die Rheinländer weitestgehend im Griff.

Allerdings konnten die RheinStars ihre beste Phase nach der Pause nicht nutzen, um eine Vorentscheidung herbeizuführen. Im dritten Viertel lief es neben der Defense auch zwischenzeitlich im Angriff und die Hausherren kamen in arge Schwierigkeiten. Bis knapp drei Minuten vor Ende des dritten Viertel lagen die Kölner vorne (27./44:39), bevor die Wedeler den Trend wieder zu ihren Gunsten wenden konnten. „In der Phase war mehr drin, aber im Eifer des Gefechts hat dann in der Offensive vieles eben auch nicht funktioniert im Abschluss.“

Auch die recht ungleich verteilte Foulbelastung (15 zu 31) wollte Baeck nicht dramatisieren bzw. als Begründung für die Niederlage anführen. „Trotzdem hatten wir die Chance, dass Spiel zu gewinnen. Wir haben den Schiedsrichtern die Möglichkeit gegeben, so zu pfeifen. Das müssen wir akzeptieren. So ist das mit jungen Teams. Jetzt haben wir eine Woche Training und dann wollen wir es nächstes Wochenende noch besser machen.“ Die Gelegenheit kommt am kommenden Samstag um 18 Uhr gegen Aufsteiger BBG Herford.

Spielfilm: 7:15 (5.), 16:20 (10.), 22:24 (15.), 26:29 (20.), 38:34 (25.), 46:44 (30.), 48:51 (35.), 59:63 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (22 von 60/37%), Wedel (18/50, 38%), FW Köln 60% (6/10), Wedel (20/35), 8:14 Assists, 32 (7 offensiv): 43 (11) Rebounds, 2:2 Blocks, 15:9 Steals, 21:25 Turnover.

RheinStars:  Rupert Hennen (8, 5 Rebounds, 6 Steals), Ali Sow (17/1, 3 Steals), Antonio Pilipovic (13/4), Andrew Onwuegbuzie (3/1, 4 Rebounds), Luca Ladjyn (1 Block, 4 Steals), Leon Trierscheidt, Shore Adenekan, Kai Winkelnkemper, Robin Straub (2), Anthony Bauer (8/1, 5 Rebounds), Duje Dujmovic (2), Jannis von Seckendorff (6, 1 Block, 3 Steals).

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Foto (aus Itzehoe-Spiel): Rupert Hennen mit sechs Steals – Foto: Gero Müller-Laschet

 

“Müssen in Wedel viel in unsere Defense investieren”

Die erste längere Auswärtsreise der Saison führt die RheinStars am kommenden Sonntag vor die Tore Hamburgs nach Schleswig-Holstein. Am vierten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord gastieren die Kölner beim SC Rist Wedel, dem Farmteam des Erstligisten Hamburg Towers. Tippoff in der Wedeler Steinberghalle ist um 17 Uhr. „Das ist eine talentierte junge Mannschaft, die gut in die Saison gestartet ist. Wir werden auf ein Team treffen, dass gerade zuhause mit viel Selbstvertrauen auftreten wird.“, sagt Headcoach und Manager Stephan Baeck. „Aus diesem Grund müssen wir von Beginn an sehr konzentriert auftreten und viel in unsere Defense investieren, um die Rister nicht in ihrem Rhythmus spielen zu lassen. Gelingt uns das, haben wir auch in Wedel Chancen, das Spielfeld am Ende mit einem Sieg zu verlassen.“

Ähnlich wie die RheinStars (2:1-Siege) sind die Gastgeber ordentlich in die Saison gestartet. Zwar unterlagen sie in eigener Halle knapp den TKS49ers Stahnsdorf (71:75), dafür gewannen sie am vergangenen Wochenende bei Aufsteiger Gießen Pointers 94:87. Die Hauptlast im Spiel trägt der US-Amerikaner Harrison Cleary. Der Point Guard steht ebenso wie die drei Doppellizenzspieler Simonas Paukste, Leif Möller und Al-Fayed Alegbe zusätzlich im Kader der Towers. Wohl für die internationalen Aufgaben.

Aktuell aber kämpft Cleary mit den Ristern vornehmlich in der dritten Liga um die Punkte.  In den ersten beiden Partien legte der 24jährige 26 und 30 Punkte auf, bei einer mehr als beeindruckenden Dreierquote von über 70 % (10 von 14). Überhaupt erzielten die Norddeutschen bislang fast die Hälfte ihrer 165-Punkte von Downtown. Und auch wenn Cleary zuletzt in den entscheidenden Situationen die Verantwortung übernahm, sagte Trainer Stephan Blode nach dem Erfolg in Gießen: „Wir wollen offensiv nicht von einem Spieler abhängig sein und waren es ja auch lange nicht. Lange Zeit war es auf mehrere Schultern verteilt.“

Die RheinStars hatten nach ihrem Erfolg über Itzehoe bislang eine gute Trainingswoche. „Die Mannschaft zieht mit und versteht mehr und mehr die Details, auf die es bei unserer Spielweise ankommt“, sagt Headcoach Baeck. Allerdings werden die Mannen von Blode gewarnt sein vor den RheinStars. Im Abstiegskampf der vergangenen Saison landeten die Kölner einen überraschend klaren 74:47-Auswärtserfolg. Insgesamt steht der direkte Vergleich zwischen den Teams 3:1 für die RheinStars.

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Adresse der Halle
Steinberghalle
Steinberg 16
22880 Wedel

RheinStars holen sich zweiten Heimsieg

Auch im zweiten Heimspiel der Saison behielten die RheinStars am Samstagabend das bessere Ende für sich. So setzte sich die Mannschaft von Headcoach und Manager Stephan Baeck in einer intensiven Begegnung Itzehoe Eagles mit 78:67 (33:36) durch. Nach drei Spieltagen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB behaupten sich die Kölner weiter stabil in der Gruppe Nord. „Es war ein Sieg der gesamten Mannschaft“, lobte Baeck seine Mannen nach der Auseinandersetzung mit dem ProA-Absteiger. „Wir haben uns den Sieg gemeinsam erarbeitet.  Schon durch eine gute Trainingswoche – und damit dann auch eine gute Antwort auf die Niederlage in Iserlohn geben können.“

Vor den Zuschauern in der ASV-Sporthalle war es bis zum Schlussviertel eng. Keine der Mannschaften konnte sich vor den abschließenden zehn Minuten absetzen. Nach dem knappen Halbzeit-Rückstand (33:36) und dem zwischenzeitlichen 35:43 (22.) hatten die Hausherren allerdings die Intensität in der Verteidigung noch einmal anziehen können. Und in der entscheidenden Phase hatte Rupert Hennen zusammen mit dem pfeilschnellen Ali Sow klug die Fäden in der Hand. Die RheinStars setzten sich bis zur 35. Minute auf 66:56 ab. Zwar kamen die Gäste noch zweimal jeweils auf drei Zähler heran. Doch die einzigen Punkte per Dreier zum 72:66 des ebenfalls sehr sortiert spielenden Steffen Haufs machten ihnen klar, der Sieg würde heute nach Köln gehen.

So blieben am Ende Hennen (23 Zähler) und Sow (24) als Topscorer stehen und die Erkenntnis, dass die Kölner selbst ohne die fehlenden „Langen“ Elijah Schmidt, Duje Dujmovic und Shore Adennekan Spiele gewinnen können. Neben den etablierten „Small Ballern“ – erstmals auch wieder mit Routinier Andrej Mangold – fiel zudem noch Davi Remagen auf. Und zwar dadurch, dass es eben nicht auffällt, dass er erst 15 Jahre alt ist und in diesem Jahr auch bleibt. Selbstverständlich brachten ihn die Coaches in der Startformation, genauso markierte er seine ersten ProB-Punkte und war so ein weiterer Lichtblick im kämpferischen Kader der Kölner. Mal abgesehen davon, dass ausgerechnet “Geburtstagskind” Jannis von Seckendorff an seinem 20. Jahrestag die interne +/-Wertung mit +20 gewann. Also ein rundum gelungener Abend.

Spielfilm: 5:8 (5.), 15:15 (10.), 25:19 (15.), 33:36 (20.), 40:46 (25.), 54:54 (30.), 66:56 (35.), 78:67 (40.)

Teamstatistiken: Würfe aus dem Feld – Köln (30 von 66/45%), Itzehoe (23/60, 38%), FW Köln 82% (14/17), Itzehoe (15/22), 13:11 Assists, 30 (5 offensiv): 41 (11) Rebounds, 2:“ Blocks, 10:5 Steals, 15:23 Turnover.

RheinStars: Andrej Mangold, Davi Remagen (6), Rupert Hennen (23/1 Dreier, 7 Assists), Ali Sow (24/1, 7 Rebounds), Antonio Pilipovic (2), Steffen Haufs (3/1), Andrew Onwuegbuzie, Luca Ladjyn, Kai Winkelnkemper, Robin Straub, Anthony Bauer (14, 7 Rebounds), Jannis von Seckendorff (6, 5 Rebounds, 2 Blocks)

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Rupert Hennen. Foto: Gero Müller-Laschet