Viktor Frankl-Maus kommt zurück nach Köln

Viktor Frankl Maus kehrt zurück in heimische rheinische Gefilde und schließt sich den RheinStars Köln an, seinem Verein aus Jugendtagen. „Ich kenne einen Großteil der Mannschaft, bin mit einigen schon länger befreundet und freue mich auf die kommende Saison in einer coolen Mannschaft“, sagt der 26 Jahre alte Pointguard. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er Leitwolf und Kopf der sehr jungen Ausbildungsmannschaft des Deutschen Meisters FC Bayern München in der südlichen ProB-Gruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga. „Es waren zwei schöne Jahre, aber mit Blick auf mein fast abgeschlossenes Sportmanagement-Studium in Remagen und meine Familie, hat es mich zurück ins Rheinland gezogen.“

“Ich freue mich sehr, dass sich Viktor für die RheinStars entschieden hat! Mit seiner Verpflichtung und unseren anderen beiden Guards Vincent Golson und Tibor Taras, sind wir nun auf der Eins und Zwei sehr gut aufgestellt“, sagt Headcoach Johannes Strasser, der bereits im März Kontakt mit Frankl-Maus aufgenommen hatte. „Viktor passt mit seinem Charakter und seinen Fähigkeiten perfekt zu uns und wird unser Team mit seiner Erfahrung und Qualität in vielen Bereichen nach vorne bringen.”

Köln punktete bei Frankl-Maus schließlich wohl bei der Möglichkeit, die finale Phase des Studiums mit Basketball auf gutem ProB-Niveau in einer Mannschaft mit vielen Gleichaltrigen und Freunden anzugehen. So sagt Kapitän Tibor Taras: „Viktor war von Anfang an der Spieler, den ich mir für unsere Mannschaft gewünscht habe. Ich freue mich sehr, dass er zu uns gekommen ist und kann es nicht abwarten, mit ihm auf dem Feld zu stehen.“

Und auch sonst ist die Freude über den Rückkehrer groß. Sowohl Manager Stephan Baeck als Coach der NBBL als auch Assistant Coach Katharina Arnold in der JBBL hatten Frankl-Maus als Spieler in ihren Teams. Wegen der damals nicht vorhandenen Perspektiven im Herrenbereich schloss sich Frankl-Maus 2012 den Dragons Rhöndorf an, bevor er sich vor zwei Jahren nach München verabschiedete. Manager Baeck: „Viktor ist hier groß geworden. Wir freuen uns sehr, einen Spieler aus der eigenen Jugend – und mit dem tollen Werdegang – wieder nach Köln zurückholen zu können.“

Viktor Frankl Maus, Point Guard
geb. 8. September 1993, 186cm/81kg

Stationen
08.2018 – 06.2020, FC Bayern Basketball II
08.2012 – 06.2018, Dragons Rhöndorf
06.2010 – 05.2012, Köln 99ers

Saison 2019/2020 – ProB
20 Spiele, 27:46 Minuten pro Spiel, 51.4% 2er, 39.2% 3er, 73.2% Freiwürfe, 11.7 Punkte, 4.1 Rebounds, Assists 4.5, Steals 1.9, Eff. 13.8

Zum Highlightvideo 19/20 geht es hier

Kader 20/21: Max Dohmen, Viktor Frankl-Maus, Vincent Golson, Tibor Taras

 

Foto: Gero Müller-Laschet

Ich will auf dem höchstmöglichen Level arbeiten

Im Gespräch mit …
Katharina Arnold, RheinStars Köln

B-Trainer, Master of Science Sports Management
seit Sommer 2018 Assistant Coach, Spezialgebiete: Scouting, Spielanalyse, Individualtraining
seit Sommer 2015 verantwortlich für die Spieltag-Events und die Spielerbelange

Du hast in Florida Sportmanagement studiert, warst unter anderem bei den Philadelphia 76ers eine Saison im Live Event tätig und gehst nun mit den RheinStars in die sechste Saison als Verantwortliche für Events und Spielerbelange. UND du gehst in dein drittes Jahr als Assistant Coach der ersten Herrenmannschaft. Bist du als Trainer damit in deinem Traumjob angekommen?

Ich wollte immer im Sport arbeiten, aber nicht unbedingt auf der administrativen Seite. Nicht im Ticketing oder in der PR-Abteilung. Ich liebe Basketball und ich wollte auf der sportlichen Seite arbeiten. So gesehen passt gerade alles.

Wolltest du dabei unbedingt bei den Männern coachen?

Ich wollte und will auf dem höchstmöglichen Level arbeiten und möglichst viel lernen. Das interessiert mich vor allem. Ich selbst hab ja nicht professionell gespielt. Mal Regionalliga, aber das war es auch. Mich hat aber auch früh eher gereizt hochklassig zu coachen, als zu spielen. Das ich mich dabei im Herrenbereich entwickle ist eigentlich einfach so entstanden.

Erzähl doch bitte mal genauer …

Auslöser war Andreas Aust (Anm.: später selbst zweimal Trainer des Jahres in der Nachwuchsbundesliga). Er war bei uns im Verein tätig und hat mich angesprochen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Trainer zu werden. Da war ich vielleicht selbst gerade in der U14. So habe ich selbst sehr jung in Sommer Camps angefangen und dann als Assistant Coach Mädels trainiert. So ging es los …

… und wie ging es weiter?

Mit Admir Kulin in der U16-1 der Cologne 99ers, die dann mit Einführung der Nachwuchsbundesliga das JBBL-Team wurde. Da haben dann Spieler wie Lennart Steffen oder Viktor Frankl-Maus gespielt, später Tim van der Velde, Leon Baeck und Tibor Taraš. Admir hat mir die Möglichkeit gegeben, Jungs zu coachen. Vier Jahre habe ich das gemacht, mit unterschiedlichen Head Coaches, von denen ich basketballerisch viel gelernt habe. Dazu habe ich weiter in den Camps des Vereins gecoacht.

Wie war das mit den Jungs zu Beginn?

Am Anfang war das ein Kampf. Die haben mich auf die Probe gestellt, ich war ja auch nur vier, fünf Jahre älter als die Spieler. Es hat ein bisschen gedauert, bis die gemerkt haben, dass ich da bin und nicht nur am Rand rumstehe. Aber dann haben sie gesehen, dass meine Aufgaben wichtig waren für die Mannschaft und haben mich mehr und mehr respektiert.

Hast du dir dabei besondere Gedanken gemacht?

Ich habe schon darauf geachtet, wie ich mich benehme, oder wie ich was sage. Rückblickend ist da schon mein Wunsch entstanden, dass mich die Spieler erst gar nicht als Mann oder Frau wahrnehmen sollen, sondern als ihr Trainer. Gleichberechtigt in der Rolle.

Du hast nach den Anfängen in Köln dann in den USA studiert. Hast du dort auch Erfahrungen als Coach sammeln können?

Nicht als Teamcoach. Aber ich habe viele Spiele und Spieler in der NBA Summer League gescoutet und analysiert für Spieleragenten. Meist für Teddy Archer, der aktuell unter anderem Tyler Larson bei den EWE Baskets Oldenburg unter Vertrag hat. Zusammen mit ihm habe ich dann auch Spieler individuell vorbereitet, die nach Europa wollten. Mir war aber immer klar, dass ich direkten Einfluss haben wollte auf das was auf dem Feld passiert. Dafür brauchst du als Coach eine Mannschaft. Die Möglichkeit habe ich bei den RheinStars bekommen. Erst in der jüngeren Jugend, dann die U18-1M, dann die Oberliga-Herren und nun als Teil des Trainerstabs.

Du arbeitest im Team mit Johannes „JJ“ Strasser als Headcoach und Oli Elling als weiterem Assistant Coach …

Ja, das hat in unserem Premierenjahr in der Regionalliga gut funktioniert. JJs und meine Philosphien sind schon sehr ähnlich, vor allem mit dem Fokus auf Verteidigung. Gerade bereiten wir die nächste Saison vor. Wir wollen uns ja entwickeln.

Und wo soll es für dich einmal enden als Trainerin?

Ich finde, man muss sich hohe Ziele setzen, auch wenn die auf den ersten Blick vielleicht nicht realistisch erscheinen. Daher ist mein Ziel, auch möglichst hoch zu coachen, wobei ich damit eher Richtung Euroleague blicke und nicht NBA. Vom Spielstil her gefällt mir der europäische Ansatz einfach besser.

Ich sehe mich auch nicht unbedingt als Head Coach, da mich die Detailarbeit reizt, die in der Regel nur als Assistenz Trainer möglich ist. Ich liebe es mit den Spielern individuell zu arbeiten und sie zu entwickeln. Und auch die Arbeit als Scout gefällt mir sehr gut. Dieses gegenseitige Taktieren und Entwickeln von Strategien, wie man den Gegner stoppen kann, das finde ich schon echt spannend.

Foto: Gero Müller-Laschet

Tibor Taraš verlängert bei den RheinStars

Auch Kapitän Tibor Taraš  zieht mit den RheinStars Köln in Richtung BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. „Das Tibor sich entschieden hat, auch im kommenden Jahr bei uns zu spielen, gibt unserer gesamten Mannschaft eine enorme Stabilität. Mit seiner Variabilität verschiedene Positionen zu spielen, seinem offensiven Talent, seiner
Spielübersicht und seinem unbedingten Willen Spiele zu gewinnen, war er für mich der herausragende Spieler der letztjährigen Regionalliga West“, sagt Headcoach Johannes Strasser über den 22 Jahre alten Shooting Guard und Studenten der Universität zu Köln. „Wie er die Rolle als unser Kapitän unseres Teams ausgefüllt hat unterstreicht seine
besondere und professionelle Persönlichkeit.”

Taraš selbst sieht der nächsten Spielzeit sehr optimistisch entgegen: „Ich freue mich riesig eine weitere Saison zu spielen. Wir haben ein cooles Team und eine top Zusammenarbeit mit den Trainern und allen Beteiligten. Ich glaube, ich spreche für alle, dass wir gerade nach dem frühzeitigen Ende der letzten Saison noch motivierter und heiß drauf sind, wieder voll durchzustarten!“

In der abgelaufenen Serie sorgte der gebürtige Kölner nicht nur regelmäßig für Schrecken und Aufregung unter den gegnerischen Körben, sondern erhielt dabei auch viel Anerkennung. So kommentierte im vergangenen Oktober Kosta Filippou als Trainer der BG Hagen nach der Karrierebestleistung des gebürtigen Kölners von 51 Punkten in einem Spiel und der 82:111-Niederlage: „Ich könnte natürlich sagen, wir haben ihn schlecht verteidigt und sicherlich gab es auch Momente, wo wir es besser machen können, aber ich bevorzuge es hier zu sagen, dass Tibor Taraš heute ein unglaubliches Spiel gemacht hat, was ich so in der 1. Regionalliga selten gesehen habe!“ Nun soll es für Tibor Taraš und den RheinStars als designierter Aufsteiger gemeinsam in der ProB weitergehen.

Tibor Taraš, Shooting Guard
geb. 24. September 1997, 197cm/82kg

Saison 2019/2020
25 Spiele, 25:30 Minuten pro Spiel, 52.4% 2er, 36.2% 3er, 84.1% Freiwürfe, 20.8 Punkte, 5.3 Rebounds, Assists 4.5, Steals 1.9, Eff. 21.4

Foto: Gero Müller-Laschet

Max Dohmen macht weiter

Max Dohmen geht mit den RheinStars in die nächste Saison und wird auch in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB zum Kader um Headcoach Johannes Strasser zählen. Der 32 Jahre alte Power Forward hat noch Lust auf eine weitere Saison in Köln. „Das letzte Jahr hat super viel Spaß gemacht. Wir haben ein cooles Team, alle haben Bock. Ich fühle mich wohl, das ganze Gefüge passt. Trainer, Trainingszentrum – und durch das abrupte Ende der Saison fühlt sich sowieso alles noch nicht vollendet an.“

Dohmen zählte in der abgelaufenen Saison zu den konstantesten Akteuren der RheinStars und überzeugte nicht allein durch seine energiegeladene Spielweise, sondern auch mit einer gleichbleibend guten Wurfquote aus dem Feld.  „Ich freue mich sehr, dass Max noch mindestens eine Saison bei uns dranhängt. Er war für mich eine der großen Überraschungen in unserer Mannschaft letztes Jahr und hat eine wichtige Rolle ausgefüllt. Mit seinem Einsatz und Siegeswillen ist er Vorbild für alle und ich schätze seinen Charakter sehr”, sagt Headcoach JJ Strasser mit Blick auf die nächste Spielzeit mit Max Dohmen im RheinStars-Dress.

Max Dohmen, Power Forward
geb. 29. Januar 1988, 204cm/96kg

Saison 2019/2020
24 Spiele, 20:09 Minuten pro Spiel, 68,6% 2er, 40,3% 3er, 67.5% Freiwürfe, 10.0 Punkte, 2.6 Rebounds

Foto: Gero Müller-Laschet

Oli Elling übernimmt wie geplant als NBBL-Cheftrainer

Wie geplant übernimmt Oliver Elling bei den RheinStars ab der kommenden Saison als hauptamtlicher Cheftrainer die NBBL-Mannschaft von Platon Papadopoulos, dem Sportlichen Leiter des Vereins. „Ich freue mich auf die nächste Saison und die neue Aufgabe. Die Kombination aus NBBL Headcoach und Assistant Coach der ersten Mannschaft in der ProB ist für mich der nächste richtige Schritt in meiner Entwicklung als Trainer“, sagt Oli Elling, der im Team mit Head Coach Johannes Strasser und Katharina Arnold in der vergangenen Saison die Regionalliga West als Aufsteiger beendete. „Dazu werde ich in diesem Sommer die A-Lizenz anstreben.“ Zudem ist er mitverantwortlich für die Entwicklung des Nachwuchsbereichs von U18 und NBBL in Absprache mit der sportlichen Leitung und wird organisatorische Aufgaben in der Vereinsstruktur übernehmen.

Zwei weitere hauptamtliche Stellen im JBBL- und Mini-Trainer-Bereich

Ellings Entwicklung steht stellvertretend für die zunehmende Verteilung der Aufgaben im Nachwuchsbereich der RheinStars – und dass in Hauptamtlichkeit. So wird Platon Papadopoulos als Sportlicher Leiter nach der NBBL demnächst auch eine Ausschreibung für den Posten des JBBL-Trainers vornehmen, da der bisherige JBBL-Trainer Ken Pfüller zur neuen Saison in die Herren-Regionalliga zu den Grevenbroich Elephants wechselt.  Papadopoulos erklärt: „Der neue JBBL-Verantwortliche soll dann in Absprache mit der sportlichen Leitung zusätzlich die Organisation und Förderung der Altersbereiche der U14 und U16 von den Kreisligen bis zu den weiblichen und männlichen Bundesligen vorantreiben.“ Dazu wird der Verein in Kürze bereits einen hauptamtlichen Nachwuchstrainer im Mini-Bereich vorstellen.

„Im Zusammenspiel mit dem neuen Trainingszentrum werden wir die Qualität im Ausbildungsbereich auf allen Ebenen umfassend steigern und auf ein höheres Niveau heben können. Alle hauptamtlichen Trainer sind intensiv in die Entwicklung ihrer jeweiligen Altersbereiche sowie in die organisatorischen Belange des Vereins eingebunden“, sagt Manager Stephan Baeck. Diese Entwicklung im Jugendbereich ist vor allem dank des großen Engagements des in Köln beheimateten Unternehmens Flossbach von Storch als Partner der RheinStars möglich geworden.

Neues Trainingszentrum spielt wichtige Rolle bei Gewinnung von Trainern und Spielern

Mit Blick auf die neue Saison ist NBBL-Trainer Oli Elling überzeugt: „Wir werden vor allem durch unser Trainingszentrum unter hervorragenden Bedingungen mit Spielern aus Köln und der Region auf höchstem Niveau arbeiten können. Dafür sind wir immer noch auf der Suche nach Spielern auf allen Positionen, vor allem aber auf den großen Positionen! Das ist insbesondere für Spieler spannend, die altersmäßig noch zur NBBL zählen, aber auch Potenzial für die Entwicklung in der ProB haben.“

Interessenten können sich direkt mit Oliver Elling in Verbindung setzen unter o.elling@rheinstars-koeln.de oder für einen der Tryout-Termine anmelden.

Tryouts Jugendleistungsmannschaften ab U14, SKILLDAYS bei U10/U12

➡️ Alle Kinder und Jugendliche, die sich für die Leistungsmannschaften der RheinStars interessieren, können sich ab sofort anmelden zu den Sichtungen. So kann der Verein direkt informieren, wenn es denn wieder richtig losgeht.

➡️ Zu den TRYOUTS der Jugendleistungsmannschaften der U14 bis NBBL (männlich und weiblich): https://bit.ly/3du341t

➡️ Zu den SKILLDAYS der U10 und U12 (männlich und weiblich): https://bit.ly/2WgeC2A 

Foto: Marcus Müller-Saran

“ProB wird eine große Herausforderung für uns”

Johannes „JJ“ Strasser führte die RheinStars Köln als Headcoach zum ersten Platz in der Regionalliga West und zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB. Im zweiten Teil des Gesprächs äußert sich der 37 Jahre alte ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler über die Arbeit als Trainer und im Trainerteam, über das Trainingszentrum und die Entwicklung des Basketballs in Köln, Vorbilder und seine Gedanken zur neuen Saison. Zudem ist er Leiter Entwicklung Basketball bei den RheinStars.

Jetzt gehst du als Trainer auch in die nächste Saison, dabei stand der Trainerjob gar nicht ganz oben auf deiner Wunschliste für dich und deine Familie nach der Spielerzeit…
Du überlegst natürlich irgendwann als Spieler, was willst du machen, wenn du nach der aktiven Karriere nicht mehr auf dem Feld stehst? Ich habe mich da nie als Trainer sehen wollen. Es ist eine attraktive Arbeit, macht auch Spaß. Aber es ist auch ein Job, bei dem man sehr flexibel sein muss, was Arbeitsstätte und auch Arbeitsumfeld anbelangt. Das wollte ich mir eigentlich nie antun …

Du hast aber trotzdem vor Jahren den B-Trainerschein gemacht…
Ja, als ehemaliger Bundesliga- und Nationalspieler kannst du an einem B-Sonderlehrgang teilnehmen. Du machst relativ schnell deine Prüfung, musst die ganzen Grundlagenmodule davor nicht machen. Es geht darum zu erarbeiten, wie du das Wissen aus deiner Profizeit von deiner Spielersicht auf die Trainerseite rüberbringst. Und wie du es systematisch aufbaust.

Wie war das jetzt so als Trainer im Spiel in deiner ersten kompletten Saison?
Ich habe immer eine gewisse Grundanspannung vor jedem Spiel, da man nie weiß was einen an diesem Abend erwartet. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt, auch wenn es eine Saison hätte werden können an der wir als Trainerteam noch mehr hätten lernen können. Schließlich lernst du am meisten, wenn du in kritische Situationen kommst. Vielleicht auch mal Fehler machst an denen du wächst als Trainer: Wie vorbereitet bist du dann? Wie triffst du Entscheidungen in der allerletzten Auszeit? Wie kannst du in einer aufgeheizten Stimmung tatsächlich noch Inhalte an deine Mannschaft klar vermitteln? Und funktioniert diese dann auch? Aber von diesen Situationen hatten wir in dieser Saison relativ wenige. Wir hatten einfach viele dominante Spiele ohne große Probleme nach hinten raus.

Wie hast du dich selbst an der Seitenlinie erlebt?
Kann ich gar nicht genau sagen. Ich würde sagen, je nachdem wie laut es in der Halle ist, mal mit mehr und mal mit weniger Körpereinsatz. In der ASV-Sporthalle ist das nicht immer so leicht, da muss man dann ordentlich arbeiten, um von der Seitenlinie Einfluss auf das Spiel zu nehmen.

Wie siehst du denn die Zusammenarbeit im Trainerteam mit Katharina Arnold und Oli Elling?
Unsere Arbeit hat gut funktioniert. Es war und ist immer gut sich mit Kadda und Oli auszutauschen – oder auch sich in der Spielvorbereitung einen Plan zurechtzulegen, zu diskutieren: Was müssen wir machen, um den nächsten Gegner zu schlagen? Wie viel müssen wir tatsächlich von unserem üblichen Konzept abweichen?

Tickt ihr eher gleich bei eurer Arbeit? Oder wer bringt was wie ein?
Ich weiß nicht, ob Kadda und Oli als Trainer schon mal auf diese Art gespielt haben wie wir im letzten Jahr. Ich weiß auch nicht, ob es ihre Herangehensweise an ein Spielkonzept für eine Mannschaft gewesen wäre. Aber sie haben sich beide darauf eingelassen und das mitgetragen. Kadda hat eine sehr wichtige Aufgabe mit der Videoanalyse, dem Schneiden, dem Zusammenstellen fürs Scouting und macht das großartig. Ich profitiere sehr davon, mir unseren nächsten Gegner in der Dropbox aufbereitet ansehen zu können und dann bestimmte Aspekte herauszupicken. Um wirklich ein Gefühl für die Mannschaft zu bekommen, muss ich aber zusätzlich komplette Spiele sehen. Mindestens zwei, besser drei…

Auf was achtest du dabei?
Wie ist die Körpersprache der Mannschaft. Wie verteidigen sie, welche Intensität haben sie? Wie verhalten sie sich untereinander? Arbeiten sie auch in kritischen Situationen noch alle zusammen, oder wollen einzelne Spieler übernehmen? Dann tauschen wir uns im Trainerteam über den nächsten Gegner aus. Über das Spiel als solches, die denkbaren Spielsysteme. Oli hat oft nochmal einen anderen Blickwinkel, was auch wieder gut ist für uns.

Ihr diskutiert dabei inhaltlich sehr intensiv…
Ich tausche mich gerne aus. Von Anfang an habe ich Kadda und Oli gesagt, dass ich nicht die einzig gültige Meinung besitze und sie sich einbringen sollen.

Hast du eigentlich Vorbilder im Trainerbereich?
Nein. Aber von allen mit denen ich zusammengearbeitet habe, habe ich sicher auch etwas mitgenommen. Von jedem guten Trainer bleibt etwas hängen, denke ich.

Und woran orientierst du dich? Wenn nicht an Vorbildern, dann an einer Spielidee?
Am meisten tatsächlich eher an den Dingen, die mir auf dem Feld die meisten Probleme bereitet haben in meiner aktiven Zeit. Im Endeffekt versuche ich das umgekehrt umzusetzen. Beispielsweise bist du als Aufbau oft im Fokus der Defensivkonzepte und du hast im Angriff den Drang das Spiel zu organisieren. Wenn du nun nie genau weißt wann du gepresst wirst oder passen musst. Ob du den Ball zurückbekommst oder der beim Zweier oder Dreier bleibt. Dann ist das nichts, was du als Aufbau haben möchtest.

Was kannst du denn nun von den Eindrücken aus dieser Saison mitnehmen in die ProB?
Wir wollen auf jeden Fall so weiterspielen wie im letzten Jahr. Defensiv viel Druck machen, noch variabler verteidigen können und alles was wir angefangen haben weiterentwickeln. Was wir gut machen können, wenn wir einen Großteil der Mannschaft behalten und die Spieler schon wissen wie wir spielen wollen. Personell müssen wir uns für die ProB trotzdem punktuell verstärken. Man braucht immer neuen Input von außen und frischen Wind für eine neue Saison.

Wo sollen denn die Impulse von außen herkommen, die Verstärkungen?
Wir sind nicht in der Lage vier, fünf gestandene Spieler von außerhalb zu holen. Schon gar nicht in der derzeitigen Situation. Wir wollen viel mit dem arbeiten, was wir in Köln und Umgebung bekommen können. Spieler, die schon vor Ort sind und Lust haben, mit uns hochklassigen Basketball zu spielen.

Was kann der neue Basketball Campus dazu beitragen?
Viel. Was das Trainingszentrum an Chancen für den Verein bietet steht außer Frage. Es kann wie ein Magnet sein für eine große und vielfältige Basketball-Community. So dass Spieler auch einen weiteren Weg auf sich nehmen werden, um das mitzuerleben und die Entwicklung des Kölner Basketballs insgesamt zu stärken.

Kannst du schon was über deine Erwartungen an die ProB sagen?
Wir kennen die Liga schon aus der Vorsaison. Die Mannschaften werden besser vorbereitet sein und andere Lösungen gegen uns finden. Sie werden athletischer und talentierter sein. Es wird auf jeden Fall eine große Herausforderung für uns.

Ende

Foto: Marcus Müller-Saran

“Dass wir die Liga gewinnen, war so nicht absehbar”

Johannes „JJ“ Strasser führte die RheinStars Köln als Headcoach zum ersten Platz in der Regionalliga West und zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB. Im ersten Teil des Sonntags-Gesprächs lässt der 37 Jahre alte ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler die Planungen und Entwicklungen in der abgelaufenen Saison Revue passieren. Zudem ist er Leiter Entwicklung Basketball bei den RheinStars.

Nachdem du bislang zweimal während der laufenden Saison – in der Regionalliga und in der ProA – mit eingesprungen bist im Trainerteam und im Vorjahr als Assistant Coach dabei warst: Wie war nun dein erstes Jahr als hauptverantwortlicher Trainer von Saisonbeginn an?

Es war nochmal eine andere Herausforderung und tatsächlich das erste Mal, bei dem ich mir selbst ein Konzept zu Grunde legen konnte. Entscheiden konnte, wie ich spielen will und mir danach auch die Spieler mehr oder weniger suchen konnte.  Das war eine andere Art zu arbeiten.

Das bedeutet?

Du musstest alles neu bestimmen. Wie wir angreifen wollen, wie wir verteidigen.

Wie bist du die Saison dann angegangen?

Erst kam die Spielidee. Und ich habe mit der Verteidigung angefangen. In der Verteidigung kannst du wesentlich mehr Akzente setzen als im Angriff. Darüber habe ich mich auch definiert als Spieler. Es ging um die Grundlagen: Wo will ich anfangen zu verteidigen? Wie will ich verteidigen? Es gibt ja unendlich viele Situationen auf dem Spielfeld, die du erstmal für dich und dein Team definieren musst.

Was brauchst du für eine Art Spieler für dein Spiel?

Ich suche Spieler, die eine Grundintensität in der Verteidigung mitbringen. Die wissen, wie man Druck macht und aggressiv verteidigt. Bis zu einem gewissen Grad kann man das auch beibringen, aber es ist leichter, wenn sie es schon in sich tragen.

Was bedeutete das für die einzelnen Positionen?

Ich habe zum Beispiel auf der Ami-Position jemand gesucht, der das schon kann. Wie Vincent Golson. Der vielleicht die ganzen taktischen Konzepte noch nicht so beherrscht, der das aber von seinen physischen Voraussetzungen her schon mitbringt. Ich habe viel mit seinem ehemaligen US-Trainer gesprochen – und auch in vielen Videos gesehen, dass er immer an Schlüsselstellen für den besten Verteidiger des Teams eingesetzt wurde. Tim van der Velde ist auch so ein Verteidigertyp. Er war der erste, den ich angerufen habe. Auch Karl Dia – ich wurde schon mal gefragt, was willst du mit den Spielern, die haben keinen so guten Wurf. Aber für mich war das nicht das entscheidende Kriterium. Ich wollte auf jeder Position zwei Spieler haben, die spielen können. Mehr oder weniger offensiv talentiert oder auch nicht. Aber auf jeden Fall Leute, die verteidigen können.

War es leicht für jede Position den richtigen zu finden?

Unsere schwierigste Position war die des Centers, die fünf. Jemand, der tatsächlich auf der Fünf das machen konnte was ich wollte. Beweglich, schnell, aber auch kräftig und stabil unterm Korb. Yannik Kneesch kommt beispielsweise als Forward von der Vier. Mitch Petersen hat das ja vorher auf der Position auch noch nicht so gespielt. Aber er war trainingsfleißig, wollte an sich arbeiten. Das was Mitch in der Verteidigung machen sollte, hat er über die Saison gelernt; mit viel Reden und vielen Extraschichten – und am Ende sehr gut hinbekommen. Unsere Fünfer mussten richtig, richtig arbeiten und laufen. In Angriff und Verteidigung.

Dann hattet ihr die Mannschaft zusammen und seid in die Saison gestartet …

Wir sind mit einem guten Grundstock aus der Vorbereitung in die Saison gestartet. Ich hatte eigentlich alles, was ich machen wollte in der Verteidigung auch durchbekommen. Wir hatten in der Vorbereitung viel geschafft und uns Sachen erarbeitet, die sich vielleicht ein bisschen verändert haben im Laufe der Spielzeit. Aber es hat alles so für sich gut funktioniert. Für die Playoffs hatten wir jetzt nochmal viel vorbereitet.

Die Mannschaft hat dabei immer mitgezogen?

Der Kern des Teams kannte sich ja schon, dazu kam das offene gemeinsame Training über den Sommer. Es war mir und uns wichtig, dass wir gute Charaktere ins Team holen. Das hat super funktioniert. Wir hatten eine gute Harmonie, aber nicht zu viel. Alle hatten auch verstanden, dass sie im Training hart arbeiten müssen. Es war keiner dabei, dem irgendwas im Training gleichgültig war. Wir hatten immer eine gute Intensität im Training.

Und daraus hat sich dann die Saison entwickelt?

Wir hatten eine sehr, sehr gute Basis miteinander erreicht, auf der alle wussten was mir machen wollen. Das ist zum Beispiel etwas, was wir in der Saison davor nicht geschafft haben. Selbst wenn es mal nicht so lief, dann sind wir nie unter ein bestimmtes Niveau gefallen. Und wenn es mal Probleme gab, dann eher im Angriff. Obwohl wir es auch da gut gemacht haben, den Ball gut bewegt und uneigennützig gespielt haben.

Aber der Angriff war ja nicht das entscheidende für dich…

Wir waren offensiv sicher nicht das talentierteste Team der Liga. Das waren für mich eher Herford, Ibbenbüren, Rhöndorf – auch Herten. Wir wollten schon eine gute Mannschaft zusammenstellen, aber wir hatten nicht die Prämisse mit der Mannschaft aufzusteigen. Wir hatten nicht nur Superstars in die Mannschaft geholt. Aber so wie ich die Regionalliga kennengelernt hatte, schaffst du den Unterschied in der Klasse über die Verteidigung. Das hat sich so auch bestätigt.

Erstaunlich war dabei die annährend gleiche Verteilung der Spielzeiten

Das war so beabsichtigt. Wenn du das machen willst, was wir machen wollten – das Spiel so intensiv wie nur möglich gestalten, dann kannst du keinen Spieler 35 Minuten spielen lassen. Die Mannschaft war so geplant, dass wir einen Kern von zehn Spielern haben würden. Sie sollten alle mehr oder weniger gleichberechtigt spielen können. Es gab in dem Sinne auch keine Starting five. Ich habe immer durchgewechselt. Eigentlich konnte jeder Starting Five oder Bankspieler sein. Es war komplett egal, weil alle wussten das sie ungefähr 20 Minuten spielen werden. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Das war so geplant und hat erstaunlich gut geklappt. Dass dann am Ende alles insgesamt so funktioniert hat und wir die Liga gewinnen, war so nicht absehbar.

Jetzt gehst du als Trainer auch in die nächste Saison, dabei stand der Trainerjob gar nicht ganz oben auf deiner Wunschliste für dich und deine Familie nach der Spielerzeit…

Du überlegst natürlich irgendwann als Spieler, was willst du machen, wenn du nach der aktiven Karriere nicht mehr auf dem Feld stehst? Ich habe mich da nie als Trainer sehen wollen. Es ist eine attraktive Arbeit, macht auch Spaß. Aber es ist auch ein Job, bei dem man sehr flexibel sein muss, was Arbeitsstätte und auch Arbeitsumfeld anbelangt. Das wollte ich mir eigentlich nie antun …

Teil zwei folgt am kommenden Sonntag, 26. April: JJ Strasser über die Arbeit als Trainer, im Trainerteam, über das Trainingszentrum und die Entwicklung des Basketballs in Köln, Vorbilder und seine Gedanken zur neuen Saison

Foto: Gero Müller-Laschet

Arbeiten am Basketball Campus starten pünktlich

Wieder Sonntag, wieder gute Nachrichten. Das Trainingszentrum ist vorbereitet, die Arbeiten am Basketball Campus unter Leitung der Architekten der GPG – Ulrich Griebel Planungsgesellschaft mbH aus Köln können pünktlich in der kommenden Woche beginnen. Im Laufe des Augusts soll schließlich wieder trainiert werden. Fünf Spielfelder quer. Kabinen für die Teams der RheinStars und ihrer Gäste. Athletikbereich, Physiotherapie, Besprechungs-, Büro- und Aufenthaltsräume.

Nach der Generalsanierung soll die Heimat der RheinStars optisch und inhaltlich zur Weiterentwicklung des Sports, aber auch zur Entwicklung des Veedels in Bickendorf beitragen. Die Geschäftsstelle des Vereins und der GmbH werden hier gemeinsam ihren Arbeitsplatz haben und Anlaufstelle für Basketballer aus ganz Köln sein. Eingeschlossen in die vorgesehenen umfassenden Umbaupläne für das Zentrum ist dabei eine komplette Sanierung des Daches inklusive der Installation von Photovoltaik zur effizienten und zukunftsweisenden Energiegewinnung und Nutzung. Bis zum Saisonstart 2020/2021 im Herbst sollen die Arbeiten dann komplett abgeschlossen sein.

Grafiken: GPG – Ulrich Griebel Planungsgesellschaft mbH

Tibor im Allstar-Team, “JJ” Trainer des Jahres

RheinStars-Kapitän Tibor Taras wurde jetzt von der Basketball-Plattform eurobasket.com in der Regionalliga West zum besten einheimischen Spieler des Jahres gekürt. Er zählt zudem als einziger deutscher Spieler zum Allstar-Team, dem noch Bryce Leavitt (Ibbenbüren), Curtis Hollis (Rhöndorf), Deryl Hill (Herford) und Dijon Smith (Herten) angehören. Trainer des Jahres in der Liga wurde Johannes Strasser, der zusammen mit Katharina Arnold und Oli Elling auch in Zukunft die Geschicke der RheinStars von der Seitenlinie lenken wird. Lobende Erwähnung erhielten außerdem Vincent „Two two“ Golson und Max Dohmen von der weltweit größten Datenbank im Basketball-Sport.

Zur Meldung geht es hier

Nachwuchsbundesligen: Alle Teams bleiben erstklassig
Offiziell beendet ist auch die Saison in den Nachwuchsbundesligen. Während die Auf- und Absteiger zwischen der NBBL-Hauptrunde A und B bereits zum jetzigen Zeitpunkt feststanden, werden diese wir geplant die Startrechte für die Saison 2020/2021 in ihren neuen Hauptrundengruppe erhalten. Des Weiteren gibt es keine sportlichen Absteiger aus den NBBL und JBBL, dies gilt auch für die WNBL. Somit bleiben sowohl die beiden männlichen Teams als auch die RheinStars Ladies Hürth erstklassig.

Zu den Meldungen: NBBL und JBBL , WNBL

Gute Nachrichten für Trainer und Mitarbeiter des Vereins
Vor einer schwierigen, aber scheinbar alternativlosen Entscheidung standen in der aktuellen Krise die Verantwortlichen des Vereins der RheinStars. Bedingt durch das frühe Saison-Aus aller Ligen und dem derzeit ausgesetzten Trainingsbetrieb sowie den Wegfall so wichtiger Finanzierungsmittel wie beispielsweise die Einnahmen aus den Basketball-Camps in den Osterferien, sollten auch die Mitarbeiter und Coaches der RheinStars in Kurzarbeit gehen und mit Kürzungen bei den Honoraren rechnen. Doch auf diesen so schwierigen Entschluss Anfang der Woche folgte unmittelbar zum Wochenende die gute Nachricht:  Dank des Einsatzes einiger Partner und Gesellschafter der RheinStars Basketball GmbH sowie dem 1. Regionalliga Team, das die Mannschaftskasse miteinbrachten, können alle Angestellten und Trainer ihren Lohn weiterhin in geplanter Höhe ausbezahlt bekommen. „Wir können dem Verein hier in einer schwierigen Lage helfen“, sagt Manager Stephan Baeck. „Nur gemeinsam können wir die kommenden Herausforderungen angehen und etwas zusammen aufbauen.“

Vorstand, Geschäftsführung, Gesellschafter und Partner würden hoffen, mit möglichst vielen der Trainer und Trainerinnen auch in der kommenden Saison zusammen zu arbeiten, schreibt Jörg Schwethelm für den Vorstand des Vereins an die Trainer. „Wir brauchen euch, um unsere hohen Standard zu halten und möglichst noch zu verbessern, lasst uns in diesen schwierigen Zeiten nach vorne schauen und uns auf eine neue Saison in einem fantastischem neuen Trainingszentrum freuen.“

JJ Strasser mit Tibor Taras. Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars setzen auf Kontinuität und Teamgeist – Vincent „Two two“ Golson verlängert

Eigentlich hätte es eine zusätzlich motivierende Meldung zum Start in die Playoffs werden können, so aber wecken die Fakten sicherlich Vorfreude auf die nächste Saison der RheinStars Köln. Vincent „Two two“ Golson bleibt ein RheinStar und wird mit seiner begeisternden Spielweise und seinem Charme die Kölner weiter erfreuen. „Es ist unser Ziel mit möglichst dem gleichen Kader in die nächste Saison zu starten, weil uns diese Mannschaft soviel gegeben hat und auf und abseits des Basketballfeldes so unglaublich gut miteinander harmoniert hat“, sagt Manager Stephan Baeck. „Es wird bestimmt eine Herausforderung, gerade wenn es in eine andere Liga geht. Aber die Kontinuität und der Zusammenhalt im Team wird auch in der nächsten Saison unsere Stärke sein. Wir wollen auf diesem erfolgreichen Jahr aufbauen“

Ein wichtiger Baustein bei den Planungen ist dabei definitiv der US-amerikanische Pointguard. 14,4 Punkte steuerte der blitzschnelle und wendige Kalifornier in seinem ersten Profijahr zum Gesamtbild der RheinStars durchschnittlich pro Partie bei. War mit 4,8 Assists pro Spiel mit Tibor Taras (4,5) und André Mangold (4,7) einer der Taktgeber im Angriffsspiel. Und er stand mit etwas über 26 Minuten pro Partie am längsten in den Begegnungen auf dem Feld und agierte mit Taras auch als Kapitän der Mannschaft.

Für die Trainer sagt Headcoach Johannes Strasser: „Ich freue mich sehr, dass uns Two two erhalten bleibt. Er ist ein charakterlich einwandfreier Junge, der alles für die Mannschaft gibt und sowohl in Offense und Defense enormes Talent mitbringt. Er wird sich im Laufe der kommenden Saison noch mehr an die Spielweise in Europa gewöhnen und verfügt meiner Meinung nach noch über großes Entwicklungspotential.” Golson sieht das ähnlich: „Ich habe von den Coaches um JJ, Kadda und Oli viel gelernt in meinem ersten Profijahr, mit ihnen und der Mannschaft will ich mich weiter Schritt für Schritt entwickeln.“

Neben den rein sportlichen Aspekten spielt aber auch die zwischenmenschliche Komponente eine sehr wichtige Rolle in Golsons Überlegungen. „Es war ein wirklich tolles erstes Jahr für mich als Profi, im Ausland, in Köln. Die Fans haben mich toll aufgenommen, ich mag was die Stadt zu bieten hat und was meine Teamkollegen das ganze Jahr über mit uns unternommen haben. Wir haben eine starke, offene und bodenständige Truppe. Auch das Verhältnis mit den Trainern und dem Manager ist sehr menschlich. So was findet man nicht oft. Es war also eine einfache Entscheidung für mich, in Köln zu bleiben“, sagt der 26 Jahre alte Golson und fügt an: „Ich freue mich jetzt schon auf die neue Saison und werde den Sommer daran arbeiten noch mehr fürs Team und die RheinStars geben zu können.“

Vincent Golson, Point Guard
geb. 12. Februar 1994
Größe: 1,74 m, 83 kg.

Stationen:
seit 2019 – RheinStars Köln
2015 – 2017 Toros Dominguez Hills (CCAA)
2013 – 2015 San Francisco City College
bis 2013 Skyline High School, Oakland

Saison 2019/2020 – RheinStars
17 Spiele, 26.09 Min pro Spiel, 14.4 Punkte, 27,9 % 2er, 51,7% 3er, 71.2 % Freiwürfe, 4.8 Assists, 3.6 Rebound

Foto: Gero Müller-Laschet