Monday-Night-Game mit Cat Ballou, Lukas Podolski, Mo Torres und viel Herz

Am kommenden Montag, 5. Dezember (ab 19 Uhr), werden Lukas Podolski, Cat Ballou und Mo Torres mit ihrem ersten gemeinsamen Live-Auftritt zu ihrem Song „Liebe Deine Stadt“ das erste Monday-Night-Game in der Geschichte der RheinStars Köln zu einem ganz besonderen Abend machen. Und direkt nach dem Auftritt der Musiker mit dem Weltmeister und ihrer Hymne an Köln startet mit der Partie gegen die Nürnberg Falcons ein wichtiges Duell um den Anschluss an die Play-Off-Plätze in der 2. Basketball-Bundesliga ProA.

Dazu kommen der Weihnachtskracher gegen Essen mit dem ehemaligen RheinStar Lakeem Jackson, das Duell gegen die Bamberger Nachwuchsfiliale Baunach am letzten Samstag der Weihnachtsferien – und dann die drei Kracher gegen die Topteams aus Hanau, Kirchheim und den ehemaligen Bundesligisten und Tabellenführer Mitteldeutscher BC.

Die weiteren Partien bis Ende Februar in der LANXESS arena:
Montag, 5. Dezember (ab 19 Uhr Musik/19.30 Uhr) vs. Nürnberg Falcons – zu den Tickets
Donnerstag, 22. Dezember (19.30 Uhr) vs. ETB Wohnbau Essen
Samstag, 7.Januar (18 Uhr) vs. Baunach Young Pikes
Donnerstag, 12. Januar (19.30 Uhr) vs. Hebeisen White Wings Hanau
Mittwoch, 8. Februar (19.30 Uhr) vs. VfL Kirchheim Knights
Montag, 20. Februar (19.30 Uhr) vs. Mitteldeutscher BC

Tickets:
Um für unsere Spiele Tickets zu kaufen, besucht entweder jetzt gleich unseren Online-Ticketshop oder nutzt die Kölnticket Hotline unter 0221-28 02 24 für eine persönliche Beratung oder Sonderaktionen. Achtet auch auf unsere Familien- und aktuellen Angebote.

Unsere Aktionen

Schüler und Studenten, Lehrer und Dozenten
Ihr wollt die RheinStars mit der ganzen Klasse erleben – oder am besten mit der ganzen Schule, oder mit den Kommilitonen der Fachschaft oder mit der ganzen Universität? Dann schreibt uns an, denn wir kommen mit einer Aktion zu euch – und ihr könnt die RheinStars zum einmaligen Superdeal erleben! tickets@rheinstars-koeln.de

Familien-Specials
Unser Familienticket gibt es bereits ab 7 EUR und ist in bestimmten Blöcken erhältlich. Voraussetzung für den Erwerb ist mindestens ein Erwachsener in Kombination mit mindestens einem Kind/Jugendlichen (unter 18 Jahren). Gerade das Sonntagspiel gegen Dresden oder das Weihnachtsspiel gegen Essen als gemeinsamer Start für die Familie in die Ferien eignen sich besonders.

Der spektakuläre Weihnachts-Ausflug mit der Firma
Courtside-Seats am Spielfeldrand, prickelnde Atmosphäre, Netzwerken – oder gleich die ganze Firma im gemeinsamen Block als Weihnachtsaktion begeistern? Lasst euch die Infos schicken und entdeckt die vielfältigen Möglichkeiten.

Unser Kontakt tickets@rheinstars-koeln.de

Foto: Manu Sommer-Ritz

cardtech übernimmt Patenschaft für Jugendpartner-Programm

Die cardtech Card & POS Service GmbH und die RheinStars Köln weiten ihre Zusammenarbeit aus. Zusätzlich zum bestehenden Engagement in der 2. Basketball-Bundesliga ProA übernimmt das Kölner Unternehmen auch die Patenschaft für das Jugendpartner-Programm. „Wir agieren bundesweit, aber von unserem Innersten heraus sind wir ein Kölner Unternehmen, das sich seiner nächsten Umgebung sehr bewusst ist. Das fängt bei unserem Standort in Ossendorf an, geht über unsere Mitarbeiter und deren Familien bis hin zu unseren Kunden, die gerade in Fragen des Services direkt von dieser Nähe profitieren“, sagt Dr. Dietrich Gottwald, der geschäftsführende Gesellschafter des stark expandierenden Unternehmens. „Ich bin glücklich darüber, so einen starken Partner nicht nur an unserer Seite zu wissen, sondern auch über die Begeisterung mit der wir von cardtech gerade als Kölner Unternehmen begleitet werden, die wir sowohl beim Engagement im Profibereich spüren als auch auf dem viel kleinteiligeren Feld der Nachwuchsarbeit“,  sagt Stephan Baeck als Geschäftsführender Gesellschafter der RheinStars Basketball GmbH.

cardtech_logoclaim70x20-cmyk-1

Über cardtech – Zahlungsverkehr ist Vertrauenssache
Das Kölner Unternehmen cardtech Card & POS Service GmbH wurde 1990 gegründet. Als electronic-cash-Netzbetreiber ist das Unternehmen von der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) zertifiziert und bundesweit als Anbieter elektronischer Zahlungssysteme tätig. Seit 2011 ist cardtech als Zahlungsinstitut durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen. cardtech stellt Einzelhändlern, Dienstleistern und der Hotelerie & Gastronomie aus einer Hand alle Produkte und Services zur Akzeptanz von Debitkarten und Kreditkarten zur Verfügung.

Mehr Infos unter www.cardtech.de

Die ersten Jugendpartner Gold

moebel-action.comWohntrends sicher online einkaufen – Moebel Action ist Der Spezialist für Drehstühle, ob für Kinder, Ihr Büro  oder für das Zuhause, hier finden Sie den passenden Drehstuhl. Aber auch an anderen Möbelstücken jeglicher Art fehlt es in unserem neu gestalteten und gut sortierten Online-Shop nicht. Wir haben als Familienunternehmen die Kundenbetreuung zur Chefsache erklärt, und achten besonders auf unsere Artikelverfügbarkeit, und die Sicherheit beim Online-Shoppen. So ist für Sie ein entspanntes Einkaufserlebnis garantiert. www.moebel-action.com

rsk_partner_logos_100px_raddeFamilienbetriebe Radde ist ein inhabergeführtes, kleines, innovatives Unternehmen mit dem Standort im schönen Köln. In Ihren Räumen, einzigartigen Locations, bei kleineren Empfängen oder großen Events, mit höchstem Anspruch haben wir das Erfolgsrezept für hochkarätige Veranstaltungen entwickelt: Erstklassige Organisation im Vorfeld, ein charmantes Lächeln im Service und pure Geschmackserlebnisse auf dem Teller.  www.familienbetriebe-radde.de

 

Auch Jugendpartner werden? Dann geht es hier entlang

 

RheinStars verlieren spät Führung und dann Kontrolle

Durch einen schwachen letzten Abschnitt verloren die RheinStars Köln beim letztjährigen Halbfinalisten der 2. Basketball-Bundesliga ProA, den Oettinger Rockets, mit 74:91 (37:38). Noch bis sechs Minuten vor Schluss hatte die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann in der Messehalle Erfurt (67:64) vor knapp 2.000 Zuschauern am Samstagabend vorne gelegen, um dann gegen entfesselte Thüringer am zwölften Spieltag komplett abzutauchen. Die RheinStars bleiben in den unteren Tabellenrängen und vergaben den durchaus möglichen Anschluss an die Play-Off-Plätze. Am Montag, den 5. Dezember geht es weiter mit dem Heimspiel in den LANXESS arena gegen die Nürnberg Falcons.

„Ein Basketballspiel mit so vielen strittigen Entscheidungen habe ich schon lange nicht mehr gesehen“, stellte Manager Stephan Baeck fest, „aber unterm Strich muss man sich deswegen gerade auswärts anders präsentieren. Im Moment unserer höchsten Führung hat unsere Intensität abgenommen und dadurch haben wir die Rockets wieder aufgebaut.“ Anders als in den beiden Blitzstart-Spielen zuvor kamen die RheinStars mit vornehmer Zurückhaltung in die Partie. Die Oettinger Rockets durften frei schalten und walten und holten sich auch verdientermaßen einen kleinen Vorsprung (9:14/7.). Köln trottete den Hausherren gemächlich hinterher – und lag dann am Ende des ersten Viertels 15:23 hinten.

Dann allerdings legte die Gäste-Defense den Schalter um auf Arbeitstemperatur und vorne sorgte der erst später ins Spiel gekommene Richard Williams für Übersicht und Raum für die Mitspieler. Mit einem 11:1-Lauf gingen die RheinStars (26:24/14.) erstmals in Führung; die Rockets konnten jedoch dagegenhalten. Die Partie wogte nun hin und her bei wechselnden Führungen. Zur Pause stand es 37:38, wobei sich die Statistiken beider Teams kaum unterschieden. Nur bei den Fouls lag Köln deutlich vorne (14:9) und hatte bei Seitenwechsel die beiden „Langen“ Dennis Heinzmann und Andi Wenzl bei jeweils drei Fouls.

Im dritten Viertel konnten die RheinStars ihre konzentrierte Abwehrarbeit fortsetzen – und vorne drehte Robin Christen binnen zwei Minuten die Partie mit drei Dreiern in Serie von 39:42 zu 48:42 (23.). Bis auf 56:48 kamen die Kölner weg (27.), doch die Qualität der Hausherren brachte die Rockets zurück bis auf 56:54 (29.) bevor Alex Foster mit einem weiteren Dreier auf 59:54 erhöhte. So ging es in den letzten Durchgang.

Die Hausherren machten mehr und mehr Druck, doch Köln konnte zu Beginn dagegen halten. Bis zum 67:64. Dann brachte erst ein Foul von Lennart Steffen plus anschließender Diskussion, die mit einem technischen Foul geahndet wurde, die Wende für die Thüringer. Was harmlos begann, endete mit einem 164 Sekunden währenden 0:16-Lauf zum 67:80. Köln, eh von Foulproblemen begleitet, bekam den Weg zurück ins Spiel nicht mehr – und vergab in Erfurt die Riesenchance, zu den Play-Off-Plätzen aufzuschließen.

Viertel 15:23, 22:15, 22:16, 15:37

Besondere Stats: Hugh Robertson 7/7 – 100 % aus dem Feld. Richard Williams 6 Assists. Rebounds 25 Köln : 31 Rockets, Fouls 30:19, Assists 14:23 Steals 3:4, Turnover 16:10

RheinStars: Jelani Hewitt (10/1 Dreier), Hugh Robertson (17/2), Robin Christen (13/3), Chris Eversley (2), Dennis Heinzmann (1), Richard Williams (12), Lennart Steffen, Alex Foster (14/4), Andi Wenzl (5), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Thomas Müller-Laschet

Die kompletten Stats

RheinStars als Außenseiter und Einheit nach Thüringen

Am kommenden Samstag (19 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) kreuzen sich die Wege der RheinStars Köln und der Oettinger Rockets – und anders als vor Wochen noch denkbar, wird es ein Spiel auf Augenhöhe. Während die Rockets mit 4:1-Siegen stark in die Spielzeit 2016/17 der 2. Basketball-Bundesliga ProA starten konnten, standen ihre Gäste noch nach sieben Spieltagen bei einer ernüchternden 1:6-Bilanz. Nun aber könnten die Kölner nach der jüngsten 3:1-Serie am kommenden Wochenende mit den Thüringern gleichziehen. Aufgrund des dann besseren direkten Vergleichs könnten die Rheinländer sogar an dem letztjährigen Halbfinalisten vorbeiziehen. Es sind also alle Voraussetzungen für einen spannenden Abend gegeben.

Trotz des Kölner Aufwärtstrend sieht Headcoach Arne Woltmann seine Mannschaft eher in der Rolle des Außenseiters. „Der Blick auf die Tabelle und der Umstand, dass die Rockets Heimrecht haben, gibt ihnen die klare Favoritenrolle. Wir müssen sehen, dass wir Richie Williams integrieren und als Einheit auftreten. Das braucht alles Zeit, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wir wollen den Rockets in ihrer neuen Halle das Leben so schwer wie möglich machen.“

So reisen die RheinStars auch einen Tag früher nach Erfurt, um sich konzentriert auf die Partie vorbereiten zu können. Denn seit dieser Saison bestreitet der Klub mit dem Firmensitz in Gotha seine Heimspiele in der gut 20km entfernten Messe Erfurt, um sich weiter in Richtung Bundesliga entwickeln zu können. So wurde unter anderem der Ortsname aus dem Klubnamen gestrichen und der ehemalige Architekt des Bamberger Erfolgsmodells, Wolfgang Heyder, als Leiter Sport und Geschäftsentwicklung gewonnen.

Nicht zuletzt die 66:80-Heimniederlage am Dienstag gegen die Nürnberger Falcons überraschte allerdings. Die Rockets rutschten zurück bis auf Platz 9. Dass die Neu-Erfurter sich dennoch normalerweise nicht in dieser Tabellenregion sehen müssen, belegt vor allem ihre Abwehrleistung. Mit 776 kassierten Punkten befindet sich das Team von Trainer Chris Ensminger in der Top 3 der Teams, die am wenigsten Punkte zugelassen haben. Und liegt bei den erfolgreichen Dreierwürfen auf Rang zwei trotz der 15%-Quote gegen die Falcons. Auch die Blocks sprechen eine andere Sprache, nach den Titans aus Dresden (44) hat man mit 40 geblockten Würfen die meisten in der ProA. Rockets-Topscorer ist aktuell Samuel Parker, der mit 135 Punkten und überragenden 21 getroffenen Dreiern bei 35 Versuchen (60%) den Takt in der Offense vorgibt. Mit Blick auf den Vergleich mit den RheinStars verbreitet nach den Abgängen von Center Samuel Muldrow und Guard Jaysean Paige vor allem eine Neuverpflichtung große Hoffnungen bei den Hausherren: Der BBL-erfahrene Center Dane Watts legte bei seinem Debüt gegen die Falcons mit 15 Punkten und 5 Rebounds bei 25 Einsatzminuten einen überzeugenden Einstand hin.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Kölsche Basketball-Schnittstelle mit bayerischen Wurzeln

Johannes „JJ“ Strasser war eine lange Zeit seiner Profi-Karriere in Köln in der BBL aktiv. Nach mehreren Zwischenstationen spielte er auch seine letzte Saison als Basketballer bei den RheinStars in der 2. Regionalliga, bevor er dann für ein Jahr das Traineramt in Köln übernahm und das Team zur Meisterschaft in der Regionalliga führte. Nun leitet der gebürtige Dachauer die Schulentwicklung der RheinStars und ist seit Anfang November fest mit einer Vollzeit-Stelle im Office-Team dabei. Im folgenden Verhör spricht der ehemalige Point Guard über seine Aufgaben im Verein, den Weg ins Rheinland und das spannendste Spiel seines Lebens.

Woher kommt der Spitzname „JJ“?

(lacht) Da steckt tatsächlich eine Geschichte hinter. Als ich in meinen jungen Jahren noch in München Jugendbasketball gespielt habe, war mein älterer Bruder im selben Verein schon in der ersten Mannschaft. Dort war der allerdings der jüngste und wurde deshalb „Junior“ genannt. Ein Jahr später rückte ich dann nach und bekam den Spitznamen „JuniorJunior“, also „JJ“.

Und der Name ist hängengeblieben?

Ja, in Basketballkreisen hat sich das durchgesetzt, da reagiere ich nur noch auf „JJ“. Außerhalb vom Basketball nennt man mich aber eher Hannes oder Johannes.

Dein Engagement im Verein wärt schon lange, wofür bist du denn bei den RheinStars zuständig?

Meine Zuständigkeit kann man sich als Schnittstelle zwischen der GmbH und dem Hauptverein vorstellen, mit drei wesentlichen Säulen. Primär beschäftige ich mich momentan mit der Kooperation zwischen den RheinStars und Grundschulen im Umkreis, um Basketball gerade in diesem Bereich bekannter zu machen und Kinder mit diesem großartigen Sport in Berührung zu bringen. Dabei geht es nicht um Talentsichtung oder Leistungssport, sondern darum Kinder für Sport zu begeistern und ihnen Spaß an Bewegung zu vermitteln. Der zweite Tätigkeitsbereich liegt bei sozialen Projekten. Hier sind wir ganz frisch eine Kooperation mit dem „Körbe für Köln e.V.“ eingegangen und schauen, in welchen Sozialräumen rund um Köln die RheinStars mit Sport unterstützend tätig sein können. Meine dritte und wohl schwerste Aufgabe besteht darin in Zukunft Kooperationen mit anderen Vereinen einzugehen. Das gemeinsame Ziel sollte sein, den Basketball in Köln gemeinsam in allen Bereichen voran zu bringen.

Du hast die RheinStars zur Meisterschaft in der 1. Regionalliga geführt, und trotzdem war diese eine Saison deine erste und letzte als Head Coach. Ist das Trainer-Dasein nichts für dich?

(lacht) Mir hat das eine Jahr unglaublich viel Spaß gemacht und es hat ja auch insgesamt funktioniert, aber ich hab mich nie wirklich als Trainer gesehen. Das ist ein sehr unsteter Beruf, bei dem man flexibel sein muss, was mir persönlich bis jetzt noch nicht lag.

Welche Beweggründe gab es, im Spätherbst deiner Karriere aus der BBL in die 2. Regionalliga West zu wechseln?

Ich war im Kopf in Bezug auf Profi-Basketball ganz einfach müde geworden. Ich hab 11,5 Jahre in der ersten Liga gespielt und man kennt nach so einer langen Zeit natürlich alle Hallen und jeden einzelnen. Man sitzt sehr viel im Bus und hat immer den gleichen Tagesablauf. Während meiner Karriere hat mir das total viel Spaß gemacht, aber ich war dann an einem Punkt, an dem ich einfach eine Veränderung brauchte, gerne auch weiterhin im Basketballbereich. Für mich war dieses eine Regionalligajahr total erfrischend, wir hatten nur drei Mal die Woche Training und die Auswärtsfahrten betrugen maximal eine Stunde. Ich hab diese Entscheidung bis jetzt nicht bereut und bin auch weiterhin mit großer Freude dabei.

Was hast du neben deiner Profi-Karriere studiert?

Ich habe aus Interesse mit Kulturwissenschaften angefangen, dies aber dann aus zeitlichen Gründen abgebrochen. Danach begann ich eine Ausbildung zum Sport-Fachwirt und bin nun beim Sport-Management-Studium angekommen, was neben dem Profi-Basketball einfach eingängiger war. Momentan bin ich in den letzten Zügen und fertige gerade meine Bachelorarbeit, eine Markenanalyse der RheinStars, an.

Wie bist du von München ins Rheinland gekommen?

Das war, als Rhöndorf damals die Erstligalizenz nach Frankfurt gab, um mit dem Profiteam in die zweite Liga zu gehen und wieder vermehrt auf Jugendarbeit zu setzen. Ich hab damals in Dachau in der Regionalliga gespielt und der damalige Trainer von Rhöndorf, Berthold Bisselik, hat mich in München Spielen sehen und meinte, er wolle mich gerne für die Zweitligamannschaft haben. Ich hatte dann in den Sommerferien eine Probewoche. Der Verein und das professionelle Umfeld dort haben mich dann so beeindruckt, dass ich schon direkt oben zugesagt hab und schließlich nach NRW gezogen bin.

Wäre das auch passiert, wenn damals Bayern schon Bundesliga gespielt hätte?

Wahrscheinlich nicht. Dann hätte ich es wahrscheinlich in München probiert, weil eigentlich hat es mir daheim so gut gefallen, dass ich da gar nicht weg wollte. Aber der Schritt in den Profisport führte damals halt leider raus aus München. Das war jedoch die beste Entscheidung, die ich hätte fällen können.

Welche internationalen Erfahrungen hast du in deiner Karriere gewonnen?

Einige, hauptsächlich mit der A2-Nationalmannschaft, für die ich mehrere Jahre lang aufgelaufen bin. Zu den schönsten Erfahrungen zählen wohl die zwei Universiaden, die ich mit der A2 gespielt hab. Das sind Olympische Spiele für Studenten, bei denen wir sportlich einmal mittelmäßig und einmal gut abgeschnitten haben. Wenn man da aber in einem Olympischen Dorf mit 120 anderen Nationen lebt und alle sind Studenten, das hatte echt eine unglaubliche Atmosphäre, das hat mich ungemein beeindruckt.

Welcher Trainer hat dich am meisten geprägt, wem sind drei Pokalsiege und eine Meisterschaft in der BBL zu verdanken?

Schwer zu sagen. Es geht natürlich immer im Jugendbereich los, meine Trainer in München (Dachau) waren total klasse. Mein Schritt mit Rhöndorf war auch sehr wichtig und da hat mich Berthold Bisselik super begleitet. In Köln hatte ich dann erstaunlicher Weise sehr viele Coaches, fast jedes Jahr einen neuen. Trotzdem nehme ich aus dieser Zeit auch fast nur Positives mit.

Hattest du auch schlechte Erfahrungen mit einem Trainer?

Ich hatte tatsächlich rein persönlich eine schlechte Erfahrung mit einem Trainer in Köln. Der ist unter der Saison gekommen, als es bei uns nicht so lief, wie es sollte. Er hat die Mannschaft dann nahezu komplett umgekrempelt und meine Rolle hatte sich dadurch doch sehr verschoben. Das Problem war, dass er sehr unnahbar war, also wenn man mit ihm kommunizieren wollte, hat er das eigentlich komplett abgeblockt. Wenn ich aber einen fachlich kompetentesten Trainer benennen müsste, wäre er das.

Wer war der beste Basketballer, mit dem du zu deiner aktiven Zeit zusammen gespielt hast?

Das ist schwer zu beantworten, ich habe mit so vielen guten Basketballern zusammengespielt. Wenn ich aber einen nennen müsste, wäre das wohl Duane Washington, mit dem ich bei Rhöndorf gespielt habe. Duane ist der Stiefbruder von Derek Fisher, der damals bei den Lakers gespielt hat, und war eigentlich viel zu gut für die zweite Bundesliga. Rhöndorf hatte es aber irgendwie geschafft, ihn aus der Erstligazeit zu halten. Der hat einfach das ganze Team besser gemacht und er war nicht so ein unangenehmer Spieler, der total auf sich bezogen war. Selbst viele Erstligaspieler konnten sein Niveau nicht erreichen.

Was war dein Moment/dein Spiel deiner Karriere?

Ein Spiel, an das ich mich auf jeden Fall immer wieder gerne erinnere, war das Auswärtsspiel am letzten Spieltag der Saison 2000/2001 in der zweiten Bundesliga zwischen dem Tabellenersten, Quakenbrück, und uns, dem Tabellenzweiten aus Rhöndorf. Der Sieger würde in die BBL aufsteigen und die Fans waren dementsprechend total euphorisiert und aggressiv, weil sie mit Quakenbrück natürlich unbedingt den Aufstieg schaffen wollten. Und dann haben wir das Alles-oder-Nichts-Spiel in diesem Hexenkessel nach doppelter Verlängerung gewonnen, das war unglaublich. Witzigerweise ist daraus die Wildcard für RheinEnergie Köln entstanden, da Rhöndorf die erworbene Erstligalizenz wieder abgegeben hatte. Ich wechselte daraufhin nach Köln, durfte meine erste BBL-Luft schnuppern und habe seitdem die Domstadt kennen und lieben gelernt.

Interviewer: Max Seitz

 

RheinStars – Must-Win-Spiel mit Happyend

RheinStars Köln 91, Dresden Titans 85. Vor 1.400 Zuschauern setzten sich die Hausherren in der LANXESS arena letztlich verdient am 11. Spieltag gegen ihre Gäste aus Sachsen durch – und bewegten sich in der aktuellen Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProA auf den 10. Platz. Die beste Platzierung seit dem Saisonstart – und am kommenden Samstag geht es nach Erfurt zu den Oettinger Rockets. Folgt dem vierten Saisonsieg gleich der fünfte, wären die Mannen von Headcoach Arne Woltmann sogar erstmals auf Tuchfühlung mit den Playoff-Plätzen. Verrückte, ausgeglichene, enge ProA.

Kein Wunder also, dass Manager Stephan Baeck mindestens einmal tief durchatmete am Sonntagabend. „Das war ein Must-Win-Spiel für uns – und wir haben es gewonnen. Und wenn man sich die anderen Spiele anschaut, sieht man, das in dieser Saison beinahe jeder jeden schlagen kann. Wir haben zwei Punkte mehr auf der Habenseite. Das zählt.“ Das Tabellenschlusslicht aus Dresden, das erstmals nach langer Zeit wieder komplett spielen konnte, war wie in die Wochen zuvor ein offensiv starker und unbequemer Gegner, der sich dafür letztlich nur nichts kaufen konnte.

Anders die Kölner, die erstmals auf ihren Neuzugang Richard Williams bauen konnten, der sich gleich als gewünschte Schaltstelle im Angriff einführte. Dabei die Start- und die Schlussphase zumindest mitprägte. Auch wenn die Statistiken das noch nicht so hergaben, der Einstieg von Williams war ein Versprechen für die Zukunft. „Er hat ja erst zweimal mit der Mannschaft trainiert. Ich bin sicher, dass wir von ihm auf Dauer das bekommen, was wir uns erwarten“, sagte Headcoach Arne Woltmann über Willliams. Zudem erfreute sich der Trainer an den 11 Punkten und 9 Rebounds von Dennis Heinzmann. „Das wird ihm helfen und weiteres Selbstbewusstsein geben“, kommentierte Woltmann die beste Saisonleistung des ehemaligen Leverkuseners und die ersten Sprechchöre der Fans.

Beide Trainer einigten sich nach der Partie darauf, das dritte Viertel als das spielentscheidende zu werten. Köln hatte es nach starkem Beginn (32:23 im ersten Viertel) und 35:23 (11. Minute) wie schon in Paderborn nicht geschafft, sich entscheidend abzusetzen. Zur Pause stand es 54:47 und Dresden verkürzte die Partie mit einem 9:0-Lauf auf 59:58. „Doch wir kamen halt nicht vorbei. Wir haben dann doch zu viele Fehler gemacht“, haderte Titans-Coach Steven Clauss mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Und uns sind einige wichtige Stopps gelungen“, bemerkte Woltmann.

Wie auch immer, Köln behielt die Führung und die Zuschauer sahen ein unterhaltsames Spiel mit einem sehr effektiven Robin Christen und dem besseren Ende für Köln. Die Statistiken gaben auch zumindest den Ansatz eines Spektakels wieder. 55 Punkte im ersten Viertel, 46 im zweiten, „nur“ 23 im vorentscheidenden dritten Durchgang und abschließend nochmal 52. Köln dazu mit 35 Würfen von der Freiwurflinie. Für die Zuschauer ein Spaß, für die Trainer eher weniger.

Besondere Stats: Dennis Heinzmann (11 Punkte/9 Rebounds), Richard Williams (6 Assists), Robin Christen (15 Punkte, 20 Effektivität). Rebounds 40:41, Turnover 7:11, Steals 7:4, Asissts 22:19

RheinStars: Robin Christen (15/3 3er), Hugh Ropbertson (15/1), Chris Eversley (8), Jelani Hewitt (16/2), Dennis Heinzmann (11), Alex Foster (9/3), Richard Williams (10/1), Lennart Steffen (3/3), Andi Wenzl (2), Bene van Laack (2). Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet.

Alle Stats

Foto: Richard Williams (l.) und Dennis Heinzmann I Gero Müller-Laschet

 

Point Guard Richard Williams ab sofort ein RheinStar

Richard Williams schließt sich ab sofort den RheinStars Köln an. Der 29 Jahre alte Point Guard kommt vom finanziell angeschlagenen easycredit Bundesligisten Phoenix Hagen in die 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Wir freuen uns sehr, dass wir Richard für uns gewinnen konnten, denn durch die zahlreichen Verletzungen im Aufbau waren wir zum nochmaligen Handeln gezwungen. Richard ist aber weit mehr als nur eine Absicherung unserer Ziele. Mit ihm bekommen wir noch einmal richtig Qualität dazu“, sagt Manager Stephan Baeck, „auch wenn wir die Umstände in Hagen, die dazu geführt haben sehr bedauern, schließlich ist Hagen ein Traditionsstandort.“

Der 29 Jahre alte Williams verfügt über reichlich Spiel-Erfahrung in der ersten und zweiten Liga. „Im letzten Jahr hat er uns im Trikot von Kirchheim schon vor ordentliche Herausforderungen gestellt“, sagt Headcoadocch Arne Woltmann über den jüngsten Zugang. „Er ist ein klassischer Aufbauspieler, der ein Spiel lenken kann und seine Mitspieler besser macht. Er ist sowohl ein echter sportlicher Gewinn als auch die nötige Entlastung für Jelani Hewitt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit allen.“

Der US-Amerikaner hat mit seiner hochschwangeren Freundin Inga bereits die neue Wohnung im Kölner Stadtteil Sülz bezogen und absolvierte am Freitagmorgen seine sportliche Untersuchung bei Teamarzt Olli Pütz in der Orthopädie am Gürzenich. Am Nachmittag folgte das erste Mannschaftstraining. In dieser Saison begann Williams stark für die sich aktuell in Konkurs befindlichen Hagener, bevor er sich nach vier Spielen einen Muskelfaserriss zuzog. Vergangene Woche kehrte er gegen Tübingen nach gut einem Monat Pause wieder zurück aufs Parkett und lieferte erneut eine überzeugende Vorstellung ab.

Manager Baeck treibt derzeit die Lizenzierung des Neuzugangs voran, um ihn bereits in der Partie am kommenden Sonntag (18 Uhr, LANXESS arena) gegen die Dresden Titans im nächsten Punktspiel einsetzen zu können. „Wir stehen mit der Liga in engem Kontakt, aber es wird sich alles erst sehr zeitnah entscheiden“, sagt Baeck.

 

Richard Williams

Position: Point Guard

Geboren: 22.08.1987 in San Diego

Größe/Gewicht: 1,78 m/80 kg

Nationalität: USA

 

Stationen:

2016: Phoenix Hagen (BBL) – 12,2 PPG, 3,4 APG

2015/2016: Kirchheim Knights (ProA) – 15,4 PPG, 8,1 APG

2014/2015: RASTA Vechta (ProA) – 4,6 PPG, 3,3 APG

2014/2015: FRAPORT SKYLINERS (BBL) – 8,2 PPG, 3,1 APG

2013/2014: RASTA Vechta (BBL) – 14,7 PPG, 4,4 APG

2012/2013: RASTA Vechta (ProA) – 15,6 PPG, 6,7 APG

2011/2012: UBC Hannover Tigers (ProB) – 18,3 PPG, 5,7 APG

2010/2011: San Diego Sol (ABA)

2009/2010: FSU Selfoss (NOR1) – 27,5 PPG, 3,4 APG

2008/2009: San Diego State University (NCAA1) – 7,2 PPG, 3,5 APG

PPG (Punkte pro Spiel), APG (Assists pro Spiel)

Fotos: Stefan Rauscher (oben) I RheinStars Köln

 

Spektakel zwischen RheinStars und den Titanen?

Es könnte tatsächlich ein Spektakel werden am Sonntag. Am elften Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA erwarten die RheinStars Köln die Dresden Titans um 18 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) in der LANXESS arena. Mit dem aktuellen Schlusslicht der Liga stellt sich nämlich die Mannschaft in Köln vor, bei der die meisten Körbe in den Spielen fallen. Auf beiden Seiten. „Das ist eine ganz starke Mannschaft in der Offensive, die wir über unser eigene Defense knacken müssen“, sagt Headcoach Arne Woltmann. „ Wenn wir das Spiel gegen Dresden konzentriert angehen und uns auf die positiven Dinge der vergangenen drei Spiele besinnen, haben wir gute Chancen, die für uns wichtigen Punkte einzufahren.“

Zu den positiven Dingen zählte beim 81:91 bei den UniBaskets Paderborn sicher die Entwicklung bei den erzielten Punkten. 65 in Ehingen, 77 gegen Heidelberg und nun die Saisonbestleistung von 81. „Wir finden uns vorne besser zurecht“, sagt Manager Stephan Baeck. Dafür hatte die Defense anders als in den Spielen zuvor eher einen Tag der offenen Tür. „Wir haben sicherlich einiges mehr zugelassen als wünschenswert war, aber zusätzlich hatten dann die Schützen von Paderborn auch einen außerordentlichen sicheren Tag und sie haben als Team sehr gut zusammengespielt“, sagt Woltmann. „Es liegt immer an unserer eigenen Arbeit – und wenn die gegen Dresden stimmt, können wir auch gewinnen.“ Ein weiterer positiver Fakt.

Aktuell sind die „Elberiesen“ tief im Tabellenkeller, jedoch keineswegs zu unterschätzen. Sowohl gegen Kirchheim, als auch in Ehingen verlor der Aufsteiger knapp mit zwei Punkten, gegen Paderborn gab es eine 125:130-Overtime-Niederlage. Allein gegen Trier konnte das Team von Headcoach Steven Clauss einen Sieg einfahren. Ein etwas überraschender Zwischenstand, denn die Sachsen galten vor der Saison als gut verstärkt – und konnten mit Jusuf El Domiaty, Helge Baues, Jervon Pressley und RJ Price vier Topakteure an die Elbe locken. Besonders letzterer war eine wichtige Verpflichtung auf der Point Guard-Position und ist mit 16/32 getroffenen Dreiern ein gefürchteter Distanzschütze.

Jedoch ist fraglich, ob der US-Amerikaner Price am Sonntag in Köln zum Einsatz kommen wird, da er schon beim vergangenen Heimspiel gegen Baunach und am gestrigen Mittwoch (65:78 gegen Ehingen in einem vorgezogenen Spiel) wegen einer Rückenverletzung pausieren musste. Für Ersatz ist dennoch bestens gesorgt: Sein Landsmann und Führungsspieler der Titans, Randal Holt, dessen Vertrag während der Saisonvorbereitung zur Freude von Manager Peter Krautwald um ein weiteres Jahr verlängert werden konnte, spielt bislang eine starke Saison. Mit seinen 182 erzielten Punkten sowie den 52 Korbvorlagen ist er nicht nur maßgeblich an der vierthöchsten Punkteausbeute (903) der Liga beteiligt, sondern gehört auch sonst zu den effizientesten Basketballern in der Pro A. Hoffnung auf bessere Zeiten in Dresden macht schließlich das Comeback des etatmäßigen Centers Jervon Pressley nach vier Wochen Verletzungspause, der gegen Ehingen 13 Rebounds einsammelte und 21 Punkte erzielte – bei der Reboundarbeit gehören die Sachsen ebenso zu den Top 4 der Liga. Mit ihm sollte die Defense stärker werden, denn mit rund 95 Punkten im Schnitt kassieren die Gäste mit Abstand die meisten Punkte in der Liga.

Alex Foster – Kölns aktuell  sicherster Schütze aus dem Feld I Foto: Gero Müller-Laschet

RheinStars versemmeln es in der Verteidigung

Klappt die Verteidigung der RheinStars Köln, klappt es mit den Siegen. Beim 81:91 (42:45) am Samstagabend bei den Uni Baskets Paderborn klappte es nicht – so blieben die Punkte am zehnten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA in Ostwestfalen. Köln verpasste den durchaus möglichen Sprung auf Platz neun. Trotz erneuter Rebound-Überlegenheit (40:33) und einem gut aufgelegten Chris Eversley (23 Punkte) sowie einem beständigen Jelani Hewitt (22/4 Assists) bekam die Mannschaft von Headcoach Arne Woltmann nicht den entscheidenden Zugriff auf die Hausherren in der von 1.341 Zuschauern besuchten Maspernhalle. Am kommenden Sonntag (18 Uhr) geht es gegen Schlusslicht Dresden Titans weiter mit dem nächsten Heimspiel in der LANXESS arena.

Dabei mussten die RheinStars wie schon gegen Heidelberg vom Start weg ohne Tim van der Velde auf der Spielmacher-Position agieren. Der junge Ersatz-Pointguard hatte sich am vergangenen Dienstag schwerer am rechten Knie verletzt und wird den RheinStars frühestens Anfang des neuen Jahres wieder zur Verfügung stehen. „Unsere Serie auf der Position ist schon unheimlich“, bemerkte Manager Stephan Baeck nach der feststehenden Diagnose unter der Woche.

Trotzdem begannen die RheinStars gut, hatten die Defense zu Beginn im Griff und gingen bis zur sechsten Minuten mit 19:9 in Führung. Zur Freude des im Sonderbus mitgereisten laut starken Anhangs. Wie aber schon in den ersten Spielen dieser Saison leisteten sich die Köln im Anschluss Schwächen in der Verteidigung, vernachlässigten die Hilfen und ließen zudem die ein oder andere klare Chance im Angriff ungenutzt – und schon waren die Hausherren wieder dran. Aus der knappen 24:22-Führung nach dem ersten Viertel wurde im Laufe der zweiten 10-Minuten ein Rückstand. Immerhin, nach dem 40:45 gelang Hugh Robertson mit der Pausensirene das 42:45.

Im dritten Viertel bekamen die RheinStars erneut die Defense besser in den Griff, gingen ihrerseits wieder mit 54:53 (26.) in Front, doch wie so oft in dieser bisherigen Saison: Der endscheidende Punch gelang nicht. Lennart Steffen versiebt einen Dreier, im Gegenzug holen sich die Hausherren den Lead zurück. So ging es mit einem 58:63 in den Schlussabschnitt. Dort wurde Maxim Kuhle bei den Paderbornern zum Matchwinner – er traf alle sechs seiner Dreierwürfe – vorentscheidend die beiden von 62:67 zu 62:73. Köln kam noch einmal zurück, doch als Jelani Hewitt bei 79:85 (38.) erst einen überhasteten Turnover produzierte und im Gegenzug Paderborn traf, war der Sieg der Ostwestfalen praktisch Fakt. Am Ende blieb der Sieg mit 81:91 an der Pader.

Besondere Stats: Rebounds (40:33), Dennis Heinzmann, Robin Christen (je 8), Turnover 7:9, Steals 5:3., Chris Eversley (23 Punkte/22 Effektivität)

RheinStars: Chris Eversley (23/1 3er), Jelani Hewitt (22/2), Hugh Robertson (10), Robin Christen (9/1), Dennis Heinzmann (2), Lennart Steffen, Andi Wenzl (2), Alex Foster (13/3), Bene van Laack. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet

Alle Stats

Foto: Chris Eversley I Gero Müller-Laschet

RheinStars bei den Königen der Assists und Steals

„Wir wollen den Schwung aus den vergangenen beiden Siegen mit nach Paderborn nehmen und auch dort was holen“, sagt Manager Stephan Baeck vor dem Auftritt der RheinStars Köln am Samstag bei den Uni Baskets (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Mit dem Erfolg in Ehingen und vor allem mit dem Sieg und dem furiosen Schlussviertel gegen die MLP Academics Heidelberg haben sich die Kölner vor dem zehnten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA aufs Mittelfeld zubewegt, jetzt könnte bei den Ostwestfalen der nächste Schritt in die gewünschte Richtung erfolgen.

Ausschlaggebend für die jüngsten Siege waren sicherlich die jeweiligen Steigerungen in der Defense, so dass am Ende beide Gegner unter 70 Punkten gehalten werden konnten. In der Offense sieht Headcoach Arne Woltmann für das Spiel gegen die Uni Baskets noch stärkeres Verbesserungspotenzial. „Da haben wir noch deutlicher Luft nach oben.“ Bei diesem Ansinnen ist dem Team auf jeden Fall lautstarke Begleitung in der Maspernhalle sicher. Der Fanklub „Flying Flönz“ hat auch dank der Unterstützung von zahlreichen Fans einen Bus chartern können, der die kölsche Delegation einen Tag nach dem Sessionsstart nach Paderborn fahren wird.

Allerdings stehen die RheinStars an der Pader vor einer großen Herausforderung. Zum einen war die Bilanz beider Teams untereinander im Vorjahr ausgeglichen, jeweils die Heimspiele wurden gewonnen. Und die Paderborner sind stark in die Saison gestartet. Selbst wenn die letzten drei Spiele alle verloren gingen, die Hausherren sind gefährlich.

Sie waren vielleicht nur beim deutlichen 60:85 bei den Oettinger Rockets am vergangenen Sonntag wirklich chancenlos. Ihre anderen Spiele glichen eher einer Achterbahnfahrt. In Heidelberg spielten die Schützlinge von Coach Uli Naechster die Academics zur Halbzeit mit 41:27 beinahe an die Wand und verloren trotzdem noch 77:83. Zuhause wurden die Kirchheim Knights vor Wochenfrist im ersten Viertel mit 33:13 dominiert, erst in den letzten zwei Minuten gaben die Paderborner die Führung her und kassierten noch eine 75:80-Niederlage. „Solche Chancen, Teams von ganz oben zu schlagen, bekommst du in einer Saison nicht so oft. Und dann solltest du auch mal zuschlagen“, resümierte Head Coach Naechster in der Neuen Westfälischen.

Der anfangs jeweils herausgespielte Vorsprung ist dabei keineswegs Zufall sondern Ausdruck der eigentlich vorhandenen Stärke. Die Uni Baskets haben in der Pro A aktuell die meisten Assists (181) sowie die größte Anzahl an Steals (94) zu verzeichnen. Besonders Shooting Guard Matt Vest ragt mit 54 Assists – Höchstwert in dieser Kategorie – heraus und zählt derzeit zu den sportlich wertvollsten Spielern der Liga. Auch Point Guard Chase Adams spielte bis jetzt eine äußerst gute Saison und brilliert sowohl als Vorlagengeber (46 Assists), als auch als Abwehr-Ass mit den zweitmeisten Steals der Liga (27). Der dritte im Bunde ist der Power Forward Till Gloger, der vor der Saison von der University of Maine an die Pader wechselte und keine lange Eingewöhnungszeit benötigte. Mit 141 erzielten Punkten (15,7 Pkt. pro Spiel) ist er der Topscorer der Mannschaft und rangiert auch in der ligaweiten Statistik ganz weit vorne.

Es wird also ein heißer Tanz bei den Uni Baskets in Paderborn.

Direkt zum Livestream auf sportdeutschland.tv

Foto: Gero Müller-Laschet