RheinStars überzeugen beim Sieg über Heidelberg

Mit einem überzeugenden Heimsieg über die MLP Academics Heidelberg haben die Rheinstars Köln den Doppelspieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA abgeschlossen. Beim letztlich deutlichen 77:65 (35:34)-Erfolg über den Tabellenvierten am Dienstagabend deuteten die Mannen von Headcoach Arne Woltmann nach dem eher mit der Brechstange erkämpften Auswärtssieg am Freitag in Ehingen erstmals auch ihre spielerischen Möglichkeiten an.

Dabei hatten es die RheinStars erneut nicht leicht auf ihrem Weg zum dritten Saisonerfolg. Nach Leon Baeck und David Downs verletzte sich im Spiel nach 26 Sekunden mit Tim van der Velde tatsächlich gleich der nächste Aufbauspieler. Der Stellvertreter des Stellvertreters verdrehte sich bei einer spektakulären Abwehraktion im ersten Viertel das rechte Knie. Am Mittwoch wird er näher untersucht. So musste Jelani Hewitt weitestgehend alleine ran.

So musste der Headcoach mit seinem Assistenten Matt Dodson erneut auf den Positionen umstellen. Doch wenn die Kölner in dieser Saison eines wohl gelernt haben, dann den Kopf bei Schwierigkeiten nicht zu verlieren.  Wohl auch deshalb wollte Arne Woltmann keinen Spieler herausheben. „Wir haben das als Mannschaft gewonnen, auch wenn die großen Spieler sicher einen sehr guten Job gegen die starken Heidelberger gemacht haben.“  Erstmals gewannen die RheinStars ein Reboundduell klar mit 43:29. „Das war in der Tat sonst eher umgekehrt“, bemerkte Woltmann schmunzelnd.

Die Vorentscheidung in dieser Partie vor 720 Besuchern in der LANXESS arena fiel dabei Ausgang des dritten Viertels. Nach einer knappen Pausenführung (35:34) gelang den Heidelbergern „Pausenübergreifend“ ein 9:0-Lauf zum 35:40. Doch wie schon in Ehingen stoppten die Kölner um den sehr gut aufgelegten Jelani Hewitt ihren Kontrahenten frühzeitig, schafften ihrerseits 18:6-Punkte und gingen mit acht Punkten Vorsprung ins letzten Viertel.

Und wenn es denn beim Basketball mal läuft, dann läuft es eben. So fanden die RheinStars auf jeden Versuch der Heidelberger eine passende Antwort und gefielen zwischenzeitlich immer mal wieder sowohl durch spektakuläre Pässe unter den Korb als auch durch schnelles Freispielen der Schützen von Außen.

Zur Pause hatte Tim Schulz vom Fliegen gesungen – auf die RheinStars traf das in den Schlussminuten definitiv zu. Fünf Dreier fanden in den letzten knapp vier Minuten ihr Ziel im Korb der Heidelberger. Zwei davon kamen von Jelani Hewitt, der es bei fünf  3er-Versuchen auf  vier Treffer brachte. Insgesamt zählte die Statistik 23 Punkte für den Topscorer der Hausherren an diesem Tag, bei einer Plusminus-Bilanz von 24. Zur Freude der Anhänger des Sion-Kölsch-Spiels „3 für 3“ – direkt im Anschluss gab es im Joe Champs 27 Liter Freibier für insgesamt neun Kölner Dreier.

„Die Leute wollen Sieger sehen“, gab sich Manager Stephan Baeck zuversichtlich, dass demnächst wieder mehr Zuschauer den Weg in die Arena finden. Gegen die Dresden Titans am 20. November gibt es ab 18 Uhr die nächste Gelegenheit. Vorher geht es am Samstag nach Paderborn, die nächste schwere Prüfung auf dem Weg nach oben.

Viertel: 19:14, 16:20, 18:11, 24:20.

Besondere Stats:  Jelani Hewitt (4 von 5 Dreiern), Hugh Robertson 18 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists. Andi Wenzl 7 Rebounds. Rebounds 43 Köln I 29 Heidelberg

RheinStars: Hugh Robertson (18/1 3er), Jelani Hewitt (23/4), Robin Christen (8/2), Chris Eversley (13/1), Dennis Heinzmann (1), Andi Wenzl (7), Alex Foster (7/1), Lennart Steffen , Bene van Laack, Tim van der Velde. Ohne Spielzeit: Antonio Pilipovic, Thomas Müller-Laschet.

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Foto Topscorer Jelani Hewitt: Gero Müller-Laschet

Außenseiter gegen Heidelberger Defensiv-Spezialisten

Als Außenseiter gehen die RheinStars Köln am morgigen Dienstag in die Begegnung mit den MLP Academics Heidelberg (19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). Die beiden Universitätsstädte beschließen in der LANXESS arena den neunten Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga und damit auch den Doppelspieltag, der für beide Mannschaften am Freitag unterschiedlich endete. Während die RheinStars nach einem schwachen Start die Partie beim Aufsteiger Team Ehingen Urspring noch drehen konnten, unterlagen die Heidelberger knapp beim Ligafavoriten Mitteldeutscher BC mit 62:70. Allerdings nach einer höchst ansprechenden Leistung.

Trotz der Niederlage steht die Mannschaft des Serbischen Trainers Branislav Ignjatovic mit 6:2-Siegen in der Liga stark da und ist entsprechend selbstbewusst vor der Visite bei den 2:6-Kölnern. Zumal die Academics im Vorjahr beide Partien gegen die RheinStars gewinnen konnten. „Wir müssen erst einmal die Wunden lecken, aber eigentlich haben wir keinen Grund, lange traurig zu sein“, ließ Coach Ignjatovic am Montag in der Rhein-Neckar-Zeitung zuversichtlich verlauten. Er wolle die Rolle des Favoriten, die sich die Spieler der MLP Academics Heidelberg im bisherigen Saisonverlauf durch überzeugende Leistungen hart erarbeiteten, in Köln erneut unter Beweis stellen.

Der gute Saisonstart ist gewiss kein Selbstläufer. Erst erkämpfte sich Heidelberg gegen den Bundesligaabsteiger Crailsheim auswärts 2 Punkte, dann wurden zuhause die Chemnitzer 80:54 abgefertigt. Kurz darauf gab es jedoch eine 46:84-Packung bei den Gladiatoren in Trier. Danach konnte sich der Zweitligist aber wieder fangen und siedelte sich im oberen Tabellendrittel an.

Die Academics aus Heidelberg kommen vor allem über ihre Verteidigung. Die Defense ist mit nur 543 kassierten Punkten aktuell die beste in der ProA. Vor der Saison konnten die Kurpfälzer einige Leistungsträger wie Publikumsliebling Devin White halten und verstärkten sich mit 4 Neuzugängen, darunter auch der Rückkehrer und derzeitige Topscorer Phillipp Heyden (105 Pkt.). Der Center gehört zu den effektivsten Spielern seiner Mannschaft und ist mit durchschnittlich 31:48 Einsatzminuten ein Dauerbrenner auf dem Parkett. Der zweite Motor ist Shooting Guard Hrovje Kovacevic. Durchschnittlich 32:29 Minuten verbucht der mit 30 Jahren älteste im Team. Ein weiterer Stützpfeiler ist der Kapitän Albert Kuppe, der mit 18 versenkten Dreiern (54,4%) zu den gefährlichsten Scharfschützen der Liga zählt.

In Köln blickt man derweil dem Heimspiel mindestens genauso motiviert entgegen. Aus dem Auswärtserfolg in Ehingen nahm das Team von Coach Arne Woltmann neben dem Sieg noch einige positive Dinge mehr mit ins Rheinland. Vor allem die Defense überzeugte, in den ersten drei Vierteln wurden nur 41 Punkte zugelassen, besonders weil der Gegner keine langen Läufe bekam und so nicht zu seinem Rhythmus finden konnte. Bezeichnend dafür ist zudem, dass Ehingen zwischen Minute 13 und 30 nur vier Korberfolge aus dem Spiel heraus verzeichnete. Für die Moral der Kölner spricht, dass sie erstmals in dieser Saison einen 10-Punkte-Rückstand drehten.

Foto: Gero Müller-Laschet

 

Erfolgreicher Kraftakt in Ehingen

Als Alex Foster mit der Schlusssekunde den letzten Korb für die RheinStars markiert, wird es mucksmäuschenstill in der Längenfeldhalle in Ehingen am Freitagabend. Bis auf vereinzelte Jubelschreie der Kölner Delegation – und wer wollte, konnte auch eine Menge Steine der Erleichterung poltern hören. 65:61 (30:33) lautete das Endergebnis am achten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA für die RheinStars Köln beim Aufsteiger Team Ehingen Urspring. „Es war für beide Mannschaften ein enorm wichtiges Spiel. Das hat man gemerkt“, sagte Headcoach Arne Woltmann. „Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, das wir uns diesmal aus unserem Loch gekämpft haben, das wir vorher wieder gegraben hatten.“ Die leichte Aufwärtstendenz mit dem zweiten Saisonsieg soll sich am Dienstag gegen die MLP Academics Heidelberg in der LANXESS arena (19.30 Uhr) verstärken.

Sicherlich geht dieses Spiel nicht als einer der glorreichsten Auftritte in die Annalen der RheinStars ein. Aber sicher einer, bei dem Herz und Kampfgeist bewiesen wurde in einer ganz schwierigen Phase. Denn bis auf ein paar Tendenzen ganz zu Beginn starteten die Mannen von Arne Woltmann erneut ohne Zugriff auf ihren Gegner. Wenig Hilfe in der Defense, dazu erneut wenig Ballbewegung im Angriff. Köln schien zwischendurch in der Verteidigung offen wie ein Scheunentor. Bis zum 18:28 in der 12. Minute waren die RheinStars drauf und dran, an ihren schwächeren Spiele in der Fremde anzuknüpfen.

Doch dann nahm Woltmann – im Nachhinein betrachtet – die entscheidende Auszeit. Was auch immer in den folgenden 60 Sekunden gesagt wurde, plötzlich war die Defense im Spiel. Stellte die Räume besser zu, machte den Hausherren das Leben endlich schwerer. Ehingen machte bis zur Pause (30:33) nur noch 5 Punkte, im kompletten dritten Viertel nur weitere acht Zähler. Leider blieben die Aktionen der RheinStars in der Offense fehlerbehaftet bzw. oft ohne erfolgreichen Abschluss. Trotzdem brachte Jelani Hewitt Köln mit 36:35 (23.) nach langer Zeit in Führung. Highlight dann der „Buzzerbeater“ von Robin Christen zum 46:41.

Doch die RheinStars verpassten es durch ihre Angriffsleistung, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. In der 36. Minute gelang Ehingen nach einem 7:0-Lauf der Ausgleich (36./53.53). Von da an wurde es eine Nervenschlacht zweier Mannschaften, in der sich die Kölschen trotz neuerlicher Nackenschläge bei mehreren wechselnden Führungen durchsetzten. Hugh Robertson besorgte durch eine Energieleistung drei Punkte – Korbleger plus Freiwurf zum 63:61 26 Sekunden vor dem Ende. Ehingen nahm noch eine Auszeit, versuchte sich in Position zu bringen für den Ausgleich und die Verlängerung. Doch die RheinStars hielten ihre Kontrahenten vom Korb weg. Hugh Robertson sicherte mit seinem neunten Rebound den ersten Auswärtserfolg in dieser Saison – und Alex Foster machte auf Pass von Robin Christen den Deckel drauf.

Besondere Stats: Hugh Robertson (17 Punkte/9 Assists/3 Steals), Jelani Hewitt (15 Punkte/5 Assists/5 Steals). Rebounds 36 Köln – 38 Ehingen, Steals 13 – 9, Turnover 16 – 21. Köln 82% (9/11) von der Freiwurflinie.

RheinStars: Jelani Hewitt (15), Hugh Robertson (17), Robin Christen (3), Chris Eversley (10), Dennis Heizmann (4), Tim van der Velde, Lennart Steffen (2), Alex Foster (12), Andi Wenzl (2). Ohne Einsatzzeit: Antonio Pilipovic, Bene van Laack

Alle Stats gibt es hier

Foto: Gero Müller-Laschet

Richtungweisendes Spiel für die RheinStars

Erstmals in ihrer noch jungen Zweitligageschichte haben sich die RheinStars Köln bereits einen Tag vor dem richtungweisenden Auswärtsspiel in Ehingen auf den Weg nach Süddeutschland gemacht. „Wir werden alles dafür tun, dass wir am Freitagabend ausgeruht, hellwach und fokussiert ins Spiel gehen können“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf die Aufgabe beim Tabellennachbarn Team Ehingen Urspring. „Wir wollen und müssen dort gewinnen – und wir können das auch.“

Die Ausgangslage für die RheinStars vor dem achten Spieltag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA (Tip-off 19.30 Uhr/live auf sportdeutschland.tv) ist eindeutig: Mit einem Sieg gegen einen direkten Konkurrent verschaffen sich die Kölner womöglich das Erfolgserlebnis, das sie brauchen, um die weiteren Aufgaben mutig und entschlossen anzugehen. Verliert die Mannschaft von Trainer Arne Woltmann, dann klebt sie erst einmal im Tabellenkeller der Liga fest. Umgekehrt gilt dies auch für die Hausherren in der Längenfeldhalle, die mitten im 25.000-Einwohner-Ort des Alb-Donau-Kreises liegt.

Das Team Ehingen ist Aufsteiger in die ProA und speist sich vor allem aus der Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen evangelischen Internat Urspringschule, dass seit Mitte der 90er Jahre auch als Basketball-Internat in Baden-Württemberg offiziell durch den Deutschen Basketball-Bund anerkannt ist. Zu den bekanntesten Absolventen zählen der Journalist Ulrich Wickert sowie Nationalspieler Lucca Staiger, was ungefähr auch der Bandbreite des schulischen Angebots von gymnasialen Abschlüssen bis zu Lehren mit Gesellenprüfungen ab der achten Klasse entspricht.

Im Hier und jetzt müssen sich die RheinStars, die weiterhin ohne ihre verletzten Spieler David Downs, Leon Baeck, Leon Okpara, Filip Kukic und Thomas Müller-Laschet planen, mit einer Mannschaft auseinandersetzen, die ihnen rein statistisch ebenbürtig ist. Gleich jung, wenn man den 38 Jahre alten Kapitän Radi Tomasevic einmal ausnimmt. Ähnliches gilt für die Anzahl der Rebounds, der Turnovers oder Steals. Beide haben nur einen Sieg in sieben Spielen, allerdings weist Ehingen unter dem 33 Jahre jungen Trainer Domenik Reinboth eine deutlich schlechtere Punktausbeute (479:511) und Korbdifferenz (-90 zu -38) auf. Dafür haben die Ehinger wiederum den Heimvorteil.

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Spaß, Kreativität und eine malerische Erfahrung

Halloween war gestern. Heute geht es um Painting Partys – und das bedeutet: Spaß, Kreativität und eine malerische Erfahrung. Mit einem Event der besonderen Art überraschten die RheinStars ihre Partner im Neven DuMont Haus in der Amsterdamer Straße. Ein eigenes Bild malen, dazu ein Basketball-Motiv und das auch noch unter den Augen vieler kritischer Geister, die es gewohnt sind, im Alltag Höchstleistungen zu bringen – wenn möglich mit einem perfekten Ergebnis?

Im Casino begrüßten jedenfalls die Geschäftsführer der RheinStars Basketball-GmbH, Stephan Baeck und Marc-Thilo Schott, gemeinsam mit Philipp Froben, Geschäftsführer Medienhaus DuMont Rheinland, die rund 50 Gäste anlässlich der Präsentation des Kaders  2016/2017 zu dieser sportlich-künstlerischen Herausforderung.

Und das anfänglich spürbare leichte Zögern wich alsbald einem fröhlichen, konzentrierten Malen und intensivem Kommunizieren an den Staffeleien. Mit leichter Hand und Schwung führte die US-amerikanische Künstlerin Kirstin Baldwin durch den Abend, die zuvor das Motiv „Hoops“ entworfen hatte – und die Teilnehmer Schritt für Schritt durch die Entstehung bis zum Finish führte. Begleitet von Essen und Trinken.

Zuvor hatte das im Studio in Köln-Ehrenfeld beheimatete Team von Baldwin das erforderliche Material bereitgestellt und aufgebaut: Farben, Pinsel, Leinwände, Staffeleien und Schürzen. Am Ende staunten die Teilnehmer nicht schlecht, dass wirklich jeder dank der großartigen Anleitung, selbst ohne eine besonders ausgeprägte künstlerische Ader zu haben, zu einem besonderen persönlichen Ergebnis kommen konnte.

Die RheinStars Köln jedenfalls können die Painting Partys von Kirsten „Baldy“ Baldwin nur empfehlen.

Alle Infos zur Painting Party gibt es hier

Fotos: Painting Party I Jonathan Sakowski.